Die Generation Y. Ihre Werte sowie Wünsche in Bezug auf die Arbeitswelt und die damit verbundenen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt


Zusammenfassung, 2018
7 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

1 Einleitung

Das Ziel ist es, die Werte und Wünsche der Generation Y, insbesondre in Bezug auf das Arbeits- leben, darzustellen sowie die grundsätzliche Stellung dieser auf dem Arbeitsmarkt zu ermitteln.

2 Die Generation Y

2.1 Begriffsdefinition

Eine Generation ist eine Altersgruppe, die durch historische sowie kulturelle Ereignisse oder gesellschaftliche Trends eine ähnliche Prägung erfahren hat (vgl. Knebel & Mihovilovic, 2017).

2.2 Ein- und Abgrenzung der Generation Y

Es ist schwierig Generationen genau nach Jahrgängen abzugrenzen, da sie nahtlos ineinander übergehen (vgl. Armutat, 2011). Es ist möglich, dass jemand durch sein Geburtsjahr eindeutig einer bestimmten Generation zugeordnet wird, jedoch Merkmale einer anderen Generation aufzeigt.

Die Generation Y gilt als Nachfolgegeneration der Baby Boomer und der darauffolgenden Generation X.

2.2.1 Generation Baby Boomer

Die Generation, die zwischen 1955 - 1970 geboren ist (vgl. Müller, o. J., S. 12), wird aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge als Baby Boomer bezeichnet (vgl. Knebel & Mihovilovic, 2017).

Die Baby Boomer wuchsen unter relativ stabilen Umweltbedingungen auf und wurden traditionell erzogen (vgl. Müller, o. J., S. 13). Sie besuchten alle Schulen oder sogar Universitäten und stürmten während des Wirtschaftsaufschwung auf den Arbeitsmarkt (vgl. Bund, 2014, S. 104 f). Da es mehr Bewerber als freie Stellen gab, mussten sie versuchen sich gegen ihresgleichen durchzusetzen.

Die Arbeitsplatzsicherheit hat für die Baby Boomer einen der höchsten Stellenwerte (vgl. Knebel & Mihovilovic, 2017). Sie sind auf ihre Karriere fokussiert und wollen in Führungspositionen gelangen. Der Begriff „Workaholic“ wurde durch sie geprägt (vgl. O.A., 2017). Teamwork, Fairness und Organisation sind ihre hervorzuhebenden Merkmale (vgl. Bund, 2014, S. 104 f).

2.2.2 Generation X

Die Generation X wurde zwischen 1970 - 1985 geboren (vgl. Müller, o. J., S. 12). In ihrer Jugendzeit veränderte sich das traditionelle Familienbild: Mehr Mütter mussten arbeiten, die Scheidungsrate stieg an, es gab immer mehr Patchwork-Konstellationen und allein erziehende Elternteile (vgl. Mangelsdorf, 2014, S. 18 f). Dies könnte ein Grund dafür sein, dass sie sich den bisher festgelegten Normen und Wertvorstellungen versetzen und lieber die Freiheit sowie die Vielzahl von Möglichkeiten ihr Leben zu gestalten, nutzen (vgl. Knebel & Mihovilovic, 2017).

Die Mitglieder der Generation X sind gut ausgebildet und werden als ambitioniert, individualistisch sowie ehrgeizig charakterisiert (vgl. O.A., 2017). Sie bevorzugen das selbstständige Arbeiten und wünschen sich Freiräume bei der Arbeitsgestaltung (vgl. Knebel & Mihovilovic, 2017). Zwar suchen sie nach Entwicklungsmöglichkeiten, doch stets ist Zeit wichtiger als Geld. Sie streben nach einer hohen Lebensqualität und arbeiten hauptsächlich, um sich ein materiell abgesichertes Leben leisten zu können. Sie betrachten das Arbeiten als Mittel zum Zweck (vgl. O.A., 2017).

2.3 Markmale und Werte der Generation Y

Der Begriff "Generation Y“ wurde 1993 erstmals in der Zeitschrift „Ad Age“ verwendet und umfasst alle Menschen, die zwischen 1985 - 2000 geboren sind (vgl. Müller, o. J., S. 14). Sie werden auch Generation Maybe, Generation Me oder Millennials genannt (vgl. Knebel & Mihovilovic, 2017).

Da die Generation Y ihren Fokus eher auf sich und ihr Wohlergehen legt, als auf den Unternehmenserfolg, empfinden sie eine Unsicherheit über ihre beruflichen Zukunft. Sie fühlen sich den Betrieben gegenüber nicht verpflichtet und sind flexibel, wenn es um die Arbeitsstelle sowie den Arbeitsort geht (vgl. Trost, 2009). Die meisten Mitglieder der Generation Y sehen diese Flexibilität als positiv und haben schnell gelernt, die beste Entscheidung zu treffen (vgl. Parment, 2013, S. 5).

Erzogen wurden die Mitglieder der Generation Y mit einem eher antiautoritären, fürsorglichen Erziehungsstil und dem Trend zur Mitbestimmung. Sie wuchsen mit einem gewissen Wohlstand auf und ihre hohen Ansprüche bzw. Wünsche wurden meistens schnell erfüllt.

Da die Generation Y mit digitalen Medien aufgewachsen ist und von den technologischen Medien sozialisiert wurden, nennt man sie auch „Digital Natives“ (vgl. Vgl. O.A., 2017). Sie schätzt moderne und traditionelle Werte gleichermaßen. Kernwerte wie Familie, ehrenamtliche Tätigkeiten und Förderung von Bildung sowie Kultur sind ihnen wichtig (vgl. O.A., 2017).

Durch globale und politische Ereignisse ist den Mitgliedern der Generation Y bewusst geworden, dass sich Dinge schnell verändern und es keine Sicherheiten gibt. Daher haben sie beschlossen das Leben zu genießen und den Fokus auf die wesentlichen Angelegenheiten zurichten. Aus dem Konzept der „Work-Life-Balance“ entwickelt sich die „Work-Life-Blend“. Arbeit und Privatleben werden in der Generation nicht mehr streng geteilt, sondern verschmelzen zunehmend.

Den meisten Mitgliedern der Generation Y ist bewusst, dass sie bestmögliche Abschlüssen erzielen müssen, um einen sicheren und gut bezahlten Arbeitsplatz zu bekommen (vgl. Albert, 2010). Sie sind bereit mehr zu leisten, wenn sie dies für sinnvoll empfinden. Dass sie alles hinterfragen und den Sinn ihrer Arbeit in Frage stellen, hat ihnen den Namen „Generation Why“ eingebracht (vgl. Rodeck, 2014, S. 3).

2.4 Vergleiche mit den vorhergegangenen Generationen

Die Wertvorstellungen der Generationen unterschieden sich:

- Baby Boomer: „Leben, um zu arbeiten“ (vgl. Knebel & Mihovilovic, 2017)
- Generation X: „Arbeiten, um zu leben“ (vgl. Knebel & Mihovilovic, 2017)
- Generation Y: „Erst leben, dann arbeiten“ (vgl. Knebel & Mihovilovic, 2017)

3 Die Generation Y im Arbeitsleben

3.1 Grundlegende Erwartungen der Generation Y an die Unternehmen

Bei der Generation Y haben ein hohes Einkommen, ein sicherer Arbeitsplatz, ein geregelter Tagesablauf oder Aufstiegsmöglichkeiten an Wichtigkeit verloren (vgl. Puybaraud, 2010). Das Image des Unternehmens und ein freundschaftliches Verhalten unter den Mitarbeitern wird viel höher geschätzt (vgl. Parment, 2013, S 53). Zudem wünscht sich die Generation Y zur Leistungsförderung ein positives Feedback von ihrem Arbeitgeber (vgl. Parment, 2009, S. 9).

Da für die Generation Y das Thema Familie wichtig ist, fordern sie vom Unternehmen eine Unterstützung bei der Kinderbetreuung (vgl. Zimmermann & Fischer, 2013) sowie eine Verschmelzung vom Arbeits- und Privatleben. Zudem möchten sie nicht an einen festen Arbeitsplatz gebunden sein und ihnen soll die neusten technologischen Entwicklungen zur Verfügung stehen.

3.2 Auswirkungen des Generationswechsels in Bezug auf die Arbeitswelt

Viele Unternehmen sind durch die Baby Boomer zu dem geworden, was sie heute sind. Ihre Denkweisen und Strategien haben sich daher im Unternehmen gefestigt. Die Baby Boomer gehen nun langsam alle in Rente. Dies ist ein günstiger Ausgangspunkt für die Generation Y, erfolgreich in die Arbeitswelt einzutreten. Bereits in 10 Jahren wird die Generation Y 50% der Arbeitnehmer ausmachen (vgl. Knebel & Mihovilovic, 2017).

Die Generation Y bringt ein wichtiges Wissen über junge Kunde mit sich. Dies vereinfacht es den Unternehmen herauszufinden, wie die junge Zielgruppe angesprochen werden muss. Damit kann langfristig ein großer Unternehmenserfolg erzielt werden (vgl. Parment, 2013, S. 58 f).

Auf Grund der vielen Wahlmöglichkeiten, ist die Generation Y im Bezug auf Unternehmen flexibler geworden (vgl. Kaiser & Ringlstetter, 2010, S. 139 f). Zwar möchten sie einen festen Arbeitsplatz und ein geregeltes Einkommen haben, möchten sich jedoch nicht langfristig an ein Unternehmen binden. Für eine dauerhafte Bindung müssten einige Forderungen erfüllt sein, die die meisten Unternehmen nur mit Mühe erfüllen (vgl. Parment, 2013, S. 58 f). Das Personal muss daher vorausschauend geplant werden, da nicht sicher ist, ob eine Stelle langfristig besetzt bleibt.

3.3 Unternehmerische Maßnahmen zur Gewinnung der Generation Y als Arbeitnehmer

Für eine positive Unternehmenszukunft ist es essentiell notwendig Arbeitnehmer der Generation Y zu gewinnen. Durch den Fachkräftemangel ist es jedoch zu einem Kampf um die besten Nachwuchskräfte gekommen (vgl. Künzel, 2013, S. 63 f). Daher müssen die Personaler selbst aktiv werden, anstatt auf die Bewerbung qualifizierter Kandidaten zu warten (vgl. Armutat, 2011):

- Früher Kontakt mit zukünftigen Absolventen und Berufseinsteigern (vgl. Parment, 2009, S. 138)
- Duale Ausbildungen
- Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen (vgl. Künzel, 2013, S. 63 f)
- Werbung über Social Media Kanäle (vgl. Armutat, 2011)

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Die Generation Y. Ihre Werte sowie Wünsche in Bezug auf die Arbeitswelt und die damit verbundenen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt
Hochschule
Hochschule Fresenius; Köln
Veranstaltung
Wirtschaft im Zeitgeschehen
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
7
Katalognummer
V489520
ISBN (eBook)
9783668969469
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Generation Y, Arbeitswelt, Arbeitnehmer, Forderungen
Arbeit zitieren
Laura Buonocore (Autor), 2018, Die Generation Y. Ihre Werte sowie Wünsche in Bezug auf die Arbeitswelt und die damit verbundenen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489520

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