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Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes

Título: Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes

Trabajo Escrito , 2016 , 8 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Rukiye Tekin (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Die soziale Herkunft hat in Deutschland starke Auswirkungen auf die Bildungskompetenz der Kinder. Diese Kritik führte sowohl in der Gesellschaft als auch in der Bildungsforschung zu einer intensiven Auseinandersetzung mit diesem Thema. In der vorliegenden Arbeit soll nun ein Überblick über Bildungsungleichheit geschaffen sowie gesellschaftliche und kulturelle Aspekte, die zum Ausmaß und zur Reproduktion sozialer Bildungsungleichheit beitragen, beleuchtet werden.

Die ungleiche Verteilung von Bildungschancen ist in Deutschland ein „Dauerthema“. Deutschland ist mit Erkenntnissen einer zunehmenden sozialen Bildungsungleichheit in der Bildungsforschung konfrontiert und hat diesbezüglich mit den bildungspolitischen Folgen der schlechten PISA – Ergebnisse zu kämpfen. Obwohl theoretisch gleiche Bildungschancen für jedermann ungeachtet seines Geschlechts, seiner Abstammung oder seiner Hautfarbe usw. bestehen, zeigen sich beim Erwerb von Bildungszertifikaten deutliche milieuspezifische Disparitäten.

Durch zahlreiche Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Schulerfolg stark vom sozialen Hintergrund des Elternhauses abhängt. Die PISA – Studie testet die Kenntnisse und Fähigkeiten 15 – jähriger SchülerInnen. Deutschland hat im Vergleich zu anderen Ländern mit ähnlicher Migrationsdichte schlechtere Ergebnisse erzielt. Diese Studie zeigte, dass in Deutschland mit dem Migrationsstatus häufig Bildungsungleichheiten verbunden sind. Von Benachteiligung spricht man dann, wenn SchülerInnen mit Migrationshintergrund aufgrund der auf sie wirkenden Einflüsse geringere Chancen haben, in vorteilhafte Bildungsgänge zu gelangen und erfolgreiche Abschlüsse erreichen als Kinder deutscher Eltern. Fast jedes vierte in Deutschland geborene Kind hat mindestens ein ausländisches Elternteil und fast ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland kommen zugewanderten Familien. Folglich erzielen SchülerInnen mit Migrationshintergrund niedrigere Bildungsqualifikationen als ihre deutschen Altersgenossen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

3. Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes

3.1 Ergebnisse der PISA - Studien

3.2 Institutionelle Diskriminierung

3.3 Bedeutung des Elternhauses

3.4 Bildungssituation in Deutschland

3.5 Ansatz von Pierre Bourdieu

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen und Mechanismen der Bildungsungleichheit in Deutschland mit einem spezifischen Fokus auf Kinder mit Migrationshintergrund. Ziel ist es, die gesellschaftlichen, institutionellen und familiären Faktoren zu identifizieren, die zu Bildungsdisparitäten führen und deren Reproduktion im Schulsystem begünstigen.

  • Analyse der PISA-Studien im Kontext der Bildungsbeteiligung
  • Untersuchung institutioneller Diskriminierungsmechanismen in Schulen
  • Rolle des Elternhauses und sozioökonomischer Ressourcen
  • Anwendung der Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu
  • Vergleich der Bildungssituation zwischen Einheimischen und Migrantenfamilien

Auszug aus dem Buch

3.2 Institutionelle Diskriminierung

Humboldt forderte, Bildung, „die Anregung aller Kräfte des Menschen“ ( Humboldt 1960, S.64), für jeden, entsprechend seiner Fähigkeiten, zugänglich zu machen und diese zu fördern. Diese Forderung wurde aber durch die zunehmende Institutionalisierung von Bildung behindert. Empirische Studien zeigen, dass für die Disparitäten der Bildungsbeteiligung von zugewanderten Familien, außer den oben genannten Ressourcen, das Bildungssystem verantwortlich ist. Daran anknüpfend soll in diesem Kapitel eine Perspektive auf institutionelle Diskriminierung entworfen und herausgearbeitet werden, ob diese Bildungsbarrieren durch das Schulsystem noch vergrößert werden. Die Problematik der strukturellen und institutionellen Diskriminierung ist kein neues Thema. Seit Jahren fordern Menschenrechts – und Flüchtlingsorganisationen etc. grundlegende Veränderungen.

Nach Gomolla (2002) ist die Schule eine Institution, die SchülerInnen mit Migrationshintergrund als defizitär darstellt, diskriminierende Beschlüsse trifft und sie zu Sonderunterricht, Zurückstufung oder Hauptschule verweist. Es gilt somit zu untersuchen, ob ungleiche Bildungschancen präsent sind und dieser Zustand auf Diskriminierung der Kinder von Zuwandererfamilien im deutschen Schulsystem zu schließen ist. Die Politik und die Lehrer haben die Rolle der Entscheidungsträger. Täglich bestimmen sie die Konstruktion der Schule, der Regelklassen und des (Sonder-) Unterrichts für MigrantInnen (vgl. Flam 2007, S.19-20). In der Bundesrepublik sind Vorschriften und Schulgesetze vorhanden, die die Kinder nach dem Migrationsstatus der Eltern kategorisieren, d.h. danach, ob sie Gastarbeiter, Flüchtlinge, Asylbewerber etc. sind. Demnach werden sie in separierten Klassen und Schultypen übervertreten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Bildungsungleichheit in Deutschland und stellt die Relevanz der Untersuchung im Kontext sozioökonomischer Disparitäten dar.

2. Begriffsbestimmungen: Es werden die zentralen Termini „Bildungsungleichheit“ und „Migration“ definiert, um eine theoretische Grundlage für die weiteren Analysen zu schaffen.

3. Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes: Dieses Hauptkapitel analysiert empirische Befunde, institutionelle Barrieren, den Einfluss des Elternhauses sowie soziologische Erklärungsmodelle zur Bildungsbenachteiligung.

3.1 Ergebnisse der PISA - Studien: Der Abschnitt erläutert die negativen Ergebnisse von SchülerInnen mit Migrationshintergrund und die Korrelation zwischen sozialer Herkunft und Schulerfolg.

3.2 Institutionelle Diskriminierung: Es wird dargelegt, wie das Schulsystem durch Kategorisierung und institutionelle Abläufe zur Ausgrenzung von Migrantenkindern beiträgt.

3.3 Bedeutung des Elternhauses: Dieser Teil beleuchtet, wie sozioökonomische Ressourcen und das Wissen der Eltern über das Schulsystem den Bildungserfolg der Kinder maßgeblich beeinflussen.

3.4 Bildungssituation in Deutschland: Hier wird der Status quo der Bildungsbeteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund, insbesondere an Haupt- und Sonderschulen, skizziert.

3.5 Ansatz von Pierre Bourdieu: Die Kapitaltheorie von Bourdieu dient als theoretischer Rahmen, um die Reproduktion von Bildungsungleichheit durch ökonomisches, soziales und kulturelles Kapital zu erklären.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass trotz Reformbemühungen eine strukturelle soziale Ungleichheit der Bildungschancen bestehen bleibt.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Migration, Migrationshintergrund, PISA-Studien, Institutionelle Diskriminierung, Soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, Kulturelles Kapital, Bildungsbeteiligung, Schulsystem, Bildungsdisparitäten, Bildungsbarrieren, Bildungsabschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Bildungsungleichheit in Deutschland und untersucht, warum Kinder mit Migrationshintergrund im Vergleich zu einheimischen Kindern häufiger benachteiligt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Auswertung von Bildungsstudien, die Rolle des Elternhauses, institutionelle Prozesse in der Schule und die theoretische Fundierung durch soziologische Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Identifikation der Faktoren, die zur Reproduktion von Bildungsungleichheit im deutschen Schulwesen beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung bestehender empirischer Studien und der Anwendung der Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil werden PISA-Ergebnisse, institutionelle Diskriminierungsformen, elternhausbedingte Unterschiede und die soziologische Perspektive auf Kapitalressourcen erörtert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Bildungsungleichheit, institutionelle Diskriminierung, Migrationshintergrund und soziales Kapital geprägt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Elternhauses?

Das Elternhaus wird als entscheidender Faktor für den Bildungserfolg gesehen, da Ressourcen und das Wissen über das Schulsystem bei Migrantenfamilien oft unzureichend sind.

Wie erklärt Pierre Bourdieu die ungleiche Verteilung von Bildungschancen?

Bourdieu führt diese auf die ungleiche Ausstattung mit ökonomischem, sozialem und kulturellem Kapital zurück, welches über den Erfolg im Bildungssystem entscheidet.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor im Fazit?

Trotz zahlreicher bildungspolitischer Veränderungen konnte eine substanzielle Steigerung der Bildungschancen für Kinder mit Migrationshintergrund bisher nicht erreicht werden.

Final del extracto de 8 páginas  - subir

Detalles

Título
Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
2,0
Autor
Rukiye Tekin (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
8
No. de catálogo
V492852
ISBN (Ebook)
9783668987739
ISBN (Libro)
9783668987746
Idioma
Alemán
Etiqueta
bildungsungleichheit schulsystem berücksichtigung migrationshintergrundes
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Rukiye Tekin (Autor), 2016, Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492852
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