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Basale Stimulation als Frühförderung

Title: Basale Stimulation als Frühförderung

Seminar Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 1-2

Autor:in: Monika Blazek (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Jeder Mensch, der schon einmal in einer Schule für geistigbehinderte Kinder war hat bemerkt, dass auch dort die Schüler unterschiedliche Qualifikationen aufweisen. Allerdings sind es meistens die schwerstbehinderten Kinder, die aufgrund ihrer Wahrnehmungs- und Bewegungsstörungen, extrem auffallen. Oft sitzen diese Kinder nur teilnahmslos auf ihrem Stuhl/ Rollstuhl und es scheint, als ob nichts, was um sie herum geschieht zu ihnen durchdringt. Andreas Fröhlich beschäftigte sich mit diesen Kindern und entwarf das Modell der Basalen Stimulation®, welches helfen soll die schwerstbehinderten Kinder aus ihrer Isolation herauszuführen. Häufig wird diese Therapieform bereits in der Frühförderung verwendet, um behinderten, oder von Behinderung bedrohten Kindern zu helfen und ihre Teilhabe in der Gesellschaft zu sichern.
Ob dieses Modell nun viel versprechend ist oder nicht, soll in der folgenden Abhandlung geklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was eigentlich ist eine Frühförderung?

2.1. Definitionsversuch

2.2. Wer braucht die Frühförderung?

2.3. Wo findet die Frühförderung statt?

2.4. Was geschieht in der Frühförderung?

2.4.1. Die Eingangsphase

2.4.2. Frühbehandlung und Therapie

2.4.3. Angebote der Frühförderung für die Eltern

2.4.4. Abschluss der Frühförderung

3. Was ist Basale Stimulation®?

3.1. Der Grundgedanke

3.2. Der Ausgangspunkt und die Ziele der Basalen Stimulation®

4. Förderungsbereiche und Übungen

4.1. Vestibuläre Anregung

4.2. Somatische Anregung

4.2.1. Grundprinzip der Symmetrie

4.2.2. Grundprinzip der Spannung und Entspannung

4.2.3. Grundprinzip der Rhythmisierung

4.3. Vibratorische Anregung

4.4. Orale und Auditive Stimulation

4.5. Taktil/Haptische Stimulation und Visuelle Stimulation

4.6. Olafaktorische Stimulation

5. Vorteile der Basalen Stimulation®

5.1. Für den Patienten

5.2. Für den Träger

6. Wie ist die allgemeine Meinung über Basale Stimulation®?

7. Stellungnahme: Was halte ich von der Basalen Stimulation®

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der Basalen Stimulation® als Methode innerhalb der Frühförderung für schwerstbehinderte Kinder. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Modells zu beleuchten, praktische Anwendungsbereiche zu erläutern und eine kritische Auseinandersetzung mit dessen Wirksamkeit und Realitätsnähe zu führen.

  • Grundlagen der Frühförderung und deren Abläufe
  • Theorie und Zielsetzung der Basalen Stimulation®
  • Spezifische Förderbereiche wie somatische, vestibuläre und vibratorische Anregung
  • Kritische Reflexion der Anwendung und Wirksamkeit des Konzepts

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Grundgedanke

Andreas Fröhlich ist der Auffassung, dass auch schwerbehinderte Menschen wahrnehmen und erleben können und, dass auch sie über psychosoziale Kompetenzen verfügen, die für Außenstehenden allerdings kaum wahrnehmbar sind. In der Basalen Stimulation® wird Menschen mit Aktivitäts- oder Wahrnehmungsstörungen ein Angebot gemacht, welches zum Ziel hat ihre Wahrnehmungs- und Entwicklungsfähigkeit zu steigern. Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation stellen die vorwiegenden Bedeutungsinhalte der Basalen Stimulation® dar (vgl. www.basale.de). Durch die gezielten Förderangebote wird es der Bezugsperson möglich mit dem Schwerstbehinderten zu kommunizieren, indem sie förderlich, aktivierend, stabilisierend und beruhigend auf ihn einwirkt. Außerdem wird durch die Basale Stimulation® dem Gefühl des Verlorenseins und dem krankheitsbedingten fehlendem Körperbewusstsein entgegengewirkt.

Basale Stimulation® ist allerdings nicht so zu verstehen, dass alle Aktivitäten von dem Betreuer ausgehen, sondern vielmehr von dem behinderten Kind selbst, anfangs wird es allerdings nur mit so genannten Mikrobewegungen antworten, die für den Betrachter kaum wahrnehmbar sind.

Der Grundgedanke der Basalen Stimulation® liegt also darin, dass man einem Schwerstbehinderten hilft seinen eigenen Körper wahrzunehmen und neu zu entdecken, denn auch die nicht direkten von der Behinderung betroffenen Körperteile verkümmern, mit der Zeit, zusehends (vgl. Fröhlich, 2001, S. 179).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik schwerstbehinderter Kinder ein und stellt das von Andreas Fröhlich entwickelte Modell der Basalen Stimulation® als Ansatz zur Überwindung von Isolation vor.

2. Was eigentlich ist eine Frühförderung?: Dieses Kapitel definiert Frühförderung, beschreibt die Zielgruppe, die verschiedenen Organisationsformen und den strukturierten Ablauf von der Eingangsphase bis zum Abschluss der Förderung.

3. Was ist Basale Stimulation®?: Hier werden der theoretische Grundgedanke sowie die zentralen Ziele des Konzepts erläutert, insbesondere der Fokus auf die wahrnehmungs- und entwicklungsfördernde Kommunikation.

4. Förderungsbereiche und Übungen: Dieses Kapitel detailliert die verschiedenen Anregungsformen, wie vestibuläre, somatische, vibratorische, orale, auditive, taktil/haptische, visuelle und olafaktorische Stimulation.

5. Vorteile der Basalen Stimulation®: Hier werden die positiven Auswirkungen des Konzepts sowohl für die betroffenen Patienten als auch für die beteiligten Mitarbeiter dargestellt.

6. Wie ist die allgemeine Meinung über Basale Stimulation®?: Dieses Kapitel präsentiert positive Erfahrungen und Fallberichte aus dem Internet und der pflegerischen Praxis, um die Resonanz auf das Modell zu verdeutlichen.

7. Stellungnahme: Was halte ich von der Basalen Stimulation®: Der Autor reflektiert kritisch über das Konzept, hinterfragt die Umsetzung in der Praxis und äußert Zweifel an der Realitätsnähe einiger Stimulationsmethoden.

Schlüsselwörter

Basale Stimulation, Frühförderung, schwerstbehinderte Kinder, Wahrnehmung, Kommunikation, somatische Anregung, vestibuläre Förderung, Körperbewusstsein, Entwicklungsverzögerung, Interdisziplinäre Kooperation, Andreas Fröhlich, Therapieverlauf, Förderung, Pädagogik, Pflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Basalen Stimulation® als Methode in der Frühförderung für Kinder mit schweren Behinderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition und Struktur der Frühförderung sowie die theoretische Fundierung und die praktischen Anwendungsbereiche der Basalen Stimulation®.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Konzept darzustellen, seine methodischen Ansätze zu erklären und die Wirksamkeit kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der kritischen Analyse von Fachkonzepten und Praxisberichten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen, die vielfältigen Übungsbereiche der Basalen Stimulation® sowie die Vorteile für Patienten und Betreuer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Basale Stimulation, Frühförderung, schwerstbehinderte Kinder, Wahrnehmung, Körperbewusstsein und pädagogische Förderung.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der somatischen Förderung?

Der Autor zeigt sich bei der somatischen Förderung zuversichtlich, merkt jedoch an, dass es sich dabei teilweise um einfache Massagegriffe handelt.

Warum äußert der Autor Skepsis gegenüber der vestibulären Stimulation?

Der Autor bezweifelt, ob man wirklich "mit" und nicht "an" den Kindern arbeitet und hinterfragt, ob die Kinder die Stimulation tatsächlich als angenehm oder sinnvoll empfinden können.

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Details

Title
Basale Stimulation als Frühförderung
College
University of Würzburg
Grade
1-2
Author
Monika Blazek (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V49021
ISBN (eBook)
9783638455718
Language
German
Tags
Basale Stimulation Frühförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Blazek (Author), 2005, Basale Stimulation als Frühförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49021
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