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Die Ausgestaltung geldpolitischer Regeln

Title: Die Ausgestaltung geldpolitischer Regeln

Seminar Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan Kluck (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit vermittelt einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der Ausgestaltung geldpolitischer Regeln. Sie beginnt mit einer kurzen Einführung in die Thematik geldpolitischer Regeln im Allgemeinen sowie einer Beschreibung der Diskussion um eine auf die geldpolitische Praxis anwendbare Definition von regelgebundenem Verhalten. Die folgenden Abschnitte beschäftigen sich darauf aufbauend mit der Wahl einer Zielvariablen, dem dazugehörigen Wachstumspfad und der Entscheidung zwischen kurzfristigem Zinssatz und Geldbasis als möglichen geldpolitischen Instrumenten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Regelbindung in der geldpolitischen Praxis

2.1. Einführung: Die geldpolitische Regel

2.2. Die Übertragbarkeit des Commitment-Begriffs auf die Praxis

3. Die Wahl einer Zielvariablen

3.1. Spezifikation des Zielpfads: Wachstumsraten oder wachsende Niveaus?

3.2. Vor- und Nachteile ausgewählter Zielvariablen

4. Die Wahl einer Instrumentenvariable

5. Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die theoretische Ausgestaltung und praktische Anwendbarkeit geldpolitischer Regeln. Das primäre Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu Regelbindungen zusammenzufassen und zu erörtern, wie Zentralbanken durch ein systematisches Commitment diskretionäre Handlungsspielräume sinnvoll begrenzen können, ohne die notwendige Flexibilität zu verlieren.

  • Grundlagen und Definitionen geldpolitischer Regeln
  • Herausforderungen der Übertragbarkeit theoretischer Commitment-Konzepte auf die Praxis
  • Vergleich verschiedener Zielvariablen wie Inflationsraten und nominales BIP-Wachstum
  • Diskussion über geeignete Instrumente zur Steuerung geldpolitischer Ziele
  • Analyse der Robustheit und Stabilität geldpolitischer Handlungsanweisungen

Auszug aus dem Buch

3.2. Vor- und Nachteile ausgewählter Zielvariablen

Eine der populärsten Zielvariablen ist derzeit die Inflationsrate („Inflation Targeting“), also ein Maß des Preisniveaus gemessen in Wachstumsraten. Als Alternativen befinden sich in erster Linie das Wachstum des nominalen BIP sowie eine Mischvariable in der Diskussion, welche die Inflationsrate mit der Abweichung eines realen Outputmaßes von dessen vorgesehenen Zielpfad misst.

McCallum zieht zur Beurteilung der Vorzüge dieser drei Größen eine Untersuchung auf Basis historischer Daten heran (vgl. McCallum 1997, S.21-24). Die in der Realität eingetretenen Werte für die drei potentiellen Zielvariablen werden mit denjenigen Werten verglichen, welche bei tatsächlichem erfolgreichem Einsatz als Zielgröße aufgetreten wären.

Betrachtet wird zunächst der Zeitraum von 1960 bis 1995, als Vergleichsdaten werden die tatsächlichen Inflationraten, für das nominale BIP GDP-Daten der USA in Preisen der jeweiligen Periode und für das reale BIP die entsprechenden Werte in Preisen von 1992 herangezogen. Letzteres wird, wie oben bereits erwähnt, zur Berechnung der Mischvariable benötigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die thematische Eingrenzung der Arbeit und beschreibt die methodische Orientierung an den Basisartikeln von Bennett T. McCallum.

2. Regelbindung in der geldpolitischen Praxis: Das Kapitel definiert den Begriff der geldpolitischen Regel sowie das Commitment-Konzept und diskutiert deren schwierige Übertragbarkeit in die reale Zentralbankpraxis.

3. Die Wahl einer Zielvariablen: Hier wird der Prozess der Spezifikation von Zielpfaden untersucht und die Eignung verschiedener Zielgrößen wie Inflationsrate oder nominales BIP-Wachstum analysiert.

4. Die Wahl einer Instrumentenvariable: Das Kapitel vergleicht den kurzfristigen Zinssatz und die Geldbasis als Steuerungsgrößen für die Umsetzung geldpolitischer Regeln.

5. Ausblick: Der Ausblick fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Perspektiven regelbasierter Geldpolitik im Kontext der „zeitlosen Perspektive“.

Schlüsselwörter

Geldpolitik, Regelbindung, Commitment, Inflation Targeting, Zielvariablen, Instrumentenvariable, Zentralbank, Geldmenge, Zinssatz, Makroökonomik, BIP-Wachstum, Geldpolitik-Regel, Preisniveaustabilisierung, diskretionäre Geldpolitik, zeitlose Perspektive.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Ausgestaltung geldpolitischer Regeln und untersucht, wie Zentralbanken durch feste Bindungen ihr Verhalten systematisieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Auswahl geeigneter Zielvariablen, die Spezifikation von Zielpfaden sowie der Vergleich von Zins- und Geldbasis-Instrumenten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen verständlichen Überblick über die wichtigsten Aspekte der Ausgestaltung geldpolitischer Regeln zu geben und deren Tauglichkeit für die Praxis zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich historischer Simulationsergebnisse aus renommierten Forschungsartikeln.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Regelbindung, die Evaluierung von Zielvariablen und die Diskussion über die Wahl des korrekten geldpolitischen Instruments.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Commitment, Inflation Targeting, Zielvariablen und die Unterscheidung zwischen regelbasierter und diskretionärer Geldpolitik.

Warum ist die Wahl des Zielpfades (Wachstumsrate vs. Niveau) so bedeutsam?

Die Wahl ist entscheidend, da Wachstumsraten bei Abweichungen zu einem „base drift“ führen können, während Niveaus zwar stabilisierend wirken, aber kurzfristig zu stärkeren Schwankungen führen können.

Welche Rolle spielt die „zeitlose Perspektive“ für moderne Zentralbanken?

Sie ermöglicht eine periodische Optimierung unter bewusster Ignoranz aktueller Schocks, wodurch die Vorteile einer Regelbindung mit einer gewissen Flexibilität kombiniert werden können.

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Details

Title
Die Ausgestaltung geldpolitischer Regeln
College
University of Freiburg  (Institut für allgemeine Wirtschaftsforschung, Abteilung für Wirtschaftstheorie)
Course
Neuere Entwicklungen in der Theorie und Praxis der Geldpolitik
Grade
1,3
Author
Jan Kluck (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V49094
ISBN (eBook)
9783638456272
ISBN (Book)
9783638764469
Language
German
Tags
Ausgestaltung Regeln Neuere Entwicklungen Theorie Praxis Geldpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Kluck (Author), 2003, Die Ausgestaltung geldpolitischer Regeln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49094
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