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Ursachen für das militärische Eingreifen Indiens in den Ostpakistan Konflikt

Title: Ursachen für das militärische Eingreifen Indiens in den Ostpakistan Konflikt

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 23 Pages , Grade: 2,6

Autor:in: Andreas Feld (Author)

Politics - Region: South Asia
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Seit der Gründung der Staaten Indien und Pakistan nach dem Ende der britischen Kolonialherrschaft auf dem indischen Subkontinent, führten beide Staaten drei Kriege gegeneinander. Der Konflikt um die Region Kashmir beherrscht bis heute die Aussenpolitik beider Länder. Beim Unabhängigkeitskampf von Ostpakistan trat dieser Konfliktherd in den Hintergrund. Das militärische Eingreifen der Indischen Union führte zum dritten Krieg mit Pakistan und schließlich zur Teilung Pakistans und zur Gründung von Bangladesch. Die Besonderheit dieses Konfliktes war, dass nicht Gebietsansprüche, wie in Kashmir zu ihm führten.
„The Bangladesh crisis 1970-71 is the best historical example of a war into which India and Pakistan were drawn by domestic factors.”
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit folgenden Fragen zu dem Krieg der Indischen Union mit Pakistan 1971.
•Welche außenpolitischen Rahmenbedingungen bestanden für Indien?•Welche Ursachen führten zum militärischen Eingreifen Indiens auf der Seite der Unabhängigkeitsbewegung in Ostpakistan?•Was waren die Hauptgründe?
•Was für Rückschlüsse lassen sich daraus für die heutige Situation ziehen?
Um diese Fragen zu beantworten, gliedert sich die Hausarbeit in vier Kapitel. Nach der Einleitung wird in Kapitel zwei ein historischer Überblick gegeben, welcher die Ausgangssituation vor dem Eingreifen Indiens in den Konflikt auf dem indischen Subkontinent betrachtet. Im dritten Kapitel werden die außenpolitischen Rahmenbedingungen analysiert, die dem militärische Eingreifen Indiens zugrunde lagen. Das Kapitel vier diskutiert die Gründe für das Eingreifen, gewichtet sie und unterzieht sie einer Gesamtbewertung. Die Arbeit schließt mit einem Fazit, in welchem die Ausgangsfragen beantwortet werden und Rückschlüsse für die heutige Situation gezogen werden. Für diese Arbeit wurde in erster Linie angelsächsische Literatur herangezogen. Besonders hervorzuheben ist das Buch „War and secession. Pakistan, India, and the creation of Bangladesh” von Richard Sisson und Leo E. Rose, welches einen guten Einblick in die Thematik verschafft und in dieser Arbeit umfangreich Erwähnung findet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Überblick

3. Außenpolitische Rahmenbedingungen

3.1 Die Rolle der Sowjetunion

3.2 Die fehlende Einflussnahme der Vereinigten Staaten von Amerika

3.3 Die chinesische Position

3.4 Die Interessen Pakistans

4. Ursachen und Wirkungszusammenhänge für das militärische Eingreifen Indiens in den Ostpakistan Konflikt

4.1 Die Flüchtlingsproblematik

4.1.1 Soziale Spannungen

4.1.2 Wirtschaftliche Probleme

4.2 Territoriale Integrität

4.3 Die Terrorproblematik

4.4 Das Interesse an einer gemäßigten Regierung

4.5 Verhinderung eines islamischen Blocks

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen und Wirkungszusammenhänge, die zum militärischen Eingreifen Indiens in den Ostpakistan-Konflikt 1971 führten, und analysiert dabei sowohl die außenpolitischen Rahmenbedingungen als auch die internen indischen Beweggründe.

  • Außenpolitische Einflussfaktoren und Machtkonstellationen des Kalten Krieges.
  • Die Auswirkungen der massiven Flüchtlingsbewegungen auf die indische Stabilität.
  • Territoriale Integrität und die Bedrohung durch separatistische bzw. terroristische Gruppen.
  • Das strategische Interesse an einer gemäßigten Regierung im neu entstehenden Bangladesch.
  • Die Vermeidung einer regionalen Isolation durch einen islamischen Block.

Auszug aus dem Buch

4.2 Territoriale Integrität

Allein wirtschaftliche und soziale Spannungen und Probleme hätten wahrscheinlich nicht ausgereicht, ein militärisches Eingreifen in den Ostpakistan Konflikt zu begründen. Den Konflikt verschärfend kam hinzu, dass die Flüchtlinge in Regionen flüchteten, in denen es separatistische Bewegungen gab.

„Of greater importance to New Delhi was the potentially destabilising influence of the conflict in East Pakistan on strife- ridden West Bengal, as well as on the tribal hill states and Assam in north-eastern India,(…)”

So stand West Bengalen unter direkter Verwaltung von Neu Delhi seit dem 20 März 1970. Besondere Probleme bereitete die CPML in West Bengalen. Die CPML hatte ein großes Interesse daran, ihren Einfluss in Ostpakistan zu erhöhen. Daher strebte diese an, den Konflikt zu einem Bürgerkrieg unter kommunistischen Vorzeichen auszuweiten, zu einem sogenannten „People War“. Durch die Unterstützung der kommunistischen Parteien in Ostpakistan hätte die CPML ihre eigene Position in West Bengalen stärken können und aus dieser gestärkten Position heraus, West Bengalen weiter zu destabilisieren. Ebenfalls kam hinzu, dass dadurch Druck von den Aktivitäten in West Bengalen genommen werden konnte, da sich Indien auf Ostpakistan konzentrierten musste.

Indien wiederum hatte ein starkes Interesse, diese Aktivitäten zu unterbinden. Zum einen, um zu verhindern, dass die CPML eine Operationsbasis in Ostpakistan erhielt. Und zum anderen, um eine weitere Destabilisierung in West Bengalen zu verhindern. Die bis jetzt benannten drei Probleme, die mit zu einem militärischen Eingreifen in Ostpakistan führten, hätten jedes für sich genommen keinen ausreichenden Grund für ein militärisches Vorgehen geboten. Das Zusammenwirken von sozialen Spannungen, wirtschaftlichen Problemen und einem Erstarken der CPML führten zu einer Eskalation der Situation. Unmittelbar aus dieser Situation können zwei Aspekte abgeleitet werden, die ein militärisches Eingreifen rechtfertigten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die historische Bedeutung des Ostpakistan-Konflikts als Sonderfall und definiert die Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Historischer Überblick: Dieses Kapitel behandelt die Ausgangslage der Teilung Pakistans, die kulturellen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen den Landesteilen sowie den auslösenden Zyklon von 1970.

3. Außenpolitische Rahmenbedingungen: Hier werden die Interessen der Großmächte (Sowjetunion, USA, China) sowie Pakistans im Kontext des Kalten Krieges analysiert, um den außenpolitischen Handlungsspielraum Indiens zu bestimmen.

4. Ursachen und Wirkungszusammenhänge für das militärische Eingreifen Indiens in den Ostpakistan Konflikt: Das Kapitel identifiziert und gewichtet sieben zentrale Ursachen, darunter soziale und wirtschaftliche Belastungen durch Flüchtlinge sowie Sicherheitsbedenken hinsichtlich der territorialen Integrität.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und unterteilt die Faktoren in primäre und sekundäre Ursachen, wobei die Flüchtlingsproblematik als zentraler Beschleuniger des militärischen Engagements hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Ostpakistan, Indien, Pakistan, Bangladesch, Flüchtlingsproblematik, militärisches Eingreifen, Kalter Krieg, territoriale Integrität, Sowjetunion, USA, China, Awami League, Naxaliten, Sezession, Sicherheitsinteressen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die spezifischen Ursachen, die zum militärischen Eingreifen der Indischen Union in den Unabhängigkeitskampf Ostpakistans im Jahr 1971 geführt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die außenpolitischen Rahmenbedingungen während des Kalten Krieges sowie die innenpolitischen und sicherheitsrelevanten Herausforderungen, denen sich Indien durch den Bürgerkrieg im Nachbarland gegenübersah.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Beweggründe für Indiens Eingreifen zu identifizieren, diese in primäre und sekundäre Einflussfaktoren zu gewichten und deren Wirkungszusammenhänge zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiv-analytischen Auswertung fachspezifischer Literatur, um ein Modell von Ursachen und Wirkungszusammenhängen zu erstellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zum einen die internationale Konstellation (SU, USA, China, Pakistan) und diskutiert zum anderen sieben konkrete Ursachen wie Flüchtlingsströme, soziale Spannungen und die Terrorproblematik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Ostpakistan, Flüchtlingsproblematik, territoriale Integrität, militärisches Eingreifen und regionale Sicherheitsinteressen.

Warum war die Rolle der Sowjetunion für Indien so entscheidend?

Die Sowjetunion fungierte als ein wichtiger diplomatischer Verbündeter, der Indien durch ein Veto im Sicherheitsrat vor einer internationalen Verurteilung bewahrte und somit den Handlungsspielraum für Indien erweiterte.

Welchen Einfluss hatte der Zeitfaktor auf die Entscheidung zum Krieg?

Der Zeitfaktor wird als entscheidendes Element eingestuft; während sekundäre Interessen auch diplomatisch hätten gelöst werden können, erforderten die primären Faktoren (Flüchtlingskrise) aufgrund des massiven Drucks ein zeitnahes militärisches Handeln.

Inwiefern lassen sich aus der historischen Analyse Rückschlüsse auf die heutige Situation ziehen?

Das Modell der primären und sekundären Faktoren dient als Analyseraster, um heutige Interventionen Indiens besser bewerten zu können, wobei präventive Maßnahmen bei sekundären Faktoren, wie etwa Terrorismus, heute eher eine Option darstellen.

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Details

Title
Ursachen für das militärische Eingreifen Indiens in den Ostpakistan Konflikt
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Grade
2,6
Author
Andreas Feld (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V48705
ISBN (eBook)
9783638453257
Language
German
Tags
Ursachen Eingreifen Indiens Ostpakistan Konflikt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Feld (Author), 2005, Ursachen für das militärische Eingreifen Indiens in den Ostpakistan Konflikt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48705
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