In dieser Arbeit werden die Anfänge und Ziele der Epoche des Risorgimento in Italien in Augenschein genommen. Hierfür konzentriert sich der Autor auf die Reformen des 18. Jahrhunderts, dem Wiener Kongress, Italiens Restauration und dem "neoguelfischen" Moment. Ebenso werden einige wichtige Persönlichkeiten, wie Carlo Emanuele III, Filippo Buonarroti und Napoleon Bonaparte beschrieben, die für die Geschichte Italiens prägend waren.
Das italienische Risorgimento gilt in der italienischen Geschichte als eine Epoche, welche von 1815 bis 1870 stattfand. Einige Historiker jedoch datieren den Beginn des Risorgimentos bereits mit der Französischen Revolution 1789 und das Ende erst nach dem Ersten Weltkrieg 1919.
Inhaltsverzeichnis
Der Begriff „Risorgimento“
Italien im europäischen Kontext
Die Reformen des 18. Jahrhunderts
Carlo Emanuele III. (1730 – 1773)
Die Jakobiner
Filippo Buonarroti
Napoleon Bonaparte
Der Wiener Kongress
Italiens Restauration
Aufschwung
Das „neoguelfische“ Moment
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der historischen Epoche des italienischen Risorgimentos und untersucht die komplexen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen, die zur nationalen Einigung Italiens führten. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie sich Reformbestrebungen, revolutionäre Ideen und äußere europäische Einflüsse auf den Prozess der Nationsbildung auswirkten.
- Historische Einordnung und Mythenbildung des Begriffs Risorgimento
- Einfluss der Französischen Revolution und der napoleonischen Ära
- Die Rolle der Aufklärung und des aufgeklärten Absolutismus
- Politische Geheimgesellschaften wie die Carboneria und die Bewegung Giovine Italia
- Die Auswirkungen des Wiener Kongresses auf die Restauration in Italien
Auszug aus dem Buch
Der Begriff „Risorgimento“
Das italienische Risorgimento gilt in der italienischen Geschichte als eine Epoche, welche von 1815 bis 1870 stattfand. Einige Historiker jedoch datieren den Beginn des Risorgimentos bereits mit der Französischen Revolution 1789 und das Ende erst nach dem Ersten Weltkrieg 1919.
Risorgimento bedeutet „Wiederauferstehung“. Der Begriff des Risorgimentos bindet die italienische Geschichte daher auch an gewisse Mythen. Man unterstellt Italien damit einst eine große Geschichte gehabt und einen Niedergang gehabt zu haben. Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert hab es in Italien viele mächtige Stadtstaaten, die im Laufe der Zeit ihre wirtschaftliche Macht sowie ihren politischen Einfluss verloren. Ein wesentlicher Grund dafür war die Machtausdehnung der österreichischen Habsburger und der Bourbonen. Im Gründungsmythos um das Risorgimento konzentrierte man sich vorerst nicht auf die Antike, sondern versuchte an das Mittelalter anzuknüpfen. Man bezog sich auf die Hochzeiten der Kommunen und auf das Papsttum als deren einigende Macht. Erst 1848/49 gewann der Mythos der antiken römischen Republik an Bedeutung.
1847 appellierte zum Beispiel Goffredo Mameli (1827-1849) in seinem Gedicht Fratelli d’Italia an die Italiener, sich ihres großen römischen Erbes würdig zu zeigen. Dieses Gedicht bildet im Übrigen den Text der Nationalhymne.
Um die Geschichte des italienischen Risorgimentos schreiben zu können, sind die Erneuerungen in den italienischen Staaten ab der Mitte des 18. Jahrhunderts zu berücksichtigen.
Zusammenfassung der Kapitel
Der Begriff „Risorgimento“: Einführung in die zeitliche Einordnung und die mythologische Bedeutung der „Wiederauferstehung“ Italiens.
Italien im europäischen Kontext: Analyse der äußeren Einflüsse durch Frankreich und Großbritannien sowie die Rolle nationaler Feindbilder.
Die Reformen des 18. Jahrhunderts: Darstellung der politisch-sozialen Veränderungen und des Einflusses des aufgeklärten Absolutismus in den italienischen Staaten.
Carlo Emanuele III. (1730 – 1773): Betrachtung der Machtverhältnisse im Piemont und der zunehmenden Militarisierung unter den Nachfolgern.
Die Jakobiner: Erläuterung der revolutionären Strömungen und Bestrebungen zur Errichtung republikanischer Strukturen.
Filippo Buonarroti: Fokus auf die Rolle des Vordenkers der sozialrevolutionären italienischen Einigungsbewegung.
Napoleon Bonaparte: Analyse der napoleonischen Herrschaft als Katalysator für staatliche Strukturen und moderne Verfassungsgedanken.
Der Wiener Kongress: Behandlung der Neuordnung Europas und der Etablierung einer Stabilitätsordnung unter den Siegermächten.
Italiens Restauration: Untersuchung der territorialen Zersplitterung und des Widerstands gegen die Fremdherrschaft durch Geheimgesellschaften.
Aufschwung: Analyse der ökonomischen Entwicklung ab 1840 und des Aufkommens neuer politisch-pragmatischer Denkrichtungen.
Das „neoguelfische“ Moment: Diskussion über die Rolle des Papsttums und die Hoffnung auf eine nationale Einheit unter Pius IX.
Schlüsselwörter
Risorgimento, Italien, Einigungsbewegung, Aufgeklärter Absolutismus, Napoleon Bonaparte, Carboneria, Giuseppe Mazzini, Wiener Kongress, Restauration, Nationalstaat, Französische Revolution, Geheimgesellschaften, Neoguelfismus, Italienische Geschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die historische Epoche des Risorgimentos und die vielfältigen Bestrebungen zur politischen Einigung Italiens zwischen dem 18. Jahrhundert und der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Reformen des aufgeklärten Absolutismus, der Einfluss der Französischen Revolution, das Wirken von Geheimgesellschaften sowie die diplomatischen Herausforderungen durch das europäische Mächtegleichgewicht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Entwicklung der italienischen Nationalbewegung vor dem Hintergrund interner Reformen und externer Einflüsse bis zu den Ereignissen von 1848/49 nachzuzeichnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse unter Auswertung zeitgenössischer Quellen und historischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erstreckt sich von der Bedeutung der Aufklärung über die napoleonische Ära und den Wiener Kongress bis hin zur Entstehung politischer Bewegungen und Denkschulen in den 1840er Jahren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Risorgimento, Aufgeklärter Absolutismus, Restauration und nationale Unabhängigkeit.
Welche Bedeutung kommt Filippo Buonarroti für die Einigungsbewegung zu?
Buonarroti gilt als Vordenker, der die Einigung Italiens auf sozialrevolutionärer Grundlage anstrebte und aktiv versuchte, Ideen der Französischen Revolution zu adaptieren.
Wie beeinflusste der Wiener Kongress die politische Situation Italiens?
Der Wiener Kongress führte zu einer territorialen Neuordnung, die Italien in kleine Herrschaftsgebiete zersplitterte und die österreichische Vorherrschaft festigte, was den Widerstand der Patrioten weiter verstärkte.
Was beschreibt das „neoguelfische“ Moment?
Es bezieht sich auf die Hoffnungen, die mit dem Amtsantritt von Papst Pius IX. im Jahr 1846 verbunden waren, den Heiligen Stuhl als identitätsstiftende und einende Kraft der italienischen Unabhängigkeit zu etablieren.
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- Anja Schneider (Autor), 2019, Anfänge und Ziele der italienischen Epoche des Risorgimento, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494356