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Kindheit im Wandel der Generationenverhältnisse

Título: Kindheit im Wandel der Generationenverhältnisse

Trabajo , 2019 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Susanne Mißfeldt (Autor)

Ciencias sociales (General)
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Kindheit im gesellschaftlichen Wandel wird in der Fachliteratur aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Diskursen betrachtet, meist mit Blick auf die individuellen Lebenslagen der Kinder. Die unterschiedlichen beschriebenen Aspekte und Phänomene haben eines gemeinsam: sie werden –im Sinne von Kindheit früher und heute- im Kontext von Generationen verglichen. Dabei wird der Generationenbegriff ebenso unterschiedlich verwendet wie der Begriff Kindheit.

Interesse dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Definitionen von Generation und Kindheit gegenüberzustellen und in ein Verhältnis zu bringen, an dessen Verknüpfung der Wandel von Kindheit aus einer generationalen Perspektive betrachtet wer-den kann. Dabei greift die Arbeit ebenfalls auf einzelne Aspekte zurück, die aber alle in einem gemeinsamen Kontext stehen, welcher Kindheit nicht als individuelle Lebenslage begreift sondern als Element des Soziallebens innerhalb einer generationalen Ordnung.

Im Folgenden wird zunächst der Generationenbegriff sowohl aus der sozialisations-theoretischen Perspektive als auch aus der Perspektive der generationalen Ord-nung betrachtet, um anschließend daraus abgeleitet mit der Beschreibung des soziokulturellen Ansatz und des sozialstrukturellen Ansatzes zwei Generationenkonzepte der Kindheitsforschung gegenüberzustellen.

Mit der Erläuterung des Terminus Generationenverhältnisse wird im Anschluss der Wandel derselben an drei Beispielen ausgeführt. Diese Beispiele aufnehmend versucht die Arbeit am Schluss anhand der vorher definierten Begriffe den Wandel der Kindheit im Verhältnis der Generationen zu beleuchten – ebenfalls an einzelnen Beispielen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff „Generation“

2.1 Die biographisch-sozialisationstheoretische Perspektive

2.2 Die Perspektive der generationalen Ordnung

3. Generationenkonzepte in der Kindheitsforschung

3.1 Der Soziokulturelle Ansatz

3.2 Der Sozialstrukturelle Ansatz

4. Generationenverhältnisse

4.1 Soziale gesellschaftliche Bedeutung

4.2 Erziehungswissenschaftliche Bedeutung

5. Wandel der Generationenverhältnisse

5.1 Wandel der Familienmodelle

5.2 Vom Befehlshaushalt zum Verhandlungshaushalt

5.3 Verschiebung der Lehr-Lernbedingungen

6. Kindheit im Wandel der Generationenverhältnisse

6.1 Der steigende Wert der Kindheit auf sozialpolitischer Ebene

6.2 Auswirkungen des soziokulturellen Wandels

6.3 Aneignung kulturell relevanten Wissens durch Selbstsozialisation

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Wandel von Kindheit im Kontext von Generationenverhältnissen, indem sie verschiedene theoretische Definitionen gegenüberstellt und analysiert, wie sich das Verhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen gesellschaftlich sowie erziehungswissenschaftlich verändert hat.

  • Vergleich soziokultureller und sozialstruktureller Generationenkonzepte
  • Analyse des Wandels von Familienmodellen und Erziehungsstilen
  • Untersuchung der Umkehrung von Lehr-Lernbedingungen durch Digitalisierung
  • Bedeutung der Kindheit im Generationenvertrag und als Zukunftsressource
  • Rolle der Selbstsozialisation von Kindern in modernen Wissensgesellschaften

Auszug aus dem Buch

5.2 Vom Befehlshaushalt zum Verhandlungshaushalt

In den letzten zwanzig Jahren ist das Modell des Verhandlungshaushaltes in vielen familiensoziologischen Studien beschrieben worden. Es unterstellt einen Wandel im Machtgefüge im Verhältnis zwischen Jüngeren und Älteren und zwischen den Geschlechtern. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern sowie zwischen Ehepartnern verändert sich hin zur Gleichberechtigung, Macht und Einfluss werden neu bestimmt. (vgl. du Bois-Reymond 2005, S.227f.) Im Großteil der deutschen Familien hat die Bedeutung von Gehorsam und Disziplin seit den 1960er Jahren deutlich abgenommen, damit minimierten sich auch Strenge und Gewalt als erzieherische Mittel. (vgl. Breyer 2017, S.2)

Die Elterngeneration wird von den Jüngeren nicht mehr als Autorität erlebt, deren gesellschaftliche Werte unbestritten sind, sondern als „Ratgeber und Gesprächspartner“.

Die Generationen erarbeiten gemeinsam Verhaltensweisen und alternative Strategien, die alltagsunterstützend sind. Dadurch entsteht ein breites Spektrum von Handlungsalternativen, die in der Tendenz altersunabhängig sind und die Generationsgrenzen verschwimmen lassen. Die junge und die ältere Generation haben innerhalb der Familie gleichberechtigt teil an Entscheidungsprozessen. (vgl. du Bois-Reymond 2005, S.227f.)

Die Generationsgrenzen außerhalb der Familie im schulischen Kontext sind im Gegensatz dazu jedoch weiterhin weitestgehend hierarchisch geblieben. Das Verhältnis zwischen den Generationen dort ist zwar auch weniger autoritär, aber weit entfernt von Teilhabe und Partizipation der jungen Generation; die Generationsgrenzen sind weiterhin deutlich. ( vgl. ebd.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Wandels der Kindheit unter Berücksichtigung unterschiedlicher Generationenbegriffe und Zielsetzung der Untersuchung.

2. Der Begriff „Generation“: Beleuchtung des Generationenbegriffs aus biographisch-sozialisationstheoretischer Perspektive sowie aus Sicht der generationalen Ordnung.

3. Generationenkonzepte in der Kindheitsforschung: Differenzierung zwischen dem soziokulturellen Ansatz und dem sozialstrukturellen Ansatz zur Definition von Kindern innerhalb der Generationenfolge.

4. Generationenverhältnisse: Analyse der sozialen, gesellschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Bedeutung des Miteinanders der Generationen.

5. Wandel der Generationenverhältnisse: Darstellung des Umbruchs in Familienmodellen, Erziehungsstilen und den Bedingungen für Wissensvermittlung.

6. Kindheit im Wandel der Generationenverhältnisse: Untersuchung der Aufwertung von Kindheit als Zukunftsressource und der Rolle der Selbstsozialisation.

Schlüsselwörter

Kindheit, Generationenverhältnisse, Generationenvertrag, Sozialisation, Selbstsozialisation, Individualisierung, Verhandlungshaushalt, Erziehung, Kindheitsforschung, Generationenordnung, Wissensgesellschaft, Familienmodelle, Generation, Bildung, Demographischer Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich das Verständnis von Kindheit und das Verhältnis zwischen den Generationen im gesellschaftlichen Wandel verändert haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind Generationenkonzepte, der Wandel von Familienstrukturen, Erziehung im Wandel, der Generationenvertrag und die Eigenaktivität von Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Definitionen von Generation und Kindheit in ein Verhältnis zu bringen, um den Wandel der Kindheit aus einer generationalen Perspektive zu betrachten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, in der verschiedene soziologische und erziehungswissenschaftliche Konzepte und empirische Studien gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Generationen, den Ansätzen der Kindheitsforschung, dem gesellschaftlichen Wandel der Generationenverhältnisse und den Auswirkungen dieses Wandels auf die Kindheit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Kindheit, Generationenverhältnisse, Selbstsozialisation, Individualisierung und Generationenvertrag.

Was versteht die Autorin unter dem Wandel vom Befehlshaushalt zum Verhandlungshaushalt?

Es beschreibt den Übergang von einem autoritären Erziehungsstil, der auf Gehorsam basiert, hin zu einem partnerschaftlichen Verhältnis, in dem Entscheidungen zwischen Eltern und Kindern gemeinsam ausgehandelt werden.

Wie verändert sich laut Autorin die Lehr-Lernbeziehung durch Digitalisierung?

Die Digitalisierung führt dazu, dass Kinder Zugang zu Wissen erhalten, das unabhängig von der älteren Generation ist, was den traditionellen Wissensvorsprung der Erwachsenen schrumpfen lässt.

Was bedeutet das Konzept der Selbstsozialisation für die Rolle von Kindern?

Es impliziert, dass Kinder nicht nur passive Empfänger von Erziehung sind, sondern durch Interaktion mit Gleichaltrigen eigenständig soziales und kulturelles Kapital aufbauen.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Kindheit im Wandel der Generationenverhältnisse
Universidad
University of Applied Sciences Koblenz  (MAKS)
Curso
Masterstudium
Calificación
1,3
Autor
Susanne Mißfeldt (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
20
No. de catálogo
V490003
ISBN (Ebook)
9783668977754
ISBN (Libro)
9783668977761
Idioma
Alemán
Etiqueta
Generationenverhältnisse Kindheit soziokultureller Wandel Generationenkonzepte generationale Ordnung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Susanne Mißfeldt (Autor), 2019, Kindheit im Wandel der Generationenverhältnisse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490003
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