Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Controlling

Belohnungssysteme auf Basis des Shareholder Value

Title: Belohnungssysteme auf Basis des Shareholder Value

Research Paper (undergraduate) , 2019 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dr Florian von König (Author)

Business economics - Controlling
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Nur wenige Gebiete der BWL haben das Potenzial, regelmäßig im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen. Eines davon ist das Teilgebiet der Entlohnung, insbesondere von Managern. Neben der zentralen Frage, wann eine Entlohnung „gerecht“ ist, wird darüber diskutiert, wie ein Belohnungssystem konzipiert sein muss, damit angestellte Manager zum Wohle der Gesellschaft und deren Interessensgruppen agieren.

Der Ursprung der Diskussion ist die in der Literatur umfassend diskutierte Prinzipal-Agent-Problematik und die natürliche Interessen- und Zieldivergenz zwischen Eigentümern und angestellten Managern einer Gesellschaft. Während der Shareholder im Regelfall eine langfristig positive Entwicklung seines Investments anstrebt, kann ein angestellter Manager egoistisch motivierte Ziele verfolgen. Durch auf kurzfristigen Performance-Kennziffern basierenden variablen Vergütungssystemen können Probleme und Anreizfehlsteuerungen hervorgerufen werden. Erhöhte Risikopositionen zum Zweck der kurzfristigen Gewinn- und damit der eigenen Bonusmaximierung werden von Experten als ein Grund für Finanz- und Unternehmenskrisen gesehen. Die grundsätzliche Idee, Manager durch finanzielle Anreize zu motivieren, ist indes unumstritten. Diverse Motivationstheorien attestieren eine deutliche Motivationskraft des Geldes auf Führungskräfte. Dieses systeminhärente Anreiz- und Lenkungspotential bietet eine leistungsfördernde Wirkung und kann dazu führen, Interessen der Manager mit jenen der Gesellschaft zu vereinen.

Im Folgenden soll erörtert werden, ob die Kennzahl des Shareholder Values (SHV) eine geeignete Basis für ein Belohnungssystem (BS) ist und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, damit mithilfe des SHV effektiv belohnt und zielkonform motiviert werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Weshalb Belohnungssysteme genauso wichtig wie umstritten sind

2. Wie Shareholder Value orientierte Belohnungssysteme funktionieren: Grundlagen wertorientierter Entlohnungssysteme

2.1 Die Handlungsmaximen des Shareholder Values

2.2 Die Methoden der Shareholder Value Ermittlung

2.3 Die Voraussetzungen effektiver Belohnungssysteme für zielkongruente Vergütungsmodelle

3. Weshalb der Shareholder Value allein nicht als Basis für Belohnungssysteme taugt

3.1 Die Verdienste der Shareholder Value Orientierung

3.2 Die Probleme der Shareholder Value Orientierung

3.3 Wie mithilfe des Shareholder Values effektiv belohnt werden kann: Eine Empfehlung

4. Das perfekte Belohnungssystem: Eine praxisferne Wunschvorstellung?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Kennzahl des Shareholder Values (SHV) als alleinige Basis für ein leistungsorientiertes Belohnungssystem von Managern geeignet ist und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um Anreize effektiv und zielkonform zu setzen.

  • Grundlagen und Handlungsmaximen der wertorientierten Unternehmensführung
  • Methodische Ansätze zur Ermittlung des Shareholder Values
  • Anforderungskriterien für effektive und zielkongruente Vergütungssysteme
  • Kritische Analyse der Eignung des SHV als alleiniges Steuerungsinstrument
  • Konzeptionelle Empfehlung für ein mehrdimensionales, anreizwirksames Belohnungsmodell

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Probleme der Shareholder Value Orientierung

Unterschiedliche Verfahren – Wie in Kapitel 2.2 angeschnitten, existieren unterschiedliche Verfahren der SHV Herleitung. Zwar sollten Entity- und Equity-Verfahren zu demselben rechnerischen Ergebnis führen – allerdings ist deren Berechnung komplex, erfordert Expertenwissen und ist damit dem Ziel der Transparenz und Überprüfbarkeit der Bemessungsgrundlage abkömmlich. Empirische Studien offenbaren daher Akzeptanzprobleme unter Managern – weshalb dieser Ansatz einen längeren Überzeugungs- und Argumentationsprozess nach sich zieht

Problematik der Diskontierung und des freien Cashflows in Phase 2 – Die systemischen Vor- und Nachteile verschiedener Methoden der Diskontierungszinssatzermittlung, die teilweise mit restriktiven, realitätsfernen Annahmen wie dem Vorhandensein eines vollkommenen Kapitalmarkts arbeiten, oder die fehlende Belegbarkeit freier Cashflows in der Fortführungsphase, sind Teil des Spezialgebiets der Unternehmensbewertung. Wichtig ist: Diese strukturellen Probleme tragen nicht zu einer höheren Argumentationskraft des SHV-Ansatzes bei.

Ungleichgewicht der Einflüsse – Der SHV ist eine Gesamtwertgröße, damit unterscheidet er sich in seiner Größenordnung deutlich von bspw. periodenbezogenen Überschussgrößen. Zwar begründet Rappaport in dessen „Shareholder-Value-Netzwerk“, dass dieser durch Managemententscheidungen beeinflusst wird, allerdings nur indirekt und in signifikant geringerem Umfang wie dies externe Faktoren und insbesondere Parameteränderungen bei der Herleitung des SHV hervorrufen. Wird bspw. der Cashflow in der Phase 2 erhöht oder der Diskont-Kalkulationszinsfuß geändert, ergeben sich unmittelbar prozentuale Änderungen des SHV jenseits der Bedeutung von Managemententscheidungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Weshalb Belohnungssysteme genauso wichtig wie umstritten sind: Das Kapitel führt in die Problematik der Manager-Entlohnung ein und thematisiert die Prinzipal-Agent-Theorie als Ursprung für Interessenkonflikte bei variablen Vergütungssystemen.

2. Wie Shareholder Value orientierte Belohnungssysteme funktionieren: Grundlagen wertorientierter Entlohnungssysteme: Es werden die theoretischen Grundlagen des Shareholder-Value-Konzepts, gängige Berechnungsmethoden sowie essenzielle Anforderungen an ein effektives Belohnungssystem erläutert.

3. Weshalb der Shareholder Value allein nicht als Basis für Belohnungssysteme taugt: Dieses Kapitel analysiert sowohl die theoretischen Vorteile des SHV-Ansatzes als auch seine praktischen Schwachstellen, wie mangelnde Zurechenbarkeit und Manipulationsanfälligkeit.

4. Das perfekte Belohnungssystem: Eine praxisferne Wunschvorstellung?: Das Fazit stellt fest, dass es kein universell perfektes System gibt, und empfiehlt stattdessen einen mehrdimensionalen Ansatz, der über die reine SHV-Orientierung hinausgeht.

Schlüsselwörter

Shareholder Value, Belohnungssystem, Managervergütung, Prinzipal-Agent-Problematik, Unternehmenswert, Investitionscontrolling, Anreizkompatibilität, Cashflow, Bemessungsgrundlage, Performancekennziffern, Zielkongruenz, Unternehmenssteuerung, Stakeholder-Perspektive, Variabel Vergütung, Bonussystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern der Shareholder Value eine geeignete Kennzahl für die Gestaltung von leistungsorientierten Vergütungssystemen für Manager darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der wertorientierten Unternehmensführung, den Methoden zur Ermittlung des Unternehmenswertes sowie den Anforderungen an Anreizsysteme im Investitionscontrolling.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Eignung des Shareholder Values als alleinige Basis für Belohnungsmodelle kritisch zu bewerten und Empfehlungen für eine effektivere Konzeption zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse von Fachliteratur und bewährten Konzepten der wertorientierten Unternehmenssteuerung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die kritische Diskussion der SHV-Orientierung und die Ableitung eines mehrdimensionalen, additiven Bonusmodells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Shareholder Value, Anreizsysteme, Managervergütung, Zielkongruenz, Prinzipal-Agent-Theorie und Performancekennziffern.

Warum ist die Berechnung des SHV für Manager problematisch?

Die Berechnung erfordert komplexe Annahmen und Expertenwissen, was die Transparenz und Überprüfbarkeit für die betroffenen Manager mindert und Manipulationsspielräume eröffnen kann.

Welchen Ansatz schlägt der Autor zur Verbesserung vor?

Es wird ein mehrdimensionales, additives Bonusmodell empfohlen, das neben dem SHV auch andere Performancekennziffern sowie individuelle Qualitäten und Stakeholder-Aspekte integriert.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Belohnungssysteme auf Basis des Shareholder Value
Course
Controlling
Grade
1,7
Author
Dr Florian von König (Author)
Publication Year
2019
Pages
16
Catalog Number
V490909
ISBN (eBook)
9783668977419
ISBN (Book)
9783668977426
Language
German
Tags
belohnungssysteme basis shareholder value
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr Florian von König (Author), 2019, Belohnungssysteme auf Basis des Shareholder Value, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490909
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint