Bei dieser Seminararbeit, die ich bei Seminarübungen des Faches Moderne deutsche Sprache-Syntax II geschrieben habe, werde ich die Satzarten der drei verschiedenen Grammatiken vergleichen, und zwar: der Duden-Grammatik, der Helbig/Buscha-Grammatik und der Sommerfeldt/Starke-Grammatik. Zuerst werde ich schreiben, wie die einzelnen Grammatiken das Wort Satzarten definieren bzw. was sie darunter verstehen. Danach werde ich die einzelnen Satzarten vorstellen, wie die Grammatiken sie definieren, erläutern und ähnliches. Am Ende werde ich die Grammatiken miteinander vergleichen, zuerst nach den einzelnen Satzarten und dann noch allgemein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was sind eigentlich Satzarten ?
3. Der Aussagesatz
3.1 Die Duden-Grammatik
3.2 Die Helbig/Buscha-Grammatik
3.3 Die Sommerfeldt/Starke-Grammatik
4. Der Fragesatz
4.1 Die Duden-Grammatik
4.1.1 Ergänzungsfragesätze oder Wortfragesätze
4.1.2 Entscheidungsfragesätze oder Satzfragesätze
4.2 Die Helbig/Buscha-Grammatik
4.2.1 Entscheidungsfrage
4.2.2 Ergänzungsfrage
4.3 Die Sommerfeldt/Starke-Grammatik
5. Der Aufforderungssatz
5.1 Die Duden-Grammatik
5.2 Die Helbig/Buscha-Grammatik
5.3 Die Sommerfeldt/Starke-Grammatik
6. Der Wunschsatz
6.1 Die Duden-Grammatik
6.2 Die Helbig/Buscha-Grammatik
7. Der Ausrufesatz
7.1 Die Duden-Grammatik
7.2 Die Helbig/Buscha-Grammatik
8. Vergleich der Grammatiken
8.1 Der Aussagesatz
8.2 Der Fragesatz
8.3 Der Aufforderungssatz
8.4 Der Wunschsatz
8.5 Der Ausrufesatz
8.6 Allgemeiner Vergleich von Satzarten
9. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die Definitionen und Beschreibungen der deutschen Satzarten in drei maßgeblichen Grammatiken – Duden-Grammatik, Helbig/Buscha-Grammatik und Sommerfeldt/Starke-Grammatik – systematisch zu vergleichen. Dabei wird untersucht, wie die verschiedenen Werke Satzarten abgrenzen, welche formalen und funktionalen Kriterien sie heranziehen und welche Unterschiede in der theoretischen Fundierung bestehen.
- Vergleichende Analyse der Definitionen von Satzarten.
- Untersuchung formaler und funktionaler Merkmale von Aussagesätzen.
- Differenzierung zwischen Ergänzungs- und Entscheidungsfragesätzen.
- Betrachtung von Aufforderungs-, Wunsch- und Ausrufesätzen in den Grammatiken.
- Bewertung der methodischen Herangehensweise und Detailtiefe der Werke.
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Ergänzungsfragesätze oder Wortfragesätze
Die Duden-Grammatik bestimmt Ergänzungsfragesätze oder Wortfragesätze durch folgende typische Merkmale(analog zu Aussagesätzen):
• Sie werden eingeleitet durch ein Interrogativpronomen oder Interrogativadverb;
• das finite Verb steht an zweiter Stelle im Satz, gelegentlich auch an letzter (nie an erster Stelle);
• ihr Modus ist der Indikativ oder der Konjunktiv II (ausgeschlossen ist der Imperativ);
• charakteristische Partikeln sind z.B. bloß, wohl, eigentlich, denn, kombiniert: denn auch, denn wohl, denn eigentlich,… und zwar bei Zweitstellung des Verbs; steht das Verb am Satzende, sind es bloß, nur, wohl;
• hinsichtlich der Satzintonation existieren große Spielräume: Es kommt sowohl gegen Satzende hin fallende als auch steigende Intonation vor. In letzterem Fall bestehen immerhin deutliche Unterschiede zu der markanten Intonation in Ausrufesätzen. Satzschlusszeichen ist das Fragezeichen.
Beispiel eines Ergänzungsfragesatzes:
»Wann kann ich einen ersten Blick hineinwerfen ?«
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Der Autor erläutert das Ziel der Arbeit, die Konzepte der Satzarten in drei verschiedenen Grammatikwerken miteinander zu vergleichen.
2. Was sind eigentlich Satzarten ?: Dieses Kapitel definiert das Verständnis von Satzarten in den drei untersuchten Grammatiken und stellt dar, welche Satztypen jeweils unterschieden werden.
3. Der Aussagesatz: Es werden die formalen und kommunikativen Merkmale des Aussagesatzes in den drei Grammatiken analysiert und gegenübergestellt.
4. Der Fragesatz: Das Kapitel behandelt die Unterteilung in Ergänzungs- und Entscheidungsfragen sowie die verschiedenen fachspezifischen Klassifizierungen innerhalb der Grammatiken.
5. Der Aufforderungssatz: Hier werden die Definitionen des Aufforderungssatzes sowie diverse Möglichkeiten zur Ausdrucksweise von Aufforderungen beleuchtet.
6. Der Wunschsatz: Dieses Kapitel vergleicht die Einordnung und formale Gestaltung von Wunschsätzen in den Werken von Duden und Helbig/Buscha.
7. Der Ausrufesatz: Es wird analysiert, wie die Grammatiken Ausrufesätze als Ausdruck emotionaler Sachverhalte definieren und syntaktisch strukturieren.
8. Vergleich der Grammatiken: Das Kapitel bietet eine abschließende Gegenüberstellung und Bewertung der drei Grammatiken hinsichtlich ihrer Detailtiefe und didaktischen Eignung.
9. Literatur: Auflistung der verwendeten Primärquellen für den Vergleich der grammatikalischen Werke.
Schlüsselwörter
Satzarten, Duden-Grammatik, Helbig/Buscha-Grammatik, Sommerfeldt/Starke-Grammatik, Aussagesatz, Fragesatz, Aufforderungssatz, Wunschsatz, Ausrufesatz, Sprachwissenschaft, Syntax, Grammatikvergleich, Deutschunterricht, Satzstruktur, Interpunktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit vergleicht das Thema "Satzarten" in drei verschiedenen deutschen Standardgrammatiken, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der linguistischen Behandlung aufzuzeigen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die Definition und Klassifizierung von Aussagesätzen, Fragesätzen, Aufforderungssätzen, Wunschsätzen und Ausrufesätzen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist eine systematische Gegenüberstellung, wie die ausgewählten Grammatiken die Satzarten definieren, welche formalen Merkmale sie nutzen und wie sie diese kommunikativ einordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor wendet die Methode des vergleichenden Literaturstudiums an, um die Konzepte der drei Grammatikwerke analytisch gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Satzarten nacheinander vorgestellt und ihre Behandlung in den Werken Duden, Helbig/Buscha sowie Sommerfeldt/Starke im Detail verglichen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Syntax, Satzarten, grammatikalische Klassifizierung und Sprachvergleich charakterisiert.
Wie bewertet der Autor die Sommerfeldt/Starke-Grammatik im Vergleich?
Der Autor kritisiert die Sommerfeldt/Starke-Grammatik als vergleichsweise oberflächlich und lückenhaft, weshalb sie für anspruchsvolle Deutschlernende weniger geeignet sei.
Was zeichnet die Helbig/Buscha-Grammatik laut Autor aus?
Sie wird als sehr übersichtlich und umfassend beschrieben, wobei der Autor hervorhebt, dass sie durch ihre prosaische Darstellungsweise "leichter zu lesen" ist als die Duden-Grammatik.
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- Tomaz Laposa (Author), 2003, Vergleich der Darstellung von Satzarten in verschiedenen Grammatiklexika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48987