Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation

Der duale Arbeitsmarkt in Deutschland und die psychische Belastung Berufstätiger

Eine Korrelationsanalyse

Titel: Der duale Arbeitsmarkt in Deutschland und die psychische Belastung Berufstätiger

Bachelorarbeit , 2015 , 60 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Julia Zuber (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit versucht die Frage zu beantworten, ob die Struktur des deutschen Arbeitsmarktes durch die mit ihr verbundenen Eigenschaften der Arbeitsplätze mit der psychischen Belastung von Beschäftigten zusammenhängt. Zusätzlich wird der Frage nachgegangen, ob neben diesem unterstellten Kausalzusammenhang der Arbeitsmarktposition auf die psychische Belastung auch unter Kontrolle der den Kausalzusammenhang vermutlich hervorrufenden, arbeitsmarktspezifischen Merkmale weiterhin eine direkte Korrelation der Arbeitsmarktposition mit der Belastung von Berufstätigen besteht und wenn ja, wie groß diese ist.

Die Anzahl der Burn-Out Erkrankten ist gestiegen, das lässt sich kaum verschweigen. Doch ein Anstieg um 1800% seit 2004 zwingt die Frage nach der Ursache dieser rasanten Zunahme auf. Dass psychische Leiden heutzutage weniger tabuisiert werden als früher, ist eine mögliche Erklärung, jedoch ist fragwürdig, ob dieser Grund ausreicht, um einen derartigen Anstieg zu erklären. Nach einer Studie der BKK, die die häufigsten Erkrankungen bei ihren Mitgliedern analysierte, sind psychische Störungen, nach Muskel- und Skeletterkrankungen der zweithäufigste Grund für Krankschreibungen. Auch für 41% der Frühverrentungen sind psychische Leiden verantwortlich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Begriffsdefinition „psychische Belastung“

2.2 Die Segmentationstheorie (Sengenberger 1975, 1987)

2.3 Deprivationsansätze (Stouffer et al. 1949)

2.3 Die Theorie der sozialen Identität (Tajfel, 1978)

3 Ableitung der Forschungshypothese

4 Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes

5 Direct Acyclic Graphs & Das „Back-Door Criterion“ (Pearl, 2000)

5.1 Direct Acyclic Graphs

5.2 Das „Back-Door Criterion“

5.3 Der Kausalzusammenhang „Arbeitsmarktposition – psychische Belastung“ (Modell 1)

5.4 Der direkte Zusammenhang „Arbeitsmarktposition – psychische Belastung“ (Modell 2)

6 Datengrundlage und Schätzmethode

6.1 Datenbasis

6.2 Schätzverfahren

7 Operationalisierung und Deskription der Variablen

7.1 Operationalisierung der Variablen

7.1.1 Abhängige Variable

7.1.2 Unabhängige Variable

7.1.3 Kontrollvariablen

7.1.3.1 Modell 1

7.1.3.2 Modell 2

7.2 Deskription der Variablen

7.2.1 Ausreißer und Einflussreiche Fälle

7.2.2 Beschreibung der Verteilung der Variablen

8 Analyseverfahren

8.1 Regressionsdiagnostik

8.1.1 Modell 1

8.1.2 Modell 2

8.2 Regressionsanalyse

8.2.1 Modell 1: Untersuchung des Kausalzusammenhangs der Arbeitsmarktposition auf die psychische Belastung

8.2.2 Modell 2: Untersuchung des direkten Zusammenhangs der Arbeitsmarktposition auf die psychische Belastung

9 Ergebnisse der Regressionsanalysen – Rückbezug zu aufgestellter Hypothese und theoretischem Hintergrund

9.1 Ergebnisse der linearen Regression von Modell 1

9.2 Ergebnisse der linearen Regression von Modell 2

9.3 Rückbezug zur Theorie

10 Diskussion und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, ob die Struktur des deutschen Arbeitsmarktes und die damit verbundenen Arbeitsbedingungen mit der psychischen Belastung von Beschäftigten korrelieren. Das primäre Ziel ist es zu klären, ob ein unterstellter Kausalzusammenhang besteht oder ob nach Kontrolle arbeitsmarktspezifischer Merkmale eine direkte Korrelation zwischen der Arbeitsmarktposition und psychischer Belastung nachweisbar ist.

  • Analyse des dualen Arbeitsmarktes (Segmentationstheorie)
  • Untersuchung psychischer Belastung von Berufstätigen
  • Kausalanalyse mittels Direct Acyclic Graphs (DAG) und „Back-Door Criterion“
  • Überprüfung soziologischer Theorien wie Deprivationsansätze und soziale Identität

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Segmentationstheorie (Sengenberger 1975, 1987)

In den 1970er Jahren entwickelten Lutz und Sengenberger die bis heute am häufigsten verwendete Segmentationstheorie des zweigeteilten Arbeitsmarktes (dualer Arbeitsmarkt). Der Segmentationsansatz postuliert, dass „verschiedenartige Typen von Teilarbeitsmärkten mit jeweils unterschiedlichen Organisationsmustern der Qualifizierung, Allokation und Entlohnung von Arbeitskraft und unterschiedlichen Weisen der Vermittlung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen“ (Sengenberger (1987), S. 55) im Arbeitsmarkt koexistieren. Die theoretische Zweiteilung des Arbeitsmarktes differenziert zwischen den internen Arbeitsmärkten einerseits und dem unspezifischen Arbeitsmarkt (auch: externer, Jedermannsarbeitsmarkt) andererseits.

Verbunden sind interne mit externem Arbeitsmarkt durch Übergangspositionen (ports of entry, ports of exit), „über die sich der Austausch von Arbeitskräften vollzieht. Alle übrigen Arbeitsplätze werden durch interne Mobilität von Beschäftigten besetzt, die bereits Zutritt zu den internen Märkten erlangt haben. Folglich sind deren Arbeitsplatzpositionen dem direkten Einfluß des Wettbewerbs auf dem externen Arbeitsmarkt entzogen“ (Sengenberger (1975), S. 28), d.h zwischen den Segmenten bestehen Mobilitätsbarrieren, die einzelnen Teilmärkte sind „nicht allen Arbeitskräften in gleicher Weise zugänglich“ (Blossfeld & Mayer (1988), S. 262). In internen Teilarbeitsmärkten Tätige genießen somit eine privelegierte Behandlung im Vergleich zu auf dem Jedermannsarbeitsmarkt Beschäftigten (vgl. Sengenberger (1975), S. 28).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Anstieg psychischer Erkrankungen und stellt die Forschungsfrage zur Bedeutung der Arbeitsmarktstruktur für die psychische Belastung.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert den Begriff der psychischen Belastung und erläutert die Segmentationstheorie sowie Ansätze zur Deprivation und sozialen Identität.

3 Ableitung der Forschungshypothese: Auf Basis der Theorien wird die Hypothese aufgestellt, dass Beschäftigte im externen Arbeitsmarkt eine höhere psychische Belastung aufweisen.

4 Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes: Der Forschungsstand wird zusammengefasst und zeigt Zusammenhänge zwischen Arbeitsplatzmerkmalen und psychischer Belastung auf.

5 Direct Acyclic Graphs & Das „Back-Door Criterion“ (Pearl, 2000): Einführung in die DAG-Methodik und das „Back-Door Criterion“ zur Identifikation kausaler Zusammenhänge in den Modellen.

6 Datengrundlage und Schätzmethode: Beschreibung des ALLBUS-Datensatzes von 2010 und der angewandten OLS-Regressionsverfahren.

7 Operationalisierung und Deskription der Variablen: Erläuterung der Variablenauswahl für die beiden Modelle sowie deskriptive Analyse der Stichprobenverteilung.

8 Analyseverfahren: Durchführung der Regressionsdiagnostik und Vorstellung der beiden Regressionsmodelle.

9 Ergebnisse der Regressionsanalysen – Rückbezug zu aufgestellter Hypothese und theoretischem Hintergrund: Präsentation der Ergebnisse beider Modelle und kritische Diskussion der Theorien.

10 Diskussion und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Dualer Arbeitsmarkt, Segmentationstheorie, Psychische Belastung, Burn-out, Kausalanalyse, Direct Acyclic Graphs, Back-Door Criterion, Arbeitsmarktposition, Deprivation, Soziale Identität, Regressionsanalyse, Arbeitsbedingungen, ALLBUS, Beschäftigungsrisiken, Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Position eines Arbeitnehmers auf dem dualen deutschen Arbeitsmarkt (interner vs. externer Arbeitsmarkt) und dessen psychischer Belastung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung verknüpft arbeitsmarktsoziologische Konzepte (Segmentationstheorie) mit psychologischen Theorien zur sozialen Identität und relativen Deprivation, um Belastungsfaktoren empirisch zu überprüfen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist festzustellen, ob eine Beschäftigung auf dem externen Arbeitsmarkt ursächlich für eine höhere psychische Belastung ist oder ob dieser Effekt durch spezifische Arbeitsplatzmerkmale erklärt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der „Direct Acyclic Graphs“ (DAG) sowie das „Back-Door Criterion“ nach Pearl, um mittels multipler linearer OLS-Regressionen kausale Zusammenhänge zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die methodische Herleitung der Kausalmodelle, die Operationalisierung der Datenbasis (ALLBUS 2010) sowie die Durchführung und Diagnostik der Regressionsanalysen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Kausalanalyse, dualer Arbeitsmarkt, psychische Belastung, Segmentationstheorie und DAG-Methode sind die zentralen Begriffe.

Was ergibt die Analyse für Modell 1?

Modell 1 bestätigt die Hypothese, dass eine Beschäftigung in internen Arbeitsmärkten mit einer signifikant niedrigeren psychischen Belastung einhergeht, wenn keine arbeitsmarktspezifischen Merkmale kontrolliert werden.

Was ist die Schlussfolgerung aus Modell 2?

Modell 2 zeigt, dass die Arbeitsmarktposition keinen direkten Einfluss auf die psychische Belastung hat, sobald Merkmale wie Einkommen, Arbeitsstunden und Angst vor Arbeitslosigkeit kontrolliert werden; der Effekt erweist sich somit als Scheinkorrelation.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der duale Arbeitsmarkt in Deutschland und die psychische Belastung Berufstätiger
Untertitel
Eine Korrelationsanalyse
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,0
Autor
Julia Zuber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
60
Katalognummer
V489748
ISBN (eBook)
9783668968479
ISBN (Buch)
9783668968486
Sprache
Deutsch
Schlagworte
arbeitsmarkt deutschland belastung berufstätiger eine korrelationsanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Zuber (Autor:in), 2015, Der duale Arbeitsmarkt in Deutschland und die psychische Belastung Berufstätiger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489748
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  60  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum