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Zentralismus und Föderalismus in der Militärverfassung des Deutschen Reichs von 1871 bis 1914

Titel: Zentralismus und Föderalismus in der Militärverfassung des Deutschen Reichs von 1871 bis 1914

Seminararbeit , 2017 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Georg Rosenkranz (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist darzustellen, inwieweit das Militär im 19. Jahrhundert, bestehend aus Heer und Marine, zentralistisch beziehungsweise föderalistisch gesteuert wurde und welche etwaigen Probleme dies erwirkte.

Um die Forschungsfrage beantworten zu können, benötigt es zuerst eine Begriffserklärung sowie eine historische Schilderung der wichtigsten Ereignisse in Bezug auf die Gründung des Deutschen Kaiserreichs. Daher erfolgt zunächst eine genaue Beschreibung des Zentralismus und Föderalismus. Anschließend werden die Hintergründe der Reichseinigung und der entstanden Sonderrechte für mehrere deutsche Einzelstaaten erläutert. Abschießend geht der Autor präzise auf das Militär ein um die zentralistischen und föderalistischen Aspekte innerhalb der Militärverfassung herauszuarbeiten.

Das damalige Deutsche Kaiserreich war bundesstaatlich organisiert und eine am monarchischen Prinzip ausgerichtete konstitutionelle Monarchie. Dadurch verfügten manche Einzelstaaten in einzelnen Ressorts über gesetzliche Freiräume zur Eigenbestimmung. Zur gesetzlichen Reglementierung der Armee gab es eine Militär- beziehungsweise Wehrverfassung, welche die wichtigsten Rechte und Pflichten aufzählte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung: Zentralismus und Föderalismus

2.a. Zentralismus

2.b. Föderalismus

3. Die Deutsche Reichsgründung

3.a. Die Hintergründe

3.b. Reservatrechte

4. Zentralistische und Föderalistische Aspekte innerhalb der Militärverfassung

4.a. Heer

4.b. Marine

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen zentralistischen und föderalistischen Strukturen in der Militärverfassung des Deutschen Kaiserreichs von 1871 bis 1914. Dabei wird analysiert, wie die verfassungsrechtlichen Kompetenzen zwischen dem Reich und den Einzelstaaten bei der Organisation und Befehlsgewalt von Heer und Marine verteilt waren.

  • Historische Grundlagen des Zentralismus und Föderalismus.
  • Die Rolle der Reservatrechte im Rahmen der Reichsgründung.
  • Kompetenzverteilung und Kommandohoheit im Heer.
  • Zentralistische Strukturen bei der Kriegsmarine.
  • Probleme der Koordination und Führung innerhalb der Militärverfassung.

Auszug aus dem Buch

a. Heer

Das Heer war in vielen Bereichen föderalistisch organisiert, insbesondere wegen den eigenen sächsischen, württembergischen und bayrischen Teilformationen die eine Sonderbindung an den jeweiligen König hatte, wodurch der Monarch ein bestimmtes Maß an eigener Entscheidungskraft besaß. Für Bayern war dies durch den Bündnisvertrag vom 23. November 1870 und für die anderen betroffenen Einzelstaaten durch die näheren Bestimmungen der Militär-Konvention vom 25. November 1870 legitimiert worden. Trotzdem lag der Oberbefehl in Kriegszeiten mit Ausnahme von Bayern bei dem Kaiser. Ein weiterer föderalistischer Restbestand innerhalb der Wehrverfassung war das Fehlen eines Reichskriegsministers, wodurch der preußische Kriegsminister diese Aufgabe übernahm. Als Minister vertrat er zwar das Reich, musste aber trotzdem bei jeder Sachentscheidung das Einvernehmen der drei Königreiche einholen. Grund dafür war Bismarcks ablehnende Haltung gegenüber einem regulären Reichskriegsminister, der dadurch einen besonderen Zugang zum Monarchen gehabt hätte. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist ferner die sogenannte Kommandogewalt, welche größtenteils bei den Königen der vorhin genannten Einzelstaaten lag, diese Befehlsbefugnis ermöglichte den Königreichen an keine Gegenzeichnung eines Ministers oder Kanzlerstellvertreter gebunden zu sein, auch unterlagen sie nicht der Gesamtverantwortung des preußischen Ministeriums. Somit konnten sie durch niemanden zur Rechenschaft gezogen werden, alles blieb eine Königsmacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, das Verhältnis von Heer und Marine in Bezug auf zentralistische und föderalistische Steuerungsmechanismen im Deutschen Kaiserreich zu untersuchen.

2. Begriffserklärung: Zentralismus und Föderalismus: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und historischen Entwicklungen der Konzepte Zentralismus und Föderalismus als politische Ordnungsprinzipien.

3. Die Deutsche Reichsgründung: Das Kapitel beleuchtet die historischen Hintergründe der Reichsgründung von 1871, einschließlich der Einigungskriege und der verfassungsrechtlichen Besonderheiten wie der Reservatrechte.

4. Zentralistische und Föderalistische Aspekte innerhalb der Militärverfassung: Hier werden die konkreten organisatorischen Kompetenzen bei Heer und Marine analysiert, wobei das Heer föderale Züge und die Marine eine zentrale Ausrichtung aufwies.

5. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Problematik der aufgespaltenen Gewalten, die eine einheitliche strategische Militärführung erschwerten.

Schlüsselwörter

Deutsches Kaiserreich, Militärverfassung, Zentralismus, Föderalismus, Heer, Marine, Reichseinigung, Reservatrechte, Kommandogewalt, Kaiser, Preußen, Bündnisvertrag, Militär-Konvention, Reichsgründung, Militärverwaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der militärischen Struktur des Deutschen Kaiserreichs im Hinblick auf die Balance zwischen zentralen kaiserlichen Befugnissen und den föderalen Rechten der Einzelstaaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verfassungsgeschichte, dem deutschen Dualismus, den Reservatrechten der Königreiche und der Organisation von Heer und Marine.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwieweit das Militär zentralistisch bzw. föderalistisch gesteuert wurde und welche Probleme sich aus dieser Struktur für die Koordination ergaben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine historische Analyse von Verfassungstexten und historischen Ereignissen zwischen 1864 und 1914.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die militärische Sonderstellung des Heeres durch Reservatrechte gegenüber der zentralistischen Führung der Marine durch den Kaiser.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Zentralismus, Föderalismus, Militärverfassung, Kaiser, Reichseinigung und Kommandogewalt definiert.

Warum wurde die Marine zentralistischer geführt als das Heer?

Aufgrund der enormen Anschaffungs- und Instandhaltungskosten der Flotte war eine zentrale Finanzierung und Führung aus der Reichskasse effizienter und für die Durchsetzbarkeit der Marine notwendig.

Welche Rolle spielten die Reservatrechte für das Militär?

Reservatrechte erlaubten den Königreichen Bayern, Sachsen und Württemberg eigene Kompetenzen und eine Sonderbindung der Truppen an ihre Monarchen, was die zentrale kaiserliche Kontrolle einschränkte.

Was war das Hauptproblem der Koordination vor 1912?

Das Fehlen eines Reichskriegsministers und die aufgespaltene Gewaltenstruktur führten dazu, dass Ämter oft unkoordiniert arbeiteten und keine einheitliche Rüstungsstrategie existierte.

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Details

Titel
Zentralismus und Föderalismus in der Militärverfassung des Deutschen Reichs von 1871 bis 1914
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
Note
1,3
Autor
Georg Rosenkranz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
13
Katalognummer
V492356
ISBN (eBook)
9783668995628
ISBN (Buch)
9783668995635
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zentralismus föderalismus militärverfassung deutschen reichs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Georg Rosenkranz (Autor:in), 2017, Zentralismus und Föderalismus in der Militärverfassung des Deutschen Reichs von 1871 bis 1914, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492356
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Leseprobe aus  13  Seiten
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