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Internationale Handelsvereinbarungen aus spieltheoretischer Sicht

Title: Internationale Handelsvereinbarungen aus spieltheoretischer Sicht

Seminar Paper , 2002 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dennis Puschmann (Author)

Economics - International Economic Relations
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit werden Handelsvereinbarungen zwischen Ländern aus spieltheoretischer Sicht betrachtet. Zunächst wird gezeigt, daß sich bei unilateraler Zollsetzung im Zwei-Länder-Fall ineffziente Zölle einstellen (Nash-Gleichgewicht). Diese Ineffzienz beruht auf der Existenz einer terms-of-trade-Externalität, d.h. die Länder gehen bei ihrer Zollsetzung davon aus, daß sie damit den Weltmarktpreis beeinflussen können. Aufgrund dieser Ineffizienz wird die Notwendigkeit von Handelsvereinbarungen deutlich gemacht. Es werden im folgenden anhand eines Modells von Bagwell und Staiger die wichtigsten Prinzipien des GATT / der WTO betrachtet und gezeigt, daß diese Prinzipien geeignet sind, die terms-of-trade-Externalität aus dem Entscheidungskalkül der teilnehmenden Staaten zu beseitigen und so effziente Zölle zu ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Modellanalyse

2.1 Modellrahmen

2.2 Gleichgewicht

2.3 Die Präferenzen der nationalen Regierungen

2.4 Gleichgewicht ohne Handelsabkommen

2.5 Ziele eines Handelsabkommens

3 Betrachtung der wichtigsten GATT/WTO-Prinzipien

3.1 Das Prinzip der Reziprozität

3.2 Das Prinzip der Nicht-Diskriminierung (Most-Favored-Nation-Clause)

4 Modellkritik/Schlußbetrachtung

A Anhang

A.1 Herleitung der Gleichung 32

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht internationale Handelsvereinbarungen aus spieltheoretischer Perspektive, um zu analysieren, warum unilaterale Handelspolitik häufig in ineffizienten Zöllen mündet und wie internationale Abkommen dazu beitragen können, diese Ineffizienzen durch die Beseitigung von terms-of-trade-Externalitäten zu überwinden.

  • Analyse der Wohlfahrtswirkungen unilateraler Zollpolitik im Nash-Gleichgewicht.
  • Untersuchung der Bedeutung der terms-of-trade-Externalität als Ursache für Handelskonflikte.
  • Modelltheoretische Herleitung der Notwendigkeit und Stabilität von Handelsvereinbarungen.
  • Evaluierung der GATT/WTO-Prinzipien (Reziprozität und Nicht-Diskriminierung) zur Sicherung effizienter Ergebnisse.

Auszug aus dem Buch

2.4 Gleichgewicht ohne Handelsabkommen

Setzen die Regierungen ihre Zölle unilateral fest, so wählen sie jeweils das eigene Zollniveau, das bei gegebenem Zollniveau des anderen Landes ihre Wohlfahrt maximiert (best-response). Die aus diesem Verhalten resultierenden Reaktionsfunktionen ergeben sich aus:

∂Wh / ∂ph · [dph / dτh] + ∂Wh / ∂pw · [dpw / dτh] = 0

∂Wf / ∂pf · [dpf / dτf] + ∂Wf / ∂pw · [dpw / dτf] = 0

Setzt man λh = (∂pw/∂τh) / (∂ph/∂τh) < 0 und λf = (∂pw/∂τf) / (∂pf/∂τf) < 0 kann man diese beiden Gleichungen folgendermaßen schreiben:

∂Wh / ∂ph + λh · ∂Wh / ∂pw = 0

∂Wf / ∂pf + λf · ∂Wf / ∂pw = 0

Diese best-response-Funktionen werden dabei durch die Wohlfahrtseffekte bestimmt, die durch Veränderungen der lokalen Relativpreise (jeweils der 1.Term) und des Weltrelativpreises (jeweils der 2.Term) entstehen. Die terms-of-trade-Externalität besteht in diesem Kalkül in der Beeinflussung des Weltrelativpreises durch die jeweiligen nationalen Zollniveaus, d.h. in von 0 verschiedenen λh und λf. Die nationalen Regierungen gehen davon aus, daß sie durch ihre Zölle sowohl den jeweiligen nationalen, als auch den Weltrelativpreis beeinflussen können, wobei die Zolländerungen jeweils entgegengesetzt auf den jeweiligen inländischen und den Weltrelativpreis wirken, d.h. verursacht eine Zollsteigerung einen Anstieg des jeweiligen inländischen Relativpreises sinkt gleichzeitig der Weltrelativpreis.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die historische Entwicklung des GATT sowie die zentrale Bedeutung der Prinzipien der Reziprozität und Nicht-Diskriminierung.

2 Modellanalyse: Dieses Kapitel etabliert einen formalen Zwei-Länder-Rahmen, um zu zeigen, dass unilaterale Zollsetzung zu ineffizienten Nash-Gleichgewichten führt.

3 Betrachtung der wichtigsten GATT/WTO-Prinzipien: Hier wird analysiert, wie durch die Prinzipien der Reziprozität und Nicht-Diskriminierung terms-of-trade-Externalitäten beseitigt und effiziente Handelsergebnisse ermöglicht werden.

4 Modellkritik/Schlußbetrachtung: Dieses Kapitel kritisiert die Abhängigkeit der Ergebnisse von der Annahme der terms-of-trade-Externalität und vergleicht das Modell mit alternativen Erklärungsansätzen.

A Anhang: Der Anhang enthält die mathematische Herleitung der für das Modell zentralen Gleichungen.

Schlüsselwörter

Handelsvereinbarungen, Spieltheorie, GATT, WTO, Reziprozität, Nicht-Diskriminierung, terms-of-trade-Externalität, Zollpolitik, Nash-Gleichgewicht, Wohlfahrtsökonomie, Freihandel, unilaterale Handelspolitik, Handelskonflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum internationale Handelsbeziehungen in einer ineffizienten Zollpolitik münden können und wie internationale Institutionen wie die WTO durch spezifische Regeln zu effizienteren Ergebnissen führen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die spieltheoretische Modellierung internationaler Handelsbeziehungen, die Analyse von Zollniveaus und die Untersuchung der GATT-Prinzipien auf ihre Effizienz hin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit von Handelsvereinbarungen modelltheoretisch zu begründen, indem gezeigt wird, dass unilaterale Politik zu einem ineffizienten Nash-Gleichgewicht führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein spieltheoretisches Zwei-Länder-Zwei-Güter-Modell (basierend auf Bagwell und Staiger), um Wohlfahrtsfunktionen und Reaktionsfunktionen der Regierungen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Herleitung der Ineffizienz unilateraler Zölle, die Rolle der terms-of-trade-Externalität sowie die theoretische Fundierung der Reziprozitäts- und Nicht-Diskriminierungsprinzipien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Begriffe sind Handelsvereinbarungen, Nash-Gleichgewicht, terms-of-trade-Externalität, GATT, WTO, Reziprozität und Nicht-Diskriminierung.

Warum reicht ein einfaches Abkommen nicht immer aus, um den politisch optimalen Zoll zu erreichen?

Ein politisch optimaler Zoll ist oft nicht durchsetzbar, da für die Teilnehmer ein Anreiz besteht, die Vereinbarung einseitig zu brechen ("betrügen"), um kurzfristige Wohlfahrtsgewinne zu erzielen.

Welche Rolle spielt die Bestrafungsstrategie im Modell?

Die Bestrafungsstrategie (wie "tit-for-tat") ist entscheidend, um Anreize zur Einhaltung der Vereinbarungen zu schaffen, indem sie sicherstellt, dass die langfristigen Kosten eines Vertragsbruchs die kurzfristigen Vorteile übersteigen.

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Details

Title
Internationale Handelsvereinbarungen aus spieltheoretischer Sicht
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für theoretische Volkswirtschaftslehre)
Course
Seminar zur realen Außenwirtschaft
Grade
2,0
Author
Dennis Puschmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
29
Catalog Number
V4879
ISBN (eBook)
9783638129770
ISBN (Book)
9783638638784
Language
German
Tags
WTO Spieltheorie Handel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Puschmann (Author), 2002, Internationale Handelsvereinbarungen aus spieltheoretischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4879
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