Die folgende Arbeit geht der Frage nach, wie sich Sharing Economy auf die ökonomische Wohlfahrt und Angebot und Nachfrage auswirkt, und welche Chancen und risiken in diesem Zusammenhang für das Geschäftsmodell bestehen.
Um der Zielsetzung nachzukommen, werden zu Beginn der Arbeit die theoretischen Grundla-gen zur Sharing Economy gelegt. Dafür wird zunächst auf die Historie des Teilens eingegangen, bevor im nächsten Schritt eine Begriffsabgrenzung erfolgt. Gleichzeitig werden in diesem Kapitel Motive sowie Ausprägungsformen vorgestellt.
Nachdem ein thematischer Überblick verschafft wurde, wird sich auf eine Ausprägungsform festgelegt, die im darauffolgenden Kapitel anhand einer Literaturanalyse untersucht wird. Innerhalb der Analyse werden die ökonomischen Auswirkungen in Form von Chancen und Ri-siken diskutiert. Das letzte Kapitel schließt die Arbeit mit einer Zusammenfassung der Resultate ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Grundlagen der Sharing Economy
2.1 Hintergründe des Teilens
2.2 Begriffsabgrenzung Sharing Economy
3 Ökonomische Auswirkungen der Sharing Economy
3.1 Allokation und Wohlfahrt
3.2 Wettbewerb
4 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das primäre Ziel dieser Projektarbeit ist eine realistische sowie sachliche Betrachtung der Sharing Economy aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive, um deren ökonomische Auswirkungen unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken zu analysieren.
- Historische Entwicklung und theoretische Grundlagen des Teilens
- Systematische Begriffsabgrenzung der Sharing Economy
- Analyse der ökonomischen Auswirkungen auf Allokation und Wohlfahrt
- Untersuchung des Wettbewerbs sowie von Angebot und Nachfrage
- Diskussion von Chancen und Risiken für verschiedene Marktakteure
Auszug aus dem Buch
3.1 Allokation und Wohlfahrt
Die Ressourcenallokation befasst sich mit der Zuordnung und Verteilung von knappen Ressourcen zur Produktion von Gütern und Dienstleistungen zur Steigerung der Wohlfahrt (vgl. Lenk, 2017, S. 53). Da in der Sharing Economy unausgelastete Ressourcen geteilt werden, besteht das Potential, Güter insgesamt intensiver zu nutzen. Eine derartige Allokation ist ökonomisch wünschenswert, da die Ressourcenproduktivität aufgrund des geringeren Einsatzes steigt, um die Bedürfnisse bei gleichbleibenden Konsum zu befriedigen. Die Sharing Economy führt allerdings nicht zwingend zu einem geringeren Ressourcenverbrauch, da sich die sinkende Nachfrage nur allmählich auf die Neuproduktion auswirkt und eine veränderte relative Kostenstruktur zu einer Verschiebung des Konsums führen kann (vgl. Peukert und Pentzien, 2019, S. 182). Hierbei wird (primär im ökologischen Kontext) von dem sogenannten Rebound-Effekt gesprochen. Dieser Effekt besagt, dass Einsparungen aufgrund technologischer Innovationen durch Effekte, wie z.B. einem steigenden Konsum, wieder aufgezehrt werden und im Endeffekt keine Ressourceneinsparung erfolgt (vgl. Schmitt et al., 2017, S. 74). Diese Verschiebung des Konsums veranschaulicht Abbildung 3 anhand eines Beispiels.
Demzufolge kann kurzfristig von einer Ressourceneinsparung ausgegangen werden, vorausgesetzt Substitute und Komplemente werden nicht berücksichtigt. Langfristig ist dies nicht sichergestellt und bedeutsam zu untersuchen, wie sich die Sharing Economy langfristig auf die Güterproduktion auswirkt (vgl. Peitz und Schwalbe, 2016, S. 16).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Sharing Economy ein, erläutert die Problemstellung sowie die Motivation und definiert die Forschungsfragen sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2 Grundlagen der Sharing Economy: Hier werden die historischen Hintergründe des Teilens beleuchtet, eine wissenschaftliche Begriffsabgrenzung vorgenommen und verschiedene Ausprägungsformen sowie Treiber des Trends vorgestellt.
3 Ökonomische Auswirkungen der Sharing Economy: Dieses Kapitel analysiert die Auswirkungen auf die Ressourcenallokation, die gesellschaftliche Wohlfahrt sowie die Veränderungen in Wettbewerbsstrukturen, Angebot und Nachfrage.
4 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, bewertet die identifizierten Chancen und Risiken und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Sharing Economy, Teilen, Plattform-Kapitalismus, Ressourcenallokation, Wohlfahrt, Wettbewerb, Konsumverschiebung, Rebound-Effekt, Geschäftsmodelle, Transaktionskosten, Peer-to-Peer, Nachhaltigkeit, Marktakteure, Produktivität, Skalenerträge.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Auswirkungen der Sharing Economy und untersucht diese aus einer sachlichen, wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des Teilens, die ökonomischen Folgen für die Ressourcenallokation und Wohlfahrt sowie die veränderten Wettbewerbsbedingungen durch Sharing-Plattformen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Analyse der ökonomischen Auswirkungen der Sharing Economy in Verbindung mit den damit verbundenen Chancen und Risiken, wobei insbesondere die Auswirkungen auf Ressourcenverbrauch, Wohlfahrt und Wettbewerb hinterfragt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse, um den aktuellen Kenntnisstand zu bewerten und ökonomische Wirkungszusammenhänge herzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (Historie, Begriffsabgrenzung) und die anschließende ökonomische Analyse von Allokation, Wohlfahrt und Wettbewerbseffekten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sharing Economy, Ressourcenallokation, Plattform-Kapitalismus, Wohlfahrt, Wettbewerb und Konsumverschiebung charakterisiert.
Welche Rolle spielen die Grenzkosten bei der ökonomischen Bewertung?
Die Arbeit zeigt auf, dass die Auswirkungen auf Konsumentenrente und Unternehmensgewinne stark von der Höhe der Grenzkosten der geteilten Güter abhängen.
Was bedeutet der Begriff "Plattform-Kapitalismus" in diesem Kontext?
Dieser Begriff wird kritisch verwendet, um Szenarien zu beschreiben, in denen SP-Betreiber eine Monopolstellung einnehmen und primär ihren eigenen unternehmerischen Profit maximieren.
Warum wird der "Rebound-Effekt" in der Arbeit diskutiert?
Der Rebound-Effekt verdeutlicht das Risiko, dass durch Effizienzgewinne in der Sharing Economy verursachte Ressourceneinsparungen durch einen insgesamt steigenden Konsum wieder zunichtegemacht werden.
- Arbeit zitieren
- Cindy Schröder (Autor:in), 2019, Ökonomische Auswirkungen der Sharing Economy. Chancen und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/488827