Der Fokus dieser Hausarbeit beschränkt sich aus diesem Grund auf das Startwochenende. Das Ziel, am ersten Wochenende die so genannte „kriti-sche Masse“ zu erreichen, bildet den Fokalpunkt zahlreicher Marketing Maßnahmen, die in dieser Hausarbeit besprochen werden. Dabei wird nach einer kurzen theoretischen Einordnung ein Überblick über die Erfolgsfaktoren von Kinofilmen gegeben, wobei der Schwerpunkt in der Diskussion der Marketing Mix Instrumente liegt. Dabei soll auch die Frage beantwortet werden, welche Marketing Mix Instrumente im Kinofilm Marketing die wirksamsten Methoden für den Kinoerfolg während des Startwochenendes sind.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE EINORDNUNG VON SPIELFILMEN
3. ERFOLGSFAKTOREN IM ÜBERBLICK
3.1 GRUNDLAGEN
3.2 BEEINFLUSSBARE FAKTOREN
3.2.1 PRODUKTPOLITIK
3.2.2 ENTGELDPOLITIK
3.2.3 SERVICEPOLITIK
3.2.4 DISTRIBUTIONSPOLITIK
3.2.4 KOMMUNIKATIONSPOLITIK
3.3 NICHT BZW. INDIREKT BEEINFLUSSBARE FAKTOREN
4. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die entscheidenden Erfolgsfaktoren für die Vermarktung von Kinofilmen mit einem Fokus auf das erste Kinostart-Wochenende. Dabei wird untersucht, welche Marketing-Mix-Instrumente die größte Relevanz für den wirtschaftlichen Erfolg haben, um ein besseres Verständnis für die Steuerung der Zuschauerzahlen in dieser kritischen Phase zu entwickeln.
- Analyse des Marketing-Mix bei Kinofilmen
- Identifikation relevanter Erfolgsfaktoren für den Startzeitraum
- Unterscheidung zwischen beeinflussbaren und nicht beeinflussbaren Faktoren
- Evaluation der Effektivität klassischer und moderner Werbemethoden
- Bedeutung der Produktpolitik und Kommunikationspolitik
Auszug aus dem Buch
Kommerzielle Werbung
Im Rahmen der kommerziellen Werbung werden zurzeit Maßnahmen eingesetzt, die sich nach klassischen und modernen Methoden unterscheiden lassen. Moderne Methoden grenzen sich von den klassischen Methoden dadurch ab, dass sie erst seit wenigen Jahren einen gewissen Einfluss auf die Konsumenten ausüben, welcher zwar noch relativ klein ist, jedoch über ein großes Wachstumspotential verfügt.
Die unter den klassischen Methoden immer noch beste Werbemethode sind die Trailer, welche vom Konsumenten meistens im Kino gesehen werden. Die besondere Stärke von Trailern ist, dass sie vom Konsumenten nicht als Werbung empfunden werden, sondern eher als eine Gelegenheit, erste Produkterfahrungen zu sammeln. Weiterhin wird der Konsument im Kino durch Filmposter, Previews oder Premieren auf einen neuen Film aufmerksam. Trailer werden meist in verkürzter Form auch im Fernsehen gezeigt, oft in Verbindung mit zum Teil kritischen Berichten über den Film, die auch im Rahmen von Nachrichtensendungen wie z.B. Tagesthemen in Deutschland zu sehen sein können. Weiterhin kann ein Film durch die Printmedien Aufmerksamkeit erregen, zum einen durch Anzeigen in Tageszeitungen oder Zeitschriften aber auch auf großen Außenflächenplakatierungen, kleinen Postern, Flyern, Gratispostkarten, Bierdeckeluntersetzern oder Pappaufbauten in Schaufenstern oder Kinofoyers. Eine noch nicht ganz so traditionelle Methode ist das „Merchandising“ (Verkaufsförderung). Hierbei handelt es sich um zusätzliche Einnahmequellen durch den Verkauf von Soundtracks, Büchern, Kleidung, Verpackungen, Schreibwaren, Postern, Spielzeugen und Videospielen welche außerdem die Möglichkeit von Cross Promotions, also das Werben in zusätzlichen Absatzkanälen, ermöglichen.
Die neuen Methoden wie beispielsweise die Internet-Werbung werden in Zukunft ein immer größeres Gewicht bekommen. Gründe dafür sind die fallenden Preise für Personalcomputer und Internetzugänge. Außerdem wird die Infrastruktur des Internets ständig ausgebaut, so dass immer höhere Datenübertragungsraten und damit neue und aufwendigere Werbemöglichkeiten entstehen. Beim Konsumverhalten zeigt sich der Trend, dass bei ungefähr gleicher Konsummenge insgesamt der TV Konsum durch Internet Konsum substituiert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Darstellung der hohen ökonomischen Bedeutung der Filmindustrie und Begründung des Fokus auf das Kinostart-Wochenende als entscheidende Phase für den Erfolg.
2. THEORETISCHE EINORDNUNG VON SPIELFILMEN: Betrachtung von Spielfilmen als komplexe Dienstleistungen und Analyse ihres Innovationscharakters sowie der Bedeutung von Quasi-Sucheigenschaften.
3. ERFOLGSFAKTOREN IM ÜBERBLICK: Systematische Unterscheidung und Analyse von produktinhärenten und produktinduzierten Stimuli sowie deren Einfluss auf den Markterfolg.
3.1 GRUNDLAGEN: Definition der Zielkategorien (Markt- vs. Ertragsziele) und Einführung in die Struktur der Erfolgsfaktoren.
3.2 BEEINFLUSSBARE FAKTOREN: Untersuchung der verschiedenen Marketing-Mix-Instrumente, die den Filmverleihern zur direkten Steuerung des Erfolgs zur Verfügung stehen.
3.2.1 PRODUKTPOLITIK: Analyse des Einflusses von Genres, Symbolhaftigkeit, Personalattraktivität (Stars), Filmbudget und der Filmqualität.
3.2.2 ENTGELDPOLITIK: Bewertung der Preisgestaltung und der Preisdifferenzierung nach Konsumzeitpunkten im Kinobereich.
3.2.3 SERVICEPOLITIK: Erläuterung der untergeordneten Bedeutung der Servicepolitik für den Kinofilm während des Startwochenendes.
3.2.4 DISTRIBUTIONSPOLITIK: Analyse von Markteffekten bei vorgelagerten Starts, Timing-Aspekten und der Vermietungsstrategie an Kinobetreiber.
3.2.4 KOMMUNIKATIONSPOLITIK: Darstellung der klassischen und modernen Werbemethoden sowie der Bedeutung von Mund-zu-Mund-Propaganda.
3.3 NICHT BZW. INDIREKT BEEINFLUSSBARE FAKTOREN: Betrachtung externer Einflüsse wie Filmkritiken, Auszeichnungen und allgemeiner Umweltfaktoren.
4. FAZIT: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Ausblick auf die wachsende Bedeutung neuer Medien im Filmmarketing.
Schlüsselwörter
Kinofilm Marketing, Marketing-Mix, Startwochenende, Filmanalyse, Erfolgsfaktoren, Dienstleistungsmarketing, Produktpolitik, Kommunikationspolitik, Filmkritik, Kinobesucher, Werbemethoden, Kinobranche, Distributionspolitik, Internet-Werbung, Filmstars.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Mechanismen und Instrumente des Marketings im Bereich der Spielfilme, mit einem speziellen Fokus auf die Faktoren, die über den Erfolg am ersten Kinostart-Wochenende entscheiden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum stehen die Marketing-Mix-Instrumente wie Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik sowie die Analyse externer, oft schwer beeinflussbarer Einflussfaktoren wie Filmkritiken oder Auszeichnungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Filmverleiher durch gezielte Marketingmaßnahmen die "kritische Masse" an Zuschauern direkt am Startwochenende erreichen können, um den langfristigen Filmerfolg zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Einordnung von Filmen als Dienstleistung und stützt sich auf die Auswertung existierender empirischer Paneldaten sowie einschlägiger Literatur aus der Marketingwissenschaft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse beeinflussbarer Faktoren (wie Stars, Genre, Werbung) und nicht bzw. indirekt beeinflussbarer Faktoren (wie Kritiken, Auszeichnungen, Wetter) im Kontext des Kinomarketings.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kinofilm Marketing, Startwochenende, Dienstleistungsmarketing, Erfolgsfaktoren, Klassische Werbung und Internet-Werbung.
Welchen Einfluss haben Filmstars auf den Erfolg eines Films?
Stars dienen als Qualitätsindikatoren und helfen, den Unsicherheitsfaktor für den Konsumenten zu verringern, wobei ihr tatsächlicher Beitrag zum Gewinn stark vom Genre und der Passung zwischen Star und Rolle abhängt.
Warum spielt die Servicepolitik am Startwochenende eine untergeordnete Rolle?
Da der Kinobesuch zum Zeitpunkt der Premiere primär als reine Dienstleistung betrachtet wird, gewinnen Serviceaspekte (wie beim Verkauf von DVD-Medien) erst in späteren Stadien der Distribution an Relevanz.
Wie hat sich die Bedeutung der Werbung durch neue Medien verändert?
Der Anteil moderner Werbeformen wie Internet und Handy-Werbung ist zwar noch relativ gering, wächst jedoch stark an, da sie neue Möglichkeiten für interaktive Produkterfahrungen bieten und die traditionelle TV-Werbung zunehmend substituieren.
Welche Rolle spielt das Wetter für den Kinostart?
Schlechtes Wetter wirkt sich tendenziell positiv auf den Kinokonsum aus, da es die verfügbaren "Outdoor-Alternativen" zur Freizeitgestaltung für den Konsumenten reduziert.
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- Andre Marchand (Author), 2005, Marketing bei Spielfilmen - Marketing-Mix des ersten Kinostart-Wochenendes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48946