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Warum sollte die Schulpädagogik gendersensibel sein?

Ein Beispiel anhand zwei Diktaten aus geschlechtsgetrennter Diktathefte von PONS

Titre: Warum sollte die Schulpädagogik gendersensibel sein?

Dossier / Travail , 2019 , 18 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Thema wird eingeleitet mit einer kurzen Erklärung des "Doning Gender" Begriffs von Judith Butler, darauf folgt dann eine kurze Thematisierung des Geschlechteralltags in der Schule, sowie Herausforderungen für Lehrkräfte. Der zweite Teil beschäftigt sich mit einer Analyse zweier Diktate aus einem Deutschlernmaterial von PONS, welches viele Geschlechterklischees beinhaltet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Doing Gender

4 Geschlechteralltag in der Schule

5 Herausforderungen für die Lehrkräfte

6 Anwendungsbeispiel: Diktathefte von PONS

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Hausarbeit ist es, auf Basis der "Doing Gender"-Theorie aufzuzeigen, dass Geschlecht ein durch soziale Prozesse hergestelltes Konstrukt ist, und zu analysieren, warum eine gendersensible Schulpädagogik notwendig ist, um die Reproduktion von Rollenklischees in Bildungsmaterialien zu durchbrechen.

  • Theoretische Grundlagen des "Doing Gender"-Konzepts nach West und Zimmermann.
  • Empirische Einblicke in den Geschlechteralltag und die Rollenverteilung in Schulen.
  • Didaktische Strategien für Lehrkräfte (Dramatisierung, Entdramatisierung, Nicht-Dramatisierung).
  • Kritische Analyse von geschlechtsgetrennten Bildungsmaterialien am Beispiel der PONS Diktathefte.

Auszug aus dem Buch

6 Anwendungsbeispiel: Diktathefte von PONS

PONS hat Diktathefte herausgebracht, die Geschlechtergetrennt sind. Diese Hefte sind für das Üben von Diktaten für Zuhause gedacht. Bevor ich auf je ein Diktat aus jeweils einem der Hefte genauer eingehe, möchte ich vorher auch kurz auf die Titelseiten und die Inhaltsverzeichnisse dieser beiden Diktathefte Bezug nehmen.

Schon bevor man überhaupt die Überschrift der Hefte gelesen hat, wird deutlich welches Heft welchem Geschlecht zugeordnet ist. Das Übungsheft für die Jungen ist in einem grün und blau designt. Außerdem befindet sich auf fast der Hälfte des Heftes ein Foto von Jungen in Fußballkleidung. Die Jungen sind schmutzig, haben ihre Arme gegenseitig auf den Schultern der anderen und gucken selbstbewusst und energisch in die Kamera. Auch der Fotohintergrund ist dunkel. Schaut man sich die Schrift „für Jungs“ (Beck: PONS Diktate für Jungs, Titelseite) genauer an, ist diese im Stil gehalten, als wäre sie selbstgeschrieben. Trotzdem, im Vergleich zu der Schrift auf dem Heft für die Mädchen, eckiger. Der Untertitel des Heftes lautet „100 Texte, die Jungs wirklich begeistern“(Beck: PONS Diktate für Jungs, Titelseite) Dies impliziert die Vorstellung, dass es dort um Sport, Technik und all die Genderklischees geht, die unsere Gesellschaft mit Jungen assoziiert. Eine Information links oben in der Ecke „Weil Jungs anders lernen“ (Beck: PONS Diktate für Jungs, Titelseite) unterstützt die Geschlechtertrennung ebenfalls.

Die Titelseite von dem Heft für die Mädchen ist vom Design gleich aufgebaut. Doch die Farbakzente sind anstatt blau hier pink. Auf dem Foto sind Mädchen in rosa und hellen Kleidungsstücken auf ihren Fahrrädern abgebildet. Sie lachen alle fröhlich in die Kamera. Hier ist der Hintergrund hell gehalten. Die Schriftart „für Mädchen“ (Scheller: PONS Diktate für Mädchen, Titelseite) ist, ähnlich wie bei dem Heft für die Jungen, zwar im selbstgeschriebenen Stil abgedruckt, jedoch ist sie hier viel abgerundeter. Der Untertitel des Heftes ist zu den Jungen identisch, außer dass die 100 Texte hier natürlich Mädchen begeistern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Problem der Geschlechterstereotypisierung im schulischen Kontext und skizziert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung einer gendersensiblen Pädagogik aufzuzeigen.

2 Doing Gender: Dieses Kapitel führt in die Theorie ein, dass Geschlecht kein angeborenes Merkmal, sondern ein durch soziale Unterscheidungen und institutionelle Arrangements hergestellter Prozess ist.

4 Geschlechteralltag in der Schule: Basierend auf einer Studie wird untersucht, wie Schülerinnen und Schüler im Schulalltag Interaktionen geschlechtsspezifisch sortieren und wie Rollenstereotypisierungen reflexiv verarbeitet werden.

5 Herausforderungen für die Lehrkräfte: Hier werden didaktische Handlungsstrategien diskutiert, um im Unterricht nicht unbeabsichtigt Stereotypen zu verstärken oder Vielfalt zu behindern.

6 Anwendungsbeispiel: Diktathefte von PONS: Eine praktische Analyse von geschlechtsgetrennten Lehrmaterialien zeigt auf, wie diese durch Design und Inhalt fest verankerte Geschlechterklischees reproduzieren.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Reflexion von Bildungsmaterialien essenziell ist, um Geschlechterrollen aufzubrechen und eine vorurteilsfreie Entwicklung der Lernenden zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Doing Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Gendersensible Pädagogik, Rollenzuschreibung, Geschlechterstereotype, Schulbildung, Bildungsmaterialien, Sozialisationsprozess, Geschlechtsidentität, Dramatisierung, Entdramatisierung, Nicht-Dramatisierung, PONS Diktathefte, Soziale Konstruktion, Zweigeschlechtlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Relevanz einer gendersensiblen Pädagogik in der Grundschule und untersucht, wie Geschlechterklischees durch den Schulalltag und spezifische Bildungsmaterialien reproduziert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Doing-Gender-Theorie, die Bedeutung von Bewusstsein bei Lehrkräften, didaktische Strategien zur Vermeidung von Stereotypisierungen sowie eine Analyse geschlechtsgetrennter Lernmaterialien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass Geschlecht sozial hergestellt wird und dass Lehrkräfte eine wichtige Rolle dabei spielen, diese Mechanismen zu durchschauen, um Kinder nicht in veraltete Rollenbilder zu drängen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt theoretische Grundlagen aus der Geschlechterforschung sowie eine beispielhafte, qualitative Inhaltsanalyse von zwei spezifischen Diktatheften des Verlags PONS.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst theoretische Konzepte, beleuchtet den Geschlechteralltag in der Schule und leitet daraus Herausforderungen und didaktische Strategien (Dramatisierung vs. Nicht-Dramatisierung) für Lehrkräfte ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Doing Gender, Gendersensible Pädagogik, Geschlechterstereotype und die kritische Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischem Lehrmaterial.

Warum hält Barbara Rendtorff den Begriff "gendersensibel" für problematisch?

Sie kritisiert, dass der Begriff durch die Wortkombination "sensibel" (empfindsam) unscharf bleibt und keine klare Anweisung für pädagogisches Handeln gibt, da er unterschiedlich ausgelegt werden kann.

Wie unterscheiden sich die PONS-Diktathefte für Jungen und Mädchen laut Analyse?

Sie unterscheiden sich signifikant in der Farbgestaltung, der Wortwahl der Untertitel, den abgebildeten Fotos sowie den spezifischen Übungsthemen, die laut Autorin die jeweiligen Klischees bedienen.

Welche drei didaktischen Strategien schlägt Katharina Debus vor?

Debus unterscheidet zwischen der Dramatisierung (bewusstes Thematisieren), der Entdramatisierung (Relativieren von Geschlechtskategorien) und der Nicht-Dramatisierung (Ausblenden von Geschlecht), um Stereotypen entgegenzuwirken.

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Résumé des informations

Titre
Warum sollte die Schulpädagogik gendersensibel sein?
Sous-titre
Ein Beispiel anhand zwei Diktaten aus geschlechtsgetrennter Diktathefte von PONS
Université
University of Flensburg  (Erziehungswissenschaften)
Cours
Bildung und Geschlecht
Note
2,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
18
N° de catalogue
V492385
ISBN (ebook)
9783668985384
ISBN (Livre)
9783668985391
Langue
allemand
mots-clé
Gender Geschlecht gendersensibel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2019, Warum sollte die Schulpädagogik gendersensibel sein?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492385
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Extrait de  18  pages
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