Am 11. September 2001 erschütterten Terroranschläge in New York und Washington DC die gesamten Vereinigten Staaten von Amerika und deren Verbündete. Dabei wurden vier zivile Verkehrsflugzeuge durch 19 al-Qaida-Terroristen entführt und gezielt in bedeutende Gebäude gesteuert. Zwei dieser Flugzeuge brachten die beiden Türme des World Trade Centers zu Fall, ein weiteres Flugzeuge stürzte in das Pentagon, in dem sich das Verteidigungsministerium befindet. Wenig später stürzte dann das vierte Flugzeug mit dem vermutlichen Ziel des Weißen Hauses in Pennsylvania ab. Bei diesen Anschlägen kamen mehr als 3000 Menschen ums Leben, etwa 6000 Personen wurden verletzt.
Unter den noch frischen Eindrücken der Anschläge änderte sich die Ausrichtung der US-amerikanischen Politik im Hinblick auf den Terrorismus erheblich. Neben der Neujustierung der Außen- und Sicherheitspolitik unterlag auch die Innenpolitik einem Wandel hin zur Bekämpfung international agierender Terrornetzwerke. Die nach dem kalten Krieg nahezu in Vergessenheit geratene Homeland Security erhielt eine vollkommen neue Aufmerksamkeit. Durch die Neuausrichtung der US-Innenpolitik ging aus der Homeland Security im Jahr 2003 die Errichtung des US-Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security) hervor.
Die Errichtung des US-Heimatministeriums bedarf deshalb einer näheren Betrachtung. In der vorliegenden Arbeit soll daher zum einen erläutert werden, wie es von einem eher bedeutungslosen Politikfeld der „Homeland Security“ in wenigen Jahren zu einem finanzstarken Ministerium wurde. Zum anderen soll der Fragestellung nachgegangen werden, welche Struktur dieses Ministerium aufweist und welchen Aufgaben dort nachgegangen wird. Ein Einblick in die politische Entwicklungsgeschichte hilft ein Verständnis der Struktur- und Aufgaben zu entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Politische Entstehungsgeschichte des DHS
2.1 Office of Homeland Security
2.2 Einrichtung des DHS
3 Struktur
4 Aufgaben
4.1 Cybersecurity
4.2 Homeland Security Advisory System
4.3 Color-coded Threat Level System
4.4 Einwanderungskontrolle
4.5 Grenzsicherung
4.6 Katastrophenvorsorge
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte, die organisatorische Struktur und das Aufgabenspektrum des US-Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security, DHS). Dabei wird analysiert, wie sich das Politikfeld der „Homeland Security“ nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu einer zentralen Institution der amerikanischen Sicherheitsarchitektur entwickelt hat.
- Politische Hintergründe und Ursachen für die Gründung des DHS.
- Analyse der ministeriellen Struktur und der Eingliederung verschiedener Bundesbehörden.
- Darstellung der operativen Aufgabenfelder wie Cybersecurity und Grenzsicherung.
- Evaluierung der Leistungsfähigkeit des Ministeriums, insbesondere im Kontext von Katastrophenfällen.
Auszug aus dem Buch
Politische Entstehungsgeschichte des DHS
Bereits im Vorfeld des 11. September 2001 wurden einige Vorschläge zur Reorganisation der Sicherheitsbehörden in den Vereinigten Staaten von Amerika laut. So forderte die U.S. Commission on National Security/21st Century bereits eine „National Homeland Security Agency“ oder auch ein „Advisory Panel to Assess Domestic Response Capabilities for Terrorism involving Weapons on Mass Destruction“. Als Beweggründe für das Versagen der Sicherheitskräfte im Vorfeld der Terroranschläge wurden ein schlechter Informationsaustausch, stark bürokratisch ausgeprägte Strukturen und ein unkoordiniertes nebeneinander der verschiedenen sicherheitsrelevanten Behörden gesehen. Die dazu stattgefundene parlamentarische Untersuchung bestätigte diese Eindrücke und förderte einige Koordinationsmängel zu Tage. Besonders auffällig waren die mangelnde oder vollkommen fehlende Koordination zwischen verschiedenen Akteuren und Ebenen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt den Kontext der Terroranschläge vom 11. September 2001 als Auslöser für die Neuausrichtung der US-Sicherheitspolitik und die Gründung des DHS.
2 Politische Entstehungsgeschichte des DHS: Analysiert die institutionellen Mängel vor 2001 und den Weg von der Schaffung eines „Office of Homeland Security“ bis zur Etablierung des Ministeriums.
3 Struktur: Erläutert den Aufbau des Ministeriums als Konglomerat unterstellter Behörden, beratender Organe und originärer Einrichtungen.
4 Aufgaben: Detaillierte Darstellung der Kernaufgaben, von der Cybersicherheit über Einwanderungskontrolle bis hin zur Katastrophenvorsorge.
5 Fazit: Führt die Erkenntnisse zusammen und reflektiert kritisch die Effektivität des Ministeriums, insbesondere anhand der Reaktion auf den Hurrikan Katrina.
Schlüsselwörter
Homeland Security, DHS, USA, Terrorismusbekämpfung, Sicherheitspolitik, Krisenmanagement, Behördenstruktur, Grenzsicherung, Cybersecurity, Notfallplanung, 11. September 2001, Katastrophenvorsorge, Ministerium, US-Politik, Koordination.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Aufbau, der Geschichte und dem Funktionsumfang des US-Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security).
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten gehören die politische Entstehungsgeschichte, die organisatorische Zusammenführung verschiedener Behörden sowie die operativen Tätigkeitsbereiche des Ministeriums.
Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Analyse?
Das Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Transformation eines Politikfeldes in ein finanzstarkes Ministerium und dessen tatsächliche operative Schlagkraft zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit genutzt?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse sowie eine Untersuchung der historischen und administrativen Entwicklungen auf Basis offizieller Berichte und Fachliteratur.
Welche spezifischen Aufgaben des DHS werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Cybersicherheit, das Homeland Security Advisory System, das Color-coded Threat Level System, Einwanderungskontrollen, Grenzsicherungsmaßnahmen und das Katastrophenmanagement.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Homeland Security, DHS, Terrorismusprävention, Behördenkoordination und Katastrophenhilfe.
Warum wird das DHS in der Arbeit als "Konglomerat" bezeichnet?
Der Autor verwendet diesen Begriff, weil das Ministerium durch die Integration bereits bestehender, eigenständiger Bundesbehörden entstand, anstatt aus völlig neuen Einheiten gebildet zu werden.
Welche Kritik übt die Arbeit am DHS im Fazit?
Das Fazit stellt fest, dass die Befürchtungen einer ineffizienten Bürokratie sich bewahrheiteten, da die Kommunikation während Katastrophen, wie beim Hurrikan Katrina, trotz der Bündelung unter einem Dach mangelhaft blieb.
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- Tobias Sogorski (Autor), 2018, Das US-Heimatschutzministerium, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491291