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Das Spanische in Südflorida

Titre: Das Spanische in Südflorida

Mémoire (de fin d'études) , 2005 , 128 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Karolin Rammling (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Résumé Extrait Résumé des informations

Nahezu jeder siebte Bürger in den Vereinigten Staaten von Amerika ist hispanischen Ursprungs. Hispanics stellen in den USA die größte Minderheit und haben damit auch die bislang zahlenmäßig stärkste Gruppe, die Afroamerikaner, überholt. Weltweit sind die USA damit zum viertgrößten spanischsprachigen Land geworden, übertroffen werden sie nur noch von Mexiko, Spanien und Argentinien.
Allein diese Zahlen zeigen, dass das hispanische Erbe in den Vereinigten Staaten von überwältigender Bedeutung ist und lassen auf ein besonderes Gewicht der Latinos schließen. Der Einfluss der hispanischen Bevölkerung ist in verschiedenen Gebieten der USA allerdings unterschiedlich hoch. Eine Region, die durch den Einfluss der Hispanics eine ganz neue Bedeutung gewonnen hat, ist Südflorida.
Südflorida ist seit der kubanischen Revolution 1959, die eine große Flüchtlingswelle auslöste, vor allem durch die kubanischen Immigranten, aber auch durch Flüchtlinge aus Zentral- und Südamerika in seiner Gestalt sehr stark verändert worden. Von einer Gegend, die einst vom Wintertourismus der nordamerikanischen Pensionäre lebte, wandelte sich die Region in eines der wichtigsten Handelszentren zwischen Nord- und Südamerika. In der einst englischsprachigen Gegend kann man heute ohne Spanischkenntnisse kaum mehr erfolgreich bestehen. Südflorida ist de facto zu einem bilingualen Gebiet geworden. Diese Entwicklung und vor allem die spanische Sprache in Südflorida werden Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärungen und Definitionen

2.1 Bilinguismus

2.2 Diglossie

2.2.1 Der Diglossie-Begriff nach Ferguson

2.2.2 Der Diglossie-Begriff nach Fishman

3 Spanisch in den USA

3.1 Hispanics in den USA

3.1.1 Geschichte

3.1.2 Heutige Situation

3.1.2.1 Verbreitung

3.1.2.2 Altersstruktur

3.1.2.3 Bildung und Beschäftigung

3.1.3 Hauptgruppen der Hispanics

3.1.3.1 Mexikaner

3.1.3.2 Puerto Ricaner

3.1.3.3 Kubaner

3.1.3.4 Weitere Hispanics

3.2 Die spanische Sprache in den USA

4 Kubaner in Südflorida

4.1 Geschichte der Immigration

4.1.1 Immigration vor 1959

4.1.2 Immigration seit 1959 bis heute

4.1.2.1 „Golden Exiles“: Januar 1959 bis Oktober 1962

4.1.2.2 Luftbrücke „Freedom Flights“: September 1965 bis April 1973

4.1.2.3 Flucht von Mariel: April 1980 bis Oktober 1980 und die Zeit danach bis 1994

4.1.2.4 Balseros 1994

4.1.2.5 Seit 1994 bis heute

4.2 Die Enklave in Miami

4.2.1 Die Entstehung der Enklave

4.2.2 Faktoren zur Erklärung des wirtschaftlichen Erfolgs der Kubaner

4.2.2.1 Politische Identität

4.2.2.2 Schichtzugehörigkeit

4.2.2.3 Geographische Konzentration in Südflorida

4.2.2.4 Verlass auf informelle Netzwerke und den privaten Sektor

4.2.2.5 Traditionelle Rolle der Familie

4.2.2.6 Miamis Lage mit Bezug zu Lateinamerika

4.3 Lebensumstände der Kubaner heute in Miami/Dade County

4.3.1 Demographische Merkmale

4.3.2 Bildung, Beschäftigung, politischer Standpunkt

5 Das kubanisch-amerikanische Spanisch

5.1 Phonologie

5.1.1 Charakteristische Merkmale des kubanischen Spanisch

5.1.2 Phonetische Veränderungen durch den Einfluss des Englischen

5.2 Morphosyntax

5.2.1 Artikel

5.2.2 Substantive

5.2.3 Adjektive

5.2.4 Pronomina

5.2.5 Verben

5.2.6 Invariable Bestandteile: Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen, Interjektionen

5.3 Lexikon

5.3.1 Lehnwörter

5.3.2 Bedeutungsentlehnungen und Lehnübersetzungen

5.3.2.1 Eingliedrige Entlehnungen

5.3.2.2 Mehrgliedrige Entlehnungen

5.4 Sprachgebrauch

5.4.1 Verwendung des Spanischen in Miami/Dade County

5.4.2 Bilinguismus und Diglossie in Südflorida

5.4.3 Einstellungen gegenüber der spanischen Sprache

5.4.4 Sprachpolitik in Miami/Dade County

5.5 Aufrechterhaltung des Spanischen

6 Analyse des El Nuevo Herald und des The Miami Herald

6.1 Hispanische Medien in Miami/Dade County

6.1.1 Radio und TV

6.1.2 Printmedien

6.2 Miamis größte Tageszeitungen

6.2.1 Das Unternehmen Knight Ridder

6.2.2 The Miami Herald

6.2.3 El Nuevo Herald

6.3 Vergleich El Nuevo Herald und The Miami Herald

6.3.1 Aufbau der beiden Zeitungen

6.3.2 Themen und Autoren

6.3.3 Kleinanzeigenmarkt

6.4 Sprachliche Besonderheiten in El Nuevo Herald

6.4.1 Morphosyntax

6.4.1.1 Artikel

6.4.1.2 Substantive

6.4.1.3 Adjektive

6.4.1.4 Pronomina

6.4.1.5 Verben

6.4.1.6 Invariable Bestandteile: Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen, Interjektionen

6.4.2 Lexikon

6.4.3 Weitere Auffälligkeiten

7 Schlussbemerkung: Spracherhalt oder Sprachverlust?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die soziolinguistische Situation der kubanischen Einwanderer in Südflorida. Ziel ist es, den Gebrauch des Spanischen durch die Cuban-Americans zu untersuchen und zu bewerten, inwiefern die spanische Sprache trotz des englischsprachigen Umfelds im Alltag sowie in den Medien erhalten bleibt.

  • Soziolinguistische Entwicklung der kubanischen Gemeinschaft in Miami/Dade County
  • Einfluss der wirtschaftlichen Enklave auf den Spracherhalt
  • Phonologische und morphosyntaktische Besonderheiten des kubanisch-amerikanischen Spanisch
  • Medienanalyse der Zeitungen El Nuevo Herald und The Miami Herald
  • Politische und institutionelle Faktoren der Sprachpolitik

Auszug aus dem Buch

4.2.2.1 Politische Identität

Das wichtigste Band, das die kubanische Enklave zusammenhält, ist fraglos das gemeinsame Identitätsgefühl der Cuban-Americans. Die Leidenschaft, mit der sie an ihren politischen Eigenschaften als Exilanten festhielten, prägte ihre Orientierung und bestimmte ihre Entscheidung in Miami zu bleiben und den Niedergang Fidel Castros abzuwarten. Als sie erkannten, dass eine Rückkehr so schnell nicht möglich war, versuchten sie, ihr Leben in den USA wieder aufzubauen, ohne ihre Kernwerte aufzugeben. Sie feierten die Eröffnung jedes kubanischen Unternehmens als Sieg der freien Marktwirtschaft über den Kommunismus.

Our sense of identity was related to our economic success. If we had not kept together; if we had disseminated throughout the United States; if we had blended with the surrounding community; if we had not built an enclave of our own; if we had not created a market for ourselves, then we would not have been economically successful.

Da sie von der US-Regierung als politische Flüchtlinge angesehen wurden, erhielten sie außerdem finanzielle Unterstützung, welche die anderen Immigrantengruppen nicht bekamen. Neben den Regierungsprogrammen errichtete vor allem die CIA in Miami einen sehr großen Stützpunkt mit dem Ziel, Castro mit Hilfe der Exilkubaner zu stürzen. Viele waren bei der CIA beschäftigt und erhielten dadurch ein Einkommen, das später als Startkapital für eigene Unternehmen diente.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und der Relevanz der spanischen Sprache in Südflorida.

2 Begriffsklärungen und Definitionen: Theoretische Abgrenzung der Konzepte Bilinguismus und Diglossie für die soziolinguistische Analyse.

3 Spanisch in den USA: Überblick über die historische Entwicklung und die gegenwärtige Situation hispanischer Bevölkerungsgruppen in den USA.

4 Kubaner in Südflorida: Darstellung der Einwanderungsgeschichte der Kubaner sowie der Entstehung der wirtschaftlichen Enklave in Miami.

5 Das kubanisch-amerikanische Spanisch: Detaillierte linguistische Untersuchung der Besonderheiten in Phonologie, Morphosyntax und Lexikon.

6 Analyse des El Nuevo Herald und des The Miami Herald: Empirische Untersuchung des Sprachgebrauchs in den führenden Tageszeitungen Miamis.

7 Schlussbemerkung: Spracherhalt oder Sprachverlust?: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Zukunftsperspektiven des Spanischen in Südflorida.

Schlüsselwörter

Südflorida, Miami, Kubaner, Cuban-Americans, Bilinguismus, Diglossie, Spanisch, Sprachgebrauch, Enklave, El Nuevo Herald, Medienanalyse, Immigration, Sprachpolitik, Morphosyntax, Lehnwörter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die sprachliche Situation der kubanischen Bevölkerungsgruppe in Südflorida, insbesondere unter Berücksichtigung der sozioökonomischen Faktoren, die den Erhalt der spanischen Sprache in dieser Region beeinflussen.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Immigrationsgeschichte der Kubaner, die soziolinguistische Struktur der Enklave in Miami, linguistische Besonderheiten des kubanisch-amerikanischen Spanisch sowie die Rolle der Medien in diesem Prozess.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie und warum sich das Spanische als lingua franca der Wirtschaft in Südflorida etablieren konnte und ob es langfristig erhalten bleibt oder durch Assimilation verloren geht.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Neben einer umfangreichen Literatur- und Theorieanalyse nutzt die Arbeit eine empirische Inhaltsanalyse der Zeitungen El Nuevo Herald und The Miami Herald, um sprachliche Besonderheiten und Nutzungsmuster konkret zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Einwanderungsgeschichte, die soziologische Erklärung für den wirtschaftlichen Erfolg der Kubaner ("Enklaven-Ökonomie") sowie eine linguistische Zerlegung der Sprachmerkmale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Südflorida, kubanische Enklave, Bilinguismus, Sprachwandel und Medienpräsenz charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich der Sprachgebrauch im El Nuevo Herald von einem Standard-Spanisch?

In der Zeitung zeigen sich deutliche Einflüsse des Englischen durch Lehnwörter, Bedeutungsentlehnungen und morphosyntaktische Anpassungen, die in Spanien nicht üblich sind, in Miami jedoch zur Norm gehören.

Was bedeutet die "Enklaven-Ökonomie" für den Spracherhalt in Miami?

Die wirtschaftliche Enklave in Miami ermöglicht es Kubanern, in vielen Lebensbereichen komplett auf Spanisch zu interagieren, was den Zwang zur Assimilation an die englische Sprache stark verringert.

Fin de l'extrait de 128 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Das Spanische in Südflorida
Université
University of Passau
Note
1,7
Auteur
Karolin Rammling (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
128
N° de catalogue
V49380
ISBN (ebook)
9783638458528
ISBN (Livre)
9783656492160
Langue
allemand
mots-clé
Spanische Südflorida
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Karolin Rammling (Auteur), 2005, Das Spanische in Südflorida, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49380
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Extrait de  128  pages
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