Diese Hausarbeit untersucht, wie für Erzieher die Zusammenarbeit mit Eltern von Kindern mit Behinderung gut gelingt und, was Faktoren für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern von Kindern mit Behinderung sind. Zu Beginn der Arbeit werden verschiedene Definitionen des Fachbegriffs "Behinderung" erklärt, so zum Beispiel die Definition nach dem Sozialgesetzbuch und die Definition laut der Weltgesundheitsorganisation. Im Hauptteil der Hausarbeit werden die Faktoren für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern von Kindern mit Behinderung aufgegriffen und zunächst die Begriffe Bildungs- und Erziehungspartnerschaft erklärt. Es wird zudem die Frage gestellt, was es bedeutet, Eltern eines Kindes mit Behinderung zu sein. Im Anschluss werden die wichtigsten Faktoren bei einer Aufnahme des Kindes mit Behinderung in eine frühkindliche Einrichtung behandelt und im weiteren Verlauf die verschiedenen Faktoren für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern von Kindern mit Behinderung erläutert.
Das Bild der Familie hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert; seit der Emanzipation der Frau in den 60er Jahren zudem auch das Bild der Frau. Heutzutage gehen Frauen häufiger arbeiten und die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau nimmt immer mehr zu. Genauso hält die Gleichberechtigung in den Familien immer mehr Einzug, sodass der Mann beispielsweise auch einen Teil der Kindererziehung oder des Haushaltes übernimmt. Seit ein paar Jahren dürfen nun auch homosexuelle Paare heiraten und Kinder haben. Das Bild der Familie hat sich auch durch verschiedene Familienkonstellationen verändert. Als Beispiele sind hier die Patchwork-Familie und Alleinerziehende aufgeführt. Egal in welches Familienbild ein Kind hinein geboren oder adoptiert wird, das Wohl des Kindes steht in Deutschland an oberster Stelle. Gerade, wenn ein Kind mit einer Behinderung zur Welt kommt oder es absehbar ist, dass in naher Zukunft eine Behinderung droht, stellt dies Eltern, Familie und Verwandte vor große persönliche Herausforderungen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung – Die Einführung zum gewählten Thema
2. Wie gelingt die Zusammenarbeit mit Eltern von Kindern mit Behinderung?
2.1. Behinderung
2.1.1. Begriffsdefinition nach § 2 SGB IX
2.1.2. Begriffsdefinition nach WHO
2.2. Was sind Faktoren für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern von Kindern mit Behinderung?
2.2.1. Begriffsdefinitionen von Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
2.2.2. Eltern von Kindern mit einer Behinderung
2.2.3. Die Aufnahme eines Kindes mit Behinderung in die frühkindliche Einrichtung
2.2.4. Faktoren der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern von Kindern mit Behinderung
3. Fazit der Arbeit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentralen Faktoren für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern von Kindern mit Behinderung, um eine förderliche Entwicklungsbegleitung für die betroffenen Kinder sicherzustellen.
- Grundlagen der Begriffsbestimmung von Behinderung (SGB IX und WHO)
- Bedeutung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft im Kontext der Inklusion
- Herausforderungen und Belastungen für Eltern von Kindern mit Behinderungen
- Kriterien für eine gelingende Aufnahme und Integration in frühkindliche Einrichtungen
- Die Rolle der multiprofessionellen Vernetzung zwischen Eltern, Fachkräften und Spezialisten
Auszug aus dem Buch
2.2.4. Faktoren der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern von Kindern mit Behinderung
„Kinder brauchen pädagogische Fachkräfte als Vermittler, Erklärer, Tröster und Vorbilder“ (Groschwald, Rosenkötter, 2015, S.31). Vor allem Kinder mit einer Behinderung benötigen diese für sie starken P.F., nur so fühlt sich das Kind angenommen: „Dabei geht es nicht nur um die individuelle Anerkennung des Kindes, sondern auch um die Anerkennung der sozialen Bezugsgruppen des Kindes. Hier ist besonders die Familie zu nennen. Pädagogische Fachkräfte müssen über das familiäre Umfeld des Kindes Bescheid wissen und sich darüber im Klaren sein, welche Bezugsgruppen eine wichtige Bedeutung für das Kind haben. Unterscheidet sich meine eigene Lebenswirklichkeit sehr von der des Kindes, kann ich mich informieren, mit Kollegen in den Austausch gehen und mein eigenes Bild überdenken. Nur so bin ich in der Lage, das Kind zu stärken“ (Groschwald, Rosenkötter, 2015, S.29).
Vor allem ist auch eine gute Beziehungsebene zum Kind mit Behinderung und seinen Eltern ein wichtiger Ansatz oder Aspekt, um eine wertvolle und erfolgreiche pädagogische Arbeit durchführen zu können: „Auch hier beeinflusst die Beziehung zwischen Kind und pädagogischer Fachkraft das Lernverhalten maßgeblich. Beziehung aufzubauen beginnt mit der ersten Begegnung. Gerade wenn Sie zum Beispiel ein behindertes Kind aufnehmen möchten, benötigen Sie eine sehr gute Vorbereitung“ (Groschwald, Rosenkötter, 2015, S.39).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung – Die Einführung zum gewählten Thema: Das Kapitel führt in den Wandel des Familienbildes ein und begründet die Relevanz einer gelingenden Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern behinderter Kinder.
2. Wie gelingt die Zusammenarbeit mit Eltern von Kindern mit Behinderung?: Hier werden fachliche Definitionen von Behinderung erläutert und die entscheidenden Gelingensbedingungen für eine tragfähige Bildungs- und Erziehungspartnerschaft unter Einbeziehung externer Spezialisten analysiert.
3. Fazit der Arbeit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine wertschätzende Kooperation im „Dreieck der Partnerschaft“ essenziell für die Förderung und Teilhabe des Kindes ist.
Schlüsselwörter
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, Behinderung, Inklusion, Partizipation, pädagogische Fachkraft, Empowerment, Entwicklungsgespräche, Zusammenarbeit, Integration, frühkindliche Einrichtung, Familien, Heilpädagogik, Kooperation, Vernetzung, Förderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung einer gelingenden Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern von Kindern mit Behinderungen in frühkindlichen Einrichtungen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Begriffsdefinitionen von Behinderung, der Bedeutung der Erziehungspartnerschaft und den Anforderungen an eine inklusive pädagogische Praxis.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Identifikation von Faktoren, die eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Fachkräften und Eltern behinderter Kinder maßgeblich unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis einschlägiger Fachliteratur und gesetzlicher Grundlagen, um pädagogische Handlungsansätze abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsbestimmungen, die Analyse der Situation betroffener Familien und die Darstellung von Faktoren für eine gelungene Kooperation und Netzwerkarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, Inklusion, Empowerment, Teilhabe und fachliche Kooperation.
Warum spielt die Haltung der pädagogischen Fachkraft eine so große Rolle?
Die Haltung der Fachkraft ist entscheidend, da eine von Empathie und Wertschätzung geprägte Beziehung die Voraussetzung dafür schafft, dass sich Familien in einer oft belastenden Lebenssituation willkommen und unterstützt fühlen.
Welchen Stellenwert nimmt die Kooperation mit Spezialisten ein?
Die Kooperation mit medizinischen und therapeutischen Spezialisten ist notwendig, um ein ganzheitliches Bild des Kindes zu erhalten und eine koordinierte Förderung zu gewährleisten.
- Citar trabajo
- Sandra Hübner (Autor), 2019, Die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern von Kindern mit Behinderung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491565