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Der Bedeutungwandel von Arbeit und Freizeit für die Familie

Titel: Der Bedeutungwandel von Arbeit und Freizeit für die Familie

Vordiplomarbeit , 2005 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Florian Winkler (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll sich mit der Frage beschäftigen, wie sich die Veränderungen in der Erwerbsstruktur, die sich beispielsweise in Arbeitszeitverkürzungen, aber auch in Form von Einzel- oder Doppelverdienerhaushalten stark niederschlagen, auf das Freizeitverhalten in der Familie und vor allem mit der Familie ausgewirkt haben. Als Betrachtungszeitraum wird hier die Zeit von der Industrialisierung, mit extrem hohen Arbeitszeiten, über die Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges, die einen Überfluss an Wohlstand symbolisiert, bis in das 21.Jahrhundert, als Epoche des Umbruches in der Arbeitswelt, herangezogen. Der Betrachtungsgegenstand soll sowohl das innerfamiliäre Zusammenleben mit Schwerpunkt der Freizeitnutzung in der Familie, als auch die Veränderungen in der Erwerbsarbeit sein, die nötig waren um mehr Zeit für Freizeit zu schaffen.
Der zeitliche Einschnitt, der hier zwischen der industriellen Revolution und der deutschen Nachkriegszeit gemacht wird, ist nicht ohne Grund gewählt, da die wirtschaftlichen Krisen während der Weimarer Republik eine besondere Lage auf dem Arbeitsmarkt und im Erwerbsleben der Familien darstellen. Auch die beiden Weltkriege führten zu einer ungewöhnlichen Situation auf dem Arbeitsmarkt, da Frauen beispielsweise die männliche Arbeitskraft in der Wirtschaft ersetzen mussten. Aufgrund dieser besonderen Situation bietet es sich in Hinblick auf das Thema dieser Arbeit nicht an, diese Zeit näher zu beleuchten.
Im zweiten Gliederungspunkt wird zuerst auf den Wandel in der Erwerbsstruktur der Familie eingegangen. Eingangs soll die Bedeutung und das Ausmaß von Arbeit in der Gesellschaft in der Epoche der Industrialisierung herausgearbeitet werden. Darauffolgend soll der Umgang mit der freien Zeit in der Gesellschaft der industriellen Revolution näher betrachtet werden, wobei hier vor allem auf die zahlreichen Gründungen von Arbeitervereinen im Bereich Sport, Kultur und Politik eingegangen werden soll. Im weiteren Verlauf soll dann geklärt werden, wie und ob sich dieses Vereinsleben auf die Familie ausgewirkt hat und welche Aktivitäten in und mit der Familie stattfanden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die familiale Erwerbs- und Freizeitsituation zur Zeit der Industrialisierung

2.1 Die familiale Erwerbsstruktur zur Zeit der Industrialisierung

2.2 Familie und Freizeit während der Industrialisierung

3. Die familiale Erwerbs- und Freizeitsituation vom Wirtschaftswunder bis in die 1970er Jahre

3.1 Die familiale Erwerbsstruktur in der Wohlstandsgesellschaft

3.2 Familie und Freizeit in der Wohlstandsgesellschaft

4. Die familiale Erwerbs- und Freizeitsituation am Ende des 20. Jahrhunderts

4.1 Die familiale Erwerbsstruktur am Ende des 20. Jahrhunderts

4.2 Familie und Freizeit am Ende des 20.Jahrhunderts

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht den historischen Bedeutungswandel von Erwerbsarbeit und Freizeit für die Familie in Deutschland vom Zeitalter der Industrialisierung bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, mit dem Fokus auf die Auswirkungen veränderter Erwerbsstrukturen auf das familiäre Zusammenleben.

  • Historische Entwicklung der Erwerbsarbeit und ihre Auswirkungen auf die Familie
  • Wandel des Freizeitverhaltens im Kontext sozioökonomischer Veränderungen
  • Die Rolle der traditionellen bürgerlichen Familie in der Nachkriegszeit
  • Einfluss von Individualisierung und Mediatisierung auf die moderne Familie

Auszug aus dem Buch

2.1 Die familiale Erwerbsstruktur zur Zeit der Industrialisierung

Dieser Abschnitt der Arbeit soll sich mit der Erwerbsstruktur von Familien der Arbeiterschicht, und hier im speziellen der Industriearbeiterschicht, während der Zeit der Industrialisierung in Deutschland beschäftigen und der Frage nachgehen, wie die Verteilung der Erwerbsarbeit in der Familie ausgesehen und welchen Stellenwert sie eingenommen hat.

Um die Wanderung in die Städte, vor allem in die industriellen Ballungsräume zu verdeutlichen und die Beweggründe der Bevölkerung, die dazu führten sich de Industriearbeit zuzuwenden verständlich zu machen, soll hier zuerst ein kurzer geschichtlicher Abriss gegeben werden.

Die Auflösung der ständisch-agrarischen Gesellschaft und der Niedergang von handwerklich geprägten Zentren, wie etwa der Weber in Schlesien,1 durch die ersten Einflüsse der Technisierung und Industrialisierung, bewirkten ein starkes Ansteigen der armen Bevölkerung und führte zu einer neuen Mobilität, die vor allem in der Unterschicht einsetzte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Auswirkungen veränderter Erwerbsstrukturen auf das Freizeitverhalten und das Zusammenleben in Familien im Betrachtungszeitraum von der Industrialisierung bis ins 21. Jahrhundert.

2. Die familiale Erwerbs- und Freizeitsituation zur Zeit der Industrialisierung: Dieses Kapitel thematisiert den durch Industrialisierung ausgelösten Druck auf die familiale Erwerbsstruktur sowie die Entstehung erster vereinsbasierter Freizeitformen für Arbeiter.

3. Die familiale Erwerbs- und Freizeitsituation vom Wirtschaftswunder bis in die 1970er Jahre: Der Fokus liegt hier auf der Etablierung des traditionellen bürgerlichen Familienbildes und der durch das Wirtschaftswunder geprägten, intimisierten Freizeitgestaltung.

4. Die familiale Erwerbs- und Freizeitsituation am Ende des 20. Jahrhunderts: Dieses Kapitel analysiert den weiteren Strukturwandel durch Tertiarisierung sowie den Einfluss von Individualisierung und Mediatisierung auf das Freizeitverhalten moderner Familien.

5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass trotz veränderter Arbeits- und Freizeitumstände keine vollständige "Verfreizeitlichung" stattgefunden hat und Freizeit lediglich einen Lebensbereich neben anderen bleibt.

Schlüsselwörter

Familie, Erwerbsstruktur, Industriegesellschaft, Freizeitverhalten, Industrialisierung, Wohlstandsgesellschaft, Individualisierung, Mediatisierung, Arbeiterschicht, Erwerbsarbeit, Familiensoziologie, Freizeitsoziologie, Wirtschaftsgeschichte, Strukturwandel, Lebensarbeitszeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen Wandel der Bedeutung von Erwerbsarbeit und Freizeit für Familien in Deutschland, von der Zeit der Industrialisierung bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Veränderungen der Erwerbsstruktur (z.B. Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft), die Entwicklung des Freizeitverhaltens und der Einfluss von gesellschaftlichen Trends wie Individualisierung auf das familiäre Zusammenleben.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich strukturelle Veränderungen in der Arbeitswelt auf das innerfamiliäre Zusammenleben und die Gestaltung der freien Zeit ausgewirkt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen und historischen Analyse soziologischer Fachliteratur und Daten zur Arbeits- und Freizeitforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei historische Phasen: die Industrialisierung, die Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre und das Ende des 20. Jahrhunderts, jeweils mit Fokus auf Arbeit und Freizeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Familiensoziologie, Erwerbsstruktur, Industrialisierung, Mediatisierung und Individualisierung charakterisiert.

Warum wurde die Zeit der Weimarer Republik ausgeklammert?

Aufgrund der Sondersituation der wirtschaftlichen Krisen und der Weltkriege, in denen tradierte Arbeitsmarktstrukturen verzerrt waren, bot sich diese Zeit nicht für die geplante Analyse an.

Was versteht der Autor unter dem Drei-Phasen-Modell der weiblichen Erwerbstätigkeit?

Das Modell beschreibt den Zyklus der Erwerbsbeteiligung von Frauen: Ausbildung/Beruf, Phase der Familiengründung/Kindererziehung und die Rückkehr zur Erwerbsarbeit nach der Kinderphase.

Wie hat sich die Bedeutung von Medien für die Freizeit im Zeitverlauf gewandelt?

Während Medien früher eine integrativere soziale Funktion in der Familie hatten, ist heute ein eher individualisierter und von der Familie abgekoppelter Medienkonsum zu beobachten.

Bestätigt die Arbeit die These einer allgemeinen "Spaßgeneration"?

Nein, der Autor verweist darauf, dass sich eine extreme Wertverlagerung von der Arbeit hin zu einer ausschließlichen Freizeit-Orientierung für die jüngere Generation nicht bestätigen lässt.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Bedeutungwandel von Arbeit und Freizeit für die Familie
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Soziologie)
Note
2,0
Autor
Florian Winkler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
24
Katalognummer
V49448
ISBN (eBook)
9783638459006
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedeutungwandel Arbeit Freizeit Familie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Winkler (Autor:in), 2005, Der Bedeutungwandel von Arbeit und Freizeit für die Familie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49448
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