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Soziale Ungleichheit. Bildungschancen und deren Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang

Title: Soziale Ungleichheit. Bildungschancen und deren Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang

Term Paper , 2016 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lucas Bunke (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Die Arbeit behandelt das Thema soziale Ungleichheit in Deutschland. Insbesondere wird ein Blick auf die soziale Mobilität geworfen. Die Arbeit beschäftigt sich mit der vertikalen sozialen Mobilität und genauer mit den Aufstiegschancen von Menschen, bezogen auf ihren Beruf sowie der Klasse und Schicht, der sie angehören. Das Thema wird abgegrenzt, indem die Arbeit sich auf die Bedingungen und Chancen für Menschen in Deutschland in der heutigen Zeit bezieht.

Zunächst werden Grundbegriffe, wie soziale Mobilität, soziale Ungleichheit sowie Klasse und soziale Schicht definiert. Anschließend geht der Autor auf die Leitfragen ein. Es ist zum einen zu klären, wie der Einfluss des Familiären Hintergrundes sich auf die späteren Bildungschancen eines Menschen auswirkt. Außerdem versucht der Autor eine Erklärung für die Frage nach der sogenannten „Vererbung“ des Status eines Menschen in der Gesellschaft zu finden.

In Deutschland gilt der Zusammenhang zwischen Elternhaus und Bildungserfolg als besonders stark. Besonders die Grundschuljahre vor der Schulwahl für die Sekundarstufe sind für den Bildungserfolg des Kindes wichtig. Kinder, die in einer prekären Situation aufwachsen, haben es oft schwerer. Kinder aus ärmeren Familien neigen prozentual eher dazu, die Haupt- oder Realschule zu besuchen. In der jüngeren Vergangenheit bestätigen Arbeiten zur Lebensverlaufsforschung allgemein eine Vererbung sozialer Lebenschancen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wichtige Grundbegriffe

2.1 Soziale Ungleichheit

2.2 Soziale Mobilität

2.3 Inter-Generationen-Mobilität und Intra-Generationen-Mobilität

2.4 Soziale Schicht

2.5 Klassen

3. Bildungsexpansion in Deutschland

4. Familie

4.1 Hypothesen zum Zusammenhang von Bildung und Armut

4.2 Empirische Bestätigung der Hypothesen

5. Die Vererbung des (sozialen) Status

5.1 Aufstiegschancen

6. Die Elite

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Herkunft und familiärer Armut auf die Bildungschancen sowie den anschließenden beruflichen Werdegang in Deutschland, um zu klären, inwieweit der Status in der Gesellschaft vererbt wird.

  • Analyse zentraler soziologischer Begrifflichkeiten wie soziale Ungleichheit und Mobilität.
  • Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen finanzieller Armut im Elternhaus und dem schulischen Bildungserfolg.
  • Bewertung empirischer Hypothesen zur Bildungschancenungleichheit.
  • Diskussion der Mechanismen, die zu einer Reproduktion des sozialen Status über Generationen hinweg führen.

Auszug aus dem Buch

4.1 Hypothesen zum Zusammenhang von Bildung und Armut

Hypothese 1: Gebel (2011) betont, dass direkte Kosten (Bücher und Transportkosten), sowie indirekte Kosten (entgangene Haushaltseinkommen durch den Besuch weiterführender Schulen) Einfluss auf den gewählten Bildungsweg eines Kindes aus einer Familie in Armut haben. Zum anderen kann die von Eltern subjektiv wahrgenommene Erfolgswahrscheinlichkeit für ihre Kinder in ärmerer Umgebung geringer ausfallen. Solche Effekte können sich speziell durch langfristige, kumulative Wirkungen von längeren Armutsperioden ergeben, wodurch die kognitive Leistungsentwicklung des Kindes belastet wird (Gebel, 2011, S. 262). Weiter merkt Gebel (2011) an, dass Familien in Armut die nötigen Ressourcen fehlen, um eine Umgebung zu schaffen, die für das Lernen des Kindes förderlich ist. Laut Gebel (2011) lässt sich aus diesen Überlegungen eine allgemeine Hypothese erstellen, dass länger andauernde Armut in der Kindheitsphase die Wahrscheinlichkeit eines Gymnasialbesuchs des Kindes reduziert.

Hypothese 2: Die zweite Hypothese bezieht sich nach Gebel (2011) auf die Dauer einer Armutsperiode, der eine Familie ausgesetzt ist. Es gibt einen Unterschied zwischen kurzzeitiger- und langfristiger Armut, bezogen auf die Auswirkungen auf den Bildungserfolg des Kindes. Gebel (2011) betont, dass die Familie Bildungskosten umso stärker bemerkt, je länger die Armutsphase andauert. Bei länger andauernden Armutsphasen muss die Familie die Bildungskosten und das ausfallende Einkommen (des Kindes) für die nächsten Jahre einplanen. Diese langfristige Planung beeinflusst wiederum negativ, die Entscheidungen der Eltern, ihr Kind zum Besuch einer weiterführenden Schule zu motivieren. Man kann also erwarten, dass kurzfristige Armutsperioden auf den Bildungserfolg des Kindes weniger Einfluss nehmen, als länger andauernde Armut. Nach Gebel (2011) leitet sich hieraus die zweite Hypothese ab: Je länger die Armutsperiode andauert, desto schwerwiegender sind deren Auswirkungen auf den Bildungserfolg des Kindes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas soziale Ungleichheit und Definition der Leitfragen bezüglich der Bildungschancen.

2. Wichtige Grundbegriffe: Klärung der soziologischen Kernelemente wie Ungleichheit, soziale Mobilität, Schichten und Klassen zur theoretischen Fundierung.

3. Bildungsexpansion in Deutschland: Rückblick auf die Entwicklung des Bildungssystems ab den 1960er Jahren und die damit verbundenen Möglichkeiten für junge Menschen.

4. Familie: Untersuchung des Einflusses des familiären Hintergrunds auf den Bildungserfolg und detaillierte Darstellung von Hypothesen zu Bildung und Armut.

5. Die Vererbung des (sozialen) Status: Diskussion über die Reproduktion sozialer Ungleichheit und die Bedeutung der sozialen Herkunft für den weiteren Lebensweg.

6. Die Elite: Analyse der Besetzung von Spitzenpositionen und wie sich hierbei die soziale Selektion auswirkt.

7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Leitfragen und kritische Reflexion der Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Bildungschancen, soziale Mobilität, Armut, Bildungskosten, Bildungsexpansion, soziale Schicht, Klassen, Statusreproduktion, Leistungsgesellschaft, Schulsystem, Generationenmobilität, Habitus, Selektion, Elite.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziale Ungleichheit in Deutschland mit einem speziellen Fokus auf die Auswirkungen des familiären Hintergrunds auf Bildungschancen und berufliche Perspektiven.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder umfassen soziale Mobilität, das Konzept der sozialen Schichten und Klassen sowie die Verknüpfung von Armut und Bildungserfolg.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel zu ergründen, wie der familiäre Hintergrund und der soziale Status die Bildungschancen beeinflussen und ob eine sogenannte Vererbung des Status in der Gesellschaft stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende soziologische Forschungsergebnisse, insbesondere von Autoren wie Hradil, Gebel und Schütte, zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse der Bildungsexpansion, die Untersuchung familiärer Einflüsse auf den Bildungserfolg anhand von Hypothesen sowie die Diskussion über die Reproduktion des Status.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind soziale Ungleichheit, Bildungschancen, soziale Mobilität, Armut und die Reproduktion des sozialen Status.

Wie beeinflusst Armut im Elternhaus laut Gebel (2011) den Bildungserfolg?

Armut wirkt sich negativ aus, da sie direkte und indirekte Kosten für Familien erhöht und durch langfristige Armutsphasen die kognitive Entwicklung sowie die Entscheidung für weiterführende Schulen belastet.

Was besagt die Hypothese zur Dauer einer Armutsperiode?

Die Hypothese besagt, dass länger andauernde Armutsphasen schwerwiegendere negative Auswirkungen auf den Bildungserfolg eines Kindes haben als kurzfristige Phasen, da die langfristige Planung der Eltern massiv beeinflusst wird.

Inwiefern spielt das duale Ausbildungssystem eine Rolle für Aufstiegschancen?

Schütte (2013) weist darauf hin, dass das duale System Jugendliche aus prekären Verhältnissen zunehmend schlechter integriert, da Betriebe hohe Schulabschlüsse erwarten, was die Ausbildungschancen für Bildungsbenachteiligte verschlechtert.

Was versteht man unter dem Begriff "Elite" in dieser Arbeit?

Der Begriff bezieht sich nicht auf die "Besten" im moralischen Sinne, sondern auf die Inhaber von Spitzenpositionen mit gesamtgesellschaftlicher Entscheidungsmacht in Bereichen wie Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

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Details

Title
Soziale Ungleichheit. Bildungschancen und deren Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang
College
University of Applied Sciences and Medical University  (Fakultät Gesundheit)
Grade
1,3
Author
Lucas Bunke (Author)
Publication Year
2016
Pages
15
Catalog Number
V492816
ISBN (eBook)
9783668995888
ISBN (Book)
9783668995895
Language
German
Tags
soziale ungleichheit bildungschancen auswirkungen werdegang
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lucas Bunke (Author), 2016, Soziale Ungleichheit. Bildungschancen und deren Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492816
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