Diese Arbeit ist eine Ausarbeitung des Referats über das Thema "Die deutsche Kriegserklärung an die USA Dezember 1941".
Nach Aussage von Andreas Hillgruber bestand Hitlers ursprüngliches Ziel darin, “Deutschland über die Errichtung eines europäischen Kontinentalimperiums hinaus durch die Gewinnung eines kolonialen Ergänzungsraums in Afrika und der Schaffung einer starken Flotte zu einer der vier verbleibenden Weltmächte neben Japan, Großbritannien und den USA aufzubauen”. Jochen Thies stellt auch fest, “daß der Führer das Endziel der Weltherrschaft der arischen Rassse, für die das deutsche Volk die Rolle eines Stoßtrupps übernahm, zwischen seiner ersten Formulierung 1919/20 bis zum Ende 1945 nie aus den Augen verloren hatte, und untermauert Hillgrubers These, daß Hitler in den Vereinigten Staaten den letzten und wichtigsten Hauptgegner erblickte". Roosevelts Quarantäne-Rede wies auch auf die politischen Anzeichen hin, dass die USA gegen das Dritte Reich und seine kriegerische Außenpolitik intervenieren würden, dies rückte allmählich auch die USA in sein unmittelbares Blickfeld. Hitlers Politik war nun zu einem weltweiten Blitzkriegsplan geworden, bei dem ein Angriff auf die USA in naher Zukunft immer wahrscheinlicher wurde. Angesichts der Tatsache, dass die Niederlage des Dritten Reiches spätestens mit der deutschen Kriegserklärung an die USA unvermeidlich wurde, hat diese Entscheidung Hitlers großes historiographisches Interesse geweckt.
Der japanische Angriff auf die US-Pazifikflotte in Pearl Harbor am 07. Dezember 1941 überraschte Berlin ebenso wie Washington. Ribbentrop sagte im Nürnberger Prozess: “Dieser Angriff war für uns eine vollkomme Überraschung. Wir hatten es für möglich gehalten, daß Japan Singapore, das heißt England, angreifen würde, auch Hongkong. Wir hatten es aber niemals als etwas für uns Erstrebenswertes gehalten, daß es die USA angreifen sollte". Hitler gab ihm einen sehr kalren Bescheid, der beinhaltete, dass, wenn wir nicht auf Japans Seite treten, der Pakt politisch tot sei. Er scheint geglaubt zu haben, dass die Japaner, deren Flotte er als die stärkste der Welt ansah, sobal sie die Britten und die Amerikaner im Pazifik ausgeschaltet hätten, gegen Russland vorgehen und ihm helfen würden, die große Eroberung im Osten abzuschließen.
Inhaltsverzeichnis
1. Die USA in Hitlers Programm
2. Hitler erklärt den Krieg
3. Hitler im Reichstag am 11. Dezember
Zielsetzung & Themen
Diese wissenschaftliche Ausarbeitung analysiert die Hintergründe, strategischen Überlegungen und den Entscheidungsprozess, die zur deutschen Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten im Dezember 1941 führten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Hitlers weltpolitische Vorstellungen, die taktische Einschätzung der US-Militärmacht und der Einfluss der japanischen Kriegführung das Schicksal des Dritten Reiches maßgeblich beeinflussten.
- Hitlers ursprüngliches Programm und die Rolle der USA als Hauptgegner
- Der Einfluss japanisch-amerikanischer Geheimverhandlungen auf deutsche Strategien
- Die unmittelbare Reaktion der Berliner Führung auf den Angriff auf Pearl Harbor
- Die Dynamik zwischen politischer Entscheidung, militärischer Fehleinschätzung und Reichstagsrede
- Die langfristige Bedeutung der Kriegsausweitung für den Ausgang des Zweiten Weltkriegs
Auszug aus dem Buch
Die USA in Hitlers Programm
Das Agrument, Amerikas militärischer Beitrag habe jenen Krieg entschieden, hielt Hitler andererseits für eine Legende und befürchtete daher zunächst keine mögliche amerikanische Operation, vor der sein Botschafter Dieckhoff bereits Ende 1939 gewarnt hatte. Nach Aussage von Andreas Hillgruber bestand Hitlers ursprüngliches Ziel darin, “Deutschland über die Errichtung eines europäischen Kontinentalimperiums hinaus durch die Gewinnung eines kolonialen Ergänzungsraums in Afrika und der Schaffung einer starken Flotte zu einer der vier verbleibenden Weltmächte neben Japan, Großbritannien und den USA aufzubauen”.
Jochen Thies stellt auch fest, “daß der Führer das Endziel der Weltherrschaft der arischen Rassse, für die das deutsche Volk die Rolle eines Stoßtrupps übernahm, zwischen seiner ersten Formulierung 1919/20 bis zum Ende 1945 nie aus den Augen verloren hatte, und untermauert Hillgrubers These, daß Hitler in den Vereinigten Staaten den letzten und wichtigsten Hauptgegner erblickte”.
In den ersten Phase der Umsetzung des Hitlerschen Programms war es von größter Bedeutung, den für die Zukunft festgelegten Hauptgegner Amerika taktisch aus den gegenwärtigen Konflikten herauszuhalten. Roosevelts Quarantäne-Rede wies auch auf die politischen Anzeichen hin, dass die USA gegen das Dritte Reich und seine kriegerische Außenpolitik intervenieren würden, dies rückte allmählich auch die USA in sein unmittelbares Blickfeld.
Zusammenfassung der Kapitel
Die USA in Hitlers Programm: Dieses Kapitel erläutert Hitlers langfristige strategische Pläne und seine Sicht auf die USA als notwendigen Hauptgegner, den es zunächst taktisch zu neutralisieren galt.
Hitler erklärt den Krieg: Hier wird der unmittelbare Prozess nach dem Angriff auf Pearl Harbor beschrieben, inklusive der internen Beratungen und der Entscheidung, trotz diplomatisch-strategischer Bedenken den Krieg gegen die USA zu erklären.
Hitler im Reichstag am 11. Dezember: Dieser Abschnitt thematisiert die offizielle Kriegsbegründung durch Hitler sowie die begleitende Unterzeichnung eines Bündnisabkommens mit Italien und Japan.
Schlüsselwörter
Zweiter Weltkrieg, Kriegserklärung, USA, Drittes Reich, Adolf Hitler, Joachim von Ribbentrop, Pearl Harbor, Außenpolitik, Strategie, Weltherrschaft, Blitzkriegsplan, Bündnispolitik, General Oshima, Roosevelt, Reichstag
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die historischen und strategischen Hintergründe, die zur deutschen Kriegserklärung an die USA im Dezember 1941 führten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die deutsche Außenpolitik gegenüber den USA, Hitlers weltanschauliche Programmatik und die fehlerhafte militärische Einschätzung des US-Potenzials.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu erklären, warum Hitler trotz strategischer Bedenken einer seiner engsten Berater den Schritt zur Kriegserklärung vollzog und welche Auswirkungen dies auf den Verlauf des Krieges hatte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historisch-analytische Untersuchung, die auf Basis von Fachliteratur und Zeitzeugnissen die politischen Entscheidungsabläufe rekonstruiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der deutsch-amerikanischen Beziehungen ab 1939, der Überraschung über Pearl Harbor und der finalen Reichstagsrede vom 11. Dezember.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentral sind Begriffe wie Drittes Reich, Kriegserklärung, Pearl Harbor, Weltmachtstreben und die strategische Fehlkalkulation Hitlers.
Warum sah Hitler die USA trotz ihrer Neutralität frühzeitig als Hauptgegner?
Hitler sah in den USA aufgrund ihrer wirtschaftlichen und militärischen Stärke eine Bedrohung für sein Ziel der Weltherrschaft und erwartete zwangsläufig eine Intervention gegen das nationalsozialistische Deutschland.
Welche Rolle spielte der Dreimächtepakt bei der Entscheidung zur Kriegserklärung?
Hitler nutzte den Pakt politisch, um Druck auszuüben, obwohl rechtlich keine zwingende Verpflichtung zur Kriegserklärung vorlag, da Japan der Angreifer war.
Wie bewertete Hitler die Stärke der USA nach dem Angriff auf Pearl Harbor?
Hitler unterschätzte das US-Militärpotenzial katastrophal und überschätzte gleichzeitig die japanische Militärmacht, in der Hoffnung, Japan würde nach einem Erfolg im Pazifik gegen Russland vorgehen.
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- Anonym (Autor), 2019, Die deutsche Kriegserklärung an die USA Dezember 1941, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489312