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Welchen patientenrelevanten Nutzen haben nichtmedikamentöse Interventionen bei schwangeren Frauen mit Verstopfung?

Bewertung Review, Vergleich zu neuen Studien, Bewertung mit AMSTAR II

Title: Welchen patientenrelevanten Nutzen haben nichtmedikamentöse Interventionen bei schwangeren Frauen mit Verstopfung?

Term Paper , 2019 , 43 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Damaris Lahmann (Author)

Health - Miscellaneous
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Das Thema Verstopfung stellt eine häufig von Schwangeren angegebene Belastung ab dem zweiten Trimenon der Schwangerschaft dar. Funktionale Obstipation wird über die Häufigkeit des Stuhlgangs und/oder die Schwierigkeit, den Darm zu Entleeren definiert, ohne dass eine Erkrankung des Körpers zugrunde liegt, welche die Verstopfung als Begleiterscheinung aufweist.

Die Prävalenz für Schwangerschaftsobstipation liegt bei 11 – 38% und hat einen physiologischen Hintergrund. In der Schwangerschaft wächst der Fetus und fordert Raum im Bauch, die anderen Organe werden zur Seite gedrängt und in ihrer Arbeit eingeschränkt. Dazu kommt die erhöhte Abgabe des Hormons Progesteron über die Plazenta, welches die Aktivität der glatten Uterusmuskulatur hemmt. Dieses Hormon wirkt systemisch relaxierend auf jede glatte Muskulatur der Schwangeren und deren Darm reagiert darauf mit einem herabgesetzten Tonus. Dazu kommt, dass durch den wachsenden Uterus der venöse Rückstrom beeinträchtigt ist, der Venendruck steigt und gleichzeitig das Progesteron auf die Muskulatur wirkt. Beides zusammen begünstigt die Entstehung von Varizen und Hämorrhoiden.

Durch diese gesunkene Motilität wird die Darmtätigkeit verzögert, welches zur Folge hat, dass der Fäzes länger im Darm verbleibt. Es wird mehr Feuchtigkeit entzogen und die aktiveren Duodenalzotten erhöhen deutlich die Resorption von Nährstoffen. Diese Faktoren wirken gemeinsam festigend auf den Kot, dadurch kommt es zu vermehrten Blähungen und Obstipation.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Fachlicher Hintergrund

2 Recherche, Darstellung und Bewertung eines aktuellen Reviews nach AMSTER 2

2.1 Recherche aktuellerer Reviews

2.2 Darstellung und Bewertung

3 Recherche, Darstellung und Bewertung einer aktuellen Primärstudie

3.1 Recherche einer aktuellen Primärstudie

3.2 Darstellung der Primärstudie

3.3 Das Ergebnis, Bewertung und Validität der Primärstudie

3.4 Diskussion Review/aktuelle Primärstudie

4 Suche und Darstellung weiterer Studien

4.1 Darstellung des Quasi-Experiments

4.2 Ergebnis, Bewertung und Validität des Quasi-Experimentes

5 Fazit der Hausarbeit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den patientenrelevanten Nutzen von nichtmedikamentösen Interventionen zur Linderung von Verstopfung bei schwangeren Frauen, um evidenzbasierte Empfehlungen für die geburtshilfliche Praxis abzuleiten.

  • Physiologische Grundlagen der schwangerschaftsbedingten Obstipation
  • Systematische Literaturrecherche und methodische Bewertung von Reviews
  • Analyse und kritische Beurteilung klinischer Studien zu Probiotika
  • Evaluation alternativer Interventionsansätze wie Glucomannan
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für Hebammen und Gynäkologen

Auszug aus dem Buch

3.2 Darstellung der Primärstudie

Die Studie „The Effect of Probiotic Yogurt on Constipation in Pregnant Women: A Randomized Controlled Clinical Trial“ von M. Mirghafourvand et al. wird bewertet, da Schwangere wenig bis keine Medikamente zu sich nehmen möchten, es ein hohes Teilnahmepotential bei natürlichen, einfach anzuwendende Maßnahmen ohne zu erwartende Nebenwirkungen für das Ungeborene gibt und die Ergebnisse dieser Studie mit der Intervention „Joghurt“ für die Fachfrau in der Beratung eine tatsächliche Relevanz liefert, die unbürokratisch umgesetzt werden kann. Die Nullhypothese lautet: Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen probiotischem Joghurt und Stuhlfrequenz von Schwangeren. Basis der Studienanalyse ist die Fragestellung dieser Arbeit.

Die Studie wurde im Oktober 2016 publiziert und untersucht, welchen Einfluss die Einnahme von probiotikaangereichertem Joghurt auf die Stuhlfrequenz von Schwangeren hat, die Ein- und Ausschlusskriterien sind in Anhang 13 (S.xvi) aufgeführt.

Die Teilnehmerinnen wurden in sieben großen öffentlichen und staatlichen Gesundheitszentren bzw. Krankenhäusern rekrutiert, es handelt sich um ein niederschwelles Angebot und von 114 teilnahmewilligen wurden 60 Frauen einer der beiden Gruppen zugeteilt. Die Frauen bekamen den entsprechenden Joghurt nach Hause geliefert, dort wurden die Ergebnisse des Befindens und der Stuhlfrequenz notiert und einmal wöchentlich fand ein Austausch mit dem Forscherteam statt. Die Durchführung erfolgte 4 Wochen mit einem Follow-Up von 2 Wochen, ein späteres Follow-Up ist aufgrund begrenzter Tragzeit beim Menschen nicht durchführbar (Mirghafourvand et al. 2016)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fachlicher Hintergrund: Erläutert die physiologischen Ursachen der obstipationsbedingten Beschwerden in der Schwangerschaft und stellt den Handlungsbedarf für nichtmedikamentöse Ansätze dar.

2 Recherche, Darstellung und Bewertung eines aktuellen Reviews nach AMSTER 2: Beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Suche nach Reviews und bewertet die Qualität der gefundenen Evidenz kritisch.

3 Recherche, Darstellung und Bewertung einer aktuellen Primärstudie: Analysiert detailliert die klinischen Effekte von probiotikahaltigem Joghurt auf die Stuhlfrequenz bei schwangeren Frauen.

4 Suche und Darstellung weiterer Studien: Untersucht alternative Interventionsmöglichkeiten, insbesondere den Einsatz von Glucomannan bei schwangerschaftsbedingter Obstipation.

5 Fazit der Hausarbeit: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer hochwertiger Forschung, während gleichzeitig der praktische Nutzen der untersuchten Interventionen hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Schwangerschaft, Obstipation, Verstopfung, Stuhlfrequenz, nichtmedikamentöse Intervention, Probiotika, Glucomannan, Evidence-based Practice, Hebammenkunde, klinische Studie, Lebensqualität, Darmtätigkeit, Ballaststoffe, Prävention, Schwangerschaftsbeschwerden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit und dem Nutzen von nichtmedikamentösen Maßnahmen zur Behandlung von Obstipation bei Schwangeren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf physiologischen Grundlagen, der methodischen Bewertung klinischer Studien und der praktischen Anwendung von Interventionen wie Probiotika und Glucomannan.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, für die geburtshilfliche Beratung evidenzbasierte Empfehlungen zu identifizieren, die eine effektive und nebenwirkungsarme Linderung der Beschwerden ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Die Autorin nutzte eine systematische Literaturrecherche in Datenbanken (Medline, Cochrane Library, etc.) sowie die methodische Bewertung mittels AMSTAR 2 und spezifischen RCT-Bewertungsbögen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse aktueller Reviews sowie die detaillierte Darstellung und kritische Würdigung spezifischer Primärstudien und Quasi-Experimente.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich primär auf die Begriffe Schwangerschaftsobstipation, Probiotika, Stuhlfrequenz und patientenrelevanter Nutzen.

Warum wurde Joghurt als Intervention in der Primärstudie gewählt?

Die Wahl fiel auf Joghurt, da es eine natürliche, leicht umsetzbare Intervention darstellt, die keine Bedenken hinsichtlich medikamentöser Nebenwirkungen für das Ungeborene aufwirft.

Welche methodische Einschränkung ergibt sich aus den untersuchten Studien?

Die Arbeit zeigt, dass trotz positiver Tendenzen aufgrund kleiner Stichproben und teilweise unklarer Verzerrungspotenziale (Bias) ein Bedarf an weiteren hochwertigen Forschungsarbeiten besteht.

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Details

Title
Welchen patientenrelevanten Nutzen haben nichtmedikamentöse Interventionen bei schwangeren Frauen mit Verstopfung?
Subtitle
Bewertung Review, Vergleich zu neuen Studien, Bewertung mit AMSTAR II
College
University of Applied Sciences Fulda
Grade
2,3
Author
Damaris Lahmann (Author)
Publication Year
2019
Pages
43
Catalog Number
V490109
ISBN (eBook)
9783668979086
ISBN (Book)
9783668979093
Language
German
Tags
Review Evidenz AMSTAR II
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Damaris Lahmann (Author), 2019, Welchen patientenrelevanten Nutzen haben nichtmedikamentöse Interventionen bei schwangeren Frauen mit Verstopfung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490109
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