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"Tanhäusers Hofzucht'". Die mittelalterlichen Tischzuchten

Título: "Tanhäusers Hofzucht'". Die mittelalterlichen Tischzuchten

Trabajo Escrito , 2019 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sophie Schönherr (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Das Ziel dieser Arbeit ist, die inhaltlichen Aspekte in Bezug auf höfisches Benehmen am Tisch in der "Tannhäuser Hofzucht" darzustellen. Hierbei wird der Fokus vor allem auf die formulierten Vorstellungen und Erwartungen an den Adel als auch auf die durch die Esskultur unbewusste Abgrenzung vom Bauerntum gesetzt. Dieser Vorgang wird in der Forschungsliteratur oft als Prozess der Zivilisation benannt, welcher von Norbert Elias ausgeht. Bei der Betrachtung der Entwicklung der mittelalterlichen Tischzuchten, muss stets beachtet werden, dass diese literarischen Werke durch Übertreibungen oder Negativbeispielen die Aufmerksamkeit beim Leser erzielen sollten, da sie unter anderem auch zur Unterhaltung dienten.

Bei der Bearbeitung dieser Thematik wird zunächst der Begriff der Tischzuchten genauer erklärt. Darauf folgen die Darstellung der Textgattung und anschließend die Ausführung der Funktion der Tischzuchten. Nachdem diese Grundlagen zur Untersuchung der Tischzuchten erläutert wurden, folgt das Kapitel zur Bearbeitung von "Tannhäusers Hofzucht". Hierbei wird zunächst die Verfasserschaft und der Aufbau der Hofzucht untersucht und anschließend der Inhalt dargestellt. Die inhaltliche Darstellung der Hofzucht soll als Schwerpunkt dieser Arbeit dienen und lehnt sich an Kischkels Gliederung an. Folgend befindet sich ein Exkurs, welcher die höfische Esskultur als Abgrenzungsmechanismus zum Bauerntum innerhalb der "Tannhäuser Hofzucht" beinhaltet. Im Anschluss an der Bearbeitung von "Tannhäusers Hofzucht", wird der Zusammenhang zwischen der Hofzucht und der Zivilisationstheorie von Norbert Elias kurz erläutert.

Im Zusammenhang der Etablierung des höfischen Festes entwickelte sich die Textgattung der Tischzuchten. Aus dem zwölften Jahrhundert sind die ersten in lateinischer Sprache bekannt, bei denen versucht wurde, den Adel zum richtigen Benehmen am Tisch zu erziehen. Sie dienten nicht nur als belehrende Literatur, sondern auch als Teil der Unterhaltung. Mit "Tannhäusers Hofzucht" entwickelte sich diese Gattung erstmals zu den selbstständigen Tischzuchten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Terminologie

3. Die Textgattung

4. Die Funktion

5. ,,Tannhäusers Hofzucht‘‘

5.1 Der Verfasser

5.2 Der Aufbau

5.3 Der Inhalt

5.3.1 Prolog (Strophe 1-5)

5.3.2 Tischsegen (Strophe 6-8)

5.3.3 Regeln bei Tisch (Strophe 9-47)

5.3.4 Regeln zur Haushaltung (Strophe 48-53)

5.3.5 Erziehungsregeln (Strophe 59-63)

5.3.6 Epilog (Strophe 64)

5.4 Exkurs: die höfische Esskultur als Abgrenzungsmechanismus zum Bauerntum innerhalb der ,,Tannhäuser Hofzucht‘‘

6. Der Zivilisationsprozess von N. Elias in ,,Tannhäusers Hofzucht‘‘

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die mittelalterlichen Tischzuchten am Beispiel der „Tannhäusers Hofzucht“, um die Vorstellungen und Erwartungen an höfisches Benehmen am Tisch zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese Texte zur Erziehung dienten, als Unterhaltung fungierten und eine bewusste soziale Abgrenzung zum Bauerntum vollzogen.

  • Analyse des Begriffs der Tischzucht und der Gattung didaktischer Dichtung.
  • Untersuchung der inhaltlichen Aspekte und Regeln in der „Tannhäusers Hofzucht“.
  • Betrachtung der höfischen Esskultur als Abgrenzungsmechanismus zum Bauerntum.
  • Einordnung der Tischzuchten in den Zivilisationsprozess nach Norbert Elias.

Auszug aus dem Buch

5.3.3 Regeln bei Tisch (Strophe 9-47)

Die Regeln beim Tisch stehen in der Hofzucht im Zentrum und bekommen auch den meisten Platz zugeschrieben. Die Strophen 9 bis 19 beginnen mit dem richtigen Verhalten beim Essen. Eingeleitet wird diese Thematik mit der Eingrenzung der Gebote für die adlige Gesellschaft, welche nicht zu zweit aus einem Löffel schlürfen durften. Nur den Hofleuten, denen öfters Unschickliches passierte, wäre diese Unsitte ebenfalls nützlich gewesen (Str. 9). Ebenso, wie das Schlürfen aus dem Löffel, ist auch das Trinken aus der Schüssel verboten. Passierte jemanden diese Unsitte, so hatte er den Verstand verloren und handelte gegenüber seinen Nachbarn rücksichtslos (Str. 10). Ebenfalls kein Einfühlungsvermögen besäße derjenige, der wie ein Schwein isst und ,,mit seinem Mundwerk unanständig schnaubt und schmatzt‘‘. Tannhäuser verwendete hier einen Vergleich. Ist jemand nicht bei Verstand, so kann es möglich sein, dass dieser sich wie ein Schwein oder ein wildes Tier verhält (Str. 11). In der nächsten Strophe werden wieder bäuerliche Sitten von dem höfischen Verhalten getrennt. Hierbei scheint es besonders unhöflich/bäuerlich, wenn von einer Brotscheibe abgebissen und diese wieder in die gemeinsame Schüssel gelegt wurde. Tannhäuser appelliert an die adlige Gesellschaft, diese Unsitte abzulegen (Str. 12).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Tischzuchten, Vorstellung der „Tannhäusers Hofzucht“ als Quelle und Definition der Forschungsziele.

2. Die Terminologie: Erläuterung der Begriffe „Zucht“ und „Tisch“ sowie die Einordnung der „Hofzucht“ in den Kontext der Erziehung und des höfischen Lebens.

3. Die Textgattung: Einordnung der Tischzuchten als didaktische Dichtungen und Diskussion ihrer Funktion als Unterhaltungs- und Belehrungsinstrumente.

4. Die Funktion: Untersuchung der verschiedenen Rollen der Tischzuchten, insbesondere als Erziehungsratgeber und Mittel zur sozialen Abgrenzung.

5. ,,Tannhäusers Hofzucht‘‘: Umfassende Analyse von Verfasserschaft, formalem Aufbau und inhaltlichen Aspekten der ausgewählten Quelle.

6. Der Zivilisationsprozess von N. Elias in ,,Tannhäusers Hofzucht‘‘: Anwendung der Zivilisationstheorie von Norbert Elias auf die in den Tischzuchten beschriebenen Verhaltensnormen.

7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion über die Bedeutung der Tischsitten als gesellschaftliche Marker.

Schlüsselwörter

Tischzucht, Tannhäusers Hofzucht, Höfisches Benehmen, Mittelalter, Zivilisationsprozess, Norbert Elias, Didaktische Dichtung, Esskultur, Standesgesellschaft, Sozialer Abgrenzungsmechanismus, Anstandsregeln, Mittelalterliche Literatur, Rittertum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Kulturgeschichte der Ernährung im Mittelalter, speziell mit der Untersuchung höfischer Tischsitten anhand der „Tannhäusers Hofzucht“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf dem richtigen Benehmen bei Tisch, der pädagogischen Funktion von Lehrgedichten sowie der sozialen Distanzierung des Adels gegenüber dem Bauerntum durch Esskultur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die in der „Tannhäusers Hofzucht“ formulierten Erwartungen an den Adel darzustellen und zu zeigen, wie sich diese Normen im Hochmittelalter entwickelt haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Textzeugnissen, ergänzt durch historische Forschungsliteratur, um die inhaltlichen Aspekte der Tischzucht zu interpretieren und diese in den Kontext der Zivilisationstheorie zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine terminologische und gattungsspezifische Einleitung, eine detaillierte inhaltliche Aufschlüsselung der „Tannhäusers Hofzucht“ (Strophenanalyse) sowie eine theoretische Einordnung mittels des Zivilisationsprozesses von Norbert Elias.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tischzucht, Hofzucht, höfisches Benehmen, Zivilisationsprozess, Standesabgrenzung und mittelalterliche Didaktik.

Warum wird die „Tannhäusers Hofzucht“ als eine irreführende Überschrift bezeichnet?

Der Zweck des Werkes liegt stärker auf dem Benehmen bei Tisch als auf einer umfassenden Hofzucht, weshalb die Bezeichnung als Tischzucht treffender erscheint.

Welche Bedeutung kommt dem Löffel in den Tischregeln zu?

Das gemeinsame Schlürfen aus einem Löffel galt als unsittlich und wurde als bäuerlich markiert, was im Kontrast zum höfischen Ideal der Zurückhaltung und Reinlichkeit stand.

Wie spielt das Bauerntum eine Rolle in der Argumentation des Autors?

Bäuerliches Verhalten dient dem Autor als negatives Exempel, um durch den Kontrast die höfischen Standards des Adels als Ausdruck überlegener Bildung und Erziehung hervorzuheben.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
"Tanhäusers Hofzucht'". Die mittelalterlichen Tischzuchten
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Curso
Epochenseminar ,,Kulturgeschichte der Ernährung im Mittelalter''
Calificación
1,3
Autor
Sophie Schönherr (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
20
No. de catálogo
V492475
ISBN (Ebook)
9783668988194
ISBN (Libro)
9783668988200
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mittelalter Ernährung im Mittelalter Tischzuchte Tannhäuser Norber Elias
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sophie Schönherr (Autor), 2019, "Tanhäusers Hofzucht'". Die mittelalterlichen Tischzuchten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492475
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