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Gender als Merkmal für Prominenz? Der Einfluss von Gender-Informationen im Sprachgebrauch auf die Satzinterpretation

Título: Gender als Merkmal für Prominenz? Der Einfluss von Gender-Informationen im Sprachgebrauch auf die Satzinterpretation

Trabajo , 2019 , 25 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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‚Weiblich sein‘ oder ‚männlich sein‘ – das Geschlecht nimmt bis heute eine zentrale Rolle in unserem gesellschaftlichen, sozialen und beruflichen Leben ein. Frauen und Mädchen befinden sich dabei noch immer in einer schlechteren Position als Männer und Jungen. Die feministische Sprachwissenschaft befasst sich unter anderem mit der Frage, inwiefern sich soziale und psychologische Begebenheiten in der Sprache und dem Sprachgebrauch widerspiegeln. Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss von geschlechtsspezifischen Informationen auf die online-Satzverarbeitung zu untersuchen und mit dem Konzept linguistischer Prominenz zu verbinden. Anhand dessen soll diskutiert werden, inwiefern die Ergebnisse für eine Bewertung der generischen Verwendung maskuliner Formen im aktuellen Sprachgebrauch fruchtbar sein können.
Die Anfänge der feministischen Sprachwissenschaft liegen in den 1970er Jahren und sie umfasst verschiedene Forschungsschwerpunkte des Bereichs ‚Sprache und Geschlecht‘ (Samel 2000: 10). Die Untersuchung der Verwendung des generischen Maskulinums gliedert sich hierbei an den inhaltlichen Schwerpunkt der feministischen Kritik an Sprachsystem und Sprachgebrauch an. Empirische Forschung trägt dazu bei, Aufschluss über die semantische Besetzung generisch maskuliner Formen zu erlangen. Auf Grundlage empirisch ermittelter Ergebnisse und der anschließenden Einordnung dieser in die linguistische Theorie können Rückschlüsse darauf gezogen werden, wie eine angemessene feministische Sprachkritik aussehen muss. Einen Beitrag zur feministischen Sprachwissenschaft leisten aktuelle Ergebnisse im Bereich der empirischen Untersuchung der online-Satzverarbeitung. Der bereits vielfach nachgewiesene gender-mismatch-Effekt zeigt, dass sich stereotypische mentale Repräsentationen hinsichtlich der geschlechtlichen Besetzung bestimmter Nomina im Sprachgebrauch und im Sprachverstehen widerspiegeln.

Ein aktueller Ansatz untersucht, inwiefern Gender als Merkmal für linguistische Prominenz angenommen werden kann. Dafür sprechen aktuelle Ergebnisse, die darauf hinweisen, dass geschlechtsspezifische Informationen im Sprachgebrauch einen Einfluss auf die Zuweisung von thematischen Rollen ausüben. Die Annahme von Gender als Merkmal für Prominenz könnte aufzeigen, dass sich geschlechtsspezifische Vorurteile im Sprachgebrauch verbergen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer und empirischer Hintergrund

2.1 Das generische Maskulinum

2.2 gender-mismatch - Effekt

2.3 Prominenz

3. Die Interaktion von Gender und thematischen Rollen

4. Theoretische Überlegungen: Gender als Merkmal für Prominenz

5. Diskussion

5.1 Allgemeine Diskussion

5.2 Krik am generischen Maskulinum

6. Fazit und Ausblick

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss geschlechtsspezifischer Informationen auf die online-Satzverarbeitung zu untersuchen und zu analysieren, inwiefern diese Informationen als Merkmal für linguistische Prominenz fungieren können, um daraus Rückschlüsse für die Kritik am generischen Maskulinum zu ziehen.

  • Untersuchung des generischen Maskulinums im aktuellen Sprachgebrauch
  • Analyse des gender-mismatch-Effekts bei der Satzverarbeitung
  • Erforschung des Konzepts linguistischer Prominenz
  • Interaktion von Gender und thematischen Rollen (Agens und Patiens)
  • Kritische Bewertung der Sprachnorm aus feministischer Perspektive

Auszug aus dem Buch

Die Interaktion von Gender und thematischen Rollen

Das folgende Kapitel wird einen relevanten Forschungsbeitrag zum Thema Gender als Prominenzmerkmal vorstellen und in Bezug auf die Zielsetzung dieser Arbeit diskutieren. Es wird untersucht, inwiefern die in Kapitel 2.2 vorgestellten gender-mismatch-Effekte möglicherweise einen größeren Einfluss auf zahlreichere Ebenen haben, als bisher angenommen wurde. Wenn Gender als Prominenzmerkmal angenommen werden kann, so müssten Gender Informationen nach der Definition von Prominenz mit den formalen Eigenschaften der Verbargumente interagieren.

Esaulova & von Stockhausen (2015) untersuchen, inwiefern Gender einen Einfluss auf die Zuweisung thematischer Rollen hat und ob man aus den Ergebnissen schließen kann, dass Gender als Merkmal für Prominenz angenommen werden kann. Dazu beziehen sie sich auf zwei bezüglich dieser Frage durchgeführten Studien, welche je zwei Blickbewegungsexperimente umfassen (Esaulova 2015) und das grammatische und das stereotypische Geschlecht untersuchen. Hinsichtlich der Forschungsfragen dieser Arbeit (i, ii) werden die Ergebnisse der ersten Studie von Esaulova (2015), welche die deutsche Sprache untersucht, vorgestellt. Anschließend werden die Resultate mit dem linguistischen Konzept Prominenz verknüpft (Kap. 4), um abschließend die Erkenntnisse aus Kapitel 3 und 4 in Bezug auf die Zielsetzung dieser Arbeit zu diskutieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz geschlechtsspezifischer Informationen im Sprachgebrauch dar und definiert das Ziel, deren Einfluss auf die Satzverarbeitung mit dem Konzept der Prominenz zu verknüpfen.

2. Theoretischer und empirischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das generische Maskulinum, den gender-mismatch-Effekt sowie den linguistischen Prominenzbegriff als Basis für die Untersuchung.

3. Die Interaktion von Gender und thematischen Rollen: Es wird untersucht, wie geschlechtsspezifische Informationen die Zuweisung von Agens- und Patiensrollen bei der Satzverarbeitung beeinflussen.

4. Theoretische Überlegungen: Gender als Merkmal für Prominenz: Aufbauend auf den Ergebnissen wird diskutiert, ob Gender aufgrund hierarchischer Effekte als Prominenzmerkmal klassifiziert werden kann.

5. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt und die Bedeutung der Gender-Prominenz für eine feministische Sprachkritik evaluiert.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt den Einfluss von Gender auf die Satzverarbeitung und plädiert für eine Sprachnorm, die eine gleichwertige Repräsentation fördert.

7. Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der Arbeit verwendeten Quellen und Forschungsliteraturen aufgeführt.

Schlüsselwörter

Gender, generisches Maskulinum, Prominenz, Sprachverarbeitung, thematische Rollen, Agens, Patiens, gender-mismatch-Effekt, feministische Sprachwissenschaft, Satzinterpretation, linguistische Hierarchie, geschlechtsspezifische Informationen, Sprachnorm, Blickbewegungsexperiment, Mentale Repräsentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie geschlechtsspezifische Informationen im Deutschen die Verarbeitung von Sätzen beeinflussen und ob diese Informationen als „Prominenzmerkmal“ dienen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der psycholinguistischen Forschung zum generischen Maskulinum, dem gender-mismatch-Effekt und der theoretischen Einordnung von Gender in linguistische Hierarchien.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Gender ein Merkmal für Prominenz ist, um daraus eine fundierte Kritik an der generischen Verwendung maskuliner Formen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Diskussion empirischer Studien, insbesondere von Blickbewegungsexperimenten (Eyetracking) zur Satzverarbeitung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Interaktion von Gender mit thematischen Rollen (Agens/Patiens) und bewertet, ob grammatische und stereotypische Genderinformationen systematische Verarbeitungsschwierigkeiten verursachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wichtige Begriffe sind Gender, Prominenz, Satzverarbeitung, thematische Rollen, das generische Maskulinum und die feministische Sprachkritik.

Wie unterscheidet sich die Verarbeitung von maskulinen und femininen Formen?

Die Arbeit zeigt, dass grammatisch maskuline und stereotypisch neutrale Agens schneller verarbeitet werden als feminine Formen, was auf deren höheren Prominenzstatus hinweist.

Warum ist das generische Maskulinum laut der Autorin problematisch?

Aufgrund der nachgewiesenen Inkongruenz zwischen Genus und Sexus bei der Satzverarbeitung werden Frauen bei der Verwendung generisch maskuliner Formen mental unsichtbar.

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Detalles

Título
Gender als Merkmal für Prominenz? Der Einfluss von Gender-Informationen im Sprachgebrauch auf die Satzinterpretation
Universidad
University of Cologne  (Institut für deutsche Sprache und Literatur 1)
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
25
No. de catálogo
V492594
ISBN (Ebook)
9783668969070
ISBN (Libro)
9783668969087
Idioma
Alemán
Etiqueta
gender merkmal prominenz einfluss gender-informationen sprachgebrauch satzinterpretation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2019, Gender als Merkmal für Prominenz? Der Einfluss von Gender-Informationen im Sprachgebrauch auf die Satzinterpretation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492594
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