Das vorliegende Buch beinhaltet einen vollständigen Kurs (inkl. Stundenverlaufsplänen) zum Autogenen Training, der so bereits von der Zentralen Prüfstelle Prävention zertifiziert wurde. Das Buch richtet sich an Kursleiter*innen für Autogenes Training, die im Präventionsbereich tätig sind.
Deutschlandweit werden Kurse zum Autogenen Training angeboten. Ein großes Dilemma liegt dabei sowohl in der Gestaltung des Kurses, als auch darin, die Balance zwischen persönlichem Idealismus und der Finanzierbarkeit für Teilnehmende und Verdienstmöglichkeiten zu finden.
Durch das gemeinsame Ziel und die Verpflichtung zur Prävention und Gesundheitsförderung von Psychotherapeuten, Psychologen, Ärzten, Sozialpädagogen, Pädagogen, Physiotherapeuten und den Krankenkassen, ergibt sich die Möglichkeit der Mitfinanzierung der angebotenen Kurse durch die Krankenkasse.
Die rechtliche Grundlage bildet §20 SGB V: Primäre Prävention und Gesundheitsförderung. Um in den Datenbanken der Krankenkasse aufgenommen zu werden, muss der Kurs zur Prüfung zuvor bei der Zentralen Prüfstelle Prävention eingereicht werden.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Kursleitfaden
Einleitung
Kurseinheit 1: Autogenes Training und Stress / Schwere-Übung
Kurseinheit 2: Wärme- Übung
Kurseinheit 3: Herz- Übung
Kurseinheit 4: Atem- Übung
Kurseinheit 5: Sonnengeflecht- Übung
Kurseinheit 6: Stirn- Übung
Kurseinheit 7: Reflexion/ Übung
Kurseinheit 8: Abschied / Transfer in den Alltag
Stundenverlaufspläne für den Grundkurs Autogenes Training für KursleiterInnen
I. Kurseinheit 1
II. Kurseinheit 2
III. Kurseinheit 3
IV. Kurseinheit 4
V. Kurseinheit 5
VI. Kurseinheit 6
VII. Kurseinheit 7
VIII. Kurseinheit 8
Wissenswertes für die Kursleitung
I. Von der Hypnose zum Autogenen Training
II. Bedeutungen von AT
III. Die Rolle der Sprache beim AT
IV. Die Körperhaltung
V. Weitere interessante Informationen
Handout Grundkurs Autogenes Training
Autogenes Training
Schwere-Übung
Wärme-Übung
Herz-Übung
Atem-Übung
Sonnengeflecht-Übung
Kopf-Übung
AT-Protokoll für Kursteilnehmende
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieses Kursleitfadens ist es, KursleiterInnen ein strukturiertes und praxiserprobtes Konzept für die Durchführung eines Grundkurses im Autogenen Training zu vermitteln. Die Arbeit dient als Anleitung, um eine fachlich fundierte Balance zwischen pädagogischem Idealismus, motivationalen Elementen und der therapeutischen Wirksamkeit im Rahmen der Gesundheitsprävention zu wahren und den Teilnehmenden eine nachhaltige Entspannungsmethode für den Alltag an die Hand zu geben.
- Vermittlung der sechs Grundübungen des Autogenen Trainings
- Didaktische Stundenverlaufspläne für die Kursleitung
- Theoretische Grundlagen zu Wirkungsweise, Körperhaltung und Sprache beim AT
- Integration von Stressprävention und Transfer in den Alltag
- Methoden zur Förderung der Autosuggestion und Selbstregulation
Auszug aus dem Buch
Die Polarität von Anspannung und Entspannung
Erstrebenswert ist eine lebendige Grundspannung. Also ein gutes Verhältnis von Spannung und Entspannung.
Beim Tonus ist häufig der Muskeltonus gemeint, also wie sehr der Muskel angespannt ist. Der Biotonus meint die Gesamtspannung, welche in bestimmten Grenzen schwankt.
Das autogene Training wirkt regulierend. Auf einen Hypertonus = Krampf, folgt die Erschlaffung der Muskulatur. Ein zu entspannt ist nicht zu bewirken, im Zustand parasympathischer Beeinflussung findet Regenration statt, um gesunde Anspannung/ Leistungsfähigkeit wieder möglich zu machen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert medizinische Kontraindikationen, potenzielle Nebenwirkungen und die Zielgruppendefinition für einen präventiven Kurs.
Kurseinheit 1: Autogenes Training und Stress / Schwere-Übung: Einführung in die Grundlagen des Autogenen Trainings und methodische Anleitung zur Durchführung der Schwere-Übung zur Muskelentspannung.
Kurseinheit 2: Wärme- Übung: Fokus auf die Wirkung des vegetativen Nervensystems und Anleitung zur Vertiefung der Entspannung durch die Wärme-Übung mittels Gefäßerweiterung.
Kurseinheit 3: Herz- Übung: Erläuterung der Herzfunktion und methodische Anleitung zur Regulierung des Herzschlags durch eine bewusste Entspannungsphase.
Kurseinheit 4: Atem- Übung: Fokus auf die Physiologie der unwillkürlichen Atmung und Anleitung zur Optimierung der Sauerstoffversorgung durch passives Beobachten.
Kurseinheit 5: Sonnengeflecht- Übung: Anleitung zur Entspannung der Bauchorgane durch Vorstellung einer einströmenden Wärme im Bereich des Sonnengeflechts.
Kurseinheit 6: Stirn- Übung: Methode zur Vorbeugung von Müdigkeit und Förderung der geistigen Klarheit durch gezielte Kühlempfindung an der Stirn.
Kurseinheit 7: Reflexion/ Übung: Vertiefung der Lernprozesse und Einordnung individueller Lernverläufe beim Üben des Autogenen Trainings.
Kurseinheit 8: Abschied / Transfer in den Alltag: Abschluss des Kurses mit Fokus auf die dauerhafte Integration der erlernten Methoden in den Alltag und Ausblick auf fortgeschrittene Übungsstufen.
Schlüsselwörter
Autogenes Training, Entspannungsverfahren, Stressprävention, Schwere-Übung, Wärme-Übung, Herz-Übung, Atem-Übung, Sonnengeflecht-Übung, Stirn-Übung, Autosuggestion, Nervensystem, Gesundheitsförderung, Kursleitung, Selbstregulation, Entspannungsreaktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Leitfaden grundsätzlich?
Der Leitfaden bietet ein strukturiertes Konzept für KursleiterInnen, um einen zertifizierten Grundkurs im Autogenen Training anzubieten, der den Anforderungen der Primärprävention nach §20 SGB V entspricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Themen umfassen die physiologischen Grundlagen, die schrittweise Anleitung der sechs Grundübungen sowie didaktische Hinweise zur Kursgestaltung und Gesprächsführung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung einer Methode zur konzentrativen Selbstentspannung, mit der Teilnehmende lernen, Stress abzubauen und ihre Körperfunktionen selbst zu regulieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Das Werk basiert auf den klassischen Ansätzen von J.H. Schultz, ergänzt durch moderne Erkenntnisse der Verhaltenspsychologie, der Lernpsychologie und der Stressforschung.
Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in konkrete Kursleitfäden für acht Einheiten, detaillierte Beschreibungen der Übungsabfolgen sowie theoretische Hintergründe zur Suggestion und Lernphysiologie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Autogenes Training, Selbstregulation, Suggestion, Stressprävention und Entspannungsmethodik.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Schwere- und Wärme-Übung wichtig?
Die Schwere-Übung zielt primär auf die Muskelentspannung ab, während die Wärme-Übung die Entspannung der Blutgefäße induziert, was eine verbesserte Durchblutung bewirkt.
Was ist das Besondere an der Stirn-Übung im Vergleich zu den anderen Übungen?
Im Gegensatz zu den wärmenden Übungen fokussiert die Stirn-Übung auf eine relative Kühle, um Mattigkeit vorzubeugen und die geistige Kontrolle sowie Frische nach dem Training zu erhalten.
- Arbeit zitieren
- Sabine Kilbel (Autor:in), Cindy Wehe (Autor:in), 2019, Kursleitfaden für den Grundkurs Autogenes Training, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493124