In der vorliegenden Seminararbeit wird der Vorschlag der Europäischen Kommission zur Entwicklung eines Europäischen Einlagensicherungssystems betrachtet und kritisch diskutiert.
Bevor das Für und Wider des geplanten Einlagensicherungssystems in der EU abgewogen werden kann, bedarf es zunächst einer Definition des Begriffs "Einlagensicherung" im Allgemeinen. Da die Einlagensicherung der dritte Baustein der europäischen Bankenunion werden soll, wird diese im nächsten Teil näher erläutert. Hierzu gehört auch die Darstellung der ersten beiden Säulen der Bankenunion: die einheitliche Bankenaufsicht und die einheitliche Bankenabwicklung.
Anschließend wird im Hauptteil der Vorschlag der EU-Kommission zu einem Europäischen Einlagenversicherungssystem beleuchtet und schließlich kritisch betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Einlagensicherung – Definition
- Die europäische Bankenunion
- Definition
- Single Supervisory Mechanism, SSM
- Single Resolution Mechanism, SRM
- Das Europäische Einlagensicherungssystem, EDIS
- Kritische Diskussion von EDIS
- Vorteile
- Nachteile
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem aktuellen Vorschlag der Europäischen Kommission zur Entwicklung eines Europäischen Einlagensicherungssystems und analysiert dessen Vor- und Nachteile. Die Arbeit analysiert den Begriff der Einlagensicherung und beleuchtet den Zusammenhang mit der europäischen Bankenunion. Die Arbeit wird mit einer kritischen Diskussion des EDIS-Vorschlags der EU-Kommission abgeschlossen.
- Die Bedeutung der Einlagensicherung für das Vertrauen der Bürger in die Banken
- Die Rolle der europäischen Bankenunion zur Stärkung des Bankensektors und der Finanzstabilität im Euroraum
- Die Funktionsweise und die Ziele des Europäischen Einlagensicherungssystems (EDIS)
- Die Vorteile und Nachteile des EDIS-Vorschlags
- Die kritische Diskussion des EDIS-Vorschlags im Hinblick auf seine Auswirkungen auf die Finanzstabilität und die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bankensystems.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Hintergrund der Seminararbeit dar und erläutert die Relevanz der Einlagensicherung im Kontext der jüngsten Finanzkrise. Kapitel 2 bietet eine Definition des Begriffs ,,Einlagensicherung" und beschreibt dessen Bedeutung für den Gläubigerschutz und die Stabilität des Bankensystems. Kapitel 3 erläutert die europäische Bankenunion als Reaktion auf die Finanzkrise und analysiert ihre drei Säulen: die einheitliche Bankenaufsicht (SSM), die einheitliche Bankenabwicklung (SRM) und die gemeinsame Sicherung der Einlagen.
Im Fokus von Kapitel 4 steht die kritische Diskussion des EDIS-Vorschlags. Hierbei werden sowohl die Vorteile als auch die Nachteile des geplanten Einlagensicherungssystems beleuchtet. Die Arbeit endet mit einem Fazit, das die Ergebnisse der Untersuchung zusammenfasst und die wichtigsten Schlussfolgerungen darstellt.
Schlüsselwörter
Einlagensicherung, Europäische Bankenunion, Single Supervisory Mechanism (SSM), Single Resolution Mechanism (SRM), Europäisches Einlagensicherungssystem (EDIS), Finanzkrise, Staatsschuldenkrise, Gläubigerschutz, Bankstabilität, Moral Hazard, Asset-Substitution, Spill-Over-Effekte, EU-Kommission, kritische Diskussion
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Europäische Einlagensicherungssystem (EDIS)?
EDIS ist die geplante dritte Säule der europäischen Bankenunion, die darauf abzielt, die Einlagen von Bankkunden im gesamten Euroraum einheitlich zu schützen.
Was sind die ersten beiden Säulen der Bankenunion?
Die erste Säule ist die einheitliche Bankenaufsicht (SSM), die zweite ist der einheitliche Abwicklungsmechanismus für marode Banken (SRM).
Welche Vorteile bietet ein gemeinsames Einlagensicherungssystem?
Es stärkt das Vertrauen der Bürger in das Bankensystem, verringert die Gefahr von „Bank Runs“ und schwächt die fatale Verbindung zwischen Banken- und Staatsschuldenrisiken ab.
Welche Kritik gibt es an EDIS?
Kritiker befürchten ein „Moral Hazard“, bei dem solide Banken für die Risiken maroder Institute in anderen Ländern haften müssen, sowie Wettbewerbsverzerrungen.
Was bedeutet „Moral Hazard“ im Bankenkontext?
Es beschreibt das Risiko, dass Banken riskantere Geschäfte eingehen, weil sie wissen, dass sie im Krisenfall durch ein gemeinschaftliches Sicherungssystem geschützt sind.
Welche Rolle spielt die EU-Kommission bei EDIS?
Die EU-Kommission hat den Vorschlag für EDIS ausgearbeitet, um die Finanzstabilität im Euroraum nach der Finanzkrise langfristig zu sichern.
- Arbeit zitieren
- Charlotte Dillmann (Autor:in), 2016, Das europäische Einlagensicherungssystem als dritter Baustein der europäischen Bankenunion. Überblick und kritische Diskussion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493887