Arbeitszeitmodelle und Flexibilisierung der Arbeit


Studienarbeit, 2018

15 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort
1.1 Historische Betrachtung und Begriffsklärung
1.1.1 Arbeitszeit und Verteilung
1.1.2 Kindererziehung und Elternzeit
1.2 Arbeitszeitmodelle

2 Familie und Beruf
2.1 Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle
2.2 Besonders familienfreundliche Modelle

3 Schlusswort

4 Literatur- und Abbildungsverzeichnis

1 Vorwort

In der Anatomielehre gibt es einen Merksatz, um sich die Anzahl der Wirbel in der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule zu merken:

7 Halswirbel - Um 7 Uhr beginnt die Arbeit

12 Brustwirbel - Um 12 Uhr ist Mittagspause

5 Lendenwirbel - Um 5 Uhr ist Feierabend

Hinter dieser Eselsbrücke steckt ein traditioneller Tagesablauf, der heute viele zum Schmunzeln gilt, da er schon längere Zeit nicht mehr oder noch nie ihrer Realität entsprochen hat.

Ebenso wie die Verteilung der Arbeitszeit haben sich die Rollenbilder in der Gesellschaft stark verändert. Früher war ging der Mann noch als klassischer Versorger einer Vollzeitbeschäftigung nach. Die Frau hingegen war für den Haushalt und die Familie zuständig. Wenn überhaupt war hier raum für eine kleine Teilzeitbeschäftigung. Dies hat sich geändert zu Müttern, die früher wieder einer Beschäftigung nachgehen und Vätern, die Elternzeit in Anspruch nehmen.

Die Bedeutung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auf Grund dieser Entwicklung wichtiger denn je.

Diese Arbeit soll deshalb verschiedene besonders familiengerechte Arbeitsmodelle aufzeigen und näher betrachten.

Um dies zu erreichen sollen erst die oben beschriebenen historischen Veränderungen betrachtet werden und die verschiedenen Möglichkeiten, der Arbeitszeitgestaltung aufgezeigt werden.

1.1 Historische Betrachtung und Begriffsklärung

1.1.1 Arbeitszeit und Verteilung

Es gibt zwei Trends weg von der Normalarbeitszeit.

Zum einen ist historisch eine deutliche Arbeitszeitverkürzung zu beobachten. Betrug die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in Westdeutschland 1960 noch 44.4 Stunden, so sank Sie bis zum Jahr 1996 schon auf 37,4 Stunden[1].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1; Die Entwicklung der tariflichen Arbeitszeit in Deutschland seit 1990[2]

Die zweite ausschlaggebende Entwicklung ist die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit. Nachdem Mitte der 1990er-Jahre die Arbeitszeitverkürzung in vielen Branchen zum Stocken gekommen ist, gewann dafür die Abkehr von klassischen Arbeitsmodellen mehr an Gewicht[3]. Aus den starren Arbeitszeitmodellen der Vergangenheit haben sich in den letzten Jahrzehnten immer variablere Arbeitszeitkonzepte entwickelt[4].

Gründe hierfür sind die wirtschaftliche Notwendigkeit, Produktionsanlagen möglichst effizient auszunutzen und auch die Aufgabe, die Funktionen des Dienstleistungssektors zu gewährleisten. Sei es wegen ausgeweiteter Ladenöffnungszeiten im Einzelhandel, oder um die Versorgung im Gesundheitswesen aufrecht zu erhalten.

Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit ist „jede, auch zeitlich befristete, Veränderung der üblichen Lage und Dauer der Arbeitszeit“[5]. Nach dieser Definition wäre nicht jedes Arbeitszeitmodell auch eine Flexibilisierung. Arbeitszeitmodelle wie z.B. Schichten und Überstunden gehören in vielen Branchen zu üblichen Arbeitszeitkonzepten.

1.1.2 Kindererziehung und Elternzeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2, Anteil der Neugeborenen, deren Vater Elterngeld bezogen hat, nach Geburtsjahr[6]

In dem Diagramm in Abbildung 2 ist ein weiterer Trend der letzten Jahre erkennbar.

Immer mehr Väter beziehen Elterngeld und kümmern sich um die Erziehung der Kinder und um den Haushalt.

Auch durch die Möglichkeiten der Kinderbetreuung z.B. durch Tagesmütter oder Kindertagesstätten ermöglicht es Müttern, wieder früher einer Beschäftigung nachzugehen. In Abbildung 3 ist erkennbar, dass dieses Angebot immer mehr genutzt wird. Von 2007 bis 2012 ist die Anzahl der betreuten Kinder um nahezu ein Drittel gestiegen.

[...]


[1] SCHULZE BUSCHOFF (2002)

[2] FAZ.NET (2004)

[3] SCHULZE BUSCHOFF (2002)

[4] WSI (2014) S. 1

[5] GABLER.DE

[6] STATISTA.COM

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Arbeitszeitmodelle und Flexibilisierung der Arbeit
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Veranstaltung
Personalplanung, -beschaffung und -einsatz
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V493780
ISBN (eBook)
9783668987012
ISBN (Buch)
9783668987029
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Personalplanung, Personelbeschaffung, Personaleinsatz, Arbeitszeitmodelle
Arbeit zitieren
Andreas Hummel (Autor:in), 2018, Arbeitszeitmodelle und Flexibilisierung der Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493780

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