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Motive und Probleme freiwilliger Publizität von Finanzinformationen

Title: Motive und Probleme freiwilliger Publizität von Finanzinformationen

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Mechnik (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Offenlegung von Informationen, die Aufschluss über Chancen und Risiken von Unternehmen geben, spielt eine zentrale Rolle im Rechnungswesen. Dazu zählt nicht nur die rechtlich festgelegte, sondern auch die darüber hinaus gehende freiwillige Offenlegung von Informationen gegenüber der interessierten Öffentlichkeit. Von steigender Bedeutung sind auch qualitative Informationen.
Eine langsame Öffnung der bislang weitgehend restriktiven Kommunikationsstrategien von Unternehmen ist maßgeblich auf drei, eng miteinander verbundene, internationale Entwicklungen zurückzuführen: die Anerkennung der befreienden Wirkung bestimmter internationaler Konzernabschlüsse, die Internationalisierung der Kapitalmärkte und die erhöhten aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Die Aspekte verdeutlichen den Sinn der Entwicklung einer positiven Theorie der Offenlegung und ökonomischer Modelle zur Analyse der Offenlegungsstrategien.
Einen wesentlichen Erkenntnisanteil liefern spieltheoretische Ansätze der Principal-Agent-Theorie zur Erklärung des Verhaltens rationaler Kapitalmarktteilnehmer unter asymmetrischer Informationsverteilung. In dieser Arbeit wird das Ausweisverhalten von Unternehmen in verschiedenen Wettbewerbssituationen untersucht und den Ergebnissen des Grundmodells von Akerlof (1980) gegenübergestellt, nach dem nur der vollständige Ausweis aller Informationen ein Gleichgewicht darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung und Problemstellung

2 Publikation von Finanzinformationen

2.1 Abgrenzung der Publizität im Kontext der Offenlegung

2.2 Motive freiwilliger Publizität

2.3 Die Bedeutung skeptischer Erwartungen

2.4 Publizitätskosten als Motiv für den teilweisen Informationsausweis

3 Ausweisverhalten in Konkurrenzsituationen

3.1 Änderung der Rahmenbedingung durch Konkurrenzsituationen

3.2 Ausweisverhalten unter latenter Konkurrenz

3.3 Ausweisverhalten bei bestehender Konkurrenz

3.4 Kapitalbedarf bei bestehender Konkurrenz

4 Beurteilung der Modelle

4.1 Theoretische und methodische Kritik

4.2 Empirische Beobachtungen

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das freiwillige Ausweisverhalten von Unternehmen unter Berücksichtigung von Wettbewerbssituationen und untersucht dabei insbesondere, wie strategische Entscheidungen über die Offenlegung von Finanzinformationen von Konkurrenzdruck und Kapitalmarktbedürfnissen beeinflusst werden.

  • Analyse von Motiven und Anreizen zur freiwilligen Publizität.
  • Spieltheoretische Untersuchung von Ausweisstrategien unter Konkurrenz.
  • Untersuchung des Einflusses von Kapitalbedarf auf die Offenlegung.
  • Kritische Würdigung der verwendeten ökonomischen Modelle.
  • Einordnung in den aktuellen Stand der Forschung zur Informationsasymmetrie.

Auszug aus dem Buch

3.3 Ausweisverhalten bei bestehender Konkurrenz

Bestehende Konkurrenz wird gewöhnlich als Grund für verminderten Ausweis angesehen. Theoretisch kann diese Vermutung nicht bestätigt werden. Im Modell wird ein Zwei-Unternehmen-Markt mit simultaner Mengensetzung betrachtet (Cournot-Konkurrenz). Die Preis-Absatzfunktion verläuft fallend in den produzierten Mengen xi, i {U,K}. Die Information umfasst den Prohibitivpreis β und die für beide Unternehmen identischen und konstanten Stückkosten c. Der Unternehmenswert entspricht bei Vernachlässigung weiterer Kosten dem Produkt von Stückdeckungsbeitrag und produzierter Menge. Spielablauf, Handlungsanreize und Informationsverteilungen sind in Abbildung 3 zusammengefasst.

Die Auszahlungen zeigen, dass die die Produktionsmengen und Ausweisstrategie voneinander abhängig sind. Die Herleitung der Auszahlungen und Gleichgewichte erfolgt in zwei Schritten. Zunächst werden die optimalen Produktionsmengen bei Ausweis ermittelt, anschließend bei Nichtausweis. Die optimale Strategie ergibt sich durch den Vergleich der Unternehmensgewinne.

Die Unternehmen maximieren die Gewinnfunktion durch simultane Festlegung ihrer Mengen unter Berücksichtigung der erwarteten Produktionsmenge des Wettbewerbers.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung und Problemstellung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung freiwilliger Publizität im Rechnungswesen und führt in die spieltheoretischen Grundlagen der Principal-Agent-Theorie ein.

2 Publikation von Finanzinformationen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Publizität, diskutiert verschiedene Motive zur Offenlegung und führt elementare spieltheoretische Konzepte ein.

3 Ausweisverhalten in Konkurrenzsituationen: Hier werden unterschiedliche Wettbewerbsumgebungen analysiert, um die Auswirkungen auf die Ausweisstrategie des Unternehmens zu bestimmen.

4 Beurteilung der Modelle: Dieses Kapitel kritisiert die theoretischen Annahmen der Modelle und vergleicht sie mit verfügbaren empirischen Erkenntnissen.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Sektion fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt zukünftigen Forschungsbedarf im Bereich der Verbindung von Informationsasymmetrie und Kapitalkosten auf.

Schlüsselwörter

Freiwillige Publizität, Finanzinformationen, Spieltheorie, Informationsasymmetrie, Principal-Agent-Theorie, Konkurrenzsituation, Unraveling-Prinzip, Marktwertmaximierung, Kapitalmarkt, Offenlegung, Wettbewerbsstrategie, Modellkritik, Finanzberichterstattung, Unternehmenswert, Eigenkapitalbedarf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht das freiwillige Publizitätsverhalten von Unternehmen, insbesondere in Abhängigkeit von Wettbewerbsfaktoren und der Notwendigkeit zur Finanzierung am Kapitalmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen ökonomische Modelle der freiwilligen Offenlegung, die Spieltheorie, die Auswirkungen von Konkurrenz auf Publizität sowie die Interaktion zwischen Unternehmensentscheidungen und Kapitalmarkterwartungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Konsequenzen von Offenlegungsaktivitäten in verschiedenen Wettbewerbssituationen mittels ökonomischer Modelle zu analysieren und zu erklären, warum Unternehmen bestimmte Informationen verbergen oder veröffentlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig spieltheoretische Ansätze, um Ausweisstrategien in asymmetrischen Informationsumgebungen unter Berücksichtigung rationaler Marktteilnehmer zu modellieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition der Publizität, der Analyse des Ausweisverhaltens unter latenter und bestehender Konkurrenz sowie der Untersuchung von Kapitalbedarfseinflüssen auf die Offenlegungsentscheidungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Freiwillige Publizität, Informationsasymmetrie, Spieltheorie, Marktwertmaximierung und Unraveling-Prinzip geprägt.

Wie beeinflusst latente Konkurrenz den freiwilligen Ausweis?

Bei latenter Konkurrenz hängt der Ausweis von den Markteintrittsbarrieren ab; eine hohe Konkurrenzgefahr kann tendenziell zu mehr Ausweis führen, da das Unternehmen seine Marktposition verteidigen oder seine Attraktivität steigern muss.

Welches Fazit ziehen die Modelle bezüglich der Verpflichtung zum Nichtausweis?

Ein interessantes Ergebnis aller untersuchten Modelle ist, dass eine ex-ante Verpflichtung zum Nichtausweis für das Unternehmen oft die dominante Strategie gegenüber post-optimalen Teilausweisgleichgewichten darstellt.

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Details

Title
Motive und Probleme freiwilliger Publizität von Finanzinformationen
College
LMU Munich  (Institut für Kapitalmarktforschung und Finanzierung)
Course
Hauptseminar "Selected Topics in Corporate in Corporate Finance
Grade
1,3
Author
Christian Mechnik (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V48900
ISBN (eBook)
9783638454797
ISBN (Book)
9783638660068
Language
German
Tags
Motive Probleme Publizität Finanzinformationen Hauptseminar Selected Topics Corporate Finance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Mechnik (Author), 2005, Motive und Probleme freiwilliger Publizität von Finanzinformationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48900
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