In der nachfolgenden Arbeit geht es um das Thema der sogenannten „Einigungskriege“. Dabei werden hier jedoch nur der deutsch- dänische und der preußisch- österreichische, der auch als der deutsche Krieg bezeichnet wird, behandelt. Es soll aber nicht um die militärischen Verläufe dieser beider Kriege gehen, sondern vielmehr um die Frage: Wie stellt sich die Zeit vor dem Beginn der Kampfhandlungen dar?, und speziell für den deutschen Krieg: Wie sah das Verhältnis der beiden deutschen Großmächte zwischen 1864 und dem Sommer 1866 aus?
Im 1. Kapitel werde ich knapp die historische Entwicklung der Schleswig- Holstein Frage darstellen. Dabei werde ich den Schwerpunkt auf die Zeit zwischen 1848 und 1864 legen. Anschließend betrachte ich sehr kurz den deutsch- dänischen Krieg und werde dabei auch auf die Londoner Verhandlungen im Frühjahr 1864 eingehen. Im folgenden 3. Kapitel komme ich zum Schwerpunkt der Arbeit, nämlich der Zeit zwischen den Kriegen und das preußischösterreichische Verhalten. Das letzte Kapitel der Arbeit befasst sich mit dem deutschen Krieg, wobei ich nur die Zeit bis zum Frieden von Prag im August 1866 erläutern werde. Die von mir oben aufgeworfenen Fragen, beantworte ich zusammenfassend im abschließendem Fazit.
Ich habe mich in dieser Arbeit darauf beschränkt, die Ereignisse und deren Zusammenhänge aus preußischer und österreichischer Sicht darzulegen, wobei das Hauptaugenmerk auf Preußen gerichtet ist. Des weiteren habe ich die anderen Großmächte, die deutschen Mittelstaaten und den Deutschen Bund weitestgehend ausgeklammert. Ich muss an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass es sich nur um sehr grob skizzierte Darstellungen handeln kann, da die Fülle des Stoffes sonst den Rahmen der Seminararbeit sprengen würde. Es gibt für dieses Thema eine große Menge an Literatur, wobei die Abhandlungen über den deutschen Krieg überwiegen. Besondere Bedeutung in der Forschung genießt dabei die Schlacht von Königgrätz, da durch sie nicht nur ein Krieg entschieden wurde, sondern auch der Dualismus in Deutschland zugunsten Preußens ein Ende fand.
Eine sehr ausführliche Darstellung zur Verfassungsgeschichte in dieser Zeit, bietet das Buch von Ernst- Rudolf Huber: Deutsche Verfassungsgeschichte. Huber beleuchtet dabei auch genau die Rolle des „Dritten Deutschland“. Ich muss aber auch erwähnen, dass mir nach meiner Literatursuche kein Buch bekannt ist, welches sich nur mit dem Thema „deutschdänischer und deutscher Krieg“ befasst.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Geschichte des Schleswig-Holstein Konflikts
- Der deutsch- dänische Krieg
- Zwischen Krieg und Frieden
- Der deutsche Krieg
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den sogenannten „Einigungskriegen“, insbesondere dem deutsch-dänischen Krieg und dem preußisch-österreichischen Krieg, auch bekannt als der deutsche Krieg. Die Arbeit untersucht die Zeit vor dem Ausbruch der Kampfhandlungen und analysiert das Verhältnis der beiden deutschen Großmächte zwischen 1864 und 1866.
- Die historische Entwicklung der Schleswig-Holstein Frage
- Der deutsch-dänische Krieg und die Londoner Verhandlungen
- Das Verhältnis zwischen Preußen und Österreich in der Zeit zwischen den Kriegen
- Der deutsche Krieg und die Zeit bis zum Frieden von Prag
- Die Bedeutung des deutschen Krieges für den Dualismus in Deutschland
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Das Kapitel stellt die Fragestellung der Arbeit vor und skizziert den Fokus auf die Zeit vor dem Ausbruch der Kampfhandlungen sowie das Verhältnis der beiden deutschen Großmächte in der Zeit zwischen 1864 und 1866.
- Die Geschichte des Schleswig-Holstein Konflikts: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Schleswig-Holstein Frage, insbesondere die Zeit zwischen 1848 und 1864. Es geht um die Frage der Verbindung dieser Gebiete mit Dänemark oder dem Deutschen Bund und den verschiedenen Versuchen, den Konflikt durch Verhandlungen und Krieg zu lösen.
- Der deutsch- dänische Krieg: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über den deutsch-dänischen Krieg, einschließlich der Londoner Verhandlungen im Frühjahr 1864.
- Zwischen Krieg und Frieden: Dieses Kapitel widmet sich der Zeit zwischen den Kriegen und untersucht das preußisch-österreichische Verhalten in dieser Phase. Es geht um die Spannungen und die strategischen Entscheidungen, die zu dem späteren deutschen Krieg führten.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit der Schleswig-Holstein Frage, den Einigungskriegen, dem deutsch-dänischen Krieg, dem preußisch-österreichischen Krieg, dem Deutschen Bund, den Großmächten, dem Dualismus in Deutschland, dem Frieden von Prag, der Schlacht von Königgrätz und der Verfassungsgeschichte in dieser Zeit.
Häufig gestellte Fragen
Was waren die Einigungskriege?
Die Einigungskriege waren militärische Konflikte (1864, 1866, 1870/71), die zur Gründung des Deutschen Kaiserreiches unter preußischer Führung führten.
Worum ging es im deutsch-dänischen Krieg 1864?
Der Kern des Konflikts war die Zugehörigkeit der Herzogtümer Schleswig und Holstein, die Dänemark durch eine Verfassungsänderung enger an sich binden wollte.
Warum kam es zum Krieg zwischen Preußen und Österreich 1866?
Der Hauptgrund war der Dualismus, also der Kampf um die Vorherrschaft im Deutschen Bund, verschärft durch Streitigkeiten über die Verwaltung von Schleswig und Holstein.
Welche Bedeutung hatte die Schlacht von Königgrätz?
Die Schlacht entschied den Krieg zugunsten Preußens und beendete den österreichisch-preußischen Dualismus in Deutschland endgültig.
Was wurde im Frieden von Prag vereinbart?
Der Frieden von Prag 1866 besiegelte die Auflösung des Deutschen Bundes und die Anerkennung der preußischen Vorherrschaft in Norddeutschland.
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- Robert Küster (Autor), 2005, Einigungskriege 1864- 1866, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49065