Fragt man nach den Folgen von Arbeitslosigkeit, denken die meisten wohl an „Die Arbeitslosen von Marienthal“ (Lazarsfeld, Jahoda, & Zeisl, 1933).
Jahoda, Lazarsfeld und Zeisel waren die ersten, die eine moderne empirische Untersuchung der Wirkungen der Langzeitarbeitslosigkeit auf die Lebenszufriedenheit durchführten. Diese Studie ist wohl die bekannteste, die über die Folgen von Arbeitslosigkeit aufklärt. Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Untersuchung, stieg das Interesse an dem Zusammenhang zwischen Erwerbsstatus und individueller Lebenszufriedenheit. Es folgten diverse Studien, die analysierten, ob und in welchem Ausmaß sich der Erwerbsstatus auf die Lebenszufriedenheit auswirkt.
Auch für München ist eine Umfrage zum Thema Lebenszufriedenheit geplant. Sie befasst sich mit der Frage, welche Faktoren diese am meisten beeinflussen. Die Aktualität dieser Frage schafft zugleich neue Relevanz für die einzelne Einflussgröße „Erwerbsstatus“. Wie wirkt sich vor allem Arbeitslosigkeit auf die Lebenszufriedenheit aus? Arbeit bestimmt heutzutage einen großen Teil des alltäglichen Lebens und spielt eine wesentliche Rolle bei der Analyse der Lebenszufriedenheit, wie bereits vorangegangene Studien beweisen. Ihre Ergebnisse stimmen in ihrer wesentlichen Aussage überein: Arbeitslosigkeit senkt die Lebenszufriedenheit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Überbau
3. Aufarbeitung des Forschungsstandes
a. „Arbeitslosigkeit, Arbeitsplatzunsicherheit und Lebenszufriedenheit: Ergebnisse einer Studie bei jungen Erwachsenen in den neuen Bundesländern“ (Berth, Förster, & Brähler, 2005)
b. „Lebenszufriedenheit und Erwerbsstatus: Ost- und Westdeutschland im Vergleich” (Gerlach & Stephan, 2001)
c. „Verläufe von Arbeitslosigkeit und ihre Folgen für die Wohlfahrt von Haushalten und Individuen“ (Landua, 1990)
d. „Wie zufrieden macht die Arbeit? - Eine neue Quantifizierung der nicht pekuniären Kosten der Arbeitslosigkeit“ (Knabe & Rätzel, 2008)
4. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen dem Erwerbsstatus, insbesondere Arbeitslosigkeit, und der individuellen Lebenszufriedenheit. Ziel ist es, auf Basis der Literaturanalyse eine präzise Forschungshypothese für eine geplante Datenerhebung zu entwickeln, die den Effekt der Dauer der Arbeitslosigkeit auf die Lebenszufriedenheit fokussiert.
- Theoretische Fundierung der Begriffe Erwerbsstatus und Lebenszufriedenheit
- Analyse empirischer Studien zum Einfluss von Arbeitslosigkeit
- Untersuchung von Auswirkungen durch Arbeitsplatzunsicherheit
- Betrachtung haushaltsinterner Kompensationseffekte
- Ableitung einer operationalisierbaren Forschungshypothese
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Fragt man nach den Folgen von Arbeitslosigkeit, denken die meisten wohl an „Die Arbeitslosen von Marienthal“ (Lazarsfeld, Jahoda, & Zeisl, 1933). Jahoda, Lazarsfeld und Zeisel waren die ersten, die eine moderne empirische Untersuchung der Wirkungen der Langzeitarbeitslosigkeit auf die Lebenszufriedenheit durchführten. Diese Studie ist wohl die bekannteste, die über die Folgen von Arbeitslosigkeit aufklärt.
Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Untersuchung, stieg das Interesse an dem Zusammenhang zwischen Erwerbsstatus und individueller Lebenszufriedenheit. Es folgten diverse Studien, die analysierten, ob und in welchem Ausmaß sich der Erwerbsstatus auf die Lebenszufriedenheit auswirkt.
Auch für München ist eine Umfrage zum Thema Lebenszufriedenheit geplant. Sie befasst sich mit der Frage, welche Faktoren diese am meisten beeinflussen. Die Aktualität dieser Frage schafft zugleich neue Relevanz für die einzelne Einflussgröße „Erwerbsstatus“. Wie wirkt sich vor allem Arbeitslosigkeit auf die Lebenszufriedenheit aus? Arbeit bestimmt heutzutage einen großen Teil des alltäglichen Lebens und spielt eine wesentliche Rolle bei der Analyse der Lebenszufriedenheit, wie bereits vorangegangene Studien beweisen. Ihre Ergebnisse stimmen in ihrer wesentlichen Aussage überein: Arbeitslosigkeit senkt die Lebenszufriedenheit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, skizziert die historische Relevanz der Forschung zu Arbeitslosigkeit und Lebenszufriedenheit und legt das Ziel der Hausarbeit fest.
2. Theoretischer Überbau: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten „Arbeitslosigkeit“ und „Lebenszufriedenheit“ definiert und theoretisch hergeleitet.
3. Aufarbeitung des Forschungsstandes: Dieses Kapitel präsentiert detailliert vier ausgewählte empirische Studien, um den Zusammenhang zwischen Erwerbsstatus und Wohlbefinden zu analysieren.
4. Schluss: Der Schluss fasst die Erkenntnisse zusammen und leitet die Forschungsfrage sowie die Hypothese für die geplante eigene Untersuchung ab.
Schlüsselwörter
Arbeitslosigkeit, Lebenszufriedenheit, Erwerbsstatus, Wohlfahrt, Arbeitsplatzunsicherheit, Forschungsstand, Sozio-ökonomisches Panel, Quantifizierung, Langzeitarbeitslosigkeit, empirische Untersuchung, psychische Folgen, Haushaltseinkommen, Ostdeutschland, Sozialforschung, Erwerbsbiographie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhang zwischen dem Erwerbsstatus einer Person und deren individueller Lebenszufriedenheit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf das subjektive Wohlbefinden, die Rolle der Arbeitsplatzunsicherheit sowie die Bedeutung des sozialen Kontextes innerhalb eines Haushalts.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel besteht darin, den Forschungsstand aufzuarbeiten, um daraus eine Hypothese für eine zukünftige quantitative Untersuchung zum Einfluss der Dauer der Arbeitslosigkeit abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die verschiedene empirische Studien auswertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Definition der Kernbegriffe und der detaillierten Vorstellung bedeutender empirischer Studien, die Daten aus dem Sozio-ökonomischen Panel nutzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders relevant sind Begriffe wie Arbeitslosigkeit, Lebenszufriedenheit, Erwerbsstatus und die Forschungsanalyse auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels.
Wie unterscheidet sich die Wirkung der Arbeitslosigkeit zwischen den Geschlechtern laut den Studien?
Die Arbeit verweist auf Ergebnisse, wonach arbeitslose Männer im Durchschnitt eine geringere Lebenszufriedenheit aufweisen als arbeitslose Frauen.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Erwerbsstatus und Haushaltsposition wichtig?
Untersuchungen zeigen, dass die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit stark davon abhängen, ob die betroffene Person der Haushaltsvorstand ist oder eine andere Rolle, wie etwa die des Partners, ausfüllt.
- Quote paper
- Julia Zuber (Author), 2014, Arbeitslosigkeit und Lebenszufriedenheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489740