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Eine Analyse börsengehandelter Fonds. Indexzertifikate und Exchange Traded Funds im Vergeich

Title: Eine Analyse börsengehandelter Fonds. Indexzertifikate und Exchange Traded Funds im Vergeich

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl.-Kfm. Florian Bosch (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Zahlreiche Vorschläge einer individuellen Asset Allocation prägen die Empfehlungen zur optimalen Vermögensbildung in der einschlägigen Literatur. Auch Manager großer Fonds versuchen, durch spezielle Anlageansätze ihren Fonds einen Platz unter den Besten zu sichern. Dennoch sind weder sie, noch private Investoren vor Rückschlägen in der Performance gefeit, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben. Denn mit dem Rückgang der Indexstände an den europäischen und amerikanischen Börsen kam für manchen Investor ein böses Erwachen: Hatte seine Anlage in den ersten Monaten des Börsenbooms sämtliche Indizes in der überragenden Performance hinter sich gelassen, verloren genau die gleichen Werte um ein Vielfaches mehr als die Indizes. Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob eine Direktinvestition in den Index nicht sinnvoller ist. Einerseits würde man wohl in Phasen des Börsenaufschwungs zwar keine höhere Rendite als der Index erreichen, jedoch scheint ebenso eine zum jeweiligen Index überproportionale Verlustquote vermeidbar. Die vorliegende Arbeit stellt zu Beginn, ausgehend von den Grundlagen des Indexing, Unterschiede zwischen aktivem und passivem Portfoliomanagement dar. Darauf aufbauend werden verschiedene Produktlösungen zum Thema Indexanlage kurz vorgestellt. An hand zweier ausgewählter Produktgattungen zur Indexanlage, den Indexzertifikaten und börsengehandelten Indexfonds, sog. Exchange Traded Funds (ETF), werden Chancen und Möglichkeiten erörtert, wie Investoren von einer Indexanlage profitieren können. Grundlegende Unterschiede beider Produktgattungen sowie deren Vor- und Nachteile werden gegeneinander abgewogen. Anschließend stellt sich die Frage nach der Genauigkeit, mit der Indexzertifikate und ETF ihren jeweils zu Grunde liegenden Index nachbilden. Dazu werden ein Index für stark marktkapitalisierte Unternehmen sowie ein Index für weniger stark marktkapitalisierte Unternehmen ausgewählt. Unter Zuhilfenahme kurzfristiger empirischer Daten soll untersucht werden, ob es zu signifikanten Abweichungen bei der Zwei-Wochen-Performance beider Produktgattungen gegenüber ihrem jeweiligen Index kommt. Zuletzt soll versucht werden, im Falle von Ungenauigkeiten deren mögliche Ursachen zu identifizieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Grundzüge des Indexing

2.1 Aktives und passives Portfoliomanagement

2.2 Vorteile des Indexing

3 Anlagealternativen für Indexing-Strategien

3.1 Produktübersicht

3.2 Indexzertifikate

3.2.1 Funktionen und Handel

3.2.2 Kosten und Risiken

3.3 Exchange Traded Funds

3.3.1 Geschichtliche und funktionale Ursprünge

3.3.2 Funktionen und Handel

3.3.3 Kosten und Risiken

4 Kurzfristige Abweichungsanalyse

4.1 Tracking Error als Maß der Replikationsgüte

4.2 Untersuchungsdesign

4.3 Darstellung und Analyse der Ergebnisse

5 Zusammenfassung und kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung von passiven Anlagestrategien, insbesondere durch den Vergleich von Indexzertifikaten und Exchange Traded Funds (ETF), als Alternative zum aktiven Portfoliomanagement. Dabei wird empirisch analysiert, mit welcher Genauigkeit die genannten Produktgattungen ihre jeweiligen Referenzindizes im Kurzzeitverlauf nachbilden und welche Faktoren zu Abweichungen führen.

  • Vergleich von aktivem und passivem Portfoliomanagement
  • Grundlagen und Vorteile des Indexing
  • Funktionsweise, Kosten und Risiken von Indexzertifikaten und ETF
  • Empirische Analyse der Replikationsgüte mittels Tracking Error

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Kosten und Risiken

„Derzeit kennt nur der Emittent, nicht aber der Berater die tatsächlichen Kosten.“

Diese aktuelle Aussage zeigt, dass Anleger im Falle eines Engagements in Indexzertifikaten trotz des als zunehmend informationseffizient geltenden Kapitalmarktes über keine vollständige Kostentransparenz ihrer Anlage verfügen. Zurückzuführen ist dies auf verdeckte Kosten des Emittenten, die aus der Differenz zwischen Indexnachbildungs- und Verkaufspreis resultieren können. Tatsächlich jedoch sind die Kosten, die der Anleger zu tragen hat, im Vergleich zu den in Abschnitt 3.1 angesprochenen Indexanlagen eher gering. So gibt es weder renditeschädliche Ausgabeaufschläge noch Verwaltungsgebühren; der Emittent verdient lediglich an der Differenz aus An- und Verkaufskurs, dem Bid-Ask-Spread, sowie im Falle einer Anlegerorder über ihn an den Ordergebühren. Ansonsten fallen für den Anleger keine weiteren Transaktionskosten an, da die Zusammensetzung des dem Zertifikat zugrunde liegenden Portfolios ebenso selten angepasst werden muss wie der Index.

Auch die in der Literatur oft erwähnte Laufzeitbegrenzung mit dem für den Anleger verbundenen Zwang, an deren Ende unter Eingehen erneuter Kosten eine Umschichtung in ein neues Zertifikat zu unternehmen, braucht nicht erwähnt zu werden, da neu emittierte Indexzertifikate zumeist eine unendliche Laufzeit vorweisen. Jedoch hat der Anleger verschiedene Risiken zu tragen. Neben dem allgemeinen Marktrisiko in Form von Indexschwankungen sind hier insbesondere das Wechselkursrisiko bei Zertifikaten auf ausländische Indizes sowie das Emittentenrisiko zu erwähnen, da es sich bei den Papieren um Inhaberschuldverschreibungen handelt. Zusammenfassend kann die dennoch vorherrschende Beleibtheit von Indexzertifikaten neben einer kostengünstigen Diversifikationsmöglichkeit auf deren Steuerfreundlichkeit zurückgeführt werden. Schließlich kann der Anleger im Gegensatz zum Aktionär nach Ablauf der Spekulationsfrist auch denjenigen Anteil des Erlöses steuerunschädlich vereinnahmen, der auf Ausschüttungen von Dividenden zurückzuführen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit von Fondsmanagern, Indizes langfristig zu schlagen, und stellt den Vergleich zwischen Indexzertifikaten und ETF als zentrale Untersuchungsgegenstände vor.

2 Grundzüge des Indexing: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund des passiven Portfoliomanagements (Indexing) im Vergleich zum aktiven Ansatz und hebt dessen Vorteile hervor.

3 Anlagealternativen für Indexing-Strategien: Es werden verschiedene Produktmöglichkeiten zur Umsetzung von Indexing-Strategien vorgestellt, mit Fokus auf die Funktionsweise, Handelsstrukturen, Kosten und Risiken von Indexzertifikaten und ETF.

4 Kurzfristige Abweichungsanalyse: Dieser empirische Hauptteil analysiert die Replikationsgüte von Indexzertifikaten und ETF anhand des Tracking Errors bei DAX- und MDAX-Produkten.

5 Zusammenfassung und kritische Würdigung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung beider Instrumente unter Berücksichtigung des Emittentenrisikos und der Replikationsgenauigkeit.

Schlüsselwörter

Indexing, aktives Portfoliomanagement, passives Portfoliomanagement, Indexzertifikate, Exchange Traded Funds, ETF, Tracking Error, Replikationsgüte, Sondervermögen, Emittentenrisiko, Diversifikation, Marktkapitalisierung, Indexnachbildung, Transaktionskosten, Börsenhandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten für Investoren, durch passive Anlagestrategien (Indexing) an der Marktentwicklung zu partizipieren, und vergleicht dabei Indexzertifikate und Exchange Traded Funds (ETF).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Abgrenzung von aktivem und passivem Management, die Funktionsweise von Indexprodukten sowie eine empirische Untersuchung deren Genauigkeit bei der Indexabbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Anleger von Indexanlagen profitieren können, und zu prüfen, ob es signifikante Unterschiede in der Replikationsgüte zwischen Indexzertifikaten und ETF gibt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse mit einer kurzfristigen empirischen Abweichungsanalyse kombiniert, wobei der „Tracking Error“ als Maß für die Qualität der Benchmarknachbildung dient.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Anlageprodukte (Zertifikate vs. ETF) und die anschließende empirische Untersuchung an Hand von DAX- und MDAX-Produkten über einen Zeitraum von neun Börsentagen.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Indexing, ETF, Indexzertifikate, Tracking Error, Replikationsgüte, passive Anlagestrategien und Emittentenrisiko.

Warum spielt das Emittentenrisiko bei diesem Vergleich eine entscheidende Rolle?

Das Risiko ist zentral, da Indexzertifikate Inhaberschuldverschreibungen sind (Ausfallrisiko des Emittenten), während ETF als Sondervermögen bei einer Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft geschützt sind.

Was ergab die empirische Untersuchung zum Tracking Error?

Es konnte gezeigt werden, dass Produkte auf den liquiditätsstarken DAX einen geringeren Tracking Error aufweisen als solche auf den MDAX; eine generelle Überlegenheit der ETF gegenüber Zertifikaten ließ sich jedoch nicht nachweisen.

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Details

Title
Eine Analyse börsengehandelter Fonds. Indexzertifikate und Exchange Traded Funds im Vergeich
College
University of Augsburg  (Lst. Finanz- und Bankwirtschaft)
Grade
1,7
Author
Dipl.-Kfm. Florian Bosch (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V48921
ISBN (eBook)
9783638454964
ISBN (Book)
9783638597807
Language
German
Tags
Eine Analyse Fonds Indexzertifikate Exchange Traded Funds Vergeich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Florian Bosch (Author), 2005, Eine Analyse börsengehandelter Fonds. Indexzertifikate und Exchange Traded Funds im Vergeich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48921
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