Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie psychosoziale Beratung in der Nachsorge von brustkrebserkrankten Frauen zur Rehabilitation beitragen kann. Dazu wird zuerst ein medizinischer Blick auf den Brustkrebs geworfen, um die Krankheit besser verstehen zu können. Danach wird auf die psycho-sozialen Folgen dierser Erkrankung eingegangen, für die Frau und für das soziale Umfeld. Zum Abschluss wird die psychosoziale Beratung als Methode der klinischen Sozialen Arbeit erläutert.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Brustkrebs
1.1 Epidemiologie und Ätiologie
1.2 Diagnostik und Therapie
1.3 Tumornachsorge und Rehabilitation
2 Einfluss der Erkrankung auf das Umfeld und das Körperbild
2.1 Das nahe Umfeld
2.2 Das Körperbild
3 Klinische Soziale Arbeit
3.1 Grundlagen
3.2 Das Bio-Psycho-Soziale Modell
3.3 Psychosoziale Beratung
4 Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, wie die Klinische Soziale Arbeit durch die gezielte Beeinflussung psychologischer und sozialer Faktoren den Krankheitsverlauf von Brustkrebspatientinnen positiv unterstützen kann. Das zentrale Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Betroffene durch psychosoziale Beratung in ihrer Lebenswelt gestärkt und bei der Krankheitsbewältigung unterstützt werden können.
- Klinische Soziale Arbeit im Gesundheitswesen
- Medizinische und soziale Aspekte von Brustkrebs
- Einfluss der Erkrankung auf das Umfeld und das Körperbild
- Anwendung des Bio-Psycho-Sozialen Modells
- Psychosoziale Beratung als Interventionsmethode
Auszug aus dem Buch
2.2 Das Körperbild
Das Körperbild hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf das Selbstkonzept eines Menschen. Viele Frauen definieren sich über ihr Äußeres, eine Veränderung in ihrem Körperbild verändert dementsprechend auch ihr Selbstbewusstsein und die Eigenwahrnehmung. Es gibt wenige Studien die sich mit diesem Thema befassen, es gibt auch nur wenige Zahlen für Deutschland. Eine Studie aus 1999 legt aber nahe, dass 30% der Krebspatientinnen unter einem veränderten Körperbild leiden und sich weniger attraktiv fühlen. Der Umgang mit der Diagnose Brustkrebs hängt auch von kulturellen Einflüssen ab. In unserer westlichen Welt hat das Aussehen einen großen Stellenwert, zusätzlich angefeuert durch mediale Darstellungen des weiblichen Körpers, in denen die Brust fast synonym mit Erotik verwendet wird. Die weibliche Brust hat in unseren Kulturkreis einen hohen Symbolcharakter, steht für Weiblichkeit, Mütterlichkeit und Sexualität.
Schon gesunde Frauen sind oft mit ihrem empfundenen Körperbild nicht im Reinen, umso schwerer fällt das dann erkrankten Frauen. Ein verändertes Körperbild ist die offensichtlichste (augenscheinlichste) Nebenwirkung einer Brustkrebserkrankung. Eine gesunde und schöne Brust steht für viele gleichbedeutend mit einer gesunden und auch selbstbewussten Frau. Dies lässt vielleicht verstehen, warum die Diagnose Brustkrebs so angstbesetzt und existentiell bedrohend ist. Die Erkrankung bedroht also nicht nur akut das Leben, sondern fordert die Frau auch auf sich mit ihrem Körperbild und dann auch dem veränderten Körperbild auseinander zu setzen. Haare fallen aus, es bildet sich eventuell ein Lymphödem, die Brust wird operativ verändert ggf. auch ganz entfernt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Thematik der Brustkrebserkrankung und die Relevanz der Klinischen Sozialen Arbeit bei der Bewältigung psychologischer und sozialer Herausforderungen.
1 Brustkrebs: Darstellung der medizinischen Grundlagen, von der Epidemiologie und Ätiologie über Diagnostik und Therapie bis hin zur Tumornachsorge.
2 Einfluss der Erkrankung auf das Umfeld und das Körperbild: Analyse der Auswirkungen auf das soziale Umfeld der Patientin sowie die tiefgreifende Veränderung des Körperbildes und Selbstkonzepts.
3 Klinische Soziale Arbeit: Erläuterung der fachlichen Grundlagen, des Bio-Psycho-Sozialen Modells und der spezifischen Methodik der psychosozialen Beratung im klinischen Kontext.
4 Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit zur Bedeutung der Klinischen Sozialen Arbeit für die Aufklärung und Unterstützung betroffener Frauen.
Schlüsselwörter
Klinische Soziale Arbeit, Brustkrebs, Bio-Psycho-Soziales Modell, Psychosoziale Beratung, Krankheitsbewältigung, Körperbild, Tumornachsorge, Soziale Netzwerke, Gesundheitswesen, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Patientinnen, Soziale Ressourcen, Lebensqualität, Prävention, Aufklärungsarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die psychosozialen Aspekte einer Brustkrebserkrankung und beleuchtet, wie die Klinische Soziale Arbeit Patientinnen bei der Krankheitsbewältigung unterstützen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die medizinischen Grundlagen von Brustkrebs, die Auswirkungen auf das soziale Umfeld und das eigene Körperbild sowie die Methoden der Klinischen Sozialen Arbeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den positiven Einfluss der Klinischen Sozialen Arbeit auf den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität durch psychosoziale Beratung und Netzwerkarbeit aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und stützt sich methodisch auf das Bio-Psycho-Soziale Modell sowie fachspezifische Konzepte der Klinischen Sozialarbeit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert medizinische Eckpunkte, die psychologischen Belastungen für die Patientin und ihr Umfeld sowie die theoretische Fundierung und praktischen Ansätze der psychosozialen Beratung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Klinische Soziale Arbeit, Brustkrebs, psychosoziale Beratung, das Bio-Psycho-Soziale Modell und die Krankheitsbewältigung.
Wie wirkt sich das Körperbild auf Brustkrebspatientinnen aus?
Eine Brustkrebserkrankung führt häufig zu einer massiven Beeinträchtigung des Körperbildes, da die Brust symbolisch eng mit Weiblichkeit und Sexualität verknüpft ist, was das Selbstkonzept stark belastet.
Warum ist die Einbeziehung des nahen Umfeldes so wichtig?
Das soziale Umfeld fungiert als primäres Unterstützungsnetzwerk; dessen Einbeziehung trägt maßgeblich zur Stabilisierung der Patientin und zum Erfolg der Krankheitsbewältigung bei.
- Arbeit zitieren
- Sophie Trenkler (Autor:in), 2018, Klinische Soziale Arbeit und Brustkrebs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/494423