Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Systems - Germany

Konversion - Die Soldaten ziehen ab und was wird aus den Standorten?

Title: Konversion - Die Soldaten ziehen ab und was wird aus den Standorten?

Seminar Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Timo Rahmann (Author)

Politics - Political Systems - Germany
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Thema der Konversion ist in den letzten Jahren in den Hintergrund der gesellschaftlichen Diskussion gerückt. Die Themen Bundeswehr im Speziellen und Militär im Allgemeinen wurden eher unter sicherheitspolitischen Aspekten betrachtet und auch die aktuellen Diskussionen um die Zukunft der Bundeswehr wurde mehr unter dem Gesichtspunkt der Auslandseinsätze gesehen. Jedoch waren Truppenreduzierungen in nahezu jedem Vorschlag zur Neugestaltung der Streitkräfte enthalten und es ist auf Grund der knappen Finanzmittel und der veränderten Auftragslage davon auszugehen, dass sich die Zahl der Soldaten in Deutschland mittelfristig nicht unerheblich unter der heutigen Zahl einpendeln wird. Diese Themenkomplexe sind mit der Frage nach den ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen insbesondere für die betreffenden Städte und Gemeinden des Truppenabbaus eng verbunden. In meiner Hausarbeit möchte ich den Versuch unternehmen genau diese Folgen zu beschreiben und Ansätze für eine Reduzierung des negativen Effekts aufzeigen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Erfahrungen mit Konversion, die zu Beginn der 1990er Jahre mit dem Truppenabbau, der Folge des Endes des Ost-West Konflikts war, gemacht worden sind. Der Abzug der sowjetischen Streitkräfte aus dem Osten Deutschlands und der teilweise Abzug der westlichen Stationierungskräfte soll in dieser Arbeit nur am Rande thematisiert werden. Auf Grund des Umfangs der Arbeit und der Quellenlage erfolgt eine Konzentrierung auf die Truppenreduzierungen in Zusammenhang mit der Bundeswehr. Zunächst soll in einem kurzen Abschnitt der Begriff der Konversion erklärt werden, hier geht es um die Frage was zu ihm gehört und welche Bereiche betroffen sind. Anschließend beschreibe ich kurz den historischen Kontext der Thematik. Im Hauptteil werden von mir zu erst einige Dinge zur Empirie gesagt, bevor das Thema der ökonomischen und nichtökonomische Folgen von Konversion zur Sprache kommt. Zum Abschluss des Hauptteils rücken die Liegenschaft als solche, ihre Chancen und Probleme und das sinnvolle Verhalten der Konversionsakteure in den Mittelpunkt. Um das Thema der Arbeit auch praktisch zu verdeutlichen, werde ich im fünften Kapitel versuchen die Konversion in Kassel, hier besonders Hindenburg- und Wittich - Kaserne zu bilanzieren. Dieser Abschnitt basiert auf einem Gespräch mit einem Mitarbeiter des Kasseler Planungsamtes, der den Konversionsprozess begleitete.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

3. Historischer Kontext

4. Die Soldaten ziehen ab – und was wird aus den Standorten?

4.1 Zur Empirie der Reduzierung der Bundeswehr

4.2 Ökonomische Probleme durch die Aufgabe von Standorten

4.3 Nicht-Ökonomische Probleme nach und bei der Konversion

4.4 Umwandlung von militärischen Liegenschaften

5. Versuch einer Bilanz der Konversion am Beispiel der Hindenburg- und Wittich Kaserne in Kassel

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ökonomischen und soziokulturellen Folgen des Truppenabbaus der Bundeswehr nach Ende des Ost-West-Konflikts für betroffene Städte und Gemeinden. Ziel ist es, die Problematik der Standortkonversion zu beschreiben und Ansätze für eine erfolgreiche, zivilorientierte Umnutzung ehemaliger militärischer Liegenschaften aufzuzeigen.

  • Regionale wirtschaftliche Auswirkungen durch Wegfall von Militärstandorten
  • Soziokulturelle Bedeutung des Militärs in Garnisonsstädten
  • Städtebauliche Herausforderungen bei der Konversion militärischer Liegenschaften
  • Fallbeispiel: Konversionsprozess der Hindenburg- und Wittich Kaserne in Kassel
  • Bewertung von Erfolgsfaktoren und Risiken bei Umwandlungsprozessen

Auszug aus dem Buch

4.4 Umwandlungen von militärischen Liegenschaften

Eine der Voraussetzungen um die negativen Auswirkungen des Truppenabbaus zu reduzieren beziehungsweise sogar in einen innovativen Aspekt zu verwandeln, ist eine rasche Umwandlung der freigegebenen Flächen. Das Vorgehen ist dabei abhängig von der Art der jeweiligen Liegenschaften. Neben den Kasernenanlagen, dem wichtigsten und am vielfältigsten strukturierten Typ militärischer Liegenschaften, sind dies Flugplätze, Depots, Übungsplätze, Raketenstellungen und Nachrichtenanlagen und schließlich die Wohnanlagen.

Bei den Raketenstellungen und Nachrichtenanlagen ist eine zivile Folgenutzung durch ihre geringe Größe und unattraktive Lage oft nicht möglich und nicht wünschenswert. Auch bei den Übungsplätzen ist die zivile Nutzung nicht sehr relevant. Sie sind nur gering versiegelt und es haben sich oft wertvolle Naturräume gebildet, die es zu schützen gilt. Im Falle der Depots ist zivile Nachnutzung zwar wünschenswert, gestaltet sich aber zumeist sehr schwierig. Flugplätze können oft nach ihrer Freigabe gut weiter genutzt werden, wie das Beispiel des Flughafens Hahn zeigt. Die diversen Wohnanlagen in denen deutsche und ausländische Militärangehörige wohnten, lassen sich relativ einfach in eine zivile Nutzung übergeben, bedeuten aber dort ein sozialpolitisches Problem, wo das neu auf den Markt geworfene Angebot nicht auf eine entsprechende Nachfrage trifft. Die größte regionalökonomische Bedeutung haben jedoch die Kasernenanlagen zu denen die unterschiedlichsten Gebäudetypen gehören. Ihre Lage befindet sich entweder inmitten von Siedlungen, wo sie oft einen Fremdkörper darstellen oder aber am Rande der Siedlungen, wo sie unter Umständen eine Quartierentwicklung nach außen verhindern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Konversion militärischer Liegenschaften ein, skizziert den notwendigen Truppenabbau der Bundeswehr und erläutert den Aufbau der Untersuchung.

2. Begriffsbestimmung: Es wird definiert, dass Konversion im hier betrachteten Kontext als zivilorientierte Umwandlung ehemals militärisch genutzter Potenziale und Flächen zu verstehen ist.

3. Historischer Kontext: Das Kapitel beleuchtet die sicherheitspolitischen Veränderungen nach 1990 und den daraus resultierenden massiven Truppenabbau in Deutschland.

4. Die Soldaten ziehen ab – und was wird aus den Standorten?: Dieser Hauptteil analysiert die empirische Reduzierung der Bundeswehr sowie die damit verbundenen ökonomischen, soziokulturellen und städtebaulichen Problemstellungen.

5. Versuch einer Bilanz der Konversion am Beispiel der Hindenburg- und Wittich Kaserne in Kassel: Anhand dieses spezifischen Fallbeispiels wird untersucht, wie eine erfolgreiche Konversion durch Partnerschaftsmodelle und Masterplanung gelingen kann.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass eine frühzeitige und aktive Gestaltung des Konversionsprozesses essenziell ist, um regionale Folgen des Truppenabbaus erfolgreich zu bewältigen.

Schlüsselwörter

Konversion, Bundeswehr, Truppenabbau, Standortschließung, Kasernen, Liegenschaftsumwandlung, Strukturwandel, Regionalökonomie, Garnisonsstadt, Städtebau, Kassel, Marbachshöhe, Konversionsakteure, zivile Nachnutzung, Altlasten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konversion militärischer Standorte der Bundeswehr, die nach Ende des Ost-West-Konflikts aufgrund von Truppenreduzierungen aufgegeben wurden, und deren Umwandlung in eine zivile Nutzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die ökonomischen Folgen des Truppenabzugs für Kommunen, der soziokulturelle Verlust für betroffene Regionen sowie die städtebaulichen Herausforderungen bei der Umnutzung militärischer Liegenschaften.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die negativen Folgen der Standortschließungen für Städte und Gemeinden zu beschreiben und Strategien sowie Ansätze für eine erfolgreiche und innovative Konversion aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Fallstudie, die durch ein Experteninterview mit einem Mitarbeiter des Kasseler Planungsamtes gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die empirischen Daten zum Truppenabbau, die ökonomischen Probleme (Kaufkraftverlust, Steuerausfälle), die nicht-ökonomischen Auswirkungen und die Herausforderungen bei der städtebaulichen Reaktivierung der Flächen detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Konversion, Bundeswehr, Standortschließung, Liegenschaftsumwandlung und Strukturwandel.

Wie bewertet der Autor den Konversionsprozess in Kassel?

Der Autor bewertet den Konversionsprozess in Kassel, insbesondere die Entwicklung der Marbachshöhe, als städtebaulich erfolgreich, weist jedoch auf die Problematik hin, dass es primär zu Verlagerungen bestehender Betriebe kam.

Warum ist das Fallbeispiel Kassel für die Untersuchung wichtig?

Kassel dient als Beispiel, weil die Stadt trotz des überraschenden Totalabzugs der Bundeswehr durch einen Partnerschaftsvertrag zwischen Stadt und Bund sowie eine konsequente Masterplanung eine nachhaltige Folgenutzung der Hindenburg- und Wittich Kaserne realisieren konnte.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Konversion - Die Soldaten ziehen ab und was wird aus den Standorten?
College
University of Marburg
Course
Die Bundeswehr nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes
Grade
2,0
Author
Timo Rahmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V49091
ISBN (eBook)
9783638456241
Language
German
Tags
Konversion Soldaten Standorten Bundeswehr Ende Ost-West-Konfliktes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timo Rahmann (Author), 2002, Konversion - Die Soldaten ziehen ab und was wird aus den Standorten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49091
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint