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Schutz von Nutzerdaten. Art. 5 GG und File Hoster wie Dropbox

Title: Schutz von Nutzerdaten. Art. 5 GG und File Hoster wie Dropbox

Term Paper , 2017 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Philipp Durillo Quiros (Author)

Law - Public Law / Constitutional Law / Basic Rights
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In dieser Arbeit wird der Zusammenhang zwischen Art. 5 GG und File Hostern (Dropbox, Google Drive, etc.) behandelt.

Mit erhöhtem Funktionsumfang der File Hoster-Dienste scheint das Verletzungsrisiko für immaterialgüterrechtlich geschützte Informationen zu steigen. Damit es den Anbietern nicht mehr möglich wäre, die Daten der Nutzer zu durchsuchen, wären zahlreiche für den Nutzer wünschenswerte Leistungen jedoch nicht mehr anbietbar. Es wird daher zu zeigen sein, ob eine Kompromisslösung zwischen Urheber- und Datenschutzrecht zu finden ist und ob beide dauerhaft koexistieren können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Begriffsdefinition File Hosting

II. Die Anwendbarkeit des Art. 5 I auf File Hoster

1. Meinungsfreiheit

2. Informationsfreiheit

3. Presse- und Rundfunkfreiheit

III. Inanspruchnahme als Täter in den Grenzen des Art. 5 I GG

IV. Die Inanspruchnahme als Störer in den Grenzen des Art. 5 I GG

V. Die Zensur als Konsequenz der Störerhaftung

B. Exposé

I. Prüfungspflichten vs. Datenschutz – Kompromiss als Lösung?

1. Die Definition des File Hosting

2. Die Anwendbarkeit des Art. 5 I auf File Hoster

3. Grundrechtliche Gefährdungslagen für File Hoster

a) Grundrechtsbeschränkungen von staatlicher Seite

b) Grundrechtsbeschränkungen von privater Seite

aa) Erfordernis der Drittwirkung

bb) Prüfungspflichten seitens der Provider

cc) Begriffe der Inhaltsdaten und Personendaten

dd) Anwendbarkeit des BDSG

ee) Fazit

II. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den Kommunikationsfreiheiten gemäß Art. 5 GG und den regulatorischen Anforderungen an File-Hoster-Dienste. Dabei liegt der Fokus insbesondere darauf, wie staatliche Haftungsvorgaben und die daraus resultierenden Prüfungspflichten der Provider mit dem Datenschutz und dem Verbot präventiver Inhaltskontrolle kollidieren.

  • Analyse der Anwendbarkeit von Art. 5 GG auf File-Hosting-Dienste.
  • Untersuchung der Haftungsproblematik (Täter- vs. Störerhaftung).
  • Bewertung der datenschutzrechtlichen Implikationen von Filter- und Überwachungspflichten.
  • Diskussion des Zensurverbots im Kontext digitaler Kommunikationsinfrastrukturen.
  • Hypothesenbildung zur Vereinbarkeit von Urheberrechtsdurchsetzung und Datenschutz.

Auszug aus dem Buch

I. Begriffsdefinition File Hosting

Allgemein wird in der Rechtsprechung File Hosting als Datenaustausch und -speicherung über Kommunikationsnetzwerke verstanden. Zugriff auf diese Netzwerke können standortsunabhängig von internetfähigen Endgeräten erfolgen. Mithilfe von File Hosting werden nach h.M. Informationen und Daten vermittelt, Inhalte gespeichert und für Dritte zugänglich gemacht. Der Begriff „Information“ ist vom zunächst eine ähnliche Bedeutung suggerierenden Begriff „Daten“ abzugrenzen. Daten werden als interpretationsfreie Zeichen und Symbole verstanden, während „Informationen“ sich auf Mitteilungen beziehen, die den Bestand von Kenntnissen betreffen und gegebenenfalls verändern und Sinnverhalte vermitteln. Begriffe wie One-Klick- und Share-Hosting oder Host Providing werden zwar parallel verwendet, meinen jedoch an und für sich dasselbe. Vom File Hosting lässt sich partiell das sogenannte „Cloud Computing“ abgrenzen. Bei Cloud Computing handelt es sich zwar auch um virtuellen Speicherplatz, dieser ist jedoch nur für eine Person bestimmt. Wird der Inhalt der „Cloud“ mehreren Nutzern zugänglich gemacht, wäre das eher wieder in den Bereich des File-/Share-/One Klick-Hosting zuzuordnen. Im Folgenden sollen der Vereinfachung halber alle eben genannten Begriffe unter dem Begriff File Hosting zusammengefasst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Begriffsdefinition File Hosting: Das Kapitel definiert den Begriff File Hosting und grenzt ihn von verwandten Technologien wie dem Cloud Computing sowie dem Content- und Access-Providing ab.

II. Die Anwendbarkeit des Art. 5 I auf File Hoster: Hier wird untersucht, inwieweit die verschiedenen Kommunikationsfreiheiten des Grundgesetzes auf Diensteanbieter angewendet werden können.

III. Inanspruchnahme als Täter in den Grenzen des Art. 5 I GG: Es wird erörtert, unter welchen Voraussetzungen ein File Hoster als Täter oder Teilnehmer an einer Rechtsverletzung haftbar gemacht werden kann.

IV. Die Inanspruchnahme als Störer in den Grenzen des Art. 5 I GG: Dieses Kapitel thematisiert das Dilemma der Störerhaftung und die Pflicht zur reaktiven Unterbindung von Rechtsverletzungen.

V. Die Zensur als Konsequenz der Störerhaftung: Der Abschnitt beleuchtet die Gefahr von Zensurmechanismen und "chilling effects" bei der staatlichen Regulierung von Internetinhalten.

B. Exposé: Dieser Teil führt die Hypothese ein, dass Prüfungspflichten der Provider unweigerlich zu Konflikten mit dem Datenschutzrecht führen.

I. Prüfungspflichten vs. Datenschutz – Kompromiss als Lösung?: Eine detaillierte Untersuchung der grundrechtlichen Gefährdungslagen unterteilt in staatliche und private Aspekte sowie die Rolle des BDSG.

II. Ergebnis: Das abschließende Kapitel fasst das Verletzungsrisiko für urheberrechtlich geschützte Inhalte zusammen und hinterfragt die Koexistenz von Urheber- und Datenschutz.

Schlüsselwörter

Art. 5 GG, File Hosting, Störerhaftung, Datenschutz, Urheberrecht, Zensurverbot, Prüfungspflichten, Providerhaftung, Kommunikationsfreiheiten, BDSG, TMG, Inhaltsdaten, Internetrecht, digitale Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die rechtliche Einordnung von File-Hosting-Diensten in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der durch Art. 5 GG garantierten Kommunikationsfreiheiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Haftungsproblematik (Täter- und Störerhaftung) der Provider sowie dem Spannungsfeld zwischen Urheberrechtsdurchsetzung und dem Datenschutzrecht.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die rechtlichen Prüfungspflichten der Provider auf das Geschäftsmodell der File Hoster auswirken und welche datenschutzrechtlichen Grundproblematiken dabei entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse der einschlägigen Literatur, Rechtsprechung und geltender Gesetze wie dem GG, dem UrhG, dem TMG und dem BDSG.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Abgrenzung der Freiheitsgrundrechte, die Haftungssituation bei Rechtsverletzungen durch Nutzer sowie die kritische Auseinandersetzung mit der "Zensur" durch präventive Inhaltskontrolle.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie "Störerhaftung", "Art. 5 GG", "File Hosting" und "Datenschutzkonflikt" beschreiben.

Welche Rolle spielen ausländische Content-Provider in der Untersuchung?

Die Arbeit thematisiert die Schwierigkeit deutscher Behörden, gegen rechtswidrige Inhalte auf ausländischen Servern vorzugehen, was häufig zum Rückgriff auf die Sperrung von Access-Providern führt.

Warum stellt die Störerhaftung ein Dilemma für File Hoster dar?

Ein Dilemma entsteht, weil Provider einerseits reaktiv gegen Rechtsverletzungen vorgehen müssen, andererseits aber durch weitreichende Überwachungsmaßnahmen und Datenspeicherung in Konflikt mit dem Datenschutzrecht und dem Schutz der Nutzerdaten geraten.

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Details

Title
Schutz von Nutzerdaten. Art. 5 GG und File Hoster wie Dropbox
College
University of Mannheim
Grade
1,3
Author
Philipp Durillo Quiros (Author)
Publication Year
2017
Pages
17
Catalog Number
V490290
ISBN (eBook)
9783668954755
ISBN (Book)
9783668954762
Language
German
Tags
schutz nutzerdaten file hoster dropbox
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Durillo Quiros (Author), 2017, Schutz von Nutzerdaten. Art. 5 GG und File Hoster wie Dropbox, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490290
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