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Image-Events für umweltaktivistische Organisationen

Die optimale Strategie, um die intendierte Message an das Publikum zu übertragen?

Título: Image-Events für umweltaktivistische Organisationen

Trabajo Escrito , 2017 , 14 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Philipp Durillo Quiros (Autor)

Medios / Comunicación - Relaciones públicas, publicidad, marketing, medios de Comunicación Social
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Ich werde mich im Folgenden auf die spezielle Aktionsform des "Spektakels" konzentrieren. Die Begriffe "Spektakel" und "Image events" sollen spezifiziert werden und im Hinblick auf Produktions-, Distributions- und Rezeptionstendenzen exemplarisch an zwei Fallbeispielen der Greenpeace- Kampagne gegen den Walfang auf Spektakel untersucht werden.

Folgende Forschungsfrage wurde daraus entwickelt: "Stellen spektakuläre (Foto-)Inszenierungen von Image events für umweltaktivistische Organisationen die optimale Strategie dar, die intendierte Message an das Publikum zu übertragen?"

"Bilder sagen mehr als 1000 Worte". Was hierzulande ein geflügeltes Sprichwort ist, kann beim Übertrag auf die bildpolitische Kommunikationswissenschaft tatsächlich empirisch angewandt werden – mit der kleinen Abwandlung, dass Bilder für 1000 Wörter stehen müssen und gleichzeitig 1000 andere Bilder ersetzen oder verdrängen müssen.

Bereits bewiesen ist, dass Bilder Menschen mehr emotional und affektiv zu bewegen vermögen als Wörter. Sie werden selten hinterfragt und erlauben es den Betrachtern, entsprechend Stellung zu beziehen. Aktivistische Organisationen haben dieses enorme Potenzial längst erkannt und versuchen ihre kontroversen Botschaften über eine visuelle Ebene zu streuen. Dies geschieht durch Bilder, die sowohl als subtile, aber gleichermaßen starke Argumente im politischen Diskurs fungieren. Vom Poster bis zur gestellten Mimik und Gestik bei öffentlichen Auftritten versuchen Aktivisten alles, um Pressefotografen optimal zu bedienen. Die entstehenden und entsprechend gestreuten Bilder und visuellen Auftritte der Aktivisten hinterlassen Eindruck – sowohl bei den politischen Gegenspielern als vor allem auch bei der breiten Öffentlichkeit.

Die visuellen Repräsentationen von sozialen und politischen Protestbewegungen sind jedoch noch ein Aspekt, über den bislang genauso wenig geforscht wurde, wie über die Verbindungen zwischen der Aktionsformen in Image events und deren Verbindungen in Prozesse sozialer Bewegungen. Daran soll das Thema meiner Arbeit anknüpfen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1. Definitionen und Abgrenzungen

2.1.1. (Medien-)Spektakel

3. Fallstudie der Bilder

3.1. Kurzanalyse

3.1.1. Analyse Bild 1: „Walfang auf offener See“

3.1.2. Analyse Bild 2: „Wal vor japanischer Botschaft“

3.2. Produktion, Distribution und Rezeption spektakulärer Bilder

4. Diskussion

5. Fazit und Ausblick

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Effektivität spektakulärer (Foto-)Inszenierungen als Strategie umweltaktivistischer Organisationen, um ihre Botschaften erfolgreich in die Öffentlichkeit zu tragen. Dabei wird analysiert, wie diese bildstarken Aktionen in die Logik medialer Berichterstattung eingebettet sind und als "Image events" soziale Debatten stimulieren.

  • Rolle des (Medien-)Spektakels in der politischen Kommunikation
  • Strategische Nutzung von "hot images" durch Greenpeace
  • Analyse von Produktions-, Distributions- und Rezeptionsprozessen
  • Interaktion zwischen umweltaktivistischen Akteuren und Massenmedien
  • Bedeutung von Paradoxität und Emotionalisierung im Protest

Auszug aus dem Buch

3.2. Produktion, Distribution und Rezeption spektakulärer Bilder

Erwiesenermaßen stellt Medienpräsenz für soziale Bewegungen generell einen wichtigen Faktor dar (della Porta, 2013, S. 27). Sobald ein spezielles „issue“ in den Medien vorkommt, steigen automatisch auch die entsprechenden Reaktionen in der Öffentlichkeit an. Bleibt die Medienberichterstattung jedoch aus, verschwinden diese Reaktionen jedoch genauso schnell wieder (Szasz, 1995, S. 64). Dementsprechend können Greenpeace und andere Organisationen quasi nur durch die Berichterstattung von Medien und der damit verbundenen Erreichung einer breiteren Öffentlichkeit politischen Druck ausüben, um ihre Ziele durchzusetzen. Diese Öffentlichkeit ist dabei keinesfalls als ziviles Bürgerforum zu verstehen, sondern als diskursives, von Konflikten konstituiertes Setting, in dem kultureller und ideologischer „Wettstreit“ und Verhandlungen stattfinden (Delicath & DeLuca, 2003, S. 317). Um in der Medienberichterstattung Eingang zu finden, müssen die Organisationen sich zwei wichtiger Dinge in der proaktiven Herstellung von Image events bewusst sein: Wie muss ein Image Event erstens aussehen, damit es möglichst häufig in den Medien stattfindet? Zweitens ist es für aktivistische Organisationen auch wichtig, bereits vorauszusehen, nach welchen Kriterien Medien in ihrer Rolle als „Gatekeeper“ oder „Player“ ihre Inhalte auswählen (Mattoni, 2013, S. 45).

In beiden Punkten lassen sich in einer ganzheitlichen Betrachtung oft wiederkehrende Handlungsmuster oder Logik-Routinen identifizieren, die sich auch an den beiden Beispielen der Greenpeace-Kampagne belegen lassen. Ohne die Medienberichterstattung würden gewisse Image events oder Protestaktionen überhaupt nicht wahrgenommen werden oder gar keinen Sinn machen (Rucht, 2013, S. 258).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die bildpolitische Kommunikation und Herleitung der Forschungsfrage zur Strategie spektakulärer Bildinszenierungen bei Umweltprotesten.

2. Theoretischer Hintergrund: Definition der zentralen Konzepte "(Medien-)Spektakel" und "Image events" als argumentative Praxis.

3. Fallstudie der Bilder: Empirische Analyse zweier Greenpeace-Kampagnen sowie Untersuchung der Faktoren Produktion, Distribution und Rezeption dieser Bildmedien.

4. Diskussion: Synthese der Erkenntnisse zur Dynamik von Spektakeln und zum Abhängigkeitsverhältnis zwischen Aktivisten, Medien und Konsumenten.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Bedeutung von Spektakeln für politische Diskurse und Aufwerfen weiterer Forschungsfragen.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Medienspektakel, Image events, Greenpeace, Walfang, Protestbewegung, bildpolitische Kommunikation, politische Strategie, Massenmedien, Affektive Reaktionen, Hot images, visuelle Argumentation, Öffentlichkeit, Protestkultur, Medienlogik, Digitalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die kommunikationswissenschaftliche Rolle spektakulärer Bilder in der Arbeit umweltaktivistischer Organisationen am Beispiel von Greenpeace.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der visuellen Kommunikation, der Logik medialer Berichterstattung, der Dynamik sozialer Proteste und der strategischen Inszenierung von sogenannten "Image events".

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, ob spektakuläre Foto-Inszenierungen von Image events für umweltaktivistische Organisationen die optimale Strategie darstellen, um ihre Botschaften effektiv an das Publikum zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Fallstudienanalyse durchgeführt, die sich in Teilen an das Analyseschema nach Gillian Rose anlehnt, um die Produktion, die Eigenschaften und die Rezeption von Bildmedien zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe, untersucht zwei konkrete Greenpeace-Fallbeispiele zur Walfang-Problematik und diskutiert die Mechanismen der Medienproduktion und -distribution.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Medienspektakel, Image events, Greenpeace, visuelle Argumentation und politische Kommunikation.

Wie unterscheidet der Autor zwischen den beiden analysierten Bildern?

Das erste Bild zeichnet sich durch Dynamik und martialische Konfrontation aus, während das zweite Bild durch die Paradoxität des Ortes (toter Wal mitten in einer Stadt) wirkt.

Warum spielt die Medienberichterstattung für Greenpeace eine so zentrale Rolle?

Laut Arbeit sind Organisationen auf die Berichterstattung der Massenmedien angewiesen, um politischen Druck auszuüben und eine breite Öffentlichkeit für ihre Anliegen zu sensibilisieren.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Effektivität der Spektakel-Strategie?

Spektakel sind ein wesentliches Mittel für Organisationen, um sich im öffentlichen Diskurs als nennenswerter Kontrapunkt zu behaupten und Aufmerksamkeit über das bloße "Grundrauschen" hinaus zu generieren.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Image-Events für umweltaktivistische Organisationen
Subtítulo
Die optimale Strategie, um die intendierte Message an das Publikum zu übertragen?
Universidad
University of Mannheim
Calificación
3,0
Autor
Philipp Durillo Quiros (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
14
No. de catálogo
V490067
ISBN (Ebook)
9783668972933
ISBN (Libro)
9783668972940
Idioma
Alemán
Etiqueta
image events organisationen strategie message publikum
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philipp Durillo Quiros (Autor), 2017, Image-Events für umweltaktivistische Organisationen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490067
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