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Erfassung des Wertverzehrs von Produktionsanlagen in der Kostenrechnung

Title: Erfassung des Wertverzehrs von Produktionsanlagen in der Kostenrechnung

Seminar Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Holger Ladenthin (Author)

Business economics - Controlling
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Diese Arbeit setzt sich mit der Problematik auseinander, den Wertverzehr von Produktionsanlagen in der Kostenrechnung zu erfassen. Auf Grund der in nahezu allen Wirtschaftszweigen steigenden Anlagenintensität gewinnt der Wertverzehr von Produktionsanlagen für die Ermittlung der in einer Unternehmung für die Erstellung einer Leistung entstandenen Kosten eine immer größere Bedeutung. Dabei müssen sowohl der planmäßige als auch der außerordentliche Wertverzehr sowie die Ursachen für den Wertverzehr berücksichtigt werden. Weil die Kostenrechnung nicht an handels- und steuerrechtliche Vorschriften gebunden ist, stellt sich die Frage, an welchen Kriterien und Zielen die Kostenrechnung bei der Erfassung des Wertverzehrs stattdessen ausgerichtet wird.
Des Weiteren wird in dieser Arbeit der Versuch unternommen, einen Vergleich zwischen der in der Literatur beschriebenen und in der kostenrechnerischen Praxis tatsächlich durchgeführten Vorgehensweise zur Erfassung des Wertverzehrs vorzunehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen für den Wertverzehr

2.1. Begriff

2.2. Technische Ursachen

2.3. Wirtschaftliche Ursachen

2.4. Rechtliche Ursachen

3. Kalkulatorische Abschreibungen in Folge planmäßigen Wertverzehrs

3.1. Abschreibungsmethoden

3.1.1. Nutzungsbedingte Abschreibung

3.1.2. Zeitbedingte Abschreibung

3.1.2.1. Merkmale

3.1.2.2. Abschreibung in konstanten Periodenbeträgen

3.1.2.3. Abschreibung in fallenden Periodenbeträgen

3.1.2.4. Abschreibung in steigenden Periodenbeträgen

3.1.3. Mischformen

3.2. Abschreibungssumme

3.3. Abschreibungszeitraum

4. Kalkulatorische Wagnisse auf Grund außerordentlichen Wertverzehrs

4.1. Begriff

4.2. Ermittlung der Wagniskosten

5. Empirische Ergebnisse zur Ansatzweise kalkulatorischer Abschreibungen und Wagnisse

6. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die Erfassung des Wertverzehrs von Produktionsanlagen in der Kostenrechnung und untersucht dabei die Diskrepanz zwischen theoretischen Anforderungen und der betrieblichen Praxis. Zentrale Forschungsfrage ist, nach welchen Kriterien die Kostenrechnung den Wertverzehr erfasst und wie methodische Unterschiede in Literatur und Unternehmensalltag zu bewerten sind.

  • Systematisierung der Wertverzehrursachen (technisch, wirtschaftlich, rechtlich).
  • Analyse verschiedener Abschreibungsmethoden (nutzungs- und zeitbedingt).
  • Untersuchung von Modellen zur Erfassung außerordentlicher Wertminderungen durch Wagniskosten.
  • Vergleich zwischen theoretischen Standards und empirischen Ergebnissen aus der Unternehmenspraxis.

Auszug aus dem Buch

2.2. Technische Ursachen

Bei den technischen Abschreibungsursachen wird zunächst zwischen gewöhnlichem und außergewöhnlichem Verschleiß unterschieden. „Unter Verschleiß versteht man den körperlichen Werteverzehr von materiellen Anlagegütern. Merkmale des Verschleißes sind erhöhte Reparaturanfälligkeit, erhöhte Wartungsbedürftigkeit, langsameres Arbeiten, erhöhter Ausschuss, verminderte Präzision.“2 Der gewöhnliche Verschleiß gliedert sich wiederum auf in Gebrauchsverschleiß, Ruheverschleiß und Substanzverringerung (Abbau). Die wichtigste dieser Verschleißarten ist der körperliche Wertverzehr durch Gebrauch. Die Abnutzung der Produktionsanlagen infolge des Gebrauchsverschleißes kann allmählich oder plötzlich eintreten und wird durch den Einsatz im Produktionsprozess verursacht. Ein Ruheverschleiß (natürlicher Verschleiß) liegt vor, wenn auch ohne Ingebrauchnahme der Anlagegüter eine Verringerung der Leistungsfähigkeit durch äußere Einflüsse auftritt. Naturvorgänge und Wettereinflüsse führen hierbei zu einem körperlichen Wertverzehr, der sich durch Verwitterung, Zersetzung, Rosten, Verdunstung, Fäulnis usw. bemerkbar macht. Bei Gewinnungsbetrieben (z.B. Bergwerke, Kies- und Sandgruben, Ölfelder, Steinbrüche) kommt es außerdem zum Verschleiß durch Substanzverringerung. Der hierbei auftretende Abbau von Stoffvorkommen wird als Verschleißvorgang besonderer Art betrachtet. Der Ursachenkomplex des gewöhnlichen Verschleißes ist zu Beginn der Nutzungsdauer der Produktionsanlagen voraussehbar und kann in den kalkulatorischen Abschreibungen mit Hilfe der zeitlichen und der nutzungsbedingten Abschreibungsmethoden erfasst werden (s.a. Abschnitt 3.: Kalkulatorische Abschreibungen in Folge planmäßigen Wertverzehrs).

Ein außergewöhnlicher Verschleiß kommt beim Eintritt von Katastrophen (z.B. Explosionen, (Verkehrs-)Unfälle, Brände, Überschwemmungen) zustande. Dieser sogenannte Katastrophenverschleiß ist durch eine plötzliche und unvorhersehbare teilweise oder vollständige Zerstörung bzw. Wertminderung der betroffenen Produktionsanlagen gekennzeichnet3. Bei einem (unversicherten) Katastrophenverschleiß stellt die Überleitung des Wertverzehrs „in die Berechnung der kalkulatorischen Wagniskosten das zweckmäßigste Vorgehen dar“4 (s.a. Abschnitt 4.: Kalkulatorische Wagnisse auf Grund außerordentlichen Wertverzehrs).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Erfassung des Wertverzehrs von Produktionsanlagen ein und stellt den geplanten Vergleich zwischen Literatur und Praxis dar.

2. Ursachen für den Wertverzehr: Das Kapitel definiert den Wertverzehr und unterteilt dessen Ursachen systematisch in technische, wirtschaftliche und rechtliche Faktoren.

3. Kalkulatorische Abschreibungen in Folge planmäßigen Wertverzehrs: Hier werden verschiedene Abschreibungsmethoden (nutzungs- und zeitbedingt, Mischformen) sowie die Bestimmung von Abschreibungssumme und -zeitraum detailliert erläutert.

4. Kalkulatorische Wagnisse auf Grund außerordentlichen Wertverzehrs: Dieses Kapitel widmet sich der rechnerischen Erfassung von außerordentlichen, zufälligen Ereignissen und der Ermittlung entsprechender Wagniskosten.

5. Empirische Ergebnisse zur Ansatzweise kalkulatorischer Abschreibungen und Wagnisse: Auf Basis von Umfragedaten wird aufgezeigt, wie Unternehmen den Wertverzehr und Wagnisse in der Praxis tatsächlich handhaben.

6. Resümee: Das Resümee fasst die Determinanten der kalkulatorischen Kostenarten zusammen und bewertet deren Bedeutung für die Unternehmenssteuerung.

Schlüsselwörter

Wertverzehr, Produktionsanlagen, Kostenrechnung, Kalkulatorische Abschreibung, Verschleiß, Nutzungsdauer, Zeitbedingte Abschreibung, Nutzungsbedingte Abschreibung, Kalkulatorische Wagnisse, Substanzerhaltung, Wiederbeschaffungskosten, Verursachungsprinzip, Anlagenwagnis, Betriebsergebnis, Investition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen den Wertverzehr ihrer Produktionsanlagen in der Kostenrechnung abbilden, welche Methoden hierfür existieren und wie diese in der betrieblichen Realität angewendet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die verschiedenen Ursachen für Wertminderungen (Verschleiß, wirtschaftliche/rechtliche Faktoren), die Methoden der planmäßigen Abschreibung sowie die Berücksichtigung von außerordentlichen Risiken über kalkulatorische Wagnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Vergleich zwischen den theoretischen Anforderungen der Fachliteratur an eine verursachungsgerechte Kostenrechnung und der tatsächlich durchgeführten Vorgehensweise in der Unternehmenspraxis.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Kostenrechnungsmethoden sowie der Auswertung empirischer Ergebnisse aus einer Erhebung zur industriellen Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Systematik der Wertverzehrursachen, detaillierte Abschreibungsverfahren (linear, degressiv, progressiv, leistungsbezogen) sowie den Umgang mit Schätzfehlern bei der Nutzungsdauer und die Einbeziehung von kalkulatorischen Wagnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wertverzehr, kalkulatorische Abschreibung, Nutzungsdauer, Verursachungsprinzip und Anlagenwagnis charakterisiert.

Wie gehen Unternehmen laut der Studie mit dem Anlagenwagnis um?

Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass das Anlagenwagnis in der kostenrechnerischen Praxis vieler Unternehmen eine untergeordnete Rolle spielt und selten als spezifische Wagniskosten erfasst wird.

Warum wird in der Praxis oft die lineare Abschreibung bevorzugt?

Die lineare Abschreibung ist laut der Arbeit aufgrund ihrer rechentechnischen Einfachheit sowie des geringeren Aufwands bei der Umsetzung weit verbreitet und findet im Unternehmensalltag die breiteste Akzeptanz.

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Details

Title
Erfassung des Wertverzehrs von Produktionsanlagen in der Kostenrechnung
College
University of Hannover  (Institut für Unternehmensplanung Abteilung Produktionswirtschaft)
Grade
1,7
Author
Holger Ladenthin (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V48908
ISBN (eBook)
9783638454865
ISBN (Book)
9783638764360
Language
German
Tags
Erfassung Wertverzehrs Produktionsanlagen Kostenrechnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Ladenthin (Author), 2003, Erfassung des Wertverzehrs von Produktionsanlagen in der Kostenrechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48908
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