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Klootschießen - Geschichte, Organisation und Wettkampf

Title: Klootschießen - Geschichte, Organisation und Wettkampf

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Robert Mattes (Author), Jörn Väth (Author)

Sport - Sport History
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Das Klootschießen, mit Volksfestcharakter oder als ernsthaft betriebene und reglementierte Sportart, erfreut sich in mehreren Regionen Norddeutschlands, den Niederlanden sowie im Teilen Irlands in Vergangenheit und Gegenwart großer Beliebtheit und ist (neben verwandten Sportarten wie dem Boßeln oder dem Schleuderball) oft tief in der regionalen Kultur verwurzelt. Mit dieser Hausarbeit soll der Versuch unternommen werden, zum einen den Ursprung und die historische Entwicklung des Klootschießens vom Spätmittelalter bis Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem in Norddeutschland nachzuzeichnen, und zum anderen dessen gegenwärtige Situation anhand einer Übersicht über Vereinsstruktur, Regelwerk und Wettkampfbetrieb zu beschreiben, um schließlich ein umfassendes Bild dieser regionalen Bewegungskultur zu erhalten.

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Inhaltsverzeichnis

I. Die Geschichte des Klootschießens

I.1.Ursprünge und erste urkundliche Erwähnungen

I.2. Das Klootschießen in Norddeutschland vom Spätmittelalter bis zur Neuzeit: Von der Unterdrückung zur Akzeptanz

I.3. Neues Leben des Friesenspiels ab 1883

II. Klootschießen heute

II.1. Klootschießen und die Frau

II.2. Versportlichung

II.2.1. Standkampf versus Feldkampf

II.2.2. Leistungssport Klootschießen?

II.2.3. Reglementierung

II.3. Popularität des Klootschießens

II.3.1. Organisation in Verbände, Kreise und Vereine

II.4. Außerregionale Verbreitung und internationale Wettkämpfe

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit hat zum Ziel, die historische Entwicklung des Klootschießens vom Spätmittelalter bis Mitte des 20. Jahrhunderts nachzuzeichnen und die gegenwärtige Situation der Sportart unter Berücksichtigung von Vereinsstruktur, Regelwerk und Wettkampfbetrieb zu analysieren, um ein umfassendes Bild dieser regionalen Bewegungskultur zu vermitteln.

  • Historische Ursprünge und die Entwicklung des Klootschießens vom Spätmittelalter bis zur Neuzeit.
  • Die Institutionalisierung und Versportlichung des Klootschießens.
  • Der gesellschaftliche Wandel und die Integration von Frauen in den Klootschießsport.
  • Strukturen der Organisation in Verbänden, Kreisen und Vereinen.
  • Vergleich zwischen traditionellem Feldkampf und modernem Standkampf.

Auszug aus dem Buch

I.1.Ursprünge und erste urkundliche Erwähnungen

Basse-Soltau (in Alberts, I. et al (1988), S.19f) vermutet die Wurzeln des Klootschießens zeitlich weit vor der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1510 innerhalb des friesischen Klootschießer- Verbandes1). Demnach hat sich das gegenwärtige Spiel vermutlich aus dem Einsatz von getrockneten Lehmkugeln als Wurfgeschosse gegen Feinde im Kampf entwickelt. Menken (1981, S.2) führt das Beispiel des römischen Geschichtsschreibers Tacitus an, der berichtet wie im Jahre 5 römische Truppen an der Niederelbe von einheimischen Küstenbewohnern mit wohlgezielten Würfen von Lehmkugeln angegriffen wurden. Folglich ist das Schießen von Klootkugeln an der Nordseeküste und in Sachsen entstanden und wurde im 7. und 8. Jahrhundert nach England eingeführt. Auch hier existieren Schriften, die den Einsatz von Kugeln als (Schleuder-) Geschosse im Kampf belegen (vgl. Basse-Soltau in Alberts, I. et al (1988), S.19). Abbildung 1 zeigt eine solche, als „Slinger“ bezeichnete Kampfeinheit.

Die Vermutung, dass sich das Klootschießen aus dem Bergen von Treibholz oder Retten von Schiffbrüchigen mit Hilfe einer an einem Seil befestigten Klootkugel entwickelt habe, hält Basse-Soltau jedoch für unwahrscheinlich. Es sei aber möglich, dass Klootkugeln zu diesem Zweck eingesetzt wurden (vgl. Alberts, I. et al (1988), S.20).

Die ersten urkundliche Erwähnung des Worts Kloot bzw. cloet (vgl. hierzu die Übersicht über die Wortfamilien von Kloot in Tabelle 1) außerhalb Ostfrieslands und innerhalb des deutschen Sprachraums stammt aus dem Jahre 1474-75 und steht im Zusammenhang mit der Belagerung der Stadt Neuss durch Karl den Kühnen. Hierbei sollen Klootkugeln von den Eingeschlossenen u.a. zur Übermittlung von Nachrichten zu kölnischen Verbündeten außerhalb der Belagerungszone geworfen worden sein.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die Geschichte des Klootschießens: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln des Spiels vom Spätmittelalter als Wurfgeschoss im Kampf bis hin zur organisierten Bewegung ab dem späten 19. Jahrhundert.

II. Klootschießen heute: Hier wird der Transformationsprozess der Sportart in der Moderne behandelt, insbesondere die Integration von Frauen, die zunehmende Versportlichung und die heutige Organisationsstruktur.

Schlüsselwörter

Klootschießen, Friesensport, Norddeutschland, Feldkampf, Standkampf, Versportlichung, Friesischer Klootschießer-Verband, FKV, Sportgeschichte, Wettkampf, Tradition, Sportverbände, Boßeln, Kulturgeschichte, Vereine.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Geschichte, die organisatorische Struktur und die sportliche Ausübung des Klootschießens als regionale Bewegungskultur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die historischen Ursprünge, die Entwicklung zur organisierten Sportart, die Rolle der Frau sowie die verschiedenen Wettkampfformen wie Stand- und Feldkampf.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein umfassendes Bild des Klootschießens zu zeichnen, indem die Entwicklung von den mittelalterlichen Wurzeln bis zum heutigen, reglementierten Leistungssport dargestellt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische und deskriptive Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Berichten und Vereinsdokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Entwicklung des Spiels und eine Untersuchung der heutigen Situation, inklusive der Organisationsformen und der Professionalisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Klootschießen, Friesensport, Versportlichung, Verbandsstruktur sowie der Wandel der Wettkampfformen.

Warum wurde das Klootschießen in der Vergangenheit oft verboten?

Aufgrund der Verbindung mit Wetteinsätzen, exzessivem Alkoholkonsum, Raufereien und der Gefahr für Zuschauer stieß das Spiel auf erheblichen Widerstand bei Kirche und Fürsten.

Wie unterscheidet sich der Standkampf vom traditionellen Feldkampf?

Der Feldkampf ist eine Mannschaftssportart bei Frostwetter auf unebenem Gelände, während der Standkampf eine Individualsportart auf Sportplätzen ist, die der leichtathletischen Wurfdisziplin ähnelt.

Welche Bedeutung hatte die Gründung des Friesischen Klootschießer-Verbandes 1902?

Die Gründung war der entscheidende Wendepunkt für die Professionalisierung, einheitliche Reglementierung und die überregionale Etablierung des Friesenspiels.

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Details

Title
Klootschießen - Geschichte, Organisation und Wettkampf
College
University of Freiburg  (Instiut für Sport und Sportwissenschaft)
Course
HS Sportgeschichte
Grade
1,5
Authors
Robert Mattes (Author), Jörn Väth (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V48793
ISBN (eBook)
9783638453882
Language
German
Tags
Klootschießen Geschichte Organisation Wettkampf Sportgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Mattes (Author), Jörn Väth (Author), 2005, Klootschießen - Geschichte, Organisation und Wettkampf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48793
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