Die vorliegende Arbeit untersucht – mit Hilfe einer Online-Umfrage – was für einen Einfluss die junge Generation auf die Banken hat und wie die Zukunft der Finanzbranche aussieht.
Die Arbeit gliedert sich dabei in drei wesentliche Thematiken, die die abschließende Erkenntnis belegen werden. Zum einen geht es um die Digital Natives und deren Einstellungen, zum anderen um die Chancen und Auswirkungen der Digitalisierung. Daraufhin folgt eine Analyse der Digital Natives mittels eines Access Panel zum Thema Digital Banking.
Ziel der Arbeit ist es, einen klaren Überblick über die theoretischen und praktischen Erfahrungen zu bekommen und daraus ein eine finale Erkenntnis zu schließen. Sind die Digital Natives wirklich ein Ende für die Banker – wie alle sagen – oder kann die Finanzbranche von ihnen profitieren?
Speziell junge Menschen erwarten heutzutage mehr von ihrer Bank als vor ein paar Jahren. Anders als ihre Vorgänger, sind die "Digital Natives" mit diesen neuen Informations- und Kommunikationstechnologien aufgewachsen.
Kreditinstitute müssen erfahren, dass Bankgeschäfte künftig lieber online abgewickelt werden, anstatt in eine Filiale der Bank zu gehen. Besonders aufkommende FinTech-Unternehmen mit ihren zahlreichen Online-Dienstleistungen sind eine große Konkurrenz und stellen die Banken vor Herausforderungen. Um sich den Alltag zu vereinfachen sind ist ein Großteil der Menschen bereit, in automatisierte und digitale Produkte zu investieren.
Die Finanzbranche muss umdenken, denn digitale Kanäle werden für die Kundenbindung immer wichtiger.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 DIGITAL NATIVES
2.1 Wandel der Generationen
2.2 Eigenschaften und Bedürfnisse
3 DIGITALISIERUNG
3.1 Industrie 4.0
3.2 Revolution der Finanzbranche
3.2.1 Auswirkungen auf die Kernprozesse
3.2.2 Chancen
4 ANALYSE
4.1 Access Panel
4.1.1 Erhebung von Daten in Online-Umfragen
4.1.2 Repräsentativität
4.2 Aufbau der Online-Umfrage
4.3 Auswertung
5 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Generation der „Digital Natives“ auf die Finanzbranche und analysiert, ob die fortschreitende Digitalisierung tatsächlich das Ende für klassische Banken und ihre Filialen bedeutet oder neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Kundenbindung eröffnet.
- Charakterisierung der „Digital Natives“ und deren Anforderungen an Dienstleistungen
- Einfluss der Digitalisierung und Industrie 4.0 auf die Finanzbranche
- Analyse der Akzeptanz von Online-Banking und digitalen Finanzangeboten
- Gegenüberstellung von Online-Befragung und telefonischer Erhebung (Access Panel)
- Zukünftige strategische Ausrichtung der Banken im digitalen Zeitalter
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Auswirkungen auf die Kernprozesse
Es ist eindeutig, dass Banken ihre Geschäftsstrategie, als auch Geschäftsprozesse an der Digitalisierung ausrichten müssen, um die Kundenbindung wahren zu können. Im Onlinezeitalter diktiert nicht mehr die Bank das Geschäft, sondern der Kunde.
Die Filialen samt Personal sind für persönlichen Kundenkontakt konzipiert und aufgebaut. Doch Kundengruppen wie die Digital Natives benötigen diesen Kundenkontakt bei ihren Alltagsgeschäften nicht mehr. Die Filialen werden heutzutage – in einem Multikanal-Umfeld und mit neuen Gewohnheiten der Kunden – auf den Prüfstand gestellt. Die Bank der Zukunft stellt sich mit deutlich kleineren und wenigeren Filialen vor, mit einem Hauptschwerpunkt auf Beratung. Ebenso werden vor allem neue Technologien oder andere, innovativere Formate verwendet. Diese Transformation wird nicht einfach sein, da genaues Wissen über die Kundenanforderungen und die Kapazitäten der Bank erforderlich ist.
Qualifizierte Mitarbeiter oder Experten für bestimmte Themen müssen zudem bereitgestellt werden. Das heißt für alle Mitarbeiter sollten dementsprechend regelmäßig Schulungen stattfinden, um einen aktuellen Wissensstand im Betrieb vorzuweisen. Durch die zunehmende Technisierung wird sich auch die Rolle des Beraters grundlegend verändern. Viele Abläufe und Produkte werden standardisiert, automatisiert und können schon größtenteils vom Kunden selbst erledigt werden. Die Verlagerung der Prozesse auf den Kunden führt zu der Entwicklung eines neuen Rollenverständnisses der Berater, da diese Teile ihrer Handlungsbereiche an den Kunden verlieren. Der reine Verkäufer rückt in den Hintergrund. Viel wichtiger ist der Erwerb von neuen Kompetenzen im Zusammenhang mit der Digitalisierung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Marktrealität der Digitalisierung ein und stellt die Forschungsfrage, ob die „Digital Natives“ das Ende der traditionellen Finanzbranche einläuten.
2 DIGITAL NATIVES: Dieses Kapitel definiert die Generation der Digital Natives und beleuchtet deren Identitätsverständnis, Bedürfnisse und Umgang mit neuen Technologien.
3 DIGITALISIERUNG: Es wird die allgemeine Digitalisierung sowie die vierte industrielle Revolution thematisiert und deren Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle und Kernprozesse der Finanzbranche erläutert.
4 ANALYSE: Das Kapitel beschreibt methodisch die Durchführung der Online-Umfrage, die Funktionsweise von Access Panels sowie die Herausforderungen der Repräsentativität bei Online-Befragungen.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Banken durch Anpassung an digitale Kundenbedürfnisse weiterhin bestehen können, auch wenn sich die Bedeutung der Filiale wandelt.
Schlüsselwörter
Digital Natives, Digitalisierung, Finanzbranche, Online-Banking, Filialbanken, Access Panel, Kundenbindung, Industrie 4.0, Generation Y, Online-Befragung, Repräsentativität, Kundenbedürfnisse, Transformation, Bankgeschäfte, Nutzerverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Wandel der Finanzbranche unter dem Einfluss der Digitalisierung und der jungen Generation der sogenannten „Digital Natives“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Charakteristika der Digital Natives, die Auswirkungen der Digitalisierung auf Bankprozesse und eine empirische Analyse zur Akzeptanz digitaler Bankdienstleistungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es herauszufinden, ob Banken in einer durch Digital Natives geprägten Welt überstehen können oder ob dies das Ende der traditionellen Banken bedeutet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Datengewinnung wurde eine quantitative Online-Umfrage (Access Panel) durchgeführt, deren Ergebnisse mit Daten aus einer CATI-Telefonbefragung verglichen wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Digital Natives, eine Analyse des digitalen Wandels in Banken sowie die methodische Durchführung und Auswertung der eigenen Online-Umfrage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Digital Natives, Online-Banking, Transformation, Kundenbindung und Repräsentativität von Online-Umfragen.
Warum spielt das Access Panel eine so große Rolle für die Analyse?
Das Access Panel ermöglichte es der Autorin, gezielt eine digitale und technikaffine Zielgruppe anzusprechen, um deren konkrete Präferenzen im Bereich Online-Banking zu ermitteln.
Gibt es eine eindeutige Schlussfolgerung zur Zukunft der Bankfiliale?
Nein, die Untersuchung zeigt, dass Filialen zwar weniger zur Abwicklung von Standardgeschäften benötigt werden, viele Kunden aber bei komplexen Finanzfragen weiterhin den persönlichen Kontakt zu einem Berater bevorzugen.
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- Jana Becker (Author), 2018, Digital Natives. Ein Ende der Banker?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489349