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Diskursanalyse. Konstruktion von Angst durch Massenmedien

Titre: Diskursanalyse. Konstruktion von Angst durch Massenmedien

Dossier / Travail , 2018 , 39 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Michelle Trautmann (Auteur)

Medias / Communication - Mass média
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Laufe der letzten Jahre haben sich terroristische Anschläge gehäuft – dies gilt insbesondere für die Anschläge des sogenannten „islamischen Staates“ auf den europäischen Kontinent.

Ausgehend von den Ereignissen der terroristischen Anschläge und ihrer medialen Aufarbeitung befasst sich diese Arbeit mit Angstdiskursen in den Massenmedien. Die Terroranschläge von Paris im November 2015 stellen den verheerendsten Anschlag in Europa seit 2004 dar und erfuhren daher die größte mediale Aufmerksamkeit. Daher soll die Anschlagsreihe in dieser Arbeit genauer analysiert werden. Sie stellen hierbei das zu untersuchende Diskursereignis dar, von welchem angenommen wird, dass es einen strukturierenden Einfluss auf den Angstdiskurs ausübt. Die zentrale Frage dieser Arbeit lautet, ob (bzw. wie) Angst im institutionellen Feld der Massenmedien konstruiert wird.

Grundlage der Untersuchung stellt die Diskurstheorie dar, durch welche sich die Wahl der wissenssoziologischen Diskursanalyse für das methodische Vorgehen erschließt. Betrachtet wird der Zeitraum vom 13.11.2015, an dem die ersten Anschläge begangen wurden, bis eine Woche danach, dem 20.11.2015. Die Analyse basiert auf je einem Artikel pro Tag für sechs zuvor ausgewählte Online-Medien, welche verschiedenen politischen Ausrichtungen zuzuordnen sind. Bezüglich der Methode wird eine Strukturanalyse der Texte durchgeführt und anschließend das Codierungsprogramm MAXQDA verwendet, um eine Untersuchung anhand eines vorher entwickelten Kategoriensystems durchzuführen. Der Fokus liegt hierbei auf den in den Texten enthaltenen Angstdiskursen. Anschließend werden die Ergebnisse der vorgenommenen Analyse dargelegt. Hierauf folgt eine Analyse der vorliegenden Ergebnisse mit Interpretation der Befunde sowie einer Rückbindung zur Fragestellung, ob Massenmedien zur Konstruktion von Angst beitragen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORIE

2.1 DISKURSTHEORIE (NACH FOUCAULT)

2.2 WISSENSSOZIOLOGISCHE DISKURSANALYSE

3 METHODISCHES VORGEHEN

3.1 METHODE DER WISSENSSOZIOLOGISCHEN DISKURSANALYSE

3.2 MATERIAL- UND DATENAUSWAHL

3.3 HYPOTHESEN

3.4 STRUKTURANALYSE

3.5 MAXQDA UND DIE BILDUNG DES KATEGORIENSYSTEMS

4 ERGEBNISSE

4.1 ZEITUNGSUNABHÄNGIGE ERGEBNISSE

4.1.1 Objekte und Ursachen von Angst

4.1.2 Wer hat Angst oder bekommt Angst zugeschrieben – von wem?

4.1.3 Wer hat keine Angst oder bekommt keine Angst zugeschrieben – von wem?

4.2 ZEITUNGSABHÄNGIGE ERGEBNISSE

5 ANALYSE

5.1 ZEITUNGSUNABHÄNGIGE ERGEBNISSE

5.2 ZEITUNGSABHÄNGIGE ERGEBNISSE

6 FAZIT UND AUSBLICK

7 ANHANG: MATERIALIEN (DATEN)

7.1 ZEITUNGSARTIKEL (ALPHABETISCH GEORDNET, GRUPPIERT NACH ZEITUNGEN)

7.2 MAXQDA. ÜBERSICHT GESAMTES CODESYSTEM NACH DOKUMENTGRUPPEN

7.3 ERGEBNIS DER LEXIKALISCHEN SUCHE (SORTIERT NACH DOKUMENT)

8 LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Konstruktion von Angst in ausgewählten deutschen Massenmedien im direkten zeitlichen Umfeld der Terroranschläge von Paris im November 2015. Zentral ist dabei die Frage, ob und wie Angst innerhalb des institutionellen medialen Feldes erzeugt wird, wofür theoretisch auf die Diskurstheorie nach Foucault und die wissenssoziologische Diskursanalyse zurückgegriffen wird.

  • Analyse von Angstdiskursen in Online-Medien
  • Einsatz der Software MAXQDA zur computergestützten Datenanalyse
  • Vergleich unterschiedlicher politischer Ausrichtungen der untersuchten Medien
  • Untersuchung von Angstzuschreibungen und deren Urhebern

Auszug aus dem Buch

2.1 Diskurstheorie (nach Foucault)

Die Diskursanalyse ist eine Forschungsperspektive mit dem Ziel der Analyse von Diskursen. Foucault zufolge handelt es sich bei dem „Diskurs“ um eine übersituative und überindividuelle Praxis der Produktion von Wissen und Sinn – was Foucault durch die Nutzung des Begriffes der „diskursiven Praxis“ hervorhebt (vgl. Diaz-Bone 2006, S.8f.; Traue et. al. 2014, S.494).

Diskurse leiten als überindividuelle Wissensbestände die Deutungsprozesse der Einzelnen an (vgl. Traue et. al. 2014, S.499). Bei einem Diskurs handelt es sich um „eine Menge von an unterschiedlichen Stellen erscheinenden, verstreuten Aussagen, die nach demselben Muster oder Regelsystem gebildet worden sind, deswegen demselben Diskurs zugerechnet werden können und ihre Gegenstände konstituieren. Aufgabe des Diskursanalytikers ist die Rekonstruktion dieses Regelsystems“ (Keller 2011a, S.46).

Eine „Äußerung“ bezieht sich auf das konkrete, einmalige Aussageereignis. Eine „Aussage“ hingegen bezieht sich bereits auf etwas Typisches bzw. Typisierbares. Ein und dieselbe Aussage kann in verschiedenen Äußerungen verborgen sein (vgl. Keller 2011b, S.235f.). „‘Aussagen‘ sind nicht einfach Sätze, sondern tatsächlich sich ereignende ‚seriöse Sprechakte‘“ (Diaz-Bone 2009, S.9). Diese werden im Diskurs ermöglicht und erzielen Wirkungen bzw. Machteffekte. Der Diskurs ist genauer betrachtet ein System von Aussagen, in welchem die thematisierten Sachverhalte als Wissenselemente hervorgebracht werden (vgl. ebd.). Die Aussagen sind hierbei von ihrer Ereignishaftigkeit gekennzeichnet – jede von ihnen ist einmalig.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der mediale Aufarbeitung von Terroranschlägen und Formulierung der Forschungsfrage zur Konstruktion von Angst in Massenmedien.

2 THEORIE: Erläuterung der theoretischen Grundlagen durch die Diskurstheorie nach Foucault und die Wissenssoziologische Diskursanalyse.

3 METHODISCHES VORGEHEN: Beschreibung der angewandten Methoden, der Materialauswahl, der aufgestellten Hypothesen sowie des Einsatzes der Software MAXQDA.

4 ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der empirischen Befunde, unterteilt in zeitungsunabhängige und zeitungsabhängige Ergebnisse.

5 ANALYSE: Interpretation der gewonnenen Daten unter Einbeziehung der zu Beginn formulierten Hypothesen.

6 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über den Angstdiskurs in den Medien.

Schlüsselwörter

Angstdiskurs, Massenmedien, Terroranschläge, Paris 2015, Diskursanalyse, Wissenssoziologie, MAXQDA, Angstkonstruktion, Medienberichterstattung, Inhaltsanalyse, politisches Meinungsspektrum, Sicherheit, Machteffekte, Wahrheitseffekt, mediale Öffentlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Massenmedien Angst im institutionellen Feld konstruieren, insbesondere anhand der Berichterstattung über die Terroranschläge von Paris im November 2015.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Angstdiskurse, die mediale Konstruktion von Realität, die Rolle politischer Ausrichtungen bei der Nachrichtengebung und die Identifikation von Angstobjekten sowie -ursachen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob und wie Angst im institutionellen Feld der Massenmedien (Online-Print-Medien) konstruiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine wissenssoziologische Diskursanalyse in Kombination mit einer Strukturanalyse und einer computergestützten quantitativen sowie qualitativen Inhaltsanalyse mittels der Software MAXQDA.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst das methodische Vorgehen, die Materialauswahl (sechs verschiedene Online-Medien), die Darstellung der Ergebnisse aus der MAXQDA-Analyse sowie die anschließende analytische Interpretation und Rückbindung an die Hypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Angstdiskurs, Diskursanalyse, Terroranschläge, mediale Konstruktion, Wissenssoziologie, Medienberichterstattung und MAXQDA.

Warum spielt die Software MAXQDA eine so große Rolle für diese Analyse?

MAXQDA ermöglicht die systematische und effiziente Codierung der Textdaten, die Bildung eines Kategoriensystems und die Durchführung sowohl qualitativer als auch quantitativer Analysen des gesamten Textkorpus.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung der untersuchten Medien?

Die Analyse zeigt Unterschiede in der Häufigkeit und Art der Angstthematisierung, wobei die FAZ beispielsweise durch eine hohe Anzahl an Codierungen zu Objekten und Ursachen auffällt, während die Bild entgegen der Erwartung zurückhaltend im Angstdiskurs blieb.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Rolle von Regierungen im Angstdiskurs?

Die Autorin stellt fest, dass die französische und die deutsche Regierung von den Medien als furchtlos dargestellt werden und selbst aktiv versuchen, der Bevölkerung die Angst abzusprechen, um Stabilität und Vorbildfunktion zu demonstrieren.

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Résumé des informations

Titre
Diskursanalyse. Konstruktion von Angst durch Massenmedien
Université
University of Bonn
Cours
Forschungspraxis der Datenerhebung
Note
1,0
Auteur
Michelle Trautmann (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
39
N° de catalogue
V492799
ISBN (ebook)
9783668988873
ISBN (Livre)
9783668988880
Langue
allemand
mots-clé
Diskursanalyse Foucault Wissenssoziologie Diskurstheorie Medien Massenmedien Angst Terror Terroranschläge Nachrichten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michelle Trautmann (Auteur), 2018, Diskursanalyse. Konstruktion von Angst durch Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492799
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Extrait de  39  pages
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