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Juden in den USA und ihr Verhältnis zu Israel

Title: Juden in den USA und ihr Verhältnis zu Israel

Seminar Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Florian Seidl (Author)

American Studies - Culture and Applied Geography
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit analysiert das Verhältnis der US-amerkanischen Juden zu Israel. Ausgehend von aktuellen Umfragedaten wird zunächst die Frage beantwortet, inwieweit und vor allem auch warum die jüdische Diaspora in den Vereinigten Staaten und deren individuelle Mitglieder eine besondere Bindung zu Israel haben. Weiterhin wird auch beleuchtet, welche Rolle der Konflikt zwischen dem Staat Israel und den Palästinensern in diesem Verhältnis spielt und welche Auswirkungen diese Rolle mit sich bringt. In der Schlussbemerkung wird schließlich ein Fazit gezogen, sowie der Versuch eines Ausblicks auf mögliche zukünftige Entwicklungen unternommen. Die Darstellung und Analyse stützt sich im Wesentlichen auf Veröffentlichungen jüdischer Autoren, die sich mehr oder weniger kritisch mit dem Phänomen des Zionismus in den USA befasst haben, auf aktuelle Artikel aus seriösen – auch aber nicht ausschließlich jüdischen – nordamerikanischen Zeitschriften und Zeitungen, sowie auf die Internetpräsenzen verschiedener US-jüdischer Organisationen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktuelle Umfragedaten zur "American Jewish opinion"

2.1. Einstellungen zu Israel im Allgemeinen

2.2. Einstellungen zum Nahostkonflikt

3. Zionismus in den USA als "surrogate religion"

4. Der Konflikt um den Nahost-Friedensprozess

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis der US-amerikanischen jüdischen Diaspora zum Staat Israel. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern und warum eine starke emotionale und identitätsstiftende Bindung besteht, welche Rolle der Nahostkonflikt in diesem Beziehungsgefüge spielt und wie sich interne Differenzen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft in den USA hinsichtlich der israelischen Regierungspolitik manifestieren.

  • Analyse der Bindung US-amerikanischer Juden an Israel anhand aktueller Umfragedaten.
  • Untersuchung des Zionismus als identitätsstiftende "Ersatzreligion".
  • Bewertung des Einflusses des Nahost-Friedensprozesses auf die öffentliche Meinung.
  • Darstellung der Spannungen zwischen pro-israelischem Konsens und kritischen Stimmen in der Diaspora.
  • Reflektion über mögliche Auswirkungen der israelbezogenen Politik auf die Desintegration der jüdischen Gemeinde in den USA.

Auszug aus dem Buch

3. Zionismus in den USA als "surrogate religion"

Bei Betrachtung der eben dargestellten Meinungsdaten wird schnell deutlich, dass die Verbundenheit der jüdischen US-Bürger zu Israel, die Sympathie und Unterstützung für den jüdischen Staat überwältigend groß sind – etwa zwei Drittel der amerikanischen Juden gehen sogar soweit, die israelische Regierung bedingungslos zu unterstützen.

Ein Hinweis auf die möglichen Gründe für diese enge Verbundenheit ist weiter oben im Zuge der Vorstellung der National Jewish Population Survey 2000-01 schon deutlich geworden: freundschaftliche oder verwandschaftliche Verbindungen fördern Empathie und Unterstützung für den Staat Israel. In der Tat hat wohl für eine große Mehrheit amerikanischen Juden oder ihre Familie – so wie praktisch jeder davon, entweder persönlich oder in der näheren Verwandtschaft, in der Vergangenheit eine Holocaust-Erfahrung vorweisen kann – die zionistische Bewegung oder der Staat Israel in der Vergangenheit direkt eine wichtige wenn nicht entscheidende Rolle gespielt. Eine Erklärung für überwiegend zionistische Einstellung der amerikanischen Juden könnte also in dieser persönlichen Erfahrung liegen.

Bevor das Phänomen des Zionismus in den USA nun weiter untersucht wird, soll jedoch zunächst kurz geklärt werden, was überhaupt unter dem Begriff "Zionismus" allgemein verstanden wird: "Der Zionismus (von Zion) ist eine während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert entstandene jüdische Nationalbewegung, die sich für das Recht der Juden auf einen eigenen Staat einsetzt." Diese Bewegung, die in der europäischen Disaspora entstand und zunächst auch innerhalb des jüdischen Volks nicht unwidersprochen blieb, erhielt vor allem in der Folge der Veröffentlichung der Schrift "Der Judenstaat" von Theodor Herzl im Jahr 1896 – die gemeinhin als Beginn des modernen, politischen Zionismus festgelegt wird – und noch stärker nach Beginn der Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland in den 30er Jahren, gewaltigen Zulauf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die demographische Relevanz der jüdischen Diaspora in den USA ein und skizziert die Forschungsfrage nach deren tiefer Verbundenheit mit dem Staat Israel.

2. Aktuelle Umfragedaten zur "American Jewish opinion": Dieses Kapitel präsentiert Ergebnisse bedeutender Studien zur Meinung jüdischer US-Bürger, die sowohl allgemeine Israel-Einstellungen als auch Positionen zum Friedensprozess beleuchten.

3. Zionismus in den USA als "surrogate religion": Hier wird untersucht, wie der Zionismus für viele US-Juden zu einer zentralen identitätsstiftenden Kraft wurde, die religiöse Praktiken teilweise ersetzt hat.

4. Der Konflikt um den Nahost-Friedensprozess: Dieses Kapitel analysiert, wie politische Entwicklungen in Israel und die Haltung der großen Lobbyorganisationen zunehmend zu Spannungen und kritischen Gegenbewegungen innerhalb der US-jüdischen Gemeinschaft führen.

5. Fazit und Ausblick: Die abschließenden Ausführungen fassen zusammen, dass die Israel-Bindung einerseits identitätsstiftend wirkt, andererseits aber ein wachsendes Konfliktpotenzial für die jüdische Gemeinde in den USA birgt.

Schlüsselwörter

Zionismus, jüdische Diaspora, USA, Israel, Identität, Nahost-Friedensprozess, American Jewish Committee, Antisemitismus, US-Außenpolitik, politische Bindung, jüdische Organisationen, Religionsersatz, Nahostkonflikt, Integration, intermarriage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis der in den USA lebenden jüdischen Bevölkerung zum Staat Israel und analysiert die Hintergründe der starken pro-israelischen Identifikation innerhalb dieser Diaspora.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den zentralen Themen gehören die statistisch belegte Verbundenheit mit Israel, der Zionismus als identitätsstiftendes Merkmal, der Einfluss der Lobbyorganisationen sowie die zunehmenden internen Differenzen in der US-amerikanischen jüdischen Gemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, warum die jüdische Diaspora in den USA eine so besondere Bindung zu Israel pflegt und welche Auswirkungen die Konflikte im Nahen Osten auf diese Beziehung sowie den Zusammenhalt der Gemeinde in den USA haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor stützt sich auf eine Analyse aktueller Umfragedaten, politischer Veröffentlichungen jüdischer Organisationen, seriöser nordamerikanischer Presseartikel sowie Fachliteratur zur jüdischen Identität.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung aktueller Umfragen zur öffentlichen Meinung, die historische und soziologische Herleitung des Zionismus als "Ersatzreligion" sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Rolle des Nahost-Friedensprozesses und den resultierenden internen Spannungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Zionismus, jüdische Diaspora, Identität, Nahost-Friedensprozess und die politische sowie institutionelle Bindung an Israel charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Einstellung der "grassroots"-Bewegung vom etablierten Judentum?

Während die etablierten Organisationen meist eine bedingungslose Unterstützung der israelischen Regierungspolitik fordern, kritisieren neue "grassroots"-Bewegungen die Besatzungspolitik und fordern eine Neudefinition des pro-israelischen Standpunkts auf Basis von Menschenrechten.

Warum wird der Zionismus im Text als "surrogate religion" bezeichnet?

Der Begriff beschreibt den Prozess, bei dem die Unterstützung Israels für viele säkulare US-Juden zur primären Quelle ihrer jüdischen Identität geworden ist, um das Defizit an traditioneller religiöser Praxis in der Diaspora zu kompensieren.

Welche Rolle spielt die Angst vor Kritik in der jüdischen Gemeinschaft?

Viele jüdische US-Bürger äußern sich kritisch gegenüber der israelischen Politik nur privat, da sie Repressalien, den Verlust ihres sozialen Status oder den Vorwurf des Verrats durch die etablierten Organisationen befürchten.

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Details

Title
Juden in den USA und ihr Verhältnis zu Israel
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Sozialwissenschaftliches Institut der WISO-Fakultät / Lehrstuhl für Auslandswissenschaften (Englischsprachige Kulturen))
Course
Gesellschaft der USA
Grade
1,3
Author
Florian Seidl (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V49006
ISBN (eBook)
9783638455596
ISBN (Book)
9783638826846
Language
German
Tags
Juden Verhältnis Israel Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Seidl (Author), 2004, Juden in den USA und ihr Verhältnis zu Israel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49006
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