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Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

Inwiefern kann der pädagogische Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung zur Verwirklichung von Inklusion in Kindertageseinrichtungen beitragen?

Titre: Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

Dossier / Travail , 2019 , 18 Pages , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Anna-Lena Hübl (Auteur)

Didactique - Didactique générale, Objectifs de l'éducation, Méthodes
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Ein Praxiskonzept, welches den Umgang pädagogischer Fachkräfte mit Pluralität im Elementarbereich aufgreift und das Recht auf Bildung mit dem Recht auf Schutz vor Diskriminierung verbindet, nennt sich vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung. In der vorliegenden Hausarbeit soll untersucht werden, inwiefern der pädagogische Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung die Verwirklichung von Inklusion in Kindertageseinrichtungen fördern kann. Damit soll ein wissenschaftlicher Beitrag dazu geleistet werden, auf der einen Seite realitätsnahe Kriterien für die erfolgreiche Implementierung von Inklusion in (früh-)pädagogischen Einrichtungen zu identifizieren und andererseits Barrieren aufzuspüren, welche der Realisierung einer inklusiven pädagogischen Praxis im Wege stehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

2.1 Inklusion als Herausforderung für die (früh-)pädagogische Praxis

2.1.1 Was ist Inklusion?

2.1.2 Die aktuelle empirische Situation

2.1.3 Aufgaben inklusiver (früh-)pädagogischer Praxis

2.2 Der Ansatz vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung

2.2.1 Was ist vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung?

2.2.2 Entwicklungspsychologische Grundlagen

2.2.3 Förderung von Inklusion durch vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

III. Schlussteil

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Hausarbeit untersucht die Forschungsfrage, inwiefern der pädagogische Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung dazu beitragen kann, die Verwirklichung von Inklusion in Kindertageseinrichtungen zu fördern und dabei realitätsnahe Kriterien für die Praxis zu identifizieren.

  • Konzeptionelle Grundlagen der Inklusion im Elementarbereich
  • Empirische Ausgangslage und Barrieren inklusiver Praxis
  • Entwicklungspsychologische Aspekte der Identitätsbildung
  • Der Anti-Bias-Approach als pädagogisches Praxiskonzept
  • Methoden der Sensibilisierung und Qualitätsentwicklung für Fachkräfte

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Was ist vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung?

Der pädagogische Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung, welcher im Rahmen des Projekts „Kinderwelten“ vom Berliner Institut für den Situationsansatz (Ista) seit dem Jahr 2000 in Deutschland bundesweit im Elementarbereich erprobt wurde, geht auf den Anti-Bias-Approach zurück, der von Louise Derman-Sparks und ihren Kollegen und Kolleginnen 1989 am Pacific Oak College in Kalifornien als inklusives Praxiskonzept entwickelt wurde. Basierend auf Studien über die Folgen sozialer Ungleichheit und Diskriminierung auf die Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Kindern verknüpft der Anti-Bias-Approach (Anti = gegen, Bias = Einseitigkeit) als Ansatz für antidiskriminierende Bildungsarbeit das Recht auf Bildung mit dem Recht auf Schutz vor Diskriminierung.

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung verfolgt dabei eine strikte Werteorientierung: Gesellschaftliche Vielfalt wird als wertvoll angesehen, während Diskriminierung und Benachteiligung strikt abgelehnt werden. (vgl. Groschwald & Rosenkötter 2015, S. 29; Wagner 2017, S. 30) Im Rahmen des Ansatzes werden ein transparenter Umgang mit Vielfalt und die bewusste Auseinandersetzung mit Vorurteilen angestrebt, um Exklusionsrisiken im Bildungsbereich aufzudecken und um ein kompetentes Erkennen, Vermeiden und Intervenieren bei Ausgrenzung und Diskriminierung zu ermöglichen (vgl. Borke & Keller 2014, S. 56f.). Hierfür werden vier Ziele konkretisiert, die aufeinander aufbauen:

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Inklusion im Elementarbereich ein und begründet die Untersuchung des Ansatzes der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung als Antwort auf bestehende Defizite in der pädagogischen Praxis.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert zunächst das Konzept der Inklusion und die aktuelle empirische Situation, bevor er den Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung theoretisch fundiert und dessen Potenzial für die inklusive Praxis darlegt.

III. Schlussteil: Der Schlussteil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass der Ansatz eine wertvolle, wenn auch nur als Baustein zu verstehende Orientierungshilfe für die inklusive Arbeit in Kindertageseinrichtungen darstellt.

Schlüsselwörter

Inklusion, Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, Elementarbereich, Kindertageseinrichtung, Anti-Bias-Approach, Diversität, Diskriminierungsschutz, Frühpädagogik, Identitätsbildung, Partizipation, Bildungsbenachteiligung, Praxisreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Verknüpfung von Inklusion und vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung im Kontext deutscher Kindertageseinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Inklusion, die Analyse bestehender Barrieren in der Praxis und die Darstellung des Anti-Bias-Ansatzes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung als konkretes Praxiskonzept zur erfolgreichen Umsetzung von Inklusion beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer inhaltsanalytischen Auswertung der einschlägigen fachwissenschaftlichen Literatur zu Inklusion und dem Anti-Bias-Ansatz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Auseinandersetzung mit dem Inklusionsbegriff und der empirischen Situation sowie die detaillierte Vorstellung und Anwendung des vorurteilsbewussten Ansatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, Anti-Bias, Diversität und pädagogische Praxisreflexion charakterisiert.

Warum wird der Anti-Bias-Ansatz als hilfreiche Arbeitshilfe bezeichnet?

Weil er konkrete didaktische Ziele und Methoden bietet, die pädagogische Fachkräfte dabei unterstützen, Inklusion im Alltag greifbar und umsetzbar zu machen.

Welche Rolle spielen Persona Dolls in diesem Kontext?

Persona Dolls dienen als praxisnahes Instrument, um mit Kindern in einen Dialog über Ungerechtigkeit, Diskriminierung und individuelle Biographien zu treten.

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Résumé des informations

Titre
Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung
Sous-titre
Inwiefern kann der pädagogische Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung zur Verwirklichung von Inklusion in Kindertageseinrichtungen beitragen?
Université
Justus-Liebig-University Giessen
Note
1,0
Auteur
B.A. Anna-Lena Hübl (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
18
N° de catalogue
V493130
ISBN (ebook)
9783668986541
ISBN (Livre)
9783668986558
Langue
allemand
mots-clé
#Inklusion #Kindertageseinrichtung #Erziehung #Pädagogik #Früherziehung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Anna-Lena Hübl (Auteur), 2019, Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493130
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Extrait de  18  pages
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