Dieser Unterrichtsentwurf für eine Sportstunde, in der Hockey gespielt werden soll, beinhaltet eine Lerngruppenanalyse, didaktische- und methodische Kommentare, eine Sachanalyse und den Aufbau der Stunde. Die Übungen werden mit Kärtchen bebildert und es ist ein Aufbauplan beigefügt. Zur Reflexion ist ein Fragebogen Teil der Ausführung. Die Lernziele sind bereits kompetenzorientiert und es ist eine kompetenzorientierte Reihenplanung vorhanden.
Die Unterrichtseinheit „Zielschuss-Spiele: Hockey“ ist im Lehrplan beim Bewegungsfeld „Spielen“ verortet und legitimiert sich darüber hinaus aus dem Kursprofil. Das Angebot der Sportart Hockey bietet den Vorteil, dass alle auf ähnlichem Ausgangsniveau starten. Des Weiteren können geschlechterspezifische Unterschiede eines koedukativen Kurses dadurch kompensiert werden, dass insbesondere die technischen Voraussetzungen leistungsbestimmend sind und nicht so sehr die Kraft oder körperliche Durchsetzungsfähigkeit im Vordergrund stehen. Da Hockey allerdings in der Mittelstufe nicht angeboten wurde, ist es wichtig, kleinschrittig einzelne Aspekte der Technik zu vermitteln und nach dem spielgemäßen Konzept vorzugehen. Das bedeutet, dass an das Zielspiel langsam herangeführt werden muss und ein stetiger Wechsel zwischen Spiel- und Übungsreihen stattfinden soll.
Das regelmäßige Spielen der Spielform „Mini-Hockey“ parallel oder am Ende der Stunden fördert die Ausdauerleistungsfähigkeit. Zunächst wird besonders in Kleingruppen taktisches Verhalten angebahnt, damit alle möglichst viele Aktionen haben. Die Einheit in der Halle anzubieten ist deshalb sinnvoll, da die Schülerinnen und Schüler beim Üben nicht durch Bodenunebenheiten gestört werden. Außerdem spielen seit der Saison 2013/14 nur noch fünf Spieler in der Halle, wodurch das Erreichen des Zielspiels realistischer erscheint. Im Feld spielen elf Spieler, der Schläger ist schwerer, man darf hoch schlagen, die Ausführung ist anspruchsvoller und für Klassen risikoreicher. Die Inhalte werden in Anlehnung an Hänel, Hillmann und Lüninghöner eingeführt.
Inhaltsverzeichnis
1 Bedingungsanalyse
1.1 Lernsituation
1.2 Beschreibung der Lerngruppe
1.3 Einzelne Schülerbeobachtungen
2 Didaktische Überlegungen
2.1 Didaktische Überlegungen zur Reihe
2.2 Didaktische Überlegungen zur Stunde
3 Methodische und medientechnische Entscheidungen
3.1 Einstieg
3.2 Hinführung
3.3 Übung
3.4 Vertiefung und Abschluss
4 Lernziele
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erweiterung und Vertiefung der technischen und konditionellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler im Hockey. Durch ein gezieltes, kleinschrittiges Unterrichtsarrangement im Parallelbetrieb sollen die Lernenden an das Zielspiel herangeführt werden und ihre Spielfähigkeit unter Berücksichtigung individueller Niveaustufen entwickeln.
- Entwicklung technischer Fertigkeiten wie Ballführung, Passspiel und Torschuss
- Verbesserung der konditionellen Grundlagen in Ausdauer und Kraft
- Förderung der Sozialkompetenz durch kooperatives Lernen und eigenständiges Anleiten
- Einsatz spielgemäßer Konzepte zur schrittweisen Einführung in das Zielspiel
- Integration von Binnendifferenzierung zur individuellen Leistungsförderung
Auszug aus dem Buch
Didaktische Überlegungen zur Stunde
Der Offene Einstieg dient dazu, dass die SuS interessenbezogen ihr Bewegungsrepertoire erweitern. Die ritualisierte Einstimmung erleichtert es den SuS, in den Unterrichtsgang zu finden, und erhöht die Bewegungszeit. Die folgende Aufwärmphase stellt den physiologischen Adaptationsprozess an die kommende Anforderung sicher.
Zur Gerätegewöhnung, Verbesserung der Differenzierungsfähigkeit und um zu kooperieren, lassen die SuS in Partnerarbeit ihren Schläger jeweils im Abstand von zwei Metern senkrecht stehen und versuchen den Schläger des anderen zu greifen, bevor er den Boden erreicht. Anschließend soll durch die Ballführung mit Zonenwechsel die Herzfrequenz gesteigert werden und die Differenzierungs- und Orientierungsfähigkeit sowie die Technik geschult werden. Außerdem steht die Einbindung der spielsportspezifischen Geräte Hockeyschläger und -ball im unmittelbaren Zusammenhang mit der Beanspruchung im Parallelbetrieb. Die Übungsphase wird dadurch vielseitiger, dass ich Ausführungsvarianten und Tempi je nach individuellen Fähigkeiten vorgebe und die SuS bereits erlernte Techniken vertiefen.
Zusammenfassung der Kapitel
Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die schulischen Rahmenbedingungen und analysiert detailliert die Lerngruppe hinsichtlich ihres Leistungsstandes, ihrer motorischen Voraussetzungen und individueller Schülerbeobachtungen.
Didaktische Überlegungen: Hier werden die Verortung der Einheit im Lehrplan begründet sowie didaktische Entscheidungen für die Reihe und die spezifische Prüfungsstunde theoretisch hergeleitet.
Methodische und medientechnische Entscheidungen: Dieser Teil erläutert den Aufbau der Stunde in den Phasen Einstieg, Hinführung, Übung sowie Vertiefung und Abschluss und beschreibt den methodischen Einsatz der Stationen.
Lernziele: Die Definition der Haupt- und Teillernziele spezifiziert die motorischen, kognitiven und sozial-affektiven Kompetenzen, die durch die Unterrichtseinheit angestrebt werden.
Schlüsselwörter
Hockey, Parallelbetrieb, Sportunterricht, Zielschussspiel, Ballführung, Passspiel, Spielgemäßes Konzept, Kraftzirkel, Binnendifferenzierung, Bewegungskompetenz, Sozialkompetenz, E-Phase, Techniktraining, Spielfähigkeit, Überzahlspiel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Planung und Durchführung einer Prüfungslehrprobe im Fach Sport zum Thema "Hockey im Parallelbetrieb" in der gymnasialen E-Phase.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtseinheit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Verbesserung sportartspezifischer Techniken, der Förderung der konditionellen Fähigkeiten sowie der Anbahnung gruppentaktischen Verhaltens durch spielgemäße Konzepte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist die Erweiterung der technischen und konditionellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler bei gleichzeitiger Förderung der Methoden- und Sozialkompetenz durch eigenständige Arbeit in einem Parallelbetrieb.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein schülerorientierter, spielgemäßer Ansatz verfolgt, der durch stationsgebundenes Üben und differenzierte Spielformen (z.B. 2:2 mit Überzahl) die individuelle Förderung sicherstellt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Lerngruppe, erläutert die didaktische Begründung für die Reihen- und Stundenplanung und stellt die methodische Umsetzung an spezifischen Stationen (Kraftzirkel, Technikparcours, Doppelpass) dar.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Hockey, Parallelbetrieb, Sportunterricht, Binnendifferenzierung und Bewegungskompetenz definieren.
Warum wurde für die Praxis das Format des "Parallelbetriebs" gewählt?
Der Parallelbetrieb ermöglicht ein breites, abwechslungsreiches Bewegungsangebot, sichert einen hohen Anteil an echter Bewegungszeit und fördert die Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler beim Aufbau und der Durchführung.
Welche Rolle nimmt die Lehrkraft während der Übungsphase ein?
Die Lehrkraft fungiert primär als Berater und Unterstützer an der Station "Hockeyparcours", bietet Hilfestellungen für leistungsschwächere Schüler an und agiert bei Bedarf als Mitspieler oder passiver Verteidiger.
Wie werden leistungshomogene Gruppen berücksichtigt?
Die Gruppen werden leistungshomogen zusammengesetzt, um allen Schülern eine angemessene Teilhabe zu ermöglichen und Übungen auf dem jeweiligen Niveaustufe zu gewährleisten.
- Arbeit zitieren
- Jan Schönherr (Autor:in), 2014, Hockey im Parallelbetrieb mit Kraftstationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492542