Soziale Netzwerkanalyse. Die Analyse sozialer Netze unter Berücksichtigung der Theorie Granovetter's


Bachelorarbeit, 2016

61 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stand der Technik
2.1 Fragestellung und Hypothese
2.2 Vorgehensweise

3 Die Theorie Granovetter's
3.1 zusammenfassende Analyse
3.2 Aufbau der Theorie
3.3 Der Bezug zu Social Media
3.3.1 Was ist Social Media?
3.3.2 Was ist soziales Kapital
3.3.3 Soziales Kapital in sozialen Online-Netzwerken

4 Methode für die praktische Untersuchung
4.1 Untersuchungsdesign
4.2 Untersuchungsmethode
4.3 Konstruktion des Erhebungsinstruments
4.4 Konstruktion des Forschungsinstruments

5 Darstellung der Ergebnisse
5.1 Fragebogen
5.2 Experiment

6 Diskussion
6.1 Überprüfung der Hypothesen und Behauptungen
6.2 Einordnung der Ergebnisse

7 Schlussfolgerung

8 Literaturverzeichnis

9 Anhang

Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: The Forbidden Triad

Abbildung 3: Komplexe Netzwerke

Abbildung 2: Zwei durch lokale Brücken verbundene Netzwerke

Abbildung 4: Beziehungsart (N=57}

Abbildung 5: Stärke der Beziehung (N=57}

Abbildung 6: Grad der Überlappung in Prozent (N=14}

Abbildung 7: Veröffentlichter Beitrag auf Facebook Teil 1 (P1}

Abbildung 8: Veröffentlichter Beitrag auf Facebook Teil 2 (P1}

Abbildung 9: Veröffentlichter Beitrag auf Facebook (P2}

Abbildung 1O: Veröffentlichter Beitrag auf Facebook (P3}

Abbildung 11: Veröffentlichter Beitrag auf Facebook (P4}

Tabelle 1: Angepasste Meilensteine

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Der Begriff der Soziologie wurde erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts mit den Arbeiten von Auguste Comte eingeführt. Sie ist eine im Vergleich relativ junge Wissenschaft, die sich theoretisch und empirisch mit dem sozialen Verhalten von Gruppen, deren Strukturen und Prozesse beschäftigt. 1

Mark Granovetter seines Zeichens amerikanischer Soziologe, lehrend an der Standford University und im Jahre 2014 für den Ökonomie-Nobelpreis nominiert, stellt in seiner Herleitung zur Theorie „The Strength of Weak Ties" diverse Hypothesen zu sozialen Netzwerken und deren Bezug zueinander auf. Der Zusammenhang zwischen sozialen Beziehungen und sozialem Kapital in der es heißt, dass schwache Bindungen ein höheres Informationsgehalt aufweisen sorgten für zahlreiche Untersuchungen. Viele der Hypothesen wurden empirisch überprüft und deren Gültigkeit nachgewiesen. Seine Arbeiten gelten seit jeher als „eine der bedeutendsten theoretischen Einsichten der Netzwerkanalyse"2 und Granovetter als „der international vermutlich prominenteste Vertreter der Netzwerkanalyse." 3 Die Tatsache, dass Granovetter Autor des meist- und drittmeistzitierten Soziologie-Artikel ist, unterstreicht nochmals seine bedeutsamen Einsichten und Erkenntnisse.4

Nichtsdestotrotz sind auch Granovetter's Theorien dem Wandel der Zeit ausgesetzt. Die digitale Revolution, mit all ihren Errungenschaften und Innovationen birgt ebenso auch neue Herausforderungen für die soziale Netzwerkanalyse. Mit dem Internet kamen im Nachhinein die sozialen Medien und damit die sozialen Online-Netzwerke, die sich in den letzten Jahren sehr stark differenziert haben. Es gibt zahlreiche Plattformen, die sich in der Fülle der Angebote spezialisierten und eine eigene soziale Internetgemeinschaft hervorbrachten.

Das soziale Online-Netzwerk Facebook gilt wohl als das prominenteste Beispiel. Es weist im Vergleich zu anderen Plattformen die größte monatlich aktive Nutzerzahl auf und besitzt zudem auch die größte Mitgliederzahl. 5 Die infolge der Nutzung dieser sozialen Online-Netzwerke veränderte soziale Struktur und der Kommunikations­ praktiken6 lässt die Frage aufkommen, ob die „klassische" soziale Netzwerkanalyse mit der neuen Möglichkeit der Nutzung des Sozialkapitals in Einklang zu bringen ist oder neue theoretische Ansätze entwickelt werden müssen.

Diese Arbeit versucht den Erklärungsansatz der Stärke schwacher Bindungen nach Granovetter in Relation zu den sozialen Medien zu setzen. Aufgrund der vorgegebenen Begrenzung der Umfang der Arbeit wurde das soziale Online-Netzwerk Facebook als Untersuchungsobjekt ausgewählt. Die aus der Analyse der Theorie Granovetter's herauserarbeiteten Hypothesen wurden zunächst in Zusammenhang mit den sozialen Medien gesetzt und anschließend, im empirischen Teil der Arbeit, auf ihre Gültigkeit überprüft.

2 Stand der Technik

Der jetzige Stand der Literatur gibt hinsichtlich der Überprüfung der Theorie und Hypothesen in den sozialen Medien keinen allgemeinen, weitreichenden Aufschluss über die Gültigkeit dieser. Im Allgemeinen widerlegen einige empirische Analysen die Theorie andere bestätigen diese. Die meisten beziehen sich jedoch ausschließlich auf den Arbeitsmarkt.

Netzwerkstruktur und Informationsgehalt - Wann werden Beziehungen zur Ressource?

Wie auch die Arbeit von Terpe und Steiner zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Netzwerkstruktur und Informationsgehalt. Granovetter untersuchte in seiner Studie „Getting a Job" (1974, 1995) den Zusammenhang zwischen sozialen Beziehungen und sozialem Kapital und kam zum Entschluss, dass schwache Kontakte bei der Stellensuche nicht nur hilfreicher sind als formelle Suchstrategien, sie führen zudem auch zu attraktiveren beruflichen Positionen. Der Einfluss informeller Kontakte bzw. nützlicher Beziehungen (.Vitamin B") beim Berufseinstieg von Jugendlichen wird seit geraumer Zeit in der Sozialforschung diskutiert (z.B. Haug/Kropp 2002). Es fiel in den Untersuchungen jedoch auf, dass besonders die .Herkunftsfamilie" dabei eine wichtige Rolle spielen und eine teilweise ähnliche positive Wirkung wie schwache Bindungen haben. Begünstigt vor allem durch den sog. ,,Werkskinderbonus" und die Mitarbeiter- und Kundenkinder, die sich aber erst in Verbindung von Qualifikationsnachweisen bspw. einem Praktikum den gewünschten Erfolg mitbringen. Aus diesen Gründen, dem Wechselspiel zwischen der Wirksamkeit von starken Beziehungen, zum vermittelten Informationsgehalt und zur Dauerhaftigkeit von sozialen Beziehungen, greift die Unterscheidung Granovetter's von starken und schwachen Beziehungen zu kurz.7

Es stellt sich deshalb die Frage wann Beziehungen zur Ressource werden. So gehen die Autorinnen davon aus, dass „die Struktur des Netzwerks einer Person ausschlaggebend dafür ist, ob eine einzelne Beziehung zur Ressource (zum Kapital) werden kann oder ob sie (auch) negative Wirkungen entfaltet. So liegt die Vermutung nahe, dass es einen Unterschied mache, ob man angesichts mangelnder Alternativen auf eine konkrete Beziehung zurückgreifen muss, ob man lediglich zwischen ähnlichen Beziehungen wählen kann oder ob vielfältige Kontakte zur Auswahl stehen." 8 Die Strukturmerkmale von Netzwerken unterscheiden sich demnach in ihrer sozialen Dichte (social density) und ihrer sozialen Variabilität (social diversity) (Co/lins 1988; 1990). Die soziale Dichte bezieht sich auf die Kontakthäufigkeit von Ego und Alteri. Ein häufiger bzw. tagtäglicher Kontakt ist gleichbedeutend mit einer hohen Dichte. Nach dem grid­ group Modell nach Douglas (1982) ist ein weiteres Merkmal die Ausprägung der group­ Dimension, die die Vernetzung der Personen innerhalb des Netzwerks misst. Hoch ist die group-Dimension, wenn die Personen auch untereinander im engen Kontakt stehen. Demgegenüber bedeutet eine geringe Dichte, dass die Alteri sich untereinander gar nicht bis kaum kennen. Die soziale Variabilität beschreibt die Heterogenität (Verschiedenartigkeit) und die Homogenität (Ähnlichkeit) eines Netzwerks und deren Personen. So kann sie sich wie bei Granovetteran dem Status einer Person ausdrücken oder an andere Merkmale wie Alter, Geschlecht, Region und Unternehmens­ zugehörigkeit. Weiterhin unterscheidet Goi/ins diese Strukturdimension in Anlehnung an Durkheim in hohes und niedriges Ausmaß an Arbeitsteilung. Man geht man davon aus, dass die Personen in heterogenen Netzwerken verschiedenartige Aufgaben übernehmen und infolgedessen eine hohe Arbeitsteilung herrscht. Im Gegensatz dazu greifen Ego in Netzwerken mit einem niedrigen Ausmaß an Arbeitsteilung in den unterschiedlichsten Lebenssituationen, aufgrund von mangelnden Alternativen, stets auf die gleichen Personen zurück. 9

Die Analyse der Daten des ostmobil-Jugendpanels, die sich mit Übergang von Jugendlichen aus der Schule in die Berufswelt beschäftigt, hat gezeigt, dass sich die Stärke schwacher Bindungen nach Granovetter nur bei einer Netzwerkstruktur mit .,geringer Dichte bei zugleich ausgeprägter Heterogenität" 10 nachweisen lässt. Homogene Netzwerkstrukturen scheinen hingegen .immun" gegen schwache Bindungen zu sein. In Abhängigkeit der Netzwerkstruktur und der Strukturdimensionen variiert das Ausmaß der Vermittlungs- und Unterstützungsleistung. So erweisen sich Hilfeleistungen nur im diesen Kontext als positives soziales Kapital. 11

Bringing Strong Ties Back

In der Studie „Bringing Strong lies Back" des Soziologen Yanjie Bian zum Arbeitsmarkt in China differenziert der Autor zwischen der Diffusion von Informationen und Einflüssen, die während der Arbeitssuche erfolgen und die Nutzung von direkten sowie indirekten Bindungen der Arbeitsuchenden. Diese ergab, dass persönliche Netzwerke in China genutzt werden, um Gefälligkeiten von .Machthabende" (i.S. von Status zum direkten Zugang zu Arbeitsplätzen) zu erlangen zu denen die Personen eine starke Bindung haben. Die Gefälligkeiten basieren auf Vertrauen und Verpflichtungen. Somit erhalten Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze vorwiegend durch Kontakte mit starken Bindungen.

In einer weiteren Umfrage aus dem Jahre 1988 kam Bian zu folgenden Erkenntnissen: Erstens, Arbeitsplätze werden häufiger mittels starke Bindungen als schwache Bindungen erlangt. zweitens, sowohl starke als auch schwache Bindungen werden von Arbeitssuchenden für Gefälligkeiten von .Machthabenden" genutzt. Drittens, Arbeitsuchende und ihre letzte Instanz für die Arbeitssuche, sind indirekt durch den Vermittler verbunden zu denen sie jeweils eine starke Bindung haben. Viertens, Arbeitsuchende, die indirekte Bindungen zur Arbeitsuche nutzen, erlangen eher einen besseren Job als diejenigen, die eine starke Bindung nutzen. 12

Wie social media den beruflichen Wissensaustausch fördern können

Sonja Utz geht in ihrem Beitrag der Frage nach, wie soziale Medien den Wissensaustausch auf beruflicher Ebene fördern können. Dabei geht die Autorin explizit darauf ein wie Social Media dazu beitragen kann Experten zu identifizieren und Vertrauen aufzubauen. 13

Der Wissensaustausch nimmt im Berufsleben eine immer bedeutsamere Rolle ein. In der Zeit der Schnelllebigkeit und Globalisierung ist es umso wichtiger stets „up to date" zu sein. Unternehmensinterne Social Media sowie öffentlich zugängliche Software, wie bspw. Xing und Twitter, werden als Kommunikationstool zum Austausch von Informationen genutzt, da sie erleichtern ein großes und diverses Netzwerk zu unterhalten. Nach Adler und Kwon (2002) ist die Struktur und der Inhalt des sozialen Netzwerks für den Aufbau von sozialem Kapital entscheidend. So sollten deshalb, bezüglich des beruflichen Wissensaustausch, Plattformen genutzt werden auf denen sich die nach Granovetter (1973) definierten schwachen Bindungen mit non­ redundanten Informationen befinden. Außerdem sollten auf der Plattform überwiegend berufliche Themen angesprochen werden. Aufgrund dessen gelten Business-Netzwerke wie Xing oder Linkedln als sehr gut geeignet. 14

Die Informationsvorteile der Plattformen wurden in zwei Studien bestätigt, in denen diese, in Anlehnung von Burt (1992), anhand von drei Aspekten Zugang, Aktualität und Empfehlung operationalisiert wurden. Onlinenutzer mit einem Profil in einem Business­ Netzwerk berichteten im Vergleich zu Nutzern, die diese Plattformen nicht nutzen von einem höheren Informationsvorteil, gefolgt von Twitter-Nutzern. Bezüglich der Netzwerkstruktur stellte sich heraus, dass, wie von Granovetter (1973) vorausgesagt, die schwachen Bindungen eine große Rolle spielen. Dennoch greifen die Nutzer vorwiegend auf starke Bindungen zurück, da sie ihrer Meinung nach ein größeres Vertrauen in ihre Kompetenz und Hilfsbereitschaft haben. Die beruflich genutzten Business-Netzwerke helfen den Nutzern, im Gegensatz zu den anderen sozialen Online­ Netzwerken, ihre schwachen Bindungen besser zu mobilisieren. Dies hängt mit den unterschiedlichen Strukturen und Intentionen der Online-Netzwerke zusammen. So fällt es den Nutzern von Business-Netzwerke leichter Wissensexperten mittels den Profilangaben, der Gruppenzugehörigkeit und den Suchfunktionen zu filtern. Die Beurteilung der Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit einer Person werden höchstwahrscheinlich sowohl durch selbstgenerierte als auch durch fremdgenerierte Hinweisreize beeinflusst. Möglicherweise erfolgt dies auch über einen automatischen Prozess beim beiläufigen „scrollen" der Statusmeldungen, der „ambient awareness" generiert. ,,Ambient awareness" besagt, dass alleine durch die eigentlich nichtssagenden Statusmitteilungen und Tweets der Nutzer weiß, was die anderen Personen im Netzwerk tun. Zudem wird dem Lesen von Statusmitteilungen nachgesagt einen positiven Einfluss auf das Gefühl der Verbundenheit zu haben. Es ist jedoch nicht klar, ob Nutzer von Business-Netzwerken tatsächlich mehr Informationen erhalten oder ob lediglich die ohnehin schon gut vernetzten Personen die Business-Netzwerke nutzen. 15

Einführung in die soziale Netzwerkanalyse

Allgemein betrachtet ist die Theorie Granovetter's nicht nur explizit auf den Arbeitsmarkt anwendbar. Dies belegt die Soziologin Dorothea Jansen in ihrer Arbeit „Einführung in die soziale Netzwerkanalyse". Sie beschreibt größere und differenzierte Gesellschaften als „inhärent auf weak ties angewiesen". 16 Da die Zahl der starken Bindungen die ein Individuum eingehen kann recht begrenzt ist, bedingt durch die Zeit und Aufmerksamkeit die sie erfordern, können aus starken Bindungen bestehenden sog. Cliquen nicht beliebig stark wachsen. Schwachen Bindungen hingegen sind in der Lage diese Vernetzung zu durchbrechen und größere Distanzen zu überbrücken. Sie sind aus diesem Grund „für alle Mobilitäts-, Modernisierungs-, Innovations- und Diffusionsprozesse von Bedeutung, denn sie vermitteln verschiedenartige und oft auch neue Informationen und Normen. Sie sind es auch, die verhindern können, dass Ausschließungsprozesse absolut werden und die verschiedenen stark integrierten Gruppen einer Gesellschaft (Clans, ethnische Gruppen, Klassen, religiöse oder regionale Gruppen usw.) sich gegenseitig die Lebensberechtigung absprechen und bekriegen. "17 ·18

Facebook und Co. - Eine soziologische Analyse von lnteraktionsformen in Online Social Networks

Es gibt hingegen keine Studien bzw. empirische Analysen zur Überprüfung der Theorie im Hinblick auf ihre Gültigkeit in den sozialen Medien. Lediglich die Autorin Bemadette Kneidinger geht in ihrer wissenschaftlichen Arbeit der Frage nach, was soziale Netzwerke für soziale Beziehungen und Bindungen bedeuten. Zur Beantwortung dieser Frage, versucht Kneidinger zunächst den Begriff des sozialen Kapitals unter verschiedensten Aspekten zu definieren. Einer der viel zitierten Ansätze ist die Unterscheidung zwischen starken und schwachen Beziehungen nach Granovetter. Neben ihm werden die Definitionen von Lin (2001), Putnam (1993, 2000) und Kresie (2007) mit einbezogen. 19

In diesem Zusammenhang, der Bedeutung sozialer Online-Netzwerke hinsichtlich der Erhaltung und Erweiterung des Sozialkapitals, spielen besonders starke Bindungen eine wichtige Rolle. Es wird hauptsächlich mit Personen kommuniziert mit denen bereits abseits des sozialen Online-Netzwerks kommuniziert wurde und zu denen eine relativ enge Beziehung besteht. Wohingegen zur Kontaktpflege und Kommunikation bei schwachen Bindungen vorwiegend soziale Online-Netzwerke genutzt werden. Es zeigte sich sogar, dass die Online-Kommunikation sich positiv auf die Bindung von den sog. lockeren Beziehungen auswirkt, wohingegen der Effekt (weder positiv noch negativ) bei Familienmitgliedern und engen Freunden ausblieb. Kneidinger vermutet das einseitige Auftreten des Effekts, in dem „unverbindlichen, unaufdringlichen Charakter der Kommunikation"20 wodurch das Netzwerk als positives Faktum zum Tragen kommt. Dadurch werden gewisse Hemmschwellen in der Kommunikationsaufnahme einfacher überwunden. Anteilsmäßig ist die Bedeutung der computervermittelten Kommunikation sogar höher als die direkte Kommunikation (Treffen, Telefonat und SMS). 21

Ebenfalls wichtig zu erwähnen, ist die Untersuchung des Charakters eines Individuums im Zusammenhang mit der Anzahl der Freunde. So ist eine hohe Extraversion verbunden mit einer hohen Anzahl an Freunden, während verlässliche Individuen eher eine geringere Anzahl an Freunden haben. Kneidinger erklärt sich diesen

Zusammenhang dadurch, dass verlässliche Individuen vorsichtiger bzw. selektiver mit der Auswahl ihrer Freunde, die sie in ihr Netzwerk aufnehmen, sind und nur diejenigen Personen aufnehmen, mit denen sie auch tatsächlich eine Beziehung pflegen können. Extrovertierte Individuen hingegen suchen besonders den Kontakt mit einer möglichst großen Anzahl und sind eher gewillt lockere Beziehung in ihr Netzwerk aufzunehmen. Dies zeigt auch die Parallele zum realen Leben, in dem auch dort extrovertierte über mehr soziale Kontakte verfügen, was sich wohlmöglich auf die Online-Netzwerke überträgt. 22

2.1 Fragestellung und Hypothese

Aus der vorangegangenen Literaturrecherche und Analyse des aktuellen Stands der Wissenschaft stellt sich die Frage, ob Granovetter's Theorien und Hypothesen in den sozialen Medien, die eine digitale Darstellung des sozialen Netzwerkes eines Individuums darstellen, ebenfalls ihre Gültigkeit besitzen. Die Fragestellung beinhaltet gleichzeitig das Ziel der Arbeit. Die Forschungsfrage lautet daher: Wie verhalten sich Granovetter's Theorie und Hypothesen in den sozialen Medien?

In seinem Aufsatz behauptet Granovetter, dass zwei willkürlich gewählte Personen je stärker ihre Beziehung zueinander ist, ihre Anzahl der gemeinsamen Freunde anteilsmäßig steigt und somit auch der Grad der Überlappung. Der Grad der Überlappung ist am geringsten wenn ihre Bindung abwesend ist, durchschnittlich, wenn sie schwach ist und äußerst hoch, wenn sie stark ist. Weiterhin stellt er die Theorie auf, dass schwache Bindungen Zugang zu Informationen außerhalb des eigenen Netzwerks ermöglichen und somit ein höheres Informationsgehalt aufweisen. Zudem weist Granovetter darauf hin, dass diejenigen Personen mit einer starken Bindung zum Ego eher gewillt sind zu helfen als Personen mit einer schwachen Bindung. Diese Hypothesen und Behauptungen gilt es in dieser Arbeit zu analysieren, welche ebenfalls die empirische Untersuchung anleiten sollen.

H1: Je stärker die Beziehung zwei willkürlich gewählter Personen zueinander ist, desto stärker steigt ihre Anzahl der gemeinsamen Freunde anteilsmäßig an und somit auch der Grad der Überlappung. Der Grad der Überlappung ist am geringsten wenn ihre Bindung abwesend ist, durchschnittlich, wenn sie schwach ist und äußerst hoch, wenn sie stark ist.

H2: Schwache Bindungen, die als lokale Brücken fungieren, ermöglichen den Zugang zu Informationen außerhalb des eigenen Netzwerks und weisen somit ein höheres Informationsgehalt auf.

H3: Diejenigen Personen mit einer starken Bindung zum Ego sind eher gewillt zu helfen als Personen mit einer schwachen Bindung.

2.2 Vorgehensweise

1. Themenfeld kennenlernen
2. Grundlagenwissen erlangen
3. Themenfestlegung
4. Basislektüre und Auswahl der Forschungsmethode
5. Konstruktion des Erhebungs- und Forschungsinstruments4
6. Durchführung der Untersuchung
7. Aufbereitung der Daten
8. Auswertung der Daten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Angepasste Meilensteine

(Quelle: selbsterstellt)

Nachdem ein erster Überblick zur sozialen Netzwerkanalyse auf Grundlage von Literatur- und Internetrecherchen geschaffen wurde, wird das Themenfeld im weiteren Verlauf spezifischer eingegrenzt.

Dazu folgte die Analyse der wissenschaftlichen Arbeit Granovetter's zur Theorie •The Strength of Weak Ties". Dabei habe ich großen Wert daraufgelegt, eine wortwörtliche Übersetzung des Aufsatzes weitestgehend zu vermeiden, um nicht der Gefahr zu unterlaufen lediglich eine Übertragung der englischen Wörter ins Deutsche vorzunehmen. Viele der Absätze wurden aufgrund dessen sinngemäß zusammengefasst.

Anschließend folgte eine weitere Literaturrecherche, dieses Mal jedoch in Hinblick auf den Stand der Wissenschaft. Es wurde vorwiegend Literatur untersucht, die sich mit der Überprüfung der Theorie Granovetter's beschäftigt. Für ein besseres Verständnis wurden ebenfalls die Basistheorien der Sozialforschung analysiert.

Der empirische Teil der Arbeit begann mit der Definition der Fragestellung und das Herausarbeiten der von Granovetter aufgestellten Hypothesen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Anwendbarkeit der empirischen Untersuchung in den sozialen Medien lag.

Aufgrund der Hypothesen und Behauptungen, sowie mithilfe von Basislektüren zu Forschungsmethoden, wurde das Untersuchungsdesign und die Untersuchungsmethode festgelegt. Im nächsten Schritt wurde der Fragebogen erstellt und der Ablauf des Experiments geregelt, um im Nachhinein die reibungslose Durchführung zu gewährleisten.

Folglich mussten die gewonnenen Informationen und Daten gesammelt und ausgewertet werden, sodass eine Überprüfung der Hypothesen und Behauptungen ermöglicht werden kann.

Abschließend wurden die aus der Analyse und in den Kontext des aktuellen Forschungsstands gebrachten Erkenntnisse zusammengefasst.

3 Die Theorie Granovetter's

3.1 Zusammenfassende Analyse

Im wissenschaftlichen Artikel •The Strength of Weak Ties" veröffentlicht im Jahre 1973 im American Journal of Sociology erläutert der Autor, Mark Granovetter, die Stärke von schwachen Bindungen hinsichtlich ihres Informationsgehalts.

Zunächst kritisiert Granovetterdie derzeitigen Ansätze der soziologischen Theorien, die allesamt die Verbindung bzw. die Relationen zwischen Interaktion auf der Mikro-Ebene und dem Netzwerkmuster auf der Makro-Ebene außer Acht lassen, obwohl die zahlreichen und umfangreichen empirischen Studien auch in qualitativer Hinsicht einen guten Einblick in solche Makro-Phänomene wie soziale Mobilität zwischen den Schichten, Gemeinden-Organisation und politische Strukturen geben oder auf Mikro­ Ebene, Einsicht in die Prozesse innerhalb von kleinen Gruppen ermöglichen. So wird von den meisten Wissenschaftlern auf die Frage, wie Interaktionen in kleinen Gruppen größere soziale Netzwerkmuster beeinflussen nicht weiter eingegangen. Aufgrund dessen ist das Ziel der Arbeit zu beweisen, dass die Prozesse in interpersonellen Netzwerken die ertragreichsten mikro-makro-Brücken erzeugen. 23

Granovetter's Ansatz ist sich nur auf einen Teilaspekt der Mikro-Ebene, den interpersonellen Bindungen, zu konzentrieren. Um im Nachhinein, mithilfe der Netzwerk­ analyse, zu veranschaulichen, wie die eben genannten Makro-Phänomene (Diffusion, soziale Mobilität zwischen den Schichten, politische Organisation und sozialer Zusammenhalt) damit zusammenhängen. 24

Die Stärke von Bindungen

Granovetter definiert zu Anfang woraus die Stärke einer interpersonellen Bindung besteht. Sie setzt aus den folgenden 4 Faktoren zusammen: die Menge an Zeit, die die Individuen miteinander verbringen, die emotionale Intensität, die Intimität bzw. das gegenseitige Vertrauen und die Art der reziproken (wechselseitigen) Hilfeleistung. Jeder dieser Faktoren ist unabhängig voneinander und dennoch stehen sie zugleich in einer Beziehung zueinander. Zur Vereinfachung des ohnehin schon komplexen Themas wird von ausgegangen, dass Bindungen stets positiv sind und auf Gegenseitigkeit beruhen. Die Folgen einer negativen und einseitigen Bindung wird deshalb außer Acht gelassen. 25

Nach der Definition der Stärke von Bindungen, stellt Granovetter, in Anlehnung an Homan's Gedanken26, seine erste Hypothese auf. Wenn zwei Individuen A und B eine starke Bindung zueinander haben sowie A ebenfalls zu C eine starke Bindung hat, so haben mit großer Wahrscheinlichkeit auch C und B eine Bindung zueinander. Falls jedoch C und B zunächst keine Beziehung zueinander haben, so wird höchstwahrscheinlich sie die gemeinsame Bindung zu A zusammenführen, bedingt durch die Menge an Zeit der sie miteinander verbringen und ihrer Ähnlichkeit hinsichtlich ihrer Persönlichkeit, da beide Person A als Freund haben. Die beiden Faktoren Zeit, die die Personen miteinander verbringen, und Ähnlichkeit, in Hinblick auf die Persönlichkeit, spielen somit eine wichtige Rolle. So argumentiert Granovetter, dass die starke Bindung zwischen A/B und A/C jeweils eine Ähnlichkeit voraussetzt und somit auch B und C zueinander ähnlich ist, was eine Beziehung derer wahrscheinlicher macht. 27

Schwache Bindungen im Prozess der Diffusion

Basierend auf der Basis-Hypothese die besagt, dass die Interaktionen in interpersonellen Netzwerken bzw. dyadischen Beziehungen größere soziale Netzwerk­ muster beeinflussen (diese sind wiederum auf kleinere Gruppen zurückzuführen) und den vorausgegangenen Erkenntnissen, stellt Granovetter eine weitere Hypothese auf: "the Forbidden Triad". So stellt er klar, dass wenn zwei Individuen A und B eine starke Bindung (strong tie) zueinander haben und bspw. A ebenfalls eine starke Bindung zu irgendeiner Person aus seinem Freundeskreis hat, so ist es im höchsten Maße unwahrscheinlich, dass zwischen B und C keine Bindung (absent) vorhanden ist. Diese Triade wird deshalb die "verbotene Triade" genannt (siehe Abb. 1). Im Umkehrschluss ist eine Bindung zwischen B und C stets vorhanden, wenngleich sie stark oder schwach ist. Granovetter stütz seine Theorie auf Davis' Analyse von 651 Soziogrammen (1970, p.845) und Newcombs's Arbeit (1961, pp. 160-165) die besagen, dass bei Triaden bestehend aus Dyaden mit einer wechselseitigen hohen Anziehung, die Wahrscheinlichkeit von insgesamt drei starken Bindung stark ansteigt. Um seine Hypothese weiter zu festigen, nutzt Granovetter das Konzept einer „Brücke". Eine Brücke stellt eine schwache Bindung dar, die die einzige Verbindung zwischen A und B und deren Kontakten ist. Über diese Brücken können Informationen und andere Ressourcen ausgetauscht werden. Somit ermöglichen Brücken den Prozess der Diffusion (siehe Abb. 2). Zu beachten ist, dass zwar jede Brücke eine schwache Bindung ist, jedoch ist eine schwache Bindung nicht unbedingt eine Brücke.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: The Forbidden Triad

(Quelle: Granovetter (1973))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Zwei durch lokale Brücken verbundene Netzwerke

{Quelle: Granovetter (1973))

In der Praxis, bedingt durch die Komplexität großer Netzwerke, ist es unwahrscheinlich, dass lediglich eine Bindung die einzige Verbindung zwischen zwei Individuen ist. So auch in Abb.3 zu sehen. Die Bindung zwischen A und B ist zwar die nicht die Einzige, jedoch ist sie, im Hinblick auf den Prozess der Diffusion, die kürzeste bzw. effizienteste und somit die am wahrscheinlicheren genutzte Bindung. Granovetter greift zur Untermauerung seiner Argumentation auf Harary's Aussage zurück, dass eine Kommunikation nur stattfinden kann, wenn sich der Empfänger innerhalb der kritischen Distanz befindet. Diese setzt sich aus Kosten und Verzerrungen die jede Übersendung beinhaltet zusammen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Komplexe Netzwerke

{Quelle: Granovetter (1973))

Ferner vergleicht Granovetter die Bedeutsamkeit einer Bindung als lokale Brücke mit der eines Fernstraßennetzes, in der die Signifikanz einer Brücke steigt, wenn sie die einzige Möglichkeit der Verbindung zweier Punkte ist. Die Bedeutsamkeit wird in Grad ausgedrückt und repräsentiert stets die kürzeste Verbindung. So besitzt die kürzeste lokale Brücke A-B die Gradzahl von 3 und die lokale Brücke A-B in Abb. 3 die vergleichsweise hohe Gradzahl 13, da diese die einzige effiziente Möglichkeit des Informationsaustausches ist. 28

In Anlehnung an Davis' Hypothese, dass der Kommunikationsfluss zweier Personen sich um einen direkt proportional mit der Anzahl an positiven Wegen (Freundschaften) verhält, zum anderen antiproportional hinsichtlich der Distanz dieser Wege, geht Granovetter davon aus, dass schwache Bindungen (die auch als lokale Brücken fungieren) mehr und kürzere Wege kreieren. Daraus ergibt sich die Behauptung, dass der Wegfall von schwachen Bindungen einen höheren Schaden hinsichtlich der Übersendung von Informationen anrichtet als starke Bindungen, da dadurch der Diffusionsfluss zwischen den Netzwerken erheblicher gestört wird. Granovetter schließt dadurch, dass jegliche Informationen die übersendet werden eine größere Anzahl an Personen erreicht und eine größere soziale Distanz (Weglänge)29 überwinden, wenn sie mittels schwache Bindungen erfolgen. So besitzen stark integrierte und miteinander verknüpfte Netzwerke, die aus starken Bindungen bestehen, einen schlechten Diffusionsfluss, da es unwahrscheinlicher, dass schwache Bindungen als lokale Brücken fungieren und somit Informationen viele weitere Netzwerke erreichen. 30

Er vergleicht seine Hypothese mit dem banalen Vorgang der Verbreitung eines Gerüchts. Wenn eine Person ein Gerücht lediglich seinen engen Freunden erzählt und diese es ebenfalls tun, so werden einige das Gerücht zum wiederholten Male hören. Bedingt durch ihre starke Bindung und Vernetzung, wodurch die Wahrscheinlichkeit im höchstem Maße steigt die gleichen Personen als Freunde zu haben. So wird das Gerücht infolgedessen keine lokalen Brücken überwinden und somit auch keine neuen Netzwerke erreichen. Gäbe es diese .dämpfenden" Effekte (in sich geschlossene Netzwerke) nicht, würde nach einiger Zeit die ganze Population vom Gerücht erfahren. So besteht der signifikante Unterschied zwischen schwachen und starken Bindungen in der Anzahl an Personen die je Zeiteinheit erreicht werden können. 31

Granovetter findet Unterstützung seiner Argumente in der Studie zur Diffusion von Mi/gram (1967). In seiner .small-world" Studie wurden zufällig ausgewählte Teilnehmer aufgefordert ein Booklet (Heftehen) an eine bestimmte, namentlich genannte, Person zu versenden. Mittels einer ihm bekannten Person, die seines Erachtens die Zielperson eher kennt. Die Person, die nun im Besitz des Booklets ist, soll es auf die gleiche Art und Weise weitergeben bis die Zielperson erreicht wurde oder sich eine sog.•Sackgasse" ergibt. Bei jeder Übergabe wird zudem ebenfalls eine Postkarte an die Wissenschaftler versendet, die die Beziehung (Freund oder Bekannter) zwischen Sender und Empfänger beinhaltet. Granovetter seinerseits vergleicht die Beziehung zwischen Sender und Empfänger als starke (Freund) und schwache Bindung (Bekannter). Ein Teil der Studie beschäftigte sich mit gemischtrassigen Beziehungen. Eine „weiße Person" hatte die Aufgabe nach demselben Prinzip das Booklet zu Beginn an eine ihm Bekannte afroamerikanische Person zu versenden. Der ethnische Hintergrund der Zielperson spielte dabei keine Rolle. In 50% der Fälle, in denen die .weiße Person" die afroamerikanische Person als Bekannter bezeichnete, wurde das Booklet erfolgreich der Zielperson überreicht. Währenddessen die Erfolgsquote auf 26 % fiel, wenn es sich um einen Freund handelte. Daraus schließt Granovetter, dass die schwachen (gemischtrassigen) Bindungen als effektiver hinsichtlich der Überbrückung sozialer Distanz angesehen werden können und schlägt damit den Bogen zum nächsten Abschnitt. 32

Schwache Bindungen in egozentrischen Netzwerken

In diesem Abschnitt versucht Granovetter seine gesammelten Erkenntnisse und Argumente zum einen auf das Individuum zum anderen auf die Gemeinschaft zu beziehen. So greift Granovetter auf Studien zurück, die sich mit der Analyse des Einflusses eines Individuums auf sein soziales Netzwerk befassen. Einige Studien behandeln die Art und Weise wie das Verhalten vom eigenen sozialen Netzwerk abhängt, andere wiederum wie ein Individuum dieses Netzwerk für die eigenen Zwecke manipulieren kann. Letztendlich hängen beide Phänomene von der Struktur des Netzwerks ab. 33

Die Struktur eines sozialen Netzwerks, so sind sich laut Granovetter die meisten Wissenschaftler sicher (Bott 1957; Bames 1969; Eppstein 1969), ergibt sich aus der Netzwerkdichte. Eppstein bspw. differenziert die Dichte von Netzwerken mittels der Intensität und Regelmäßigkeit der untereinander interagierenden Individuen, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie sich untereinander kennen. Netzwerke mit einer hohen Dichte bezeichnet er als „effective network" (wirkungsvolles Netzwerk) und die mit einer geringen Dichte als „extended network" (ausgedehntes/erweitertes Netzwerk). Granovetterfasst schlussendlich grundsätzlich zusammen, dass starke sowie schwache Bindungen (keine lokale Brücke), ein dichtes Netzwerk formen. Wohingegen schwache Bindungen, die als lokale Brücken fungieren, ein weniger dichtes Netzwerk. 34

[...]


1 Hillmann, K.-H. (2007).

2 Beckert, J. (2005), S.294 .

3 Beckert, J. (2005), S.289 f.

4 Laut Google Scholar wurde die Arbeit.The Strength of Weak Ties" über 39 Tausend mal zitiert.

Google lnc. (2016), Web.

5 Facebook lnc. (2016), Web.

6 Vgl. Kneidin ger, B. (2010).

7 Vgl. Terpe, S. und Steiner, C. (2005), S. 2.

8 Terpe, S. und Steiner, C. (2005), S.3.

9 Vgl. Terpe, S. und Steiner, C. (2005), S. 3-11.

10 Terpe, S. und Steiner, C. (2005), S.10.

11 Vgl. Terpe, S. und Steiner, C. (2005).

12 Vgl. Bian, Y. (1997).

13 Vgl. Utz, S. (2016), S. 118.

14 Utz, S. (2016), S.119 f.

15 Vgl. Utz, S. (2016), S. 120-123.

16 Jansen, D. (2016), S. 106.

17 Jansen, D. (2016), S. 107.

18 Vgl. Jansen, D. (2016), S. 106 ff.

19 Vgl. Kneidinger, B. (2010), S. 17-25.

20 Kneidinger, B. (2010), S. 132.

21 Vgl. Kneidinger, B. (2010), S. 129-132.

22 Vgl. Kneidinger, B. (2010), S. 133-135.

23 Vgl. Granovetter,M. (1973),S. 1360.

24 Vgl. Granovetter,M. (1973),S. 1361.

25 Vgl. Granovetter, M. (1973),S. 136 f.

26 • the more frequently persons interact with one another, the strenger their sentiments of friendship for one another are apt tobe" vgl. Homan, G.C. (1950), S. 133.

27 Vgl. Granovetter, M. (1973), S. 1361 ff.

28 Vgl. Granovetter, M. (1973), S. 1365.

29 Die soziale Distanz wird anhand der Anzahl der Verbindungen, des kürzesten Wegs zwischen zweier Individuen definiert. Ahnlich wie bei der Definition der Distanz von zwei Punkten in der Graphentheorie von Harary (Vgl. Harary et al. (1965), S. 32f. und S. 138-141).

Vgl. Granovetter, M. (1973), S. 1366.

30 Vgl. Granovetter, M. (1973), S. 1366.

31 Vgl. Granovetter, M. (1973), S. 1366 f.

32 Vgl. Granovetter, M. (1973), S. 1368 f. und Kleinfeld, J.S. (2001), Web.

33 Vgl. Granovetter, M. (1973), S. 1369.

34 Vgl. Granovetter, M. (1973), S. 1369 f.

Ende der Leseprobe aus 61 Seiten

Details

Titel
Soziale Netzwerkanalyse. Die Analyse sozialer Netze unter Berücksichtigung der Theorie Granovetter's
Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
61
Katalognummer
V492971
ISBN (eBook)
9783668992016
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie, Netzwerkanalyse, soziale Netzwerkanalyse, Granovetter, Digitalisierung, Social Media, soziale Medien, Facebook, Instagram, Snapchat, Mark Granovetter, The Strength of Weak Ties, schwache Bindungen, starke Bindungen, soziale Beziehungen, Informationsgehalt, Empirie, empirische Analyse, soziale Netzwerke, soziale Struktur, soziale Distanz, Ego, Alter, Kommunikation, gettingajob, job
Arbeit zitieren
Mounir Boukka (Autor), 2016, Soziale Netzwerkanalyse. Die Analyse sozialer Netze unter Berücksichtigung der Theorie Granovetter's, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492971

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