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Das Motiv des Doppelgängers in der Postmoderne. Eine Analyse David Finchers Films "Fight Club"

Title: Das Motiv des Doppelgängers in der Postmoderne. Eine Analyse David Finchers Films "Fight Club"

Thesis (M.A.) , 2003 , 139 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christoph Kohlhöfer (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Die umfangreiche Arbeit setzt das Motiv des Doppelgängers in David Finchers Film "Fight Club" in den Kontext einer Konsumgesellschaft und Warenkultur. Mit verschiedenen Theorien der Postmoderne werden diese gesellschafts- und kulturpolitischen Aspekte beschrieben. Zentrale Bedeutung erfährt hierbei die postmoderne Identitätsproblematik. Detailgenaue Analysen von Kernmotiven und Schlüsselszenen veranschaulichen und verdeutlichen den Untersuchungsgegenstand.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Motiv des Doppelgängers

2.1. Dualität

2.2. Zwillinge

2.3. Die literarische Entwicklung

2.4. DER DOPPELGÄNGER – Fjodor Dostojewskij

2.4.1. Dostojewskijs Doppelgängerthematik

2.5. DER SELTSAME FALL DES DR. JEKYLL UND MR. HYDE – Robert Louis Stevenson

2.5.1. Stevensons Doppelgängerthematik

2.6. Zusammenfassung

3. Die Postmoderne

3.1. Kurze Geschichte des Begriffs ‚Postmoderne’

3.2. Jameson: die Kultur der Postmoderne

3.3. Baumann: die Ungewissheit in der Postmoderne

3.4. Zusammenfassung

3.5. Zur Erläuterung: zum Begriff des Subjekts

3.6. Postmoderne und Film

4. Die Darstellung des Motivs des Doppelgängers in FIGHT CLUB – eine Analyse

4.1. Der Vorspann – Die Setzung der Thematik

4.2. Die Darstellung des gesellschaftlichen Umfelds

4.2.1. Namenlosigkeit und die erhöhte Anzahl der Namen

4.2.2. Die materiellen Namen/das Kapital/die Oberfläche

4.2.3. Soziale Distanz

4.2.4. Der Zerfall von Männlichkeit – Die Verwirrung der sexuellen Identität

4.2.4.1. Männlichkeit

4.2.4.2. Der verschwundene Vater

4.2.4.3. Die symbolische Kastration

4.2.5. Zusammenfassung

4.3. Die Spaltung in der schizophrenen Erfahrung

4.3.1. Wahnsinn

4.3.2. Die schizophrene Struktur

4.3.3. Das Zerreißen der Signifikantenkette

4.3.4. Depersonalisation

4.3.5. Der Doppelgänger – Die Figur Tyler Durden

4.3.5.1. Ideal-Ich

4.3.5.2. Kompensation

4.3.6. Zusammenfassung

4.4. Die Destruktion als produktives Element

4.4.1. Die Destruktion des Körpers

4.4.1.1. Der ‚maskuline’ Faustkampf

4.4.1.2. Fragmentierung

4.4.1.3. Das verborgene Fleischlich-Organische

4.4.1.4. Bewusstsein durch Schmerz

4.4.2. Die Zerstörung der Symbole der Zivilisation

4.4.2.1. Die manipulativen Strukturen

4.4.2.2. Die widerständigen Vorläufer

4.4.2.3. Mayhem

4.4.2.4. Die ‚reine’ Destruktion

4.4.2.5. Das Kollektivsubjekt

4.4.2.6. Die ‚befreiende’ Destruktion

4.4.3. Zusammenfassung

5. Fazit: der Doppelgänger als Wiederhersteller des Subjekts

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion und den Entstehungsgrund des Doppelgängermotivs in der Postmoderne. Anhand einer tiefgehenden Analyse des Films FIGHT CLUB wird erforscht, inwiefern die Figur des Doppelgängers als Symptom gesellschaftlicher Krisen und als Versuch einer Identitätswiederherstellung in einer fragmentierten, konsumorientierten Welt fungiert.

  • Analyse des Doppelgängermotivs in der Literatur (Dostojewskij, Stevenson)
  • Theoretische Fundierung der Postmoderne nach Jameson und Baumann
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Bedingungen in FIGHT CLUB
  • Die schizophrene Struktur und Identitätsspaltung im Film
  • Destruktion als Mittel zur Identitätsstiftung und Subjektwerdung

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Namenlosigkeit und die erhöhte Anzahl der Namen

Die Figur des Erzählers in FIGHT CLUB erfährt während des gesamten Films keine namentliche Referenz. Bis zuletzt bleibt der Erzähler namenlos. Nur in den Therapiegruppen schreibt er sich selbst verschiedene Namen zu. So fragt ihn Marla nachdem beide Termine zum Besuch der Therapiegruppen getauscht haben: „Wer bist du? Cornelius?, Rupert ?, Travis? Einer von den blöden Namen, mit denen du dich vorstellst?“ (18:15) Nicht nur liegt hierin der klassische Verweis auf den traditionellen ‚Jedermann’, sondern findet auch eine Thematisierung von Namen statt. Dabei werden zwei zentrale Punkte deutlich: die Beliebigkeit sowie die Bedeutungslosigkeit der Namen.

Der Name bleibt ausdruckslos und ohne Bezug. Er erscheint abgetrennt von der Person und damit abgetrennt von jeglicher identifikatorischen Zuschreibung. Die Person ohne Namen verbleibt leer und anonym. Die Anonymität stellt die äußere Existenz in Frage.

Um diesen Ansatzpunkt genauer erläutern zu können, ist es hilfreich, auf die Ausführungen von Matthias Waltz zu sprechen zu kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des Doppelgängers ein und definiert das Ziel, dessen Funktion in der Postmoderne anhand von FIGHT CLUB zu untersuchen.

2. Das Motiv des Doppelgängers: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Doppelgängermotivs in der Literatur, insbesondere bei Dostojewskij und Stevenson, als Ausdruck psychischer Zerrissenheit.

3. Die Postmoderne: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Postmoderne durch die Ansätze von Fredric Jameson und Zygmunt Baumann erarbeitet, die als analytischer Rahmen dienen.

4. Die Darstellung des Motivs des Doppelgängers in FIGHT CLUB – eine Analyse: Im Hauptteil wird die Entstehung und Funktion von Tyler Durden als Doppelgänger in FIGHT CLUB vor dem soziokulturellen Hintergrund der Postmoderne analysiert.

5. Fazit: der Doppelgänger als Wiederhersteller des Subjekts: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass die Spaltung des Protagonisten eine Reaktion auf die gesellschaftliche Ohnmacht ist und der Doppelgänger als notwendiges Konstrukt zur Wiedererlangung der Identität dient.

Schlüsselwörter

Doppelgänger, Postmoderne, Fight Club, Identität, Schizophrenie, Konsumkritik, Spätkapitalismus, Männlichkeit, Subjektwerdung, Fremdsteuerung, Derealisation, Depersonalisation, Identitätsspaltung, Maskulinitätskrise, Destruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Motiv des Doppelgängers als zentrales narratives und psychologisches Element in der Postmoderne, konkret dargestellt am Film FIGHT CLUB.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft literaturwissenschaftliche Traditionen des Doppelgängermotivs mit soziologischen Theorien der Postmoderne (Konsumkritik, Warenfetischismus) sowie psychoanalytischen Konzepten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, warum die Figur des Doppelgängers in der Postmoderne entsteht und welche Funktion sie als Instrument der Identitätssuche in einer konsumorientierten Welt übernimmt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es wird eine film- und literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die durch soziologische und psychoanalytische Theorien von Autoren wie Jameson, Baumann, Lacan und Zizek gestützt wird.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die soziokulturelle Analyse des Umfelds, die schizophrene Struktur der Protagonisten sowie die Rolle der Destruktion als produktives Element im Film.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere die Oberflächlichkeit, das fragmentierte Subjekt, Schizophrenie, Maskulinität sowie der Kampf gegen die strukturelle Gewalt des Spätkapitalismus.

Warum wird gerade der Film FIGHT CLUB als Beispiel gewählt?

Der Film wird als komplexes Beispiel identifiziert, das sich kritisch mit der Identitätsdiffusion und der Rolle des Mannes in der modernen Dienstleistungsgesellschaft auseinandersetzt.

Wie deutet der Autor die Figur des Tyler Durden?

Tyler Durden wird als halluzinatorisches Produkt und zugleich als ‚Ideal-Ich’ des Erzählers interpretiert, das eine Reaktion auf die erlebte Ohnmacht und Bedeutungslosigkeit darstellt.

Welche Rolle spielt die Gewalt im untersuchten Film?

Gewalt wird in der Arbeit nicht als Selbstzweck, sondern als radikaler Ausbruch aus der Passivität und als Mittel zur Rekonstruktion eines spürbaren Selbst und damit als notwendige Bedingung für die Identität gesehen.

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Details

Title
Das Motiv des Doppelgängers in der Postmoderne. Eine Analyse David Finchers Films "Fight Club"
College
University of Hamburg  (Institut für Germanistik II)
Grade
1,7
Author
Christoph Kohlhöfer (Author)
Publication Year
2003
Pages
139
Catalog Number
V48809
ISBN (eBook)
9783638454018
ISBN (Book)
9783638773027
Language
German
Tags
Motiv Doppelgängers Postmoderne Analyse Films Fight Club
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Kohlhöfer (Author), 2003, Das Motiv des Doppelgängers in der Postmoderne. Eine Analyse David Finchers Films "Fight Club", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48809
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