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Erlebnispädagogische Ansätze und die Integration in den Schulsportunterricht

Title: Erlebnispädagogische Ansätze und die Integration in den Schulsportunterricht

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 20 Pages , Grade: gut

Autor:in: Stephan Hoppe (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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„In den letzten Jahren mehren sich die Anzeichen dafür, dass unsere Gesellschaft im Kontext von Risiko und Erlebnis steht. Die ‚Risikogesellschaft’ (BECK 1986) oder die ‚Erlebnisgesellschaft’ (SCHULZE 1992) gelten als spezifischer Ausdruck dieser Entwicklung. Was hier allgemein beschrieben wird, gilt auch - und vielleicht besonders - für einen gesellschaftlichen Teilbereich: den Sport.“
Besonders im Sport verdeutlicht dies der Boom von sogenannten Risikosportarten wie Klettern, Kanu- und Kajaking, Tauchen, Surfen, Paragliding, etc. Auffällig ist dabei, dass sie meisten Sportarten die Herausforderung durch natürliche Umgebungen darstellen. Der Wunsch nach Risikosituationen, ist allerdings nicht nur auf natürliche Situationen begrenzt, denn auch in städtischen und indoor-Umgebungen, lassen sich verschiedene Aktivitäten wie Skaten und Biken beobachten.
Neben den traditionellen Motivationen im Sport wie Leisten, Gesundheit und Geselligkeit, scheint sich derzeit die Nachfrage nach riskanten und spannenden Inhalten herauszubilden. Aus dieser Tatsache ergibt sich die Möglichkeit der Nutzung von Abenteuer und Erlebnis für die Erziehung von Kinder und Jugendlichen in der Schule. Dabei soll diese Arbeit einen systematischen Überblick über sechs Konzepte der Erlebnispädagogik bieten und die vielfältigen Optionen für die Schule und den Schulsport darstellen.
In einem ersten Teil soll also der Frage nachgegangen werden, auf welche Annahmen sich die Erlebnispädagogik stützt, um ihre Ansätze und Methoden begründen zu können. Bei der Bearbeitung des Themas stellte es sich als schwierig heraus eine einheitliche Darstellung eines einzelnen erlebnispädagogischen Ansatzes zu formulieren. Um die Vielfältigkeit in die Bearbeitung mit einfließen zu lassen, werden im folgendem Teil mehrere Ansätze beschrieben. Dabei wird in den einzelnen Darstellungen eine gewisse Vorgehensweise eingehalten, um einen systematischen Theoriehintergrund zu erhalten.
Im einem zweiten Teil der Arbeit soll geklärt werden, in wie weit erlebnispädagogische Ansätze im Schulsport eine Anwendung finden können. Dazu sollen folgende Fragen beantwortet werden: Wird die Erlebnispädagogik im Lehrplan gefordert? Wo Stephan Hoppe: Erlebnispädagogische Ansätze und die Integration in den Schulsportunterricht bestehen Möglichkeiten Erlebnissport in den Sportunterricht und die Schule zu integrieren?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DARSTELLUNG PÄDAGOGISCHER ANSÄTZE

2.1 Vorgehensweise der Darstellung

2.2 Ansätze

2.2.1 Neubert

2.2.2 Hahn

2.2.3 Outward Bound

2.2.4 City Bound

2.2.5 Erziehung durch die See

2.2.6 Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (BSJ)

3 ERLEBNISPÄDAGOGIK IM SCHULSPORT

3.1 IM LEHRPLAN

3.2 In einer Sportstunde

3.3 Als eigenständige Unterrichtseinheit im Sport

3.4 Als komplexes Projekt

3.5 Als Klassenfindungstage

4 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen erlebnispädagogischer Konzepte und analysiert deren Anwendungsmöglichkeiten innerhalb des Schulsportunterrichts, um auf die Bedürfnisse Jugendlicher nach unmittelbaren Erfahrungen und Risikoerleben pädagogisch fundiert zu reagieren.

  • Systematische Analyse von sechs erlebnispädagogischen Grundkonzepten.
  • Untersuchung der Integration erlebnispädagogischer Ansätze in den Sportunterricht und schulische Kontexte.
  • Diskussion des Stellenwerts von Erlebnissport in den Lehrplänen der gymnasialen Oberstufe.
  • Reflektion der methodischen Herausforderungen und pädagogischen Grenzen von erlebnispädagogischen Projekten.
  • Identifikation von Fördermöglichkeiten für soziale Kompetenzen durch bewegungsorientierte Interventionen.

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Hahn

Immer wieder wird Kurt Hahn (1886-1974) als der Vater der Erlebnispädagogik bezeichnet. Wie auch Waltraut Neubert wurde er bedeutend von den reformpädagogischen Umstrukturierungen beeinflusst. Bei Hahn haben Gesellschafts- bzw. Zivilisationskritische Argumente einen zentralen Stellenwert. Er sieht die Gesellschaft des frühen 20. Jahrhundert von mehreren Defiziten, wie der Verfall der körperlichen Tauglichkeit, der Sorgsamkeit, der Initiative und Unternehmungslust, der Selbstzucht und der menschlichen Anteilnahme gekennzeichnet. (vgl. HAHN 19623)

Sein Konzept bezeichnet er als Erlebnistherapie. Es soll durch sogenannte Bewährungserlebnisse zu einer heilenden bzw. schützenden Wirkung gegenüber gesellschaftlichen Defiziten kommen und so als Reaktion auf gesellschaftliche Entwicklungstendenzen gelesen werden. Erziehen und Schützen, Heilen und Bewahren sind zentrale Begriffe der Hahnschen Pädagogik. Dazu entwirft er ein erzieherisches Programm aus „giftlosen Leidenschaften“ (HAHN 19623, S. 67). Mit einer Erziehung zu eigenverantwortlichem Handeln soll auch über die schwierige Zeit der Pubertätsjahre hinweggeholfen werden. Im Mittelpunkt seiner Erziehungsmethoden steht die Forderung nach stimulierenden Erlebnissen, welche in der Gemeinschaft stattfinden sollten. (vgl. NEUMANN 1999)

Anthropologisch stützt sich Hahn wie beschrieben darauf, dass die Gesellschaft den Menschen „krankmachend“ in seiner Entwicklung beeinflusst. Er geht also von äußern Faktoren aus, die unumgänglich auf den Menschen einwirken. Die negativen Folgen sollen durch seine gezielte Erlebnistherapie behoben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Problematik einer „Risiko- und Erlebnisgesellschaft“ ein und begründet die Notwendigkeit, Erlebnispädagogik systematisch für den Schul- und Sportunterricht aufzubereiten.

DARSTELLUNG PÄDAGOGISCHER ANSÄTZE: Hier werden sechs bedeutende erlebnispädagogische Konzepte, darunter die Ansätze von Neubert, Hahn sowie Outward Bound und der BSJ, anhand ihrer theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätze analysiert.

ERLEBNISPÄDAGOGIK IM SCHULSPORT: Dieses Kapitel erläutert die praktische Integration erlebnispädagogischer Inhalte in den Sportunterricht, sei es als Teil einer Unterrichtsstunde, als eigenständige Einheit, komplexes Projekt oder im Rahmen von Klassenfindungstagen.

SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung bewertet kritisch die Wirksamkeit der vorgestellten Ansätze, diskutiert die Grenzen empirischer Nachweise und gibt eine Empfehlung für eine moderne, zielorientierte Anwendung im Schulsport.

Schlüsselwörter

Erlebnispädagogik, Schulsport, Erlebnistherapie, Kurt Hahn, Outward Bound, City Bound, Sozialpädagogik, Körpererfahrung, Risikogesellschaft, Ganzheitliches Lernen, Persönlichkeitsbildung, Gruppendynamik, Soziales Lernen, Bewegungserziehung, Unterrichtsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Erlebnispädagogik und deren Potenzial, als pädagogisches Mittel in den Schulsportunterricht integriert zu werden, um auf gesellschaftliche Bedürfnisse nach Abenteuer und Wagnis zu reagieren.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Zentrale Felder sind die historische und theoretische Fundierung verschiedener erlebnispädagogischer Konzepte sowie deren konkrete Umsetzungsmöglichkeiten in unterschiedlichen schulischen Sportformaten.

Welches Hauptziel verfolgt der Autor mit dieser Publikation?

Das primäre Ziel ist es, einen systematischen Überblick über die Erlebnispädagogik zu geben und aufzuzeigen, wie Lehrer erlebnissportliche Elemente zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und des sozialen Lernens im Sportunterricht nutzen können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich unterschiedlicher pädagogischer Ansätze, um diese auf ihre Anwendbarkeit und theoretische Belastbarkeit hin zu prüfen.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Ansätze (u.a. Neubert, Hahn, City Bound, BSJ) und die praktische Didaktik der Erlebnispädagogik im Sport (Lehrplanbezug, Sportstunden, Projekte).

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Erlebnispädagogik, Schulsport, Ganzheitliches Lernen, Sozialpädagogik, Risikoübernahme, Persönlichkeitsentwicklung und Gruppendynamik.

Was macht den Ansatz des Vereins zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (BSJ) besonders?

Der BSJ-Ansatz gilt als besonders modern, da er eine gezielte Schnittmenge zwischen Sozial- und Sportpädagogik bildet und explizit auf die Alltagslogik und Aktionsbedürfnisse von Jugendlichen aus unteren sozialen Schichten eingeht.

Wie unterscheidet sich "City Bound" von klassischen Konzepten wie "Outward Bound"?

Während "Outward Bound" primär auf natursportliche Herausforderungen setzt, verlegt "City Bound" das pädagogische Erlebnis in das urbane Umfeld, um einen direkteren Transfer in den Alltag der Schüler zu ermöglichen.

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Details

Title
Erlebnispädagogische Ansätze und die Integration in den Schulsportunterricht
College
University of Marburg  (Institut für Sportwissenschaft und Motologie)
Course
Bewegung, Spiel und Sport im Kontext von Bildung und Erziehung
Grade
gut
Author
Stephan Hoppe (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V48801
ISBN (eBook)
9783638453936
ISBN (Book)
9783656899693
Language
German
Tags
Erlebnispädagogische Ansätze Integration Schulsportunterricht Bewegung Spiel Sport Kontext Bildung Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Hoppe (Author), 2005, Erlebnispädagogische Ansätze und die Integration in den Schulsportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48801
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