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Möglichkeiten der Bedarfsermittlung unter Berücksichtigung vorgelagerter Materialklassifikationen sowie beschaffungslogistischer Konzepte

Title: Möglichkeiten der Bedarfsermittlung unter Berücksichtigung vorgelagerter Materialklassifikationen sowie beschaffungslogistischer Konzepte

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Melanie Mende (Author)

Business economics - Controlling
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Jegliche Planung in einem Unternehmen dient dazu, den gesamten Leistungsprozess so zu gestalten, dass die Unternehmensziele erreicht werden und somit das langfristige Überleben des Unternehmens am Markt gesichert ist. In einer sich immer dynamischer und komplexer entwickelnden Unternehmensumwelt ist es daher erforderlich, alle Bereiche und Prozesse im Unternehmen - und auch über diese traditionellen Organisationsgrenzen hinaus - optimal auf-einander abzustimmen. Durch zunehmende Globalisierung steigt der Wettbewerbs- und Kostendruck. Dies zwingt Unternehmen zur Konzentration auf Kernkompetenzen, was eine Auslagerung von Teilbereichen der Fertigung zur Folge hat. Auf diese Weise gewinnt der Anteil der Logistik- und speziell Materialkosten der Zukaufteile in der heutigen Zeit verstärkt an Bedeutung.
Logistik-Controlling hat dabei die Aufgabe, ausgehend von den Geschäftszielen und Kunden-anforderungen, die relevanten Zielgrößen der Logistikleistung, Logistikkosten sowie der Durchlaufzeiten und Bestände abzuleiten und dauerhaft abzusichern. Die Materialbeschaffung muss dabei zwei Erfordernissen gerecht werden; zum einen sind die Teile in der erforderlichen Menge, Art und Qualität zum richtigen Zeitpunkt bereitzustellen. Gleichzeitig ist aber auch stets unter Beachtung des Prinzips der Wirtschaftlichkeit und damit kostenoptimal zu beschaffen.
Die Ermittlung des Materialbedarfes bildet dabei den Ausgangspunkt aller Aktivitäten im Rahmen der Materialwirtschaft. Es ist also die Menge an Materialien zu bestimmen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums an eine verbrauchende Stelle (Markt, Fertigung) abgegeben wird. Um nun unnötige Lagerkosten einerseits, aber auch Produktionsstillstände und verzögerte Lieferzeiten andererseits zu vermeiden, ist es erforderlich, verschiedene Verfahren zur Bedarfsermittlung situationsgerecht einzusetzen. Als Alternativen stehen stochastische und deterministische Methoden zur Verfügung, die im dritten und vierten Abschnitt der Arbeit vorgestellt werden. Da oftmals Produktionspläne auf der Basis von Absatzprognosen die Grundlage für die Ermittlung der Bedarfe darstellen, soll dieser Bereich zuvor kurz untersucht werden.
Die konkrete Beantwortung der Frage, wann welche Verfahren der Bedarfsermittlung mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen geeignet sind, soll zum Abschluss anhand von Güterklassifikationen und der Betrachtung einiger beschaffungslogistischer Konzepte erfolgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Beschaffung als zunehmende Komponente des Kostenblocks

2 Kundenauftrags- oder Lagerfertigung

2.1 Zusammenhang zwischen Absatz- und Produktionsplanung

2.2 Markt- oder kundenorientierte Produktionsprogrammplanung

3 Programmorientierte Bedarfsermittlung

3.1 Stücklistenauflösung

3.2 Zeitliche Disposition

4 Verbrauchsorientierte Bedarfsermittlung

4.1 Mittelwertbildung

4.2 Prognosefehler

5 Interdependenzen zwischen Disposition und beschaffungslogistischem Konzept

5.1 Materialklassifizierung anhand von ABC- und RSU-Analyse

5.2 Kurze Darstellung einiger beschaffungslogistischer Konzepte

5.3 Situationsgerechte Anwendung der programm- und verbrauchsorientierten Verfahren zur Bedarfsermittlung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Verfahren der Bedarfsermittlung in der Materialwirtschaft, um den Konflikt zwischen niedrigen Lagerkosten und hoher Lieferbereitschaft vor dem Hintergrund unterschiedlicher Fertigungsarten und Beschaffungskonzepte aufzulösen.

  • Programm- versus verbrauchsorientierte Bedarfsermittlung
  • Einfluss von Fertigungsstrategien auf die Materialdisposition
  • Materialklassifizierung mittels ABC- und RSU-Analyse
  • Beschaffungslogistische Konzepte wie Just-in-Time und Kanban
  • Situationsgerechte Auswahl von Planungsverfahren

Auszug aus dem Buch

3.1 Stücklistenauflösung

Das Ergebnis der Produktionsplanung legt fest, welche Mengen der absatzfähigen Produkte in der betrachteten Periode gefertigt werden sollen. Diese Informationen über den so genannten Primärbedarf stellen nun bei einem programmorientierten Vorgehen die Grundlage der nachfolgenden Materialdisposition dar. Anhand des ermittelten Primärbedarfs kann über die Erzeugnisstruktur der Sekundärbedarf abgeleitet werden. Er gibt an, welche Menge an Rohstoffen, Einzelteilen und Baugruppen für die betrachtete Periode benötigt werden. Dies erfolgt anhand von Stücklisten oder Rezepturen, in denen der Aufbau und die Zusammensetzung aller Produkte festgehalten sind.

In der heutigen Zeit geschieht die Disposition anhand moderner Softwarelösungen, in denen Materialstammdateien sowie die Erzeugnisstrukturen sämtlicher Produkte und Baugruppen in digitaler Form hinterlegt sind. Der Vorteil von Baukastenstücklisten liegt in der Verbindung mit dem Einsatz der automatischen Datenverarbeitung vor allem darin, dass die Zusammensetzung einer Baugruppe nur einmal gespeichert wird. Bei Baugruppen, die in einer Vielzahl von Produkten wiederholt vorkommen, führt dies zu einer erheblichen Verringerung des Speicherbedarfs.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Beschaffung als zunehmende Komponente des Kostenblocks: Einführung in die wachsende Bedeutung der Logistik- und Materialkosten und die Notwendigkeit einer optimalen Bedarfsplanung.

2 Kundenauftrags- oder Lagerfertigung: Analyse der Unterschiede zwischen auftragsorientierter und marktorientierter Produktionsplanung sowie deren Einfluss auf das Absatzrisiko.

3 Programmorientierte Bedarfsermittlung: Erläuterung deterministischer Verfahren wie der Stücklistenauflösung zur präzisen Materialplanung.

4 Verbrauchsorientierte Bedarfsermittlung: Vorstellung stochastischer Prognosemodelle mittels Mittelwertbildung bei konstanter Nachfrage und Analyse von Prognosefehlern.

5 Interdependenzen zwischen Disposition und beschaffungslogistischem Konzept: Darstellung von Klassifizierungsmethoden (ABC/RSU) und deren Verknüpfung mit Strategien wie Just-in-Time oder Kanban.

6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der verschiedenen Verfahren und Ausblick auf die Einbindung von Lieferanten in moderne Beschaffungsprozesse.

Schlüsselwörter

Materialwirtschaft, Bedarfsermittlung, Logistik-Controlling, Produktionsplanung, Stücklistenauflösung, Lagerfertigung, ABC-Analyse, RSU-Analyse, Materialdisposition, Just-in-Time, Kanban, Prognosefehler, Materialklassifizierung, Beschaffungslogistik, Kapitalbindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit?

Die Arbeit thematisiert die effiziente Planung und Ermittlung von Materialbedarfen in industriellen Unternehmen unter Berücksichtigung verschiedener Fertigungsstrategien.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die programmorganisierte und verbrauchsorientierte Bedarfsplanung, Materialklassifizierungen sowie moderne beschaffungslogistische Konzepte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen situationsgerecht zwischen verschiedenen Verfahren der Bedarfsermittlung wählen können, um Lagerkosten und Kapitalbindung zu optimieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es werden methodische Ansätze wie die ABC- und RSU-Analyse sowie mathematisch-statistische Prognosemodelle zur Bestimmung des Materialbedarfs herangezogen.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung deterministischer und stochastischer Bedarfsermittlung sowie die Verknüpfung dieser Verfahren mit logistischen Konzepten.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Bedarfsermittlung, Materialdisposition, ABC-Analyse und Just-in-Time definieren.

Wie unterscheidet sich die ABC-Analyse von der RSU-Analyse?

Die ABC-Analyse klassifiziert Materialien primär nach ihrem wertmäßigen Anteil am Gesamtwert, während die RSU-Analyse (oder XYZ-Analyse) die Güter nach ihrer Verbrauchsstruktur (Konstanz) gruppiert.

Welche Rolle spielt die Stücklistenauflösung?

Sie ist ein Kernbestandteil der programmorientierten Bedarfsermittlung, um aus dem Primärbedarf der Endprodukte den Sekundärbedarf an Einzelteilen und Rohstoffen exakt abzuleiten.

Was ist der Vorteil eines Konsignationslagers für den Abnehmer?

Der Abnehmer profitiert von einer hohen Versorgungssicherheit bei gleichzeitig geringerer eigener Kapitalbindung, da der Eigentumsübergang erst bei Entnahme der Ware stattfindet.

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Details

Title
Möglichkeiten der Bedarfsermittlung unter Berücksichtigung vorgelagerter Materialklassifikationen sowie beschaffungslogistischer Konzepte
College
Leibniz Academy Hanover - Administrative and Economic Academy Hanover
Course
Controlling
Grade
1,3
Author
Melanie Mende (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V48818
ISBN (eBook)
9783638454100
Language
German
Tags
Möglichkeiten Bedarfsermittlung Berücksichtigung Materialklassifikationen Konzepte Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Mende (Author), 2005, Möglichkeiten der Bedarfsermittlung unter Berücksichtigung vorgelagerter Materialklassifikationen sowie beschaffungslogistischer Konzepte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48818
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