Rechtschreibfehler entstehen meist dadurch, dass man sich beim Schreiben auf das Gehör verlässt. Wenn Wörter so geschrieben werden wie sie gehört werden, stellt dies ein Problem dar sobald die Schreibweise vom phonologischen Ausdruck des Wortes abweicht. Auch die Unterscheidung gleich klingender Wörter führt dann oft zu Verwirrungen und Fehlern. Dies ist der Fall bei den Wörtern "das" und "dass". Daher wird die Entscheidung, ob das gehörte Wort "das" mit einem oder zwei s geschrieben wird, oft als Herausforderung empfunden. Diese Arbeit untersucht, wie Fehler in der Schreibweise von "das" beziehungsweise "dass" entstehen. Es wird anhand der Rechtschreibregeln erläutert, wann "das" mit einem und wann mit zwei s geschrieben wird. Anschließend sollen Hilfestellungen für die Entscheidung der richtigen Schreibweise gegeben werden.
Viele Schüler haben Probleme damit, sich für die korrekte Schreibweise von das/dass zu entscheiden. Sofern diese Problematik nicht bereits in der Grundschule verstanden und gelöst wird, ist es auch für Schüler weiterführender Schulen und sogar für einige Erwachsene noch schwierig, die richtige Schreibweise auszumachen. Umso wichtiger ist es, dass der korrekte Gebrauch von "das" und "dass" früh verstanden wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Das oder Dass?
2. Warum fällt die dass/das-Schreibung so schwer?
3. Auf dem Weg zur korrekten Verwendung von „das“ und „dass“
4. So lernen Schüler den Unterschied zwischen „das“ und „dass“
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Ursachen für Rechtschreibfehler bei der Unterscheidung von „das“ und „dass“ bei Schülerinnen und Schülern und erarbeitet didaktische Hilfestellungen für den Unterricht, um eine korrekte orthografische Anwendung zu fördern.
- Phonologische und graphematische Gemeinsamkeiten der Wörter
- Historischer Ursprung der Unterscheidung
- Syntaktische Funktionen als Artikel, Relativpronomen und Konjunktion
- Didaktische Methoden zur Vermittlung (Proben und Tests)
- Einfluss des Lernzeitpunkts auf den Rechtschreibwerb
Auszug aus dem Buch
2. Warum fällt die dass/das-Schreibung so schwer?
Viele Schüler haben Probleme damit, sich für die korrekte Schreibweise von das/dass zu entscheiden (vgl. Feilke 2015. S. 340). Sofern diese Problematik nicht bereits in der Grundschule verstanden und gelöst wird, ist es auch für Schüler weiterführender Schulen und gar für einige Erwachsene noch schwierig, die richtige Schreibweise auszumachen. Umso wichtiger ist es, dass der korrekte Gebrauch von „das“ und „dass“ früh verstanden wird.
Die Schwierigkeit mit der Entscheidung zwischen „das“ und „dass“ resultiert vor allem aus ihrem gemeinsamen phonologischen Ausdruck, sie klingen also gleich, und dem gleichzeitig unterschiedlichen graphematischen Ausdruck (vgl. Feilke 2015. S. 342).
In vielen Fällen hilft die Silbenprobe, um zu erkennen, ob ein Wort mit Doppelkonsonanten oder einfachem Konsonanten geschrieben wird. Beispiele hierfür sind Ratte/Rate, Hütte/Hüte, Kämme/käme. Werden bei jenen Wörtern die Silben einzeln betont, erkennt man schnell, ob sie mit einem oder zwei Konsonanten geschrieben werden: Rat-te/Ra-te, Hüt-te/Hü-te, Käm me/kä-me. Da sowohl „das“ als auch „dass“ jedoch nur aus einer Silbe besteht, ist diese Probe hier nicht möglich.
Auch kann in vielen Fällen die Erkenntnis helfen, dass der Vokal vor einem Doppelkonsonanten kurz gesprochen wird. Doch auch diese Hilfestellung ist für die Entscheidung zwischen „das“ und „dass“ nicht dienlich. In beiden Fällen handelt es sich um einen kurz gesprochenen Vokal.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das oder Dass?: Einführung in das Problem, dass sich Schreibende beim Schreiben auf das Gehör verlassen, was bei gleich klingenden Wörtern zu Fehlern führt.
2. Warum fällt die dass/das-Schreibung so schwer?: Analyse der phonologischen Gleichheit bei graphematischer Verschiedenheit sowie Untersuchung der historischen Wurzeln und syntaktischen Schwierigkeiten.
3. Auf dem Weg zur korrekten Verwendung von „das“ und „dass“: Erläuterung der unterschiedlichen grammatischen Rollen als Artikel, Relativum oder Konjunktion und die damit verbundenen Anforderungen an die Kommasetzung.
4. So lernen Schüler den Unterschied zwischen „das“ und „dass“: Vorstellung didaktischer Hilfsmittel wie Ersetzungsproben und Pronominalisierungstests zur korrekten Unterscheidung im Unterricht.
5. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass das Verständnis der syntaktischen Grenze essenziell für die Beherrschung der Schreibung ist und gezielte Anreize für Lehrende erforderlich sind.
Schlüsselwörter
Rechtschreibung, Orthografie, das, dass, Konjunktion, Relativpronomen, Artikel, Schulerwerb, Didaktik, Syntax, Sprachwissenschaft, Rechtschreibfehler, Satzgrenze, Grammatik, Unterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen, die Schüler bei der Unterscheidung von „das“ und „dass“ haben, und untersucht, wie diese Rechtschreibfehler entstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Phonologie, der Grammatik (Wortarten wie Konjunktion vs. Artikel), der Syntax sowie der Vermittlung didaktischer Strategien im Deutschunterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Ursachen für Fehlentscheidungen bei der Schreibweise zu identifizieren und praktikable methodische Hilfestellungen für Lehrende anzubieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse fachwissenschaftlicher Literatur sowie der Auswertung bestehender orthografischer Erwerbstheorien und didaktischer Ansätze.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Schwierigkeiten (historisch/phonologisch), die grammatische Einordnung der Wortverwendung und konkrete didaktische Proben zur Differenzierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Rechtschreibung, Konjunktion, Syntax, Didaktik und der orthografische Erwerbsprozess.
Warum ist die „Silbenprobe“ in diesem speziellen Fall nicht hilfreich?
Da sowohl „das“ als auch „dass“ nur einsilbig sind, lässt sich die Silbenprobe nicht anwenden, um die Konsonantenverdopplung zu bestimmen.
Wann ist der ideale Zeitpunkt für die Einführung des Themas?
Die Arbeit stützt sich auf die Ansicht, dass Schüler der 5. und 6. Klassenstufe bereit für diese Unterscheidung sind und eine frühzeitige Behandlung die Verfestigung von Fehlern verhindert.
Welche Rolle spielt die „welches-Probe“ bei der Unterscheidung?
Sie dient dazu, ein Relativpronomen zu identifizieren; allerdings kann sie bei unpräziser Anwendung zu Bedeutungsverschiebungen führen.
- Citation du texte
- Matena Schokori (Auteur), 2018, Das oder dass? Wie entsteht die Unsicherheit bei der Schreibung von das/dass und welche Hilfestellungen können im Unterricht gegeben werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491166