Soziale Ungleichheit. Bildungschancen und deren Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang


Hausarbeit, 2016
15 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II. Abstract

1. Einleitung

2. Wichtige Grundbegriffe
2.1 Soziale Ungleichheit
2.2 Soziale Mobilitat
2.3 Inter-Generationen-Mobilitat und Intra-Generationen-Mobilitat
2.4 Soziale Schicht
2.5 Klassen

3. Bildungsexpansion in Deutschland

4. Familie
4.1 Hypothesen zum Zusammenhang von Bildung und Armut
4.2 Empirische Bestatigung der Hypothesen

5. Die Vererbung des (sozialen) Status
5.1 Aufstiegschancen

6. Die Elite

7. Fazit

III. Literaturverzeichnis

II. Abstract

In Deutschland gilt der Zusammenhang zwischen Elternhaus und Bildungserfolg als besonders stark. Zum Beispiel konnen die aufzubringenden Kosten den Bildungsweg eines Kindes, aus einer Familie die in Armut lebt, stark beeinflussen. Je langer eine Familie in Armut lebt, umso starker machen sich die Bildungskosten fur diese bemerkbar. Besonders die Grundschuljahre vor der Sekundarschulwahl sind fur den Bildungserfolg des Kindes wichtig. Kinder, die in einer prekaren Situation aufwachsen, haben es oft schwerer. Kinder aus armeren Familien neigen prozentual eher dazu, die Haupt- Oder Realschule zu besuchen. In der jungeren Vergangenheit bestatigen Arbeiten zur Lebensverlaufsforschung allgemein eine Vererbung sozialer Lebenschancen. In den letzten Jahrzehnten schafften es immer mehr Menschen aus der Mittelschicht und teilweise auch aus unteren Schichten in Spitzenpositionen der Wissenschaft und Politik aufzusteigen. In der Wirtschaft gab es diese Entwicklung nicht.

1. Einleitung

Diese Studienarbeit behandelt das Thema soziale Ungleichheit in Deutschland. Insbesondere wird ein Blick auf die soziale Mobilitat geworfen. Die Arbeit befasst sich mit der vertikalen sozialen Mobilitat und genauer mit den Aufstiegschancen von Menschen, bezogen auf ihren Beruf sowie der Klasse und Schicht, der sie angehoren. Das Thema wird abgegrenzt, indem diese Studienarbeit sich auf die Bedingungen und Chancen fur Menschen in Deutschland und in der heutigen Zeit bezieht. Aufgrund der Erscheinungsjahre der verwendeten Literatur ist hiermit genauer die Zeit der Neunzigerjahre bis heute gemeint. Andere Lander werden als Vergleich genommen, sind aber kein zentraler Punkt, mit dem sich diese Studienarbeit auseinandersetzt. Die Wahl dieses Themas begrundet sich durch ein gropes Interesse an Chancengleichheit und sozialer Ungleichheit, die es schon immer gab, seitdem Menschen zusammen lebten und arbeiteten. Auf Deutschland bezogen ist es interessant, wie Regierung und Bildungssystem den Aufstiegschancen der Menschen im Weg stehen kann Oder wie sie Menschen aus schlechteren Lebensbedingungen helfen kann, diese zu verbessern. Wie es zum Beispiel durch die Bildungsexpansion der 1970er Jahre geschehen ist. Ziel dieser Studienarbeit ist es, dem Leser vorerst einige Grundbegriffe naher zu bringen, wie die soziale Mobilitat, soziale Ungleichheit, Klassen und Schichten. Dann wird auf folgende Leitfragen eingegangen und versucht diese bestmoglich zu beantworten. Es ist zum einen zu klaren, wie der Einfluss des Familiaren Hintergrundes sich auf die spateren Bildungschancen eines Menschen auswirkt. AuGerdem wird diese Studienarbeit versuchen, eine Erklarung fur die Frage nach der sogenannten „Vererbung“ des Status eines Menschen in der Gesellschaft zu finden.

2. Wichtige Grundbegriffe

Zu Beginn dieser Arbeit gilt es, des Verstandnisses halber, einige wichtige Grundbegriffe zu klaren.

2.1 Soziale Ungleichheit

Hradil (2001) betont, dass sich soziale Ungleichheit als Begriff auf bestimmte Guter bezieht, die in einer Gesellschaft als wertvoll gelten. Weiter merkt Hradil (2001) an, je ungleicher diese wertvollen Guter verteilt sind, also je mehr bestimmte Personen von diesen Gutern besitzen, desto vorteilhafter sind die Lebensbedingungen dieser Personen. Alle Menschen, die uber diese Guter verfugen, erscheinen in der jeweiligen Gesellschaft als besser Oder hoher gestellt. Laut Hradil (2001) fallt in einem historischen Vergleich auf, dass diese Guter nicht immer gleich waren. Ein hoher Bildungsabschluss gilt in unserer heutigen Gesellschaft als eines der Guter, die erstrebenswert sind aber auch soziale Ungleichheit verursachen. Vergleicht man diesen Zustand nun mit dem fruhen Mittelalter, war dies keineswegs so. Fur die Mehrheit der Bevolkerung war Bildung damals nicht wichtig und gait auch nicht als so erstrebenswert, wie es heute der Fall ist. Weiter betont Hradil (2001), dass der Begriff soziale Ungleichheit eine gewisse Vorstellung innehat, wie diese oben erwahnten Guter verteilt sein mussen, damit Ungleichheit entsteht. Vorerst gilt es zwischen der absoluten Ungleichheit und der relativen Ungleichheit zu unterscheiden, um den Begriff Ungleichheit weiter zu definieren. Nach Hradil (2001) spricht man von absoluter Ungleichheit, wenn ein Mitglied der Gesellschaft von den wertvollen Gutern mehr als ein anderes erhalt. Relative Ungleichheit besteht dann, wenn eine Person zum Beispiel mehr Guter erhalt, als ihrer Leistung entsprechen wurde. Bei relativer Ungleichheit spielen also die Verteilungskriterien eine Rolle. AbschlieGend ist nach Hradil (2001) zu sagen, dass soziale Ungleichheit immer dann besteht, wenn die erwahnten wertvollen Guter nicht absolut gleich verteilt sind.

2.2 Soziale Mobilitat

„Unter sozialer Mobilitat versteht man Bewegungen von Menschen zwischen sozialen Positionen aller Art. Damit konnen Bewegungen zwischen Wohnorten, Berufen, Familienstanden, Lebensstilen, religiosen Bekenntnissen, politischen Parteien, Schichten, Klassen, bestimmten Lebenslagen usw. gemeint sein" (Hradil, 2001, S. 377). Wie schon in der Einleitung erwahnt, befassen wir uns mit der vertikalen sozialen Mobilitat. Nach Hradil (2001) ist dies die Bewegung zwischen besser Oder schlechter gestellten Positionen. Als Beispiel lassen sich hier Berufe mit hoheren oder niedrigeren Verdiensten nehmen. „Horizontale Mobilitat wird dagegen die Bewegung zwischen Positionen genannt, die sich nur nach ihrer „Art" und nicht nach ihrem „Rang" oder „Grad" unterscheiden" (Hradil, 2001; zitiert nach Geiger, 1962, S.115).

2.3 Inter-Generationen-Mobilitat und Intra-Generationen-Mobilitat

„Es ist hilfreich zwischen mehreren Arten des sozialen Auf- und Abstiegs zu unterscheiden. Inter-Generationen-Mobilitat nennt man Auf- Oder Abstiege der Kinder im Vergleich zur (fruheren) Stellung der Eltern. Intra-Generationen- Mobilitat, auch Karriere-Mobilitat genannt, heiGt der Auf- Oder Abstieg eines Menschen im Laufe seines Lebenswegs" (Hradil, 2012).

2.4 Soziale Schicht

Burzan (2007) merkt an, dass nach dem Schichtmodell Theodor Geigers jede Schicht aus vielen Personen besteht, die ein bestimmtes erkennbares Merkmal gemein haben. Dieses Merkmal lasst sie einen gewissen Status im Verhaltnis zu anderen Schichten und in der Gesellschaft einnehmen. Eine Schicht beschreibt also eine soziale Lage, Geiger beschreibt sie nach Burzan (2007) als Oberbegriff, der die Sozialstruktur einer Gesellschaft kennzeichnet.

2.5 Klassen

Burzan (2007) betont, dass Karl Marx die Klassentheorie im 19. Jahrhundert entwarf. Er war nicht der Erfinder des Klassenbegriffs, doch das von ihm entworfene Konzept und sein Gedanke, die Gesellschaft als Klassengesellschaft zu beschreiben ist grundlegend und bis heute einflussreich geblieben. „Mit dem Begriff Klasse wird eine GroGgruppe von Menschen bezeichnet, deren Angehorige bestimmte soziodkonomische und bewusstseinsspezifische Merkmale gemeinsam haben. Klassenzugehorigkeit bestimmt sich aus der Stellung im Produktionsprozess: z.B. Arbeiter Oder Unternehmer, Landarbeiter Oder Grundbesitzer" (Thieme, 2010, S. 230).

3. Bildungsexpansion in Deutschland

Hradil (2012) merkt an, dass von den 1960er- bis in die 1990er Jahre Schulen und Hochschulen in Deutschland immer weiter ausgebaut wurden. Auf diese Weise wurde es immer mehr jungen Menschen moglich, einen weiterfuhrenden Bildungsabschluss zu erreichen. Nach dieser Zeit verlief die Bildungsexpansion in Deutschland langsamer. Hradil (2012) betont, dass wenn man Deutschland mit ahnlich entwickelten Landern vergleicht, nur wenige junge Menschen Hochschulen besuchen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Soziale Ungleichheit. Bildungschancen und deren Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang
Hochschule
Medical School Hamburg  (Fakultät Gesundheit)
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V492816
ISBN (eBook)
9783668995888
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale, ungleichheit, bildungschancen, auswirkungen, werdegang
Arbeit zitieren
Lucas Bunke (Autor), 2016, Soziale Ungleichheit. Bildungschancen und deren Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492816

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