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Kinderarmut in Deutschland als Bestandteil der Bundestagswahlprogramme 2017

Titel: Kinderarmut in Deutschland als Bestandteil der Bundestagswahlprogramme 2017

Seminararbeit , 2019 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lucia Waldmann (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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„Kinder sind unsere Zukunft“, heißt es häufig und spielt darauf an, dass zwischen den Generationen eine gewisse Abhängigkeit besteht. So sind Senioren auf gefüllte Rentenkassen angewiesen, auf Pflegepersonal und auf Nachfolger in ihren eigenen Betrieben, Parteien und so weiter. Was jedoch nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist die Tatsache, dass zunächst einmal die Gesellschaft die Zukunft der Kinder bestimmt. Doch was für eine Welt wird zukünftigen Generationen hinterlassen – ein aktuelles Beispiel für diese Problematik ist die Kritik der Fridays-for-Future-Bewegung – und wie werden persönliche Chancen, zum Beispiel bei Ausbildungsplätzen, verteilt? In einer gerechten Gesellschaft sollte allen Kindern die bestmögliche individuelle Entwicklung und Entfaltung möglich sein. Fest steht aber, dass nicht für alle Kinder gleich gute Voraussetzungen gelten.
Von den rund 13,4 Millionen Kindern, die 2017 in Deutschland lebten, war jedes fünfte Kind von Armut betroffen. Kinderarmut kann eine Folge von Elternarmut durch Erwerbslosigkeit oder besondere Armutsrisiken sein, was bedeutet, dass die Herkunft von Kindern zugleich über ihre Zukunft bestimmt. Gleichzeitig stellen Kinder aber auch ein Armutsrisiko für ihre Eltern dar und erschweren bereits von Armut bedrohten Familien zusätzlich den Ausbruch aus dem sogenannten Teufelskreis der Armut. Aufgabe einer solidarischen Gesellschaft ist es, genau diese Familien zu unterstützen und den Umstand auszugleichen, dass Kinder besondere Bedürfnisse haben, die von ihren Familien nicht immer ausreichend befriedigt werden können.
Die Initiative der nationalen Armutskonferenz „Keine Ausreden mehr. Armut von Kindern und Jugendlichen endlich bekämpfen! #stopkinderarmut“ zur Bundestagswahl 2017 zeigte jedoch, dass Familien bis dato nicht ausreichend staatlich unterstützt wurden. Die unterzeichnenden Organisationen forderten die Parteien dazu auf, „überzeugende Konzepte vorzulegen und wirksame Maßnahmen zu ergreifen, die die Armut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Ungerechtigkeiten im Familienlastenausgleich beseitigen“
Ob und wie die Parteien auf Forderungen wie diese reagierten, indem sie vor allem im Rahmen des Bundestagswahlkampfes 2017 entsprechende Vorschläge ausarbeiteten, soll im Folgenden festgestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Bestandsaufnahme: Kinderarmut in Deutschland

2. Kinderarmut in den Wahlprogrammen

2.1 CDU/CSU

2.2 SPD

2.3 Bündnis 90 / Die Grünen

2.4 Die Linke

2.5 FDP

2.6 AfD

3. Chancenausgleich durch (Schul-)Bildung

3.1 Kita-Gebühren und Angebot

3.2 Rechtsanspruch (Ganztags-) Betreuung

3.3 Bildungschancen durch Bildungswege

3.4 BAföG und Ausbildungsplätze

3.5 Finanzierungsplan der FDP

4. Gesetzliche Regelungen zur Bekämpfung von Kinderarmut

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie deutsche Parteien das Problem der Kinderarmut im Kontext der Bundestagswahl 2017 thematisierten und welche konkreten politischen Lösungsansätze sie in ihren Wahlprogrammen für die Bekämpfung sozialer Ungleichheit vorschlugen.

  • Analyse der Kinderarmuts-Problematik im deutschen Wahlkontext
  • Vergleich der parteispezifischen Maßnahmen zur Unterstützung von Familien
  • Bildung als zentraler Hebel für den sozialen Aufstieg und Chancengerechtigkeit
  • Evaluierung der politischen Instrumente wie Betreuungsangebote und finanzielle Leistungen

Auszug aus dem Buch

1. Bestandsaufnahme: Kinderarmut in Deutschland

„Kinder sind unsere Zukunft“, heißt es häufig und spielt darauf an, dass zwischen den Generationen eine gewisse Abhängigkeit besteht. So sind Senioren auf gefüllte Rentenkassen angewiesen, auf Pflegepersonal und auf Nachfolger in ihren eigenen Betrieben, Parteien und so weiter. Was jedoch nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist die Tatsache, dass zunächst einmal die Gesellschaft die Zukunft der Kinder bestimmt. Doch was für eine Welt wird zukünftigen Generationen hinterlassen – ein aktuelles Beispiel für diese Problematik ist die Kritik der Fridays-for-Future-Bewegung – und wie werden persönliche Chancen, zum Beispiel bei Ausbildungsplätzen, verteilt? In einer gerechten Gesellschaft sollte allen Kindern die bestmögliche individuelle Entwicklung und Entfaltung möglich sein. Fest steht aber, dass nicht für alle Kinder gleichgute Voraussetzungen gelten.

Von den rund 13,4 Millionen Kindern, die 2017 in Deutschland lebten, war jedes fünfte Kind von Armut betroffen. Armut, als schwer definierbarer Begriff, beschreibt zum Beispiel das deutsche Kinderhilfswerk, als Mangel zum einen an materiellen zum anderen an kulturellen und sozialen Gütern. Damit schränke Armut neben der gesundheitlichen, auch die gesellschaftliche Entwicklung und die Bildungschancen von jungen Menschen ein.

Kinderarmut kann eine Folge von Elternarmut durch Erwerbslosigkeit oder besondere Armutsrisiken sein, was bedeutet, dass die Herkunft von Kindern zugleich über ihre Zukunft bestimmt. Gleichzeitig stellen Kinder aber auch ein Armutsrisiko für ihre Eltern dar und erschweren bereits von Armut bedrohten Familien zusätzlich den Ausbruch aus dem sogenannten Teufelskreis der Armut. Aufgabe einer solidarischen Gesellschaft ist es, genau diese Familien zu unterstützen und den Umstand auszugleichen, dass Kinder besondere Bedürfnisse haben, die von ihren Familien nicht immer ausreichend befriedigt werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bestandsaufnahme: Kinderarmut in Deutschland: Dieses Kapitel definiert Kinderarmut als komplexes Phänomen und beleuchtet die prekäre Lebenssituation von Familien in Deutschland sowie die Forderungen der Zivilgesellschaft vor der Wahl 2017.

2. Kinderarmut in den Wahlprogrammen: Hier werden die spezifischen Positionen und Maßnahmen der Parteien (CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke, FDP, AfD) zur Bekämpfung von Kinderarmut im direkten Vergleich analysiert.

3. Chancenausgleich durch (Schul-)Bildung: Das Kapitel untersucht Bildung als Instrument gegen soziale Exklusion und vergleicht die unterschiedlichen Ansätze der Parteien von frühkindlicher Förderung bis zur Berufsausbildung.

4. Gesetzliche Regelungen zur Bekämpfung von Kinderarmut: Es erfolgt eine Darstellung bestehender staatlicher Leistungen wie Kindergeld, Kinderzuschlag und Elterngeld sowie aktuelle gesetzliche Änderungen zu Beginn des Jahres 2019.

5. Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Umsetzung der politischen Versprechen und stellt die Forderungen der nationalen Armutskonferenz nach einer ganzheitlichen Strategie zur Armutsbekämpfung vor.

Schlüsselwörter

Kinderarmut, Bundestagswahl 2017, Familienförderung, Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit, Sozialpolitik, Wahlprogramme, Kindergeld, Grundschulpädagogik, Armutsprävention, soziale Sicherheit, Betreuungsangebote, bildungsferne Schichten, Kinderrechte, Familienpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwiefern Kinderarmut in Deutschland in den Wahlprogrammen der Parteien zur Bundestagswahl 2017 thematisiert wurde und welche politischen Lösungsansätze angeboten wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Kinderarmut, die Betreuungssituation, finanzielle Unterstützung für Familien, Gesundheitsvorsorge sowie bildungspolitische Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die parteispezifischen Ansätze zur Förderung von Kindern und zur Bekämpfung der durch soziale Herkunft bedingten Ungleichheit herauszuarbeiten und zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und dem Vergleich schriftlich vorliegender Äußerungen und Regierungs- bzw. Wahlprogramme der relevanten politischen Parteien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auswertung der einzelnen Parteiprogramme sowie eine Analyse bildungspolitischer Strategien zur Herstellung von Chancengerechtigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Kinderarmut, Wahlprogramme 2017, Bildungsgerechtigkeit, Familienförderung, soziale Ungleichheit und Chancengleichheit.

Welche Rolle spielt das Bildungssystem bei der Bekämpfung von Kinderarmut?

Bildung wird von allen Parteien als wesentlicher Faktor gesehen, um den „Teufelskreis der Armut“ zu durchbrechen, wenngleich die Konzepte dazu (z. B. Schulstruktur) stark divergieren.

Wie bewertet die Autorin die Umsetzung der Wahlversprechen?

Im Ausblick wird festgestellt, dass viele im Jahr 2017 beworbene Ideale noch nicht erreicht sind und die nationale Armutskonferenz eine echte Gesamtstrategie statt kleinem Stückwerk fordert.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kinderarmut in Deutschland als Bestandteil der Bundestagswahlprogramme 2017
Hochschule
Universität Passau
Veranstaltung
Kinderarmut und Bildungschancen
Note
1,7
Autor
Lucia Waldmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V491440
ISBN (eBook)
9783668981706
ISBN (Buch)
9783668981713
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinderarmut Deutschland Politik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lucia Waldmann (Autor:in), 2019, Kinderarmut in Deutschland als Bestandteil der Bundestagswahlprogramme 2017, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491440
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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