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Der institutionelle Ausbau von Fächern in der NS-Zeit am Beispiel der Frankfurter Universität

Título: Der institutionelle Ausbau von Fächern in der NS-Zeit am Beispiel der Frankfurter Universität

Trabajo Escrito , 2018 , 16 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Rukiye Tekin (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
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Grundlage dieser Arbeit ist die Universität Frankfurt, nach der Machtergreifung, im Wintersemester 1934/1935. Darüber hinaus spielen die Wissenschaftler selbst auch eine Rolle. Welcher Rolle haben sie hierbei gespielt? Inwiefern haben sie sich angepasst und waren an dem Missbrauch von Forschung beteiligt? Inwiefern haben sie Widerstand geleistet? Ist es den Nationalsozialisten gelungen, die Rassenideologie auch im akademischen Bereich einzuführen?

Dies sind Fragen, die ich in dieser Arbeit beleuchten werde. Gegenüber dessen war ein Großteil der Wissenschaftler, Professoren sowie Studierende, für die nationalsozialistische Ideologie empfänglich. Dadurch wurde die Gleichschaltung und die aktive Unterstützung der NSDAP begünstigt. An 23 Universitäten konnte der Institutionalisierungsprozess durch die Einrichtung von Lehrstühlen, Dozenturen sowie Instituten stattfinden. Auf der anderen Seite gab es neun Universitäten, an denen scheinbar keine neuen Lehrstühle zur Rassenfrage etc. eingerichtet wurden. Dennoch wurden teilweise Lehrangebote zur Rassenhygiene von anderen Hochschullehrern übernommen und gelehrt.

Die Rasse wurde durch die NS-Mitglieder als oberster Wert menschlicher Existenz festgelegt und dem Volk so infiltriert. Die Rasse sei demnach unveränderlich und ihre Eigenschaften wertbeständig. Dementsprechend sind diese im Sinne eines Rassenkampfes in Hierarchien aufgeteilt. Als oberster Maßstab galt das Vermeiden der Vermischung von Blut, da sonst die Eigenschaften nach unten nivelliert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Institutioneller Ausbau der Fächer

3. Rassenfrage, Eugenik

4. Universitäten im Dritten Reich

4.1 Die „Säuberung“ und „Gleichschaltung“ des alten Lehrkörpers an der Frankfurter Universität

4.2 Rektor Walter Platzhoff

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den institutionellen Ausbau sowie die ideologische Instrumentalisierung von Fächern an der Universität Frankfurt während der Zeit des Nationalsozialismus, mit einem besonderen Fokus auf die Auswirkungen der "Säuberung" des Lehrkörpers und die Implementierung von Rassenideologie in Lehre und Forschung.

  • Prozesse der "Gleichschaltung" an deutschen Universitäten
  • Institutionalisierung von Rassenkunde, Eugenik und Rassenhygiene
  • Ausmaß und Folgen der Vertreibung jüdischer und politisch unerwünschter Wissenschaftler
  • Die Rolle der Universitätsleitung unter Rektor Walter Platzhoff
  • Veränderungen im Vorlesungsverzeichnis und der akademischen Struktur ab 1933

Auszug aus dem Buch

4.1 Die „Säuberung“ und „Gleichschaltung“ des alten Lehrkörpers an der Frankfurter Universität

Der auch im Titel dieses Kapitels verwendete Begriff der Gleichschaltung ist der NS-Terminologie zuzuordnen und beschreibt den Prozess der Vereinheitlichung des öffentlichen und zum Teil privaten Lebens beziehungsweise das Ende des Pluralismus auf allen Ebenen in der Bundesrepublik nach der Machtübernahme. Basis und legales Element der Gleichschaltung war die Übernahme der legislativen Kompetenz durch die Reichsregierung zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933, auch unter Reichstagsbrandverordnung bekannt. Hinzu kommt die formelle Bekräftigung dieses Vorgehens durch das Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933. Auf der einen Seite kann die Gleichschaltung als ein Prozess der Ausschaltung von Widerständen und auf der anderen Seite auch als ein Prozess der Eingliederung in das nationalsozialistische System beziehungsweise ausgeprägter Personenbindung des hier beschriebenen Gleichschaltungsprozesses betrachtet werden. Der angewandte Zwang seitens der Nationalsozialisten ist unumstritten, dennoch kann in vielen Fällen von geleisteter Überzeugungsarbeit gesprochen werden. Die Dominanz der NS-Mitglieder hatte maßgebenden Einfluss auf die Entwicklungen, wobei es letztlich auch auf die jeweiligen Persönlichkeiten der, in diesem Falle Dozentenschaft, ankam.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Ausgangslage des Nationalsozialismus ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Instrumentalisierung der Frankfurter Universität sowie die Anpassung der Wissenschaftler zu beleuchten.

2. Institutioneller Ausbau der Fächer: Das Kapitel beschreibt den Wandel der universitären Fachbereiche durch nationalsozialistische Vorgaben und die Einrichtung neuer Lehrstühle für Erbbiologie und Rassenhygiene.

3. Rassenfrage, Eugenik: Hier wird der Einbruch der nationalsozialistischen Weltanschauung in die Wissenschaft analysiert, insbesondere wie Rassenkunde und Eugenik als ideologisches Instrument zur Exklusion und gesellschaftlichen Steuerung genutzt wurden.

4. Universitäten im Dritten Reich: Dieses Kapitel erläutert die Umgestaltung der akademischen Organisationsstruktur nach dem Führerprinzip und die staatliche Kontrolle über die Hochschulen.

4.1 Die „Säuberung“ und „Gleichschaltung“ des alten Lehrkörpers an der Frankfurter Universität: Es wird detailliert auf die Entlassungswellen, die Rolle des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums und die Vertreibung jüdischer sowie politisch unliebsamer Wissenschaftler eingegangen.

4.2 Rektor Walter Platzhoff: Anhand der Person Walter Platzhoffs wird die Rolle des Rektors bei der Absicherung der Universität vor einer möglichen Schließung und bei der aktiven Umsetzung der nationalsozialistischen Politik diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zur Instrumentalisierung der Wissenschaft im NS-Regime zusammen und formuliert Forschungsdesiderate für die weitere regionalgeschichtliche Aufarbeitung.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Universität Frankfurt, Gleichschaltung, Rassenhygiene, Eugenik, Wissenschaftsgeschichte, Berufsbeamtengesetz, Walter Platzhoff, Antisemitismus, Personalpolitik, NS-Ideologie, Hochschulpolitik, Rassenkunde, Vertreibung, Wissenschaftsmissbrauch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der Frankfurter Universität im Nationalsozialismus, insbesondere mit dem institutionellen Ausbau rassenideologischer Fächer und der Verdrängung des alten Lehrkörpers.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Gleichschaltung der Universität, die Etablierung von Fächern wie Eugenik und Rassenhygiene sowie die Vertreibung jüdischer Wissenschaftler.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu untersuchen, wie die nationalsozialistische Führung die Wissenschaft instrumentalisiert hat und wie die akademische Gemeinschaft auf diesen Druck reagierte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Vorlesungsverzeichnissen und zeitgenössischen Dokumenten wie Rektoratsberichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die strukturelle Umgestaltung der Hochschule, die Auswirkungen der Personalpolitik (Entlassungen) sowie die spezifische Rolle der Universitätsleitung unter Rektor Walter Platzhoff.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Rassenhygiene, Gleichschaltung, universitäre Exklusion, institutioneller Wandel und nationalsozialistische Personalpolitik.

Warum spielt die Frankfurter Universität eine besondere Rolle in dieser Studie?

Sie dient als Fallbeispiel für eine Stiftungsuniversität, deren jüdische Wurzeln eine spezifische Dynamik im Kontext der "Säuberung" und der späteren NS-Neuausrichtung aufwiesen.

Welche Rolle nahm Walter Platzhoff im Prozess der Gleichschaltung ein?

Platzhoff fungierte als Rektor, der einerseits durch Verhandlungen eine Schließung der Universität verhinderte, andererseits aber eine radikale ideologische Ausrichtung der Hochschule vorantrieb.

Wie wirkte sich die nationalsozialistische Ideologie konkret auf den Lehrbetrieb aus?

Durch die Einrichtung neuer Lehrstühle für Rassenforschung und die ideologische Umdeutung bestehender Disziplinen wurde die Wissenschaft gezielt als Werkzeug für die nationalsozialistische Rassenpolitik instrumentalisiert.

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Detalles

Título
Der institutionelle Ausbau von Fächern in der NS-Zeit am Beispiel der Frankfurter Universität
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
2,7
Autor
Rukiye Tekin (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
16
No. de catálogo
V492857
ISBN (Ebook)
9783668988651
ISBN (Libro)
9783668988668
Idioma
Alemán
Etiqueta
ausbau fächern ns-zeit beispiel frankfurter universität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Rukiye Tekin (Autor), 2018, Der institutionelle Ausbau von Fächern in der NS-Zeit am Beispiel der Frankfurter Universität, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492857
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