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Figurenhandeln im "Rosengarten zu Worms", Version A. Eine Figurenkomik par excellence?

Título: Figurenhandeln im "Rosengarten zu Worms", Version A. Eine Figurenkomik par excellence?

Trabajo Escrito , 2017 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Franziska Reuter (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Ich möchte in dieser Hausarbeit das Figurenhandeln im "Rosengarten" A mit dem Fokus auf der Figurenkomik ausgewählter Figuren analysieren.

Unter aventiurehafter Dietrichepik ist eine schriftliterarische Gattung zu Zeiten des Mittelalters zu verstehen. Gegenstand dieser Gattung sind die Aventiuren Dietrichs von Bern, die meist Kämpfe gegen Zwerge, Riesen und anderen Helden beinhalten. Der "Rosengarten", oder auch "Rosengarten zu Worms" stellt einen Sonderfall innerhalb der aventiurehaften Dietrichepik dar. Überliefert ist der "Rosengarten" ab Anfang des 14. Jahrhunderts bis circa 1500. Der Verfasser blieb anonym. Der "Rosengarten" ist in 21 Handschriften und in sechs Auflagen des ‚Gedruckten Heldenbuchs’ tradiert.

Es werden grob vier Versionen des "Rosengarten" unterschieden: die Version A, mit der ich mich in dieser Arbeit näher beschäftigen möchte, Version DP, F und die Mischversion C. Heinzle zählt sogar noch eine fünfte, die Version der Handschrift R13, als eine eigene Fassung. Der "Rosengarten" ist im Hildebrandston verfasst. Der "Dresdner Rosengarten" bildet eine Variante dessen mit Zäsurreimen (Heunenweise) ab. Im „Rosengarten“ A kämpft Dietrich nicht gegen übernatürliche Gegner (Drachen oder Zwerge), sondern es geht hier um sogenannte Reihenkämpfe zwischen den Berner Helden, unter der Führung Dietrichs, und den Recken aus Worms, unter ihnen Kriemhilds Verlobter Siegfried. So treffen im "Rosengarten" erstmals die "beiden größten Helden der deutschsprachigen heroischen Überlieferung" aufeinander.

Aventiurehafte Dietrichepik geht auf eine mündliche Überlieferung zurück. Dies kann man auch dadurch bestätigt sehen, dass es viele verschiedene Fassungen des "Rosengarten" gibt, die jeweils für sich alleine stehen. Daraus resultiert die Erkenntnis, dass das Erzählen der Texte durchaus wichtig und verbreitet war und somit auch eine gewisse Unterhaltungsfunktion des Werkes nahe liegt. Aus der Annahme, dass es sich beim "Rosengarten" A um Unterhaltungsliteratur handele, resultiert mein Beobachtungsschwerpunkt sich mit dem Handeln der Figuren näher zu beschäftigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2. 1 Komik und Komiktheorien

2. 2 Textimmanente Merkmale des Komischen

3. Figurenhandeln im „Rosengarten“ A

3. 1 Kriemhild zwischen Frauendienst und Blutgier

3. 2 Ilsân als Mönchsheld

3. 3 Dietrich als Zauderer und Kritiker

4. Zusammenfassung

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Figurenhandeln im „Rosengarten“ A, mit dem primären Ziel, die im Werk enthaltene Figurenkomik anhand ausgewählter Protagonisten und theoretischer Komikmodelle zu analysieren und deren erzählerische Funktion zu bewerten.

  • Analyse von Figurenkomik im Kontext der mittelalterlichen Heldenepik
  • Anwendung der Entlastungs- und Inkongruenztheorie auf spezifische Szenen
  • Kriemhilds Rolle als Initiatorin und ihre Ambivalenz zwischen Frauendienst und Blutgier
  • Die Figur des Ilsân als Mönchsheld und die damit verbundene Normenkollision
  • Dietrich von Berns Zauderer-Episode als Element komischer Entfremdung

Auszug aus dem Buch

3. 1 Kriemhild zwischen Frauendienst und Blutgier

Der „Rosengarten“ A lebt vor allem, im Gegensatz zu anderen Fassungen, von seiner massiven Frauenkritik, die sich überwiegend in den Gewalthandlungen um die Kriemhild-Figur abzeichnet. Im „Rosengarten“ A ist die Handlung, im Gegensatz zu den anderen Versionen, auf Kriemhild als Besitzerin des Rosengartens in Worms konzentriert. Denn es heißt im „Rosengarten“ A „Krimhilt het eynen garten“ und nicht ihr Vater Gibich wie in der Fassung D. Bemerkenswert scheint, dass ihr Zuständigkeitsbereich in keiner Weise von ihrem Vater oder von ihren Brüdern eingeschränkt wird. Sie gilt als alleinige „Initiatorin“ und setzt die Kampfbedingungen und Siegespreise fest, was bei Betrachtung der damaligen Auffassung der Frauenrolle höchst außergewöhnlich scheint.

Kriemhild als Herrin des Rosengartens initiierte die Reihenkämpfe eigentlich, damit ihr Verlobter Siegfried sich mit dem Berner Dietrich messen kann. Als sie jedoch beim sechsten Kampf zwischen Dietleib und Walther zu lachen beginnt, hat dies zweifelsohne komische Züge: Sie fachten so geswinde, das das licht faur erschein, das von in ging ein winde: des lacht die kongein. (R14 257, 1-2).

Zu erklären wäre dies mit folgender Annahme: Aus einer komischen Situation resultiert ein Bedrängnis, aus der sich der Rezipient oder eben auch die Figur lachend zu befreien sucht, womit durch diese Art von Komik eine Distanz zum Geschehen herbeigeführt werden kann. Dies thematisiert vor allem die Entlastungstheorie, als eine der drei Komiktheorien. Über das Lachen wird eine gewisse Entlastung geteilt, die zur Stabilisierung solch komischer Problemsituationen beitragen kann. Äußerst bizarr wirkt Kriemhilds lautes Lachen auch unter dem Aspekt, dass sie vorher noch von Ilsân zum Tanze gezwungen wurde und sich vor scham zurückzog.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Gattung der aventiurehaften Dietrichepik und Definition des Analysefokus auf die Figurenkomik im „Rosengarten“ A.

2. Begriffsdefinitionen: Erläuterung der theoretischen Grundlagen zu Komik und den spezifischen textimmanenten Merkmalen, die für die Untersuchung herangezogen werden.

3. Figurenhandeln im „Rosengarten“ A: Detaillierte Analyse des Verhaltens von Kriemhild, Ilsân und Dietrich unter Anwendung von Komiktheorien und dem Motiv der Normenkollision.

4. Zusammenfassung: Zusammenführende Betrachtung der Analyseergebnisse, die bestätigt, dass Figurenkomik eine wesentliche Rolle im Werk einnimmt.

5. Fazit: Abschließende Einschätzung zur Figurenkomik und Ausblick auf weiterführende Forschungsaspekte, insbesondere im Vergleich zu anderen Fassungen.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Rosengarten zu Worms, Figurenkomik, Dietrichepik, Kriemhild, Ilsân, Dietrich von Bern, Inkongruenztheorie, Entlastungstheorie, Normenkollision, Heldenepik, Spätmittelalter, Unterhaltungsliteratur, Moniage, Gewalt, Lachgemeinschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Handeln ausgewählter Figuren im „Rosengarten“ A und untersucht, inwiefern durch dieses Handeln komische Effekte innerhalb des Textes erzeugt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themenfelder umfassen die spätmittelalterliche Heldenepik, literaturwissenschaftliche Komiktheorien und die spezifische Charakterzeichnung in der Fassung A des „Rosengartens“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob das Figurenhandeln als eine „Figurenkomik par excellence“ bezeichnet werden kann und welche erzählerischen Funktionen diese Komik erfüllt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt einen literaturwissenschaftlichen Ansatz, indem sie moderne Komiktheorien wie die Inkongruenz- und Entlastungstheorie auf textinterne Beobachtungen der Heldenepik anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Analyse von drei spezifischen Figuren: Kriemhild, Ilsân und Dietrich von Bern, und deren jeweiligem Beitrag zur komischen Gestaltung des Werkes.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Figurenkomik, Normenkollision, Heldenepik, „Rosengarten“ A sowie die theoretischen Modelle von Komik im Mittelalter.

Inwiefern beeinflusst Kriemhilds Rolle die Komik im Werk?

Kriemhild agiert als Initiatorin, deren Handeln – insbesondere ihr Lachen inmitten von Gewalt – durch die Diskrepanz zwischen ihrem höfischen Status und ihrem Vergnügen am Blutvergießen komische und groteske Züge annimmt.

Warum wird Ilsân als „Mönchsheld“ analysiert?

Ilsân stellt eine Figur dar, die sich in einer dauerhaften Normenkollision befindet, da er den Status eines Kriegers mit dem eines Mönchs verbindet, was zu einer für das Publikum komisch wirkenden, schwankhaften Darstellung führt.

Welche Rolle spielt Dietrich von Bern im Zusammenhang mit Komik?

Dietrich fungiert als komische Figur, wenn er aus seinem heldischen Muster fällt, etwa durch Zaudern vor dem Kampf mit Siegfried oder durch seine Rolle als allwissender Kritiker, der Kriemhilds Verhalten kommentiert.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Figurenhandeln im "Rosengarten zu Worms", Version A. Eine Figurenkomik par excellence?
Universidad
University of Göttingen  (Seminar für Deutsche Philologie)
Curso
Späte Heldenepik zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit
Calificación
1,3
Autor
Franziska Reuter (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
18
No. de catálogo
V492169
ISBN (Ebook)
9783668985971
ISBN (Libro)
9783668985988
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rosengarten zu Worms Heldenepik Komik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Franziska Reuter (Autor), 2017, Figurenhandeln im "Rosengarten zu Worms", Version A. Eine Figurenkomik par excellence?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492169
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